die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Agneta am Januar 25, 2020, 10:52:28
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Die Wasser des Nils
Die beiden schwammen
vor dem Ufern des Nils
in den Wogen der Verliebtheit,
im Kuss der Fluten
lagen Krokodilstränen
auf der Lauer.
Prostitution des Wassers,
niemals klar gewesen.
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Hi Agneta!
Schönes Bild, das schlammige (aber eben fruchtbare) Wasser des Nils mit der Komplexheit - und daher Undurchsichtigkeit - menschlicher Beziehungen zu vergleichen.
Auch "die Krokodilstränen im Kuss der Fluten" sind ein wunderschönes Stückchen Lyrik: Keine Rose ohne Dornen!
Sehr gern gelesen (MIT Reimchen wär's genial gewesen ... ;))! :)
LG, eKy
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vielen Dank, lieber Erich. Die Krokodilstränen sind ja auch ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt mit dieser Beziehung, denn Krokodisltränen sind ja immer unehrlich. Die Prostitution weist auch darauf hin. Einerseits prostituiert sich das Wasser, indem es Gefahren birgt und seiner Bestimmung zuführt - Bilharziose, Krokodile - alles nicht sichtbar. Und andrerseits ist der Nil ein Fruchtbarkeitsspender. Viele Bilder also, die zu einer Beziehung passen.
Gemeint war hier noch eine besondere. Mit Erstaunen nahm ich, als ich im Ausland arbeitete, zur Kenntnis, dass Touristinnen auf das Gesäusel von
Einheimischen hereinfielen und an die große Liebe glaubten, wobei diese Männer einfach in diesen Beziehungen nur eine Möglichkeit sahen, ihre Armut zu lindern. (Prostitution). Dies war mir wichtig, denn sonst hätte isch ja och de Rhing nämme künne, nä... Lächeln von Agneta