die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Januar 26, 2019, 12:52:21
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Es fällt ein leiser Schnee in zarten Flocken
ins kahle Kronenwerk der kalten Bäume,
fällt weiter noch von dort in meine Träume
von Frühlingsduft in deinen blonden Locken.
Es geht ein leiser Wind in zartem Wehen
durch meinen Wald, darin die Bilder schlafen,
und die Entscheidungen, die uns betrafen,
schon ferne sind von Wille und Geschehen.
Es treibt ein leises Weh in zartem Bangen,
dass mir nicht alles längst wie dies gefror,
was sich in diesem Walde schon verlor,
im Winter meiner Lebenszeit gefangen.
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moin Erich,
das ist so zart, so bezaubernd geschrieben, wie es nur wenige vermögen.
Lieber Erich, ich bewundere immer wieder deine lyrische Leichtigkeit, die sich auch in schwierigen Themen durchsetzt und wunderbar liest.
LG
CB
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Hi Curd!
Vielen Dank für die beseelten Worte! :)
Ich schreibe ja nicht von vornherein zu einem Thema, das ich mir zuvor gesetzt habe. Oder so gut wie nie - meistens schreibe ich einfach drauflos und überlasse es tieferen Schichten meiner selbst, die inhaltliche Richtung zu bestimmen. Den Titel dazu suche ich erst hinterher.
LG, eKy
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.. und überlasse es tieferen Schichten meiner selbst, die inhaltliche Richtung zu bestimmen.
Moin Erich,
das ist es, was ich hier spüre und was ich meine. Es hat "Seele".
Beschreibst du zum Beispiel ein Bild, sind mir die in Verse gefassten Betrachtungen oft sehr kühl, mit Bedacht gewählt.
LG
CB
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Hi Curd!
Teils teils. Auch bei meinen Bildbeschreibungen lasse ich das Bild selbst zu mir durchdringen und fasse dann in Verse, was es dann in mir auslöst.
LG, eKy
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das ist traumhaft schln geschrieben, einersiets so sehnsüchtig und doch so hart-vernünftig. Gerade diese Diskrepanz macht es so berührend.
Die Kälte ist quasi fühlbar. LG von Agneta
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Hi Agneta!
Vielen Dank! :)
Ich finde, gerade bei solchen emotionalen Themen sollte man nicht in Pathos oder weinerlichen Ton verfallen, das wäre verlogen oder würde zumindest so empfunden werden. Theatralik braucht man nicht, wenn es ums "Eingemachte" geht, da ist so ein nüchtern beschreibender Tonfall wie von einem, der sich längst mit allem abgefunden hat, viel wirkungsvoller!
LG, eKy