die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: gummibaum am Oktober 12, 2020, 23:32:17
-
Ich fühle dich und schaue
in allem dein Gesicht,
und hinter meinem staue
ich Worte wie aus Licht.
Ich hör die Dinge singen,
und ihre Melodie
trägt dich in ihren Schwingen
und wiederholt sich nie.
Ich bin wie neu beschrieben
und atme tief dich ein. -
Hab du nicht Angst zu lieben
und wie Musik zu sein…
-
Hi Gum!
Ich höre Rilke heraus: "Die Dinge singen hör ich so gern ..."
Sehr schön! Niemand sonst schafft es, in derart kurzzeilige Verse soviel Melodie und Sprachharmonie zu legen!
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
-
Vielen Dank, lieber Erich und dir gute Nacht.
Grüße von gummibaum
-
Ich erschrecke immer, wie viele wunderbare Werke ich bis noch unkommentiert gelassen habe... es ist immer so wenig Zeit und Raum dafür, weil so viel Unschönes (oder zuminest ästhetisch Nichtiges) aus dem Alltag die freie Sicht auf das Schöne verstellt. :)
Die Enjambements in S1 und der schöne Binnenreim in S2 tragen wohl zu dem herzerfreuenden Wohlklang der Verse bei, lieber gum... aber am besten gefällt mir eigentlich die letzte Strophe, die formal gar keine solchen Besonderheiten aufweist, mich aber doch sehr anrührt. :)
Wie gut, dass wir Dich hier auf der Wiese haben! :)
LG!
S.
-
Danke, lieber Sufnus,
dass du mich Vertrocknenden nicht ganz verloren gibst und als Pflänzchen dieser Wiese mit frischem Wasser versorgst.
Liebe Grüße von gummibaum
-
Aber sehr gerne doch! :) nur Nilwasser hab ich leider grad keines da...
-
eine Liebe, so groß, lieber Gum, dass Worte nicht ausreichen. So tiefe Gefühle, im Übrigen auch so tiefe Trauer wie Glück machen schweigen...Schöne Zeilen. LG von Agneta
-
Alle haben schon so gut kommentiert. Was soll ich da noch sagen, außer dass mich die Zeilen tief berührt haben.
Herzliche Grüße, lieber gummibaum, von AlteLyrikerin.