die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Oktober 27, 2019, 11:46:38
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Wann immer ich ertrinke in Bedenken,
dann wende ich das dunkelnde Gesicht
der Sonne zu und fühle wieder Licht
und Wärme, die mich zart umfangen,
und sie besänftigen mein wundes Bangen,
mir Zuversicht und neuen Mut zu schenken.
Wann immer Wenigkeiten mich vermindern
und hüllen in Verlegenheit und Scham,
mich mundtot machen und mein Gehen lahm,
dann wende ich mich wieder nach der Sonne
und spüre tief in mir die alte Wonne
der Kindheit, und kein Weh kann es verhindern.
Wann immer wir um Wichtigkeiten streiten,
entrüstet und mit Schlägen von Gewicht,
dann wende ich das dunkelnde Gesicht
ins Helle und ich schließe meine Augen,
lass alle Widrigkeiten voll sich saugen
mit lichten Samtes warmem Überbreiten.
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Ja, lieber Erich,
Licht und Wärme kräftigen gegen Widrigkeiten und lassen die Zeit früher Geborgenheit nochmals fühlen. Ich weiß nicht, ob das Gefühl auch in Zonen gilt, in denen die Sonne gnadenlos brennt oder ob dort die heilsamen Kräfte eher mit dunkler Kühle verbunden werden. Schönes Reimschema.
Sehr gern gelesen.
LG g
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Hi Gum!
Für die heißen Zonen empfehle ich das In-die-Sonne-Wenden des Gesichts nur für die Morgen- und Abendstunden. ;)
Das Reimschema ist recht simpel: 2 Paarreime mit einem umarmenden Reim. Wichtig für die lyrische Dynamik hier allerdings, dass der jeweils erste Paarreim männlich kadenziert.
Vielen Dank für die freundlichen Worte! :)
LG, eKy
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Außer dem Reimschema gefällt mir natürlich auch der Inhalt. LG g
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Hi Gum!
;D Da ich mich selten in platten Oberflächlichkeiten ergehe, darf ich davon ausgehen, dass so gut wie alle meine Werke inhaltlich gefallen. ;)
(Gut, dass Eigenlob nicht wirklich stinkt ... ;D 8))
LG, eKy