die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Eulenspiegeleien => Thema gestartet von: Grüngold am Dezember 16, 2020, 10:51:47

Titel: Gegen den Strom
Beitrag von: Grüngold am Dezember 16, 2020, 10:51:47
Ostern in der Weihnachtszeit

Mitten in der Weihnachtszeit
denk ich gern an Osterhasen.
Und mitten in der Osterzeit
  genieß  ich Springerle im Rasen.
Titel: Re: Gegen den Strom
Beitrag von: Erich Kykal am Dezember 16, 2020, 13:09:24
Hi GG!

Eine nette Hintertreibung des "heiligen Ernstes" solcher Festivitäten, ohne gleich beleidigend oder allzu zynisch rüberzukommen, wird doch bloß ein christlicher Inhalt gegen den anderen getauscht. Widersinnig sind natürlich beide, aber das soll hier nicht die Debatte sein.

Kein Komma ans Ende von Z1.
Was mir eher auffiel, was das metrische Ungleichgewicht: Die ersten beiden Zeilen haben betonten Auftakt, die folgenden unbetonten. Das bewirkt einen Bruch im Rhythmus. (Zudem ist die letzte Zeile unnötig heriengerückt, und nach "genieß" ist eine Leerstelle zuviel)
Bei Gedichten sollte man bei einem Auftaktschema bleiben.
Ebenfalls: "im Rasen" bedeutet im Grunde, dass man sich in die Erde wühlt.

Homogene Version:

Mitten in der Weihnachtszeit
denk ich gern an Osterhasen.
Mitten in der Osterzeit
ess ich Zimtstern auf dem Rasen. (oder: stell ich Kerzen auf den Rasen)

LG, eKy
Titel: Re: Gegen den Strom
Beitrag von: Agneta am Dezember 16, 2020, 20:45:05
ja, warum nicht ;D Geistige Freiheit. Schmunzeln von Agneta
Titel: Re: Gegen den Strom
Beitrag von: Grüngold am Dezember 16, 2020, 21:00:06
ja, warum nicht ;D Geistige Freiheit. Schmunzeln von Agneta

*und schnell noch eine Fortsetzung* :)

Und dann zu Pfingsten
sind die G'schenke am geringsten.
Wir bräuchten ein paar Schoko-Tauben
um zu stärken unsern Glauben!