die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Januar 20, 2019, 10:23:19
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Wer wüsste nicht von Grausamkeit zu künden,
die irgendwann ihm jemand angetan?
Wer tat nicht anderen in seinem Wahn
ein Gleiches an für subjektive Sünden?
Wer wollte nicht sich mit der Zeit verbünden
und ungeschehen machen, was er tat,
und wer aus Reue sich sein Glück verbat,
nicht endlich tröstlich in Vergebung münden?
Wir gehen fehl und taumeln in die Irre,
solang wir uns in dieser Welt errichten.
In allem wahr erscheint uns nur das Wirre,
und allzu weh tun manchmal unserm Lichten
getroffner Wahlen würgende Geschirre,
darin wir reifen - oder uns vernichten.
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In allem wahr erscheint uns nur das Wirre, und allzu weh tun manchmal unserm Lichten getroffner Wahlen würgende Geschirre, darin wir reifen - oder uns vernichten.
Moin Erich,
vielleicht bin ich zu sehr Laie, oder Banause, der Sinn erschließt sich mir jedoch auch nach langem Überlegen und mehrfachem Lesen nicht ???
LG
CB
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Hi Curd!
Ich gebe zu, das ist etwas verschwurbelt, aber zum Draufkommen: Mit dem "Lichten" sind unsere guten Seiten gemeint, das Lebensglück, die Freude am Sein usw, aber viele der Entscheidungen, viele der "Wahlen", die wir treffen, nageln den Deckel auf den Sarg unserer Chancen, sind wie "würgende Geschirre", in deren Zwang wir existieren - selbst gewählt, selbst auferlegt im Glauben, das Richtige zu tun - welch ein Irrtum, und welch eine Kastration!
LG, eKy
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moin Erich,
ja, es ist für mich mit deiner Erklärung nachvollziehbar 8)
Recht hast du mit deinen Versen.
LG
CB