die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juli 17, 2019, 16:47:57
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Sie steht allein, kaum merklich ist ihr Schwanken
wie unter einem allzu schweren Hieb:
Er hatte ihr doch soviel zu verdanken,
und nun hat er sie dennoch nicht mehr lieb!?
Ein vages Zucken um der Lippen Röte
des stummen Schreis, der sich ihr nie entrang;
so sagt der ganzen Welt sie: Komm und töte
mich gleich und alle Ewigkeiten lang!
Wie beinah tot aus wunden Augen starrt sie,
gebrochen zwar, doch ungebeugt und stolz;
und spiegelnd ihren Seelenschmerz verharrt sie
wie Bernsteintränen auf gequältem Holz.
(von ca. 2005)
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Sehr schön, lieber Erich. Der letzte Vers ist besonders gut.
Für heutiges Empfinden sind Tragik und Wortwahl zwar etwas hochgeschraubt, was komisch wirken kann, aber sie erscheinen mir ehrlich empfunden und als präzise Beschreibungsmittel eingesetzt.
Sehr gern gelesen.
LG g
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Hi Gum!
Ist, wie zu lesen steht, eins meiner GAAANZ alten, von vor gut 15 Jahren, als ich wieder mit Schreiben begann nach gut 25 Jahren Pause. Das Pathos mag meiner mangelnden Routine geschuldet sein.
Vielen Dank für deine Gedanken! :)
LG, eKy
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Er hatte ihr doch soviel zu verdanken,
Moin Erich,
diese, von mir herausgestellte Zeile, zeugt von der "selbstlosen" Liebe einer Besitzergreiferin >:D
Die letzten beiden Zeilen sind mir dazu die Bestätigung.
Pathos, hübsch bissig O0
Erfreut gelesen 8)
LG
CB
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Hi Curd!
Meine Intention war das Bild einer unglücklich verliebten, ausgenutzen und danach weggeworfenen Frau, die ihren Schmerz stolz und gefasst erträgt, obwohl in ihr etwas gestorben ist.
Deine Deutung ist interessant und lässt auf persönliche Erlebnisse in dieser Richtung schließen ...
LG, eKy