die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juni 02, 2019, 12:05:09
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Wie öffnen wir einander Haus und Herzen,
wenn wir verständig sind, was uns berührt
und dies zu tieferem Empfinden führt
für anderer Verlegenheit und Schmerzen.
Jedoch was fremd ist fürchten wir beklommen,
als raubte es uns Unterhalt und Land
in einem unterstellten Unverstand,
aus dem Vernünftigen wie fortgenommen.
Erst ist es Gegenstand von schlechten Scherzen,
dann von Gemurmel hinter kalter Hand,
und endlich wird es wütend ausgetrieben.
Wie sind wir frei und dennoch zugeschnürt,
und sind schon viel zu weit damit gekommen -
so klug ... und Affenrudel doch geblieben!
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Ja, das Einfühlen ist dem Einzelnen möglich, wird aber leicht vom Gruppengeist, der von der Ausgrenzung Andersgearteter zehrt, überwältigt.
Sehr schön geschrieben, lieber Erich.
LG gummibaum
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Hi Gum!
Die Argumente mögen adäquat ausformuliert sein, die Rechtfertigungen wohl zurechtgelegt - und dennoch ist es genau dasselbe Verhalten wie in Tiergruppen seit jeher. Das Gehirn wird nur zur "logischen" Bemäntelung der Fremdenangst, der behaupteten Kulturverwässerung usw. eingesetzt, nicht dazu, über die eigentlichen Mechanismen nachzudenken, die uns nach wie vor so triebhaft steuern, dass aus Mücken immer gleich Elefanten gemacht werden!
Vielen Dank für deine Einlassung! :)
LG, eKy