die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: wolfmozart am Dezember 28, 2019, 11:22:52
-
Körper, oh Körper, was machst Du mit mir?
Mein Geist ist ein Gott, und Du bist ein Tier
Ich will Dich nicht länger tragen,
Das will ich Dir schon einmal sagen!
Geist, oh Geist!
Wie wenig Du weißt.
Du selbst bist das Tier!
Bin ich doch nur ein Spiegel von Dir.
-
Hi WM!
Tiefgründig.
S1Z2 - Komma nach "Gott".
S1Z3 - Komma ans Zeilenende.
S2Z1 - Rufzeichen oder Komma ans Zeilenende.
S2Z2 - "weißt" und Punkt oder Doppelpunkt ans Zeilenende.
Die dritte Zeile von S1 kehrt das eigentliche Verhältnis von Geist und Körper um - gewollt? Denn eigentlich ist es ja der Leib, der Träger des Bewusstseins ist, nicht anders herum. Wenn also der Geist dem Körper zuruft, er wolle ihn nicht länger tragen, so stimmt das biologisch schon mal nicht. Was du sagen knntest wäre: "Ich kann dich nicht länger ertragen,".
Ob der Körper im Sinnzusammenhang dieses Werkes als Spiegel des Geistes taugt, wie S2 unterstellt, könnte man scharf diskutieren. Zwar kannz ein liderlicher Lebenswandel durchaus einen Körper zeichnen, aber das ist beileibe keine feste, jederzeit gültige Regel. Lieber wäre mir "Werkzeug" oder "Behältnis" gewesen.
Insgesamt gern gelesen! :)
LG, eKy
-
Hallo Erich,
die Zeichensetzung hab ich ergänzt wie vorgeschlagen von dir.
Die Aussage mit dem Spiegel ist wohl eine philosophische Angelegenheit.
Ich habs stehen gelassen weil sich der Leser eh seine eigene Meinung bilden kann.
Dank dir wie immer fürs Zeit nehmen und kommentieren.
Lieben Gruß wolfmozart