die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Eulenspiegeleien => Thema gestartet von: Erich Kykal am Dezember 23, 2019, 09:05:02
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Ich hab so Angst, dass sie uns überrennen,
die mittelalterlichen Glaubenshorden,
die brennend plündern, rauben oder morden,
und weder Gnade noch Erbarmen kennen!
Ich hab so Angst, dass sie uns missionieren,
Imame, Mullahs, Sufis und Kalifen,
die, seit sie ihren Gott von Türmen riefen,
in blindem Hass auf unsre Welt vertieren!
Ich hab so Angst, dass sie uns infiltrieren,
uns schleichend unterwandern und bekehren,
und endlich alle, die sich noch beschweren,
in Kerkern sammeln und dekapitieren!
Ich hab so Angst, drum will ich alle warnen,
und schlage um mich mit Beschuldigungen,
und fürchte so, ihr Spiel ist schon gelungen,
wo sie sich schlau als brave Bürger tarnen!
Oh weh, das greise Abendland, es schwächelt!
Schon seh ich Deutsche auf dem Teppich beten!
Ich brülle Untergang in tausend Nöten,
ganz ungewahr des Wahns, der mich umfächelt!
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Hallo lieber Erich,
mit Verlaub eine Frage zum Handwerk zur Schließung meiner Wissenslücken!
Wieso hast du dich für "Ich hab so Angst" entschieden anstatt "Ich habe Angst"
vlg
EV
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Hi EV!
Ein in unlogischen Ägsten befangener - und daher wohl eher schwammig denkender - Mensch wie das LyrIch, das ich hier sprechen lasse, tendiert dank jetzt mal von mir unterstellter Bildungsferne im Schnitt dazu, die Sprache unsauber zu benutzen. Von daher erscheint mir die hochdeutsche Version weniger realistisch. ;)
Zudem wirkt die verschliffene Form kindlicher, daher emotional zugänglicher, direkter, macht es dem Leser leichter, die Furcht nachzuvollziehen, und unterstreicht die geistige Unreife des Sprechers. Und das "so", das hier nun Platz findet, macht die Aussage zusätzlich eindringlicher.
So meine Gedanken.
LG, eKy
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Ich danke Dir!
Und wünsche Dir eine best mögliche Weihnachtszeit, so denn du ein jemand bist, der das genießt!
Falls nicht, komm gut ins neue Jahr.
vlg
EV
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Danke - du auch! :)
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;D ... gelungene Satire Erich. Meine Angst geht sogar so weit, dass ich kein Maggi mehr kaufe, weil da ein Halal Zertifikat drauf ist. Gruß vom Hans
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Hi Hans! ;D >:D
Es sollte klar sein, dass das LyrIch hier nicht mit mir identisch ist - ich sage das mal allgemein hier für alle Leser, nur für den Fall des Falles. Ich lasse ein verunsichertes, ängstliches LyrIch sprechen, das den aufgeblasenen Feindbildern der Rechten und der Regenbogenpresse leichten Glauben schenkt, sich bodenlose Sorgen um seine Kultur und seine Sicherheit macht, ohne sich wirklich Gedanken zu machen über wirkliche Prozentverhältnisse oder die wahre, stille Kraft der eigenen vielgestaltigen Kultur, die sich nicht in Klischeebildern einer "heilen deutschen Welt" erschöpft, wie von "völkisch volkstümelnden" Patridioten so gern propagiert wird. Wenn's nach denen ginge, wären alle deutschen Jungs blond, hätten Lederhosen und braune Uniformhemden an und würden täglich morgens zum Fahnenappell auf dem Schulhof in Reih und Glied mit dem metaphorischen Schwanz in der Hand die Hymne schmettern. Muss ich über alles erwähnen, welche?
So findet die fanatische Verstiegenheit der religiösen Eiferer ihren würdigen Widerpart in den fanatischen Angstbeißern unseres Kulturkreises .. ;D >:D ;)
Nee, Scherz beiseite - ich lehne ALLE Religionen ab, aus oft erklärten Gründen, aber der Islam ist mir besonders verhasst! Sowohl die absolute Unterwürfigkeit, die er fordert, die mehrmalig täglich verlangten geisttötenden Gebete in demütigend unterwürfiger Kotaupose mit der Stirn auf dem Gebetsteppich, die aufdringliche Pilgerpflicht, die Hadsch, die Unsummen verschlingt und viele wenig Begüterte irgendwann ins Elend stürzt, der bescheuerte Ramadan, der jährlich viele brave Gläubige bei Hitzewellen das Leben kostet, das hirnrissige Bilderverbot, das dazu führte, dass Unmengen an antikem Kulturgut vernichtet wurden, die Entwertung bis Verstümmelung der Frauen, und natürlich das aggressive Missionieren, sprich die Verweigerung jeglicher Integration.
ABER: Man muss auch bedenken, dass dies eine militante islamistische Minderheit betrifft, und dass sie hierzulande nur immer so weit kommt, wie man sie lässt. Und ehrlich gesagt: Wer als Europäer hier mit Aufklärung, den Errungenschaften von Forschung und Wissenschaft, Demokratie und Menschenrechten usw. aufgewachsen ist und DENNOCH freiwillig zu dieser rückständigen Religion konvertiert, sich einen Bart wachsen lässt, einen Kaftan trägt und nach Dschihad und Scharia schreit, auf den können wir gerne verzichten! Solche Vollidioten und Schwächlinge können gern nach Persien pilgern und sich im Namen ihres allmächtigen Gottes die bescheuerten Rüben einsemmeln! Die vom Wahn Durchglühten haben auf dieser Erde noch nie irgendetwas Positives oder Konstruktives bewirkt!
Die meisten hier lebenden Muslime sind aber im Wesentlichen ganz friedliche Zeitgenossen, die sich niemandem aufdrängen. Die Medien blasen die "Gefahr der Islamisierung" und Ausländerkriminalität gerne auf, um Angst und damit Auflage zu machen. Klar gibt es Exzesse hier und da, aber man bleibe doch auf dem (Nicht Gebets-)Teppich der Tatsachen!
Man vergleiche: Wenn ein Germane seine Frau erschlägt, hat er halt die Wut gekriegt, war unbeherrscht, ja, und muss seine Zeit absitzen. Passiert fast täglich irgendwo.
Wenn ein Muslim seine Alte abmurkst, dann geht ein Rauschen diurch den Blätterwald der Medien: ein neuerlicher Beweis für die Kultur- und Zivilisationsferne dieser Barbarenhorden, die da über uns herfallen! Der Untergang des Abendlandes steht bevor! Breijvik hatte Recht! Blablabla ...
Wasser auf die Mühlen der Rechtslastigen und noch weiter rechts Lauernden! So fängt man Stimmen von Wütenden und Dummen, die in Geschichte nicht aufgepasst haben, untergräbt die Stimmung, um das System zu destabilisieren ... war doch alles schon mal da.
Wenn es nach mir ginge, gäbe es GAR KEINE Religionen und deren Symbole im öffentlichen Raum. Kein Wahl- oder Fortpflanzungsrecht für Gottgläubige. Dann wär endlich Ruhe im Karton! Zumindest, was Glaubenskriege oder die hirnerweichende Indoktrination von Minderjährigen betrifft ...
Man bedenke: Krieg für einen Glauben. Eine fiktive Idee, der man in seinem Kopf und in seiner Gesellschaft so viel Raum einräumt, dass sie wichtiger wird als das eigene Überleben, oder das der eigenen Kinder - oder der Kinder jener, die zu "bekehren" sind ...
Wie pervers muss man drauf sein, um sich zu so etwas zu versteigen!? In was für einem Umfeld der Gnadenlosigkeit muss man groß geworden sein, um so etwas gut zu finden? Und ich rede nicht bloß von religiösem Glauben. Der politische kann es gerade so gut! Ob der Glaube an einen zornigen Gott oder der Glaube daran, in unmittelbarer Gefahr zu sein, weil man denkt, man wüsste um einen Notstand, den die meisten anderen zu ignorieren scheinen, und die Überzeugung, dass natürlich alle anderen was falsch machen, natürlich nie man selbst ...
Was sind so viele Menschen doch immer noch für verblendete Feindsuchmaschinen mit Tunnelblick, Verschwörungstheoretiker, argumentanfällig, so lange diese in ihr erkorenes Feindbild passen, und verführbar! Auf beiden Seiten. Auf ALLEN Seiten. So lange sie Seiten brauchen ... ::) >:( :'(
LG, eKy
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Ich verstehe dich Erich, trotzdem wechsele ich die Straßenseite, wenn mir so ein Pascha entgegen geschlurft kommt mit seinem fünfköpfigen Anhang im Schlepptau. Gruß vom Hans
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Wär's nicht witztig, wenn er dir zurufen würde: "Sie müssen nicht soviel Rücksicht nehmen - SO schlimm stinken Sie auch wieder nicht für mich!" ;D >:D
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Hehe, ich glaube Humor kennen sie weniger. Heute früh hab ich überlegt, ob ich aus der ev. Kirche austreten soll. Grund unter anderem: .... Der Mann von Frau Göring Eckhart (Die Grünen) ist federführend für die Kirche, die dieses Seenotrettungsschiff betreibt, mit der die Migranten geradezu aufgefordert werden die Schlepper zu beschäftigen. Respekt vor S. Kurz, der die EU Spinner in die Schranken verwiesen hat. Gruß vom Hans
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Hi Hans!
Dein Glaube (oder nicht) sei dir unbenommen, aber ich habe ohnehin nie den Drang mancher Menschen zur ideologischen Rudelbildung verstanden! Wozu eine "Gemeinschaft" des Glaubens, warum diese kumulative Organisierungswut eines herdenartigen Abfeierns der eigenen Identität, die diese Menschen offenbar nicht ohne eine Religion (oder eine Herde) zu definieren vermögen ...
Ich bin vor 30 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten (war nur so lang dabei, weil mein Vater freiwillig meine Kirchensteuer (ja, die gibt es immer noch in Österreich!) bezahlte - nicht aus Überzeugung, sondern aus karrieremanipulativem Kalkül: Es könnte mir beruflich nützen, dachte er ...).
Sofort rief mich damals jemand von besagter Kirche an (der sich übrigens all die Jahre davor nie gerührt hatte ...) und fragte, ob wir nicht darüber reden könnten. Ich verneinte. Ging es jener Person wirklich um das Seelenheil eines Wildfremden - oder nicht doch vielleicht um den Verlust der Steuereinnahmen durch ihn? Einmal darfst du raten ... ;D ;) >:D
Nein, Religion ist bloß sozialer Kitt, oder Bekräftigung und Trost für Schwache und solche, die es werden wollen.
LG, eKy
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Heute würde niemand mehr anrufen, Erich. Die Kirchenaustritte haben massiv zugenommen und das bei beiden Kirchen.
Frankreich hat seine Säkularisierung zwar konsequenter umgesetzt als D aber auch dort hat sich schon seit Jahren eine Parallelgesellschaft gebildet und die erscheint mir jetzt nach dem neuerlichen Anschlag in Paris noch aggressiver als die deutsche. Ich bin froh, dass ich den demographischen Wandel nicht mehr erleben werde aber es macht mich verbittert, dass es die Grünen Göring-Eckhart oder Claudia Roth gar nicht erwarten können, bis es so weit ist. Den Fernseher schalte ich direkt um, wenn ich irgendwelche Grünen erblicke. Gruß vom Hans
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Jedem geht es mit irgendetwas oder -jemandem so ... ::)
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Also nein - ich glaube nicht, dass die Menschen weniger streiten würden, wenn man die Religionen abschaffte. Sie würden im Handumdrehen neue Felder finden für ihre alten Konflikte. (Und wenns ein Lyrikforum wäre🙄)
Die Menschen streiten,weil sie so sind wie sie sind: verschieden, und oft weder willens noch imstande sich in die Situation des Anderen einzufühlen. Und weil der Splitter im Auge des Anderen besser zu sehen ist als das Brett vorm eigenen Kopf.
Oder wer fragt sich schon ehrlich: Welcher Idiot bin ich eigentlich selber?
Welche Arschgeige steckt in mir selber drin?
Anlässlich von Corona wieder gut zu beobachten: Schuldzuweisungen kreuz und quer(das machen Gruppen so, wenn sie unter Druck geraten)- und bald wird noch jeder vor jedem warnen!
Was noch jedem einzelnen schwerfällt:
Sein persönliches Emotions- und Konfliktmanagement klarzukriegen!
( denn im Zweifelsfall ist es einfacher, jemand anderen zu beschuldigen, als zu sagen: ich fühle mich überfordert und ohnmächtig. Da fallen wir doch sehr gerne zurück auf die Stufe des Kindes, das von irgendeinem Überpapa/Übermama ( sprich "Regierung") will, dass die Probleme "weggemacht" werden sollen.
Der Staat solls richten. Ich doch nicht - da müsst ich ja glatt selber zu denken anfangen und Verantwortung übernehmen!
Insoferne ist die Erfindung von Gott vielleicht doch irgendeine Art Ausweg aus der Klemme - und wenn es nur dabei hilft, durchzuhalten, was sonst unhaltbar wäre....
Das habe ich als 17-jährige in mein Tagebuch geschrieben: Man lehrt die Kinder so Vieles - aber man lehrt sie nicht, wie sie ihre Gefühle heil und unbeschadet durch ein langes Leben bringen sollen.
Schon erledigt ?
I wo.
Ich denk mir aber: Jeder kann die Welt verändern. Ich glaube nicht, dass uns fad wird.
Lg, larin
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Hi larin!
Klar, die Menschen streiten so oder so, aber zumindest könnten ohne Religionen oder Politik die GRÜNDE DAFÜR besser sein! ;) ::)
Wenn man einem Land den Krieg erklärt, weil es Minderheiten unterdrückt, ausbeutet oder ermordet, ist das allemal ein würdigerer Anlass als bloß weil man anderen den eigenen Gott und damit die eigene Kultur und Lebensart aufzwingen will! Oder aus Angst, die "eigene Größe" könnte irgendwie zu kurz kommen ...
LG, eKy
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Du meinst also
mit "besseren Gründen" wären Mord und Totschlag akzeptabler?
Ein gefährlicher Gedanke!
Denn "bessere Gründe" finden sich sofort.
Genau dieses Denken ist es ja, das zum Sich - eines - anderen- bemächtigen-Wollens führt.: die Meinungshoheit, die Deutungshoheit, das Sagen haben wollen, Recht haben wollen.....
überhaupt keine Religion nötig, weil: Alle wollen Recht haben!
Jeder will gewinnen. Der Kampf um die ersten Plätze ist hart.
Ich denke aber, die Zeit der reinen Religionskriege ist vorbei. Vielleicht gab es die auch nie, in Reinkultur.
Viel wahrscheinlicher sind doch Konflikte wegen handfester politischer und/oder wirtschaftlicher Interessen. Die Religion nimmt man dann bestenfalls als "moralisches Würzmittel" dazu.
Eigentlich steckt nichts Anderes hinter all dem als ein Kampf um Territorien ' - wie bei den Viechern......
In unseren Ursprüngen sind wir ja auch nix Anderes - und das bissel Großhirnrinde verpufft meist sehr schnell, wenn die Amygdala sich dazuschaltet.
Insoferne denke ich: Die einzige wirkliche Lösung liegt in der Selbstbeherrschung - wobei mir auch da das " herrsch" nicht gefällt.....
Lg, larin
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HI larin!
Bitte dreh mir nicht das Wort im Munde um. Natürlich gibt es keine "besseren Gründe" für Mord und Totschlag - nur solche, um Mord und Totschlag zu beenden, wenn alles andere versagt!
Wir haben durchaus ein allgemein gut geeichtes Gefühl dafür, was gerecht und gut ist und was nicht. Wie man Menschen behandeln sollte und wie nicht.
Konflikte sind unausweichlich dank unserer unreifen Natur, aber wie gesagt: die Anlässe dafür könnten würdigere sein, als sich für unterschiedliche fiktive Welterklärungsmodelle gegenseitig die Köpfe zu spalten.
LG, eKy
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Welche Gründe auch immer zu gewichten sind - es bleibt die Angst (diesmal nicht satirisch), dass unser Lebensmodell sich verändern wird und das wird es zweifelsohne, wenn wir nicht irgendein Regulativ hinbekommen (da gebe ich S. Kurz Recht). Ein Anlass zu Mord und Totschlag findet sich immer, da hatten die Menschen noch nie Probleme. Ich sehe das wie Larin, wenn sie von Landnahme und und Erweiterung der Lebenssphäre spricht. Diese Form von Eroberung und Verdrängung hat sich seit dem Cro-Magnon Mensch nicht verändert, nur möchte ich nicht die Rolle des Neandertalers übernehmen. Ich glaube nicht so recht an die Parolen: - bleibt locker, alles wird gut. Gruß vom Hans
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Hi Erich,
ich bin mir über deine dem Post zugrunde liegende Ethik absolut im Klaren, da gäbe es für mich nix zu drehen( schon gar nicht Wörter
im Mund) - ich halte nur die Formulierung "bessere Gründe" für hinterfragenswert - damit kann nämlich so leicht allerhand Fragwürdiges bemäntelt werden. So wie mit Religion, da bin ich ganz bei dir.
Denn was sind schon " besseren Gründe" - und wie sehen die aus in einem konkreten Fall?
Nimm nur das Beispiel Moria: Bessere Gründe wären doch gewiss, Menschen aus so einer bedrängten Situation zu erlösen. Würdest du sofort machen, wenn du jemanden persönlich kennst. Würden wir alle vehement einfordern, wenn es Bruder, Schwester, Freund, Nachbar betrifft. Meine Leut first!
Also gut ,weg mit dem Lager - nur wohin dann mit den Menschen? Sie einfach nur anderswohin bringen und dort wieder nur durchfüttern ist keine Lösung. Sie wollen ein Leben haben! Sie brauchen Wohnung, Arbeit, Bildung....
Und am schönsten wärs in Österreich, Deutschland, Schweden....
Können aber 8 Millionen Österreicher, 80 Millionen Deutsche und 10 Millionen Schweden wirklich auf Dauer die Hauptlast des Flüchtlingsstroms tragen?(abgesehen davon, dass Italien/Griechenland sowieso zum Handkuss kommen, ob sie nun wollen oder nicht)
Was sind die besseren Gründe?
Jedes Land will/muss sich doch zuerst mal um die eigenen Einwohner kümmern, sonst geht da auch alles den Bach runter....
Woher für diese vielen Menschen Arbeit nehmen, wenn jetzt die Arbeitlosenzahlen ohnehin hochschnellen anlässlich von Covid 19?
Wo kostengünstig wohnen lassen, wenn sich jetzt schon in manchen Städten Ghettos bilden und Parallelgesellschaften entwickeln?
Wie gelingt Integration, wenn jetzt schon wie z.B. in Wien nahezu jedes 2-3.Kind eine andere Muttersprache als Deutsch spricht?( Und es Schulen mit mehr als 75% Kindern mit Migrationshintergrund gibt und das Bildungssystem in allen Nähten kracht, weil es diesem Ansturm in der derzeitigen Zusammensetzung nicht gewachsen ist?
Was sind die besseren Gründe?
Man sieht ja: Da macht sich eine große Ratlosigkeit breit und die Gesellschaft spaltet sich in Befürworter und Gegner.....
Und wie wollte man einen Orban, einen Erdogan, einen Assad dazu bringen, anders zu agieren als sie es nun mal tun?
Wie bringt man Onkel Donald Trump dazu?
Es gibt ja offensichtlich auch welche die diese Figuren wählen. Auch im eigenen Land: Ein gewisser H.C., der nur durch einen glücklichen Zufall uns das Familiensilber nicht unterm Hintern verscherbeln konnte, hat danach noch mal 40.000 Vorzugsstimmen gekriegt! Unfassbar!
Und ich wette, die hatten alle "bessere Gründe"....
Ach!
Siehst du, ich hab auch mein" Reizthema"!😁🙄
Lg, larin
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Hi Hans!
Veränderung ist die einzige kulturelle Weltkonstante.
Hi larin!
Ich pflichte bei: Strache IST "reizend"! Und dass er immer noch 40.000 "Mittäter" findet, die ihn trotz Videobeweis für unschuldig halten, lässt tief blicken, was die politische Reife dieses Landes betrifft. Oder sind seine "40.000 Räuber" eher solche, die sich an amoralischem Geschacher gar nicht weiter stören, weil sie selbst so Karriere machten oder zu machen gedenken? Auch das wirft kein schönes Licht auf den österreichischen Volkscharakter.
Bitte lerne endlich: Der Mensch als "Volk" ist dumm! Strunzbrunzpieseldumm!
Soziale Intelligenz im kleinen Lebensumkreis: ja bis vielleicht. Aber was poltische Kompetenz im großen Rahmen anbelangt: jämmerlich!
Ein einzelner Mensch mag vernünftig sein können oder nicht - der Mob, die sog. "Volksseele" oder "Volksmeinung", ist es mit absoluter Sicherheit nicht! Schon 50 Personen, die vereint handeln sollen, haben in etwa die gemeinsame Intelligenz eines Laubfroschs!
Und gerade was Politik betrifft, denken schon viele "Einzelne" bestenfalls in schwammigen, gefühlslastigen Wunschbildern, ohne sich mögliche Konsequenzen auszumalen!
Niederschmetternd die psychologischen Studien, die belegen, dass schon ein gewinnend gefaktes Lächeln von einem bildsymbolisch gelungenen Wahlplakat mit simplem, markigen Spruch darunter ein Wahlergebnis signifikant beeinflussen kann!
Also bitte lerne es endlich: Menschen sind und bleiben blöd! Saustrullgrunzblöd!
Ein gewisser Herr H.C. weiß das - er lebt davon ...
LG, eKy
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lieber erich,
bitte beantworte mir diese frage:
wozu sollte ich lernen, dass die "volksseele" strunzpieseldumm ist?
welchen vorteil bringt das?
was wird durch generelle geringschätzung besser?
hör ich da tendenziell sowas wie "menschenphobie?" heraus?
und wenn ja - wen hilfz das weiter und wie?
Lg, larin
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Hi larin!
Phobie nicht, nein, auch keine Geringschätzung - bloß Enttäuschung aus Erfahrung, zumindest, was die Menschheit als Ganzes betrifft.
Wie gesagt, der Einzelne mag mehrheitlich vernüftig sein, lieb und rücksichtsvoll (oder zumindest nicht komplett soziopathisch), aber wenn man sich die Welt insgesamt so ansieht, zieht's einem eher die Grausbirnen auf.
Warum sieht die Welt so aus, wie sie's tut, wenn wir, wie du meinst, alle so mutig, toll und klug sind?
Weißt du was? Treffen wir uns in der Mitte: Du legst die rosa Brille weg und ich meinen Zynismus, und vielleicht bekommen wir dann ein einigermaßen objektives Bild ... ;)
LG, eKy
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lieber erich,
wie kommst du bloß auf die Idee, ich würde alle menschen für klug , mutig und toll halten?
nach 40 jahren im schuldienst - glaubst du ehrlich, dass das möglich ist?
da müsst ich mich ja die ganze zeit ins besenkammerl eingesperrt haben!😁
rosa brille unterstellst du mir auch?
spannend! woran glaubst du, dieses erkannt zu haben?
enttäuschung über die menschheit?
die kommt wohl vielleicht auch ein bissel vom zu vielen alleinsein - da schmort man zu sehr im eigenen saft, und das tut einem nicht immer nur gut.
aber ich nehme dein angebot gerne an: treffen wir uns in der mitte!😉
Lg, larin
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Hi ihr zwei,
Veränderung ist die einzige Weltkonstante.
Die existentialistische Ausgrabungsstätte erscheint mir ein bißchen mager. Nun denn...
Gestern habe ich den langweiligen Schinken "Agora" gestreamt und war betroffen wie blutrünstig und fanatisch die Christen im vierten Jahrhundert schon waren. Das hat mich zu einer kriegerischen Gegenrechnung Christentum vs Islam geführt. Das Ergebnis fiel schlecht aus für die Christen, denn die Fahne der Nächstenliebe war stets löchrig - bis heute. Kein Wunder, wenn sogar Kanonen gesegnet wurden und bis vor kurzem die Welt noch mehrheitlich von "Wilden" besiedelt wurde. Trotzdem ist mir der Gedanke an einen Bettler, der auf einem Esel reitet sympathischer als ein Schlächter hoch zu Roß auf dem Eroberungsfeldzug.
Es ist wohl die Tatsache, dass die Fügsamkeit der Menschen in die absurdesten Greueltaten den Erfolg und den Siegeszug der beiden Religionen ausmacht. Die damit verbundene Steuerung großer Massen ist das eigentliche Phänomen. Von anderen Religionen kennt man das weniger. Gruß vom Hans
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hallo hans,
gut beobachtet, würd ich sagen!
und ja: sobald religion dazu benützt wird, um dem anderen eins überzubraten, wirds unmenschlich.
aber genau das scheint ja wohl in den menschen auch drinzustecken: die unmenschlichkeit. als die nürnberger prozesse abgehalten wurden, waren die besatzer zutiefst erschüttert, in welch banalen, nichtssagenden typen sie sich verstecken kann! ( ich würde jetzt mal frech behaupten: je nichtssagender, desto höher die wahrscheinlichkeit - weil es dann die einzige möglichkeit darstellt, doch noch irgendwie "besonders" zu sein)
der schier nicht auszurottende urtrieb, andere zu dominieren, unser tierisches erbe, das ohne
selbstreflexion nicht in den griff zu kriegen ist,
verursacht diese probleme.
darf ich hier spitzfindig anmerken, dass die männliche welthälfte vom dominanzstreben besonders stark betroffen scheint - und zwar quer durch alle religionen, nationen, gesellschaftsschichten, altersstufen?
typischer fall von "testosteronvergiftung" mit überzogenem machtanspruch und bedürfnis nach "weltherrschaft"?
ich konnte auch sogenannte "dichter und denker" in endlosen debatten und diskussionen beobachten (zu wichtigen , aber auch zu banalen themen, also wie z.b.die versfüße in die welt gesetzt werden sollen): rechthaben wollen um jeden preis!
so haben sich auch angeblich intelligente leute
mental "bekriegt", bis die gemeinschaften gespalten und zerfetzt waren....
vordergründig geht es dabei immer um "höhere werte" - in hintergrund aber immer um macht, dominanz und deutungshoheit.
rechthabenwollen um jeden preis!
und nein, ich hab da keine rosa brille auf: solange sich menschen so gebärden ( und das tun sie bereits auf der kleinen bühne so, um wieviel mehr dann noch auf der größeren!) kann und wird sich in der welt nichts veränderen.
wir stammen von den affen ab - und so benehmen wir uns auch. daher ist jede menge
affentheater im urwald.
fakt ist: die einzigen, die den alten, ranghohen affen entgegentreten und für einen ausgleich sorgen könnten, sind alte, ranghohe äffinnen.
nancy pelosi for president!
kommt aus dem schatten, mädels - die jungs rennen sonst zu viele bäume um!
😉😉😉😊
larin
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Hi ihr,
viele Jahre dachte ich auch, dass adrenalingesteuerte Männer die Welt fest im Griff haben. Seit aber Queen Victoria die Weltbühne betreten hat, haben "die Margret Tatchers und Hillary Clintons" gezeigt, dass die Welt der team und konsensfähigen Menschen mehr feminin geprägt wird oder schon ist. Das bringt keineswegs einen humanen Vorteil, wie man an der macchiavellistischen Politik von A. Merkel sehen kann. Die Argumentationsebenen und Zielpunkte sind nur vielschichtiger und schwerer zu durchschauen, wobei diese Taktik, a la longue gesehen, dem Typus Trump das Wasser abgräbt.
Was ich meine, dass das technische Instrumentarium der Neuzeit eher die Frauen begünstigen wird, sei es auch um den Preis des femininen Erscheinungsbildes.
Nur in den Religionen ist davon nichts zu spüren und die festgemauerten Eckpfeiler beruhen auf der männlichen Dominanz, vor allem beim Islam.
++++++++++ off topic
Was den künstlerischen Wahrheitsanspruch angeht, habe ich mir auch schon darüber Gedanken gemacht und ich bin da selbst nicht frei von Schuld. Wobei es auch nicht wundert, dass die erektile Wissensfahne gerne vorausgetragen wird, ist sie doch das einzig "greifbare" Persönlichkeitsmerkmal in der virtuellen Welt.
Es macht schon einen Unterschied, wenn man sich in der realen Welt von Angesicht zu Angesicht her kennt, wie das ja bei uns beiden auch der Fall ist. Ich mag deshalb diesen Anachronismus, denn er bindet Achtsamkeit vor leichtsinniger Überheblichkeit.
Gruß vom Hans
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;)ich hätte da mal eine Frage, Erich: Warum nehmen deine Werke diesbezüglich immer die Deutschen aufs Korn? Es ist Österreich, das die Pforten nun knallhart schließt...
LG von Agneta
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Hi Agneta!
Willst du ausgerechnet mir den Vorwurf andeuten, ich wäre womöglich ein blindpatriotischer Nationalist? ;) ;D
Keine Sorge, wenn ich "Deutsches" kritisiere, meine ich durchaus den gesamten deutschen Sprachraum, zu dem ich Österreich automatisch zähle. Nicht dass ich das politisch meine - EIN Anschluss hat uns gereicht, aber so als EINE Kulturmasse kann man das - trotz aller regionalen Unterschiede - schon betrachten.
Und im Grunde meine ich meistens in meinen Werken sowieso die ganze Menschheit, das allgemeine Menschsein an sich. Die Deutschen sind da exemplarisch addressiert, vor allem, weil ich ja Deutsch schreibe und ein Koreaner oder Ami mich kaum verstünde. Aber oft schreibe ich über Beispiele der allgemeinen Dummheit, die schon ziemlich "deutsch" sind - da kann man nur sagen: Wem der Schuh passt ... ;)
LG, eKy