die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Eisenvorhang am Dezember 09, 2019, 22:00:34
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Du bist für mich wie eine Landschaft und
ein Ausblick über Weite, Tal und Hang,
der Regen nässt im Grau die Bäume wund,
und aus der Tiefe steigt der Flüsse Klang.
Ich seh die Wiesen und ich sehe dich
und bin berührt von deinem Angesicht,
als wärst du Porzellan und königlich,
doch einen Namen? Nein, den hast du nicht.
Ich warte auf die Ebbe und die Flut.
Ich seh mich selbst in dir versanden,
bin tief verschüttet und auch ohne Mut -
nie hab ich dich im Ansatz je verstanden.
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Hi EV!
Wow - ein hervorragender Text! Das hat Tiefe, ist voller mystischer Symbolik und toller lyrischer Bilder! Allerdings will mir scheinen, als würden diese Qualitäten mit jeder Strophe zum Schluss hin leicht abnehmen. Nicht tragisch, aber merkbar.
Es könnte eine geheimnisvolle Frau sein, eine wahre Liebe, nie ganz ergründet - oder irgendetwas anderes wie ein Traum, den wir jagen, eine Idealfigur unseres Begehrens oder so.
Peanuts:
Das "wohl" in S3Z3 erscheint mir etwas deplatziert angewendet. Wie wäre es stattdessen mit "tief"?
Die letzte Zeile will so formuliert eigentlich betont beginnen. Wie wäre es so: "als hätt ich dich im Ansatz nie verstanden."
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Hallo lieber Erich,
ich danke Dir für Deinen Kommentar und Dein Lob. O0
Deine Vorschläge übernehme ich sehr gerne und kitten die Schwachstellen des Gedichts.
Ich danke Dir!
vlg
EV
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Sehr schön, lieber Eisenvorhang,
diese Darstellung der Geliebten als Landschaft, zu groß, um sie auszudeuten und mit der Konsequenz, in ihr aufzugehen.
Mit Genuss gelesen.
Herzliche Grüße von gummibaum
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Hallo gummibaum!
Schön von dir zu lesen.
Ich freue mich sehr, dass dieses kleine Ständchen dir ein Genuss sein konnte.
Danke fürs Rumguggen! :D
vlg
EV
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berührende, starke Zeilen. LG von Agneta
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Hallo Agneta!
Vielen lieben Dank für das Vorbeischauen und kommentieren und auch fürs gefallen!
vlg
EV
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Moin Eisenvorhang,
ein wunderschönes, trauriges Gedicht, das ich gefühlsmäßig nicht mehr erleben möchte, da ich diesen Gedanken kenne.
Sehr gerne gelesen und geträumt.
LG
CB
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Hallo Curd,
ich danke Dir - im Leben kann man auf einiges verzichten. Trotzdem gehört Verzicht dazu.
Hab Dank, dass du hier warst.
Vlg
Ev
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Interessante Verse! :)
Strophe 1 zielt erst effektvoll gen schmachtiges Fin de Siècle-Elysium, kippt dann aber in Zeile 3 in einen frühexpressionistischen Gestus. Das ist durchaus mit Überwältigungsanspruch komponiert und stellt die Messlatte für die folgenden Strophe auf ein ziemliches hohes Niveau ein.
Strophe 2 löst dann für mein Gefühl die Erwartungshaltung nicht ein, sondern ist vergleichsweise banal, der inhaltliche Sprung von Wiesen (wo kommen die her?) zum Angesicht des lyrischen Du ist unmotiviert, Porzellan ein ziemlich abgedroschener Vergleich in der Liebeslyrik und das "königlich" eher etwas hilflos.
Strophe 3 hebt den Anspruch wieder deutlich an. Dabei führen die Zeilen mit der Versandung des LyrIchs im Gegenüber ein bis dato nicht anmoderiertes, durchaus kräftiges, Bild ein. Vergleichsweise ist dann jedoch der Schluss wieder flach und konventionell.
Insgesamt also für mich eine lyrische Berg-und-Tal-Fahrt. Ich glaube, das konzeptionelle Problem des Gedichts besteht darin, dass die starken Bilder, die Strophe 1 und 3 dominieren, einer vergleichsweise banalen Selbstanalyse des lyrischen Ichs gegenübergestellt werden: "Ich habe keinen Namen für Dich und Dich auch nie verstanden" ist vor dem Hintergrund der mächtigen Seelenlandschaft in Strophe 1 und der beklemmenden Verschüttungsfantasie in Strophe 3 zu schwach gefühlt und gedacht.
Dennoch angeregt gelesen! :)
VG!
S.
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Hallo Sufnus,
schön, dass du wieder da bist, ich dachte schon, du seist entschwunden...
Danke für Deine Kritik - das angesprochene Porzellan und die Königlichkeit sind im Grunde kulturelle Begriffe, die von der Natur ablenken sollen und so einen anderen Bezug erhalten.
Trotzdem schaffe ich bewusst in meinen Gedichten immer einen gewissen Freiraum.
Wenn mir die erste Zeile vor die Augen schwebt, ist der Rest nur dahinfließende Emotion.
Manchmal sind die Bilder stärke, manchmal schwächer.
Vlg
EV
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Hey EV!
Ich war nur temporär abgetaucht, aber nicht entschwunden. :)
Grüße!
S.
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Da ist es mir auch so ergangen, Eisenvorhang, mit meiner Ex-Partnerin.
Interessant geschrieben, gut formuliert.
Ein schönes kleines Gedicht.
LG wolfmozart
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Ich danke Dir Wolfmozart!
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Habe ich nun hier zum zweiten Mal gelesen und bin immer noch, oder schon wieder, entführt in eine Sehnsucht, die in sich das Potential hat zu mehr Lebendigkeit als sie die Erfüllung vielleicht geschenkt hätte. Das Unvollendete, oder wie Rilke sagte, das Schöne als der Schrecken, den wir gerade noch ertragen, lässt uns leben, nicht die Sattheit!
Liebe Grüße, AlteLyrikerin.
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Hallo liebe AlteLyrikerin,
ich danke Dir deinen Kommentar! Mit Verlaub darf ich auf die Vertonung verweisen, vielleicht gefällt sie auch: https://soundcloud.com/eisenvorhang/du-1
Hab schöne Pfingsten und bleib gesund!
vlg
EV
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schön, schön traurig, jedoch auch sehnsüchtig geschrieben.
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Vielen Dank für Deinen Kommentar, Graf Hansula!
vlg
EV
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hallo eisenvorhang,
tritt bitte vor selbigen und verneige dich!
dein schönes gedicht hats verdient, dass man ihm huldigt.
ja, manches gegenüber macht einen einfach sprachlos. ( ich weiß, sagt der idealist in mir)
und der realist fügt hinzu: doch selten halten die tatsachen, was uns die träume versprechen.....
belassen wirs dabei. besser gut geträumt , als gar nicht!
lg, larin
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Liebe Larin,
ich danke dir für deine Anerkennung.
Besser geträumt als gar nicht, genau das denke ich auch!
vlg
EV