die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juli 29, 2019, 08:58:45
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Wie wispern deine weichen Stellen
von Wärme unter meiner Hand,
und wie im Ozean zwei Wellen,
der Hochzeit nahe mit dem Land,
zu einer werden, die sich, brechend
am Ufer einer großen Lust
und donnernd dem Zenit versprechend,
erhaben wird und selbstbewusst,
so stürzen wir, um uns zu dehnen
nach einem Strand, der alles weiß,
erfüllen wir das wunde Sehnen
der Lenden, die, vom Fühlen heiß,
verglühen in erfüllter Liebe.
Ich falle still in deinen Blick
und weiß wie du: Wir sind wie Diebe,
und was wir stehlen, bringt kein Glück.
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Sehr schön ist hier die sexuelle Erregung und Befriedigung im Bild der sich aufgipfelnden beiden Wellen, die zu einer werden, die auf dem Strand ausläuft, eingefangen, lieber Erich. (Alle Bezüge zu erfassen, musste ich den Mittelteil mehrmals lesen.) Aber die traurige Seite folgt auf dem Fuß, wenn die Liebe (obwohl sie so stark ist, dass sie zerstörerisch verglühend wirkt), weil beide fremdgehen, keine Zukunft hat.
Mit Genuss und Trauer gelesen.
Lieber Gruß von gummibaum
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Hi Gum!
Vielen Dank für die Blumen! :)
Die Bezüge sind etwas schwierig, da in S2Z3 eigentlich ein weiteres "sich" gut getan hätte, aber dies ging sich da metrisch nicht aus. Also muss das "sich" von S2Z1 auch noch für Z3 herhalten, obwohl der Zusammenhang da schon recht gestreckt ist.
Ich selbst bin ja nie fremdgegangen - was eher daran lag, dass keine meiner traurigen paarungsinhärenten Beziehungen (als ich noch welche hatte) länger als ein paar Monate andauerte ... ;) ;D ::)
LG, eKy
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Kann mich Gums Begeisterung nur anschließen! Bravo!!! :)
Der etwas gedehnte Reflexivbezug von S2Z1 bis Z3 stört mich persönlich nicht. :) Wenn Du dagegen anschaust, könnte man den zweiten Gedanken auch als transitiven Einschub ausdrücken: "... und donnernd, den (!) Zenit versprechend, erhaben wird und selbstbewusst."
Die einzige Stelle, bei der ich etwas ins Stocken geriet, war die Passage mit den Lenden... nicht aus Prüderie, sondern weil dieses körperliche Element mir etwas zu wohlgesetzt formuliert ist und es damit (für mich ganz subjektiv) etwas ans Liebeskitschige angrenzt... das ist aber jetzt persönliches Geschmacksempfinden, also kein objektives Kriterium, und mindert meine Begeisterung kein bisschen!
Sehr gern gelesen!
S.
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Hi Suf!
Vielen Dank für deine Begeisterung! :)
Wie du sagst, jeder wertet Begriffe anders, entsprechend seinen eigenen Erlebnissen, oder wie er das Wort erlernte. Realität ist für uns immer nur, was die eigenen Wahrnehmungsfilter uns aufzunehmen gestatten ...
Ich verbinde mit dem Terminus "Lenden" GERADE das Erotische, Wilde, Ungezügelte - also ganz was anderes als dein Bezug zu kitschigen Liebesromanen unbefriedigter Romantikerinnen ... ;) >:D
LG, eKy