die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Erich Kykal am Januar 16, 2021, 12:31:08
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I – Die Frau
Wenn er mir befiehlt, mich hinzugeben,
werden gerne mir die Knie weich,
denn es lockt das heiße Himmelreich
meiner Lust, nach seiner hinzustreben.
Zitternd hocke ich vor seiner Größe,
die mir, heilig hart und unverhüllt
alle Sinne wie ein Gott erfüllt,
und am Ende endlich meine Blöße.
Ewig wird mich dieser Trieb verdammen,
gänzlich einem Manne zu gehören,
Treue und Gehorsamkeit zu schwören
für die Augenblicke der Erfüllung,
wenn ich nichts sein will als die Umhüllung
seines Dranges, sich mir einzurammen.
II – Der Mann
Oh, wie ich ihr Innerstes begehre,
dass es weh tut, wenn die Leiste spannt,
was zuvor im Heiligsten gebrannt
und gewartet hat, dass sie es nähre.
Oh, wie will ich endlich sie besitzen,
ihre Düfte küssen und ihr Haar,
wenn sie sich mir öffnet, wunderbar
zu liebkosen und dann zu benützen.
Öffnet bebend sie die schlanken Beine,
will ich beten an dem süßen Schreine,
bis ich tausend kleine Tode sterbe,
zuckend, um den einen Sinn des Ganzen
tief in ihre Willigkeit zu pflanzen -
eh ich eine andere umwerbe.
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Hi eKy!
In Sachen Rosen & Romantik gilt es natürlich auch die Dornenseiten und das Fehlen von romantischen Gefühlen zu beschreiben. Und sodann gibt es natürlich auch die physische Seite beim Sex. :)
Du widmest Dich hier einerseits dem körperlichen Aspekt vom Liebemachen - das ist wichtig und richtig, bleibt doch das Getümmel der Körper bei Liebeslyrik häufig unterrepräsentiert. Mit dem halb verschwitzen, halb numinosen Ton holst Du mich zwar nicht so recht ins Boot, ist doch der (das?) körperliche Teil beim Sex für mich eher ein humoristisches Gefilde, dennoch (siehe oben) finde ich es wichtig, auch hier die Lyrik (zu Worte) kommen zu lassen! :)
Andererseits wirfst Du, neben der Beleuchtung des körperlichen Aspekts auch noch einen desillusionierten Blick auf die Schattenseiten des amouröse Geschehens - die Frau scheint sich selbst verloren zu haben und der Mann ist schon halb auf dem Weg zur nächsten Eroberung. Ich frage mich, ob diese gedoppelte Perspektive - Körperlichkeit und kritische Position - nicht etwas zu viel ist, um es in ein Gedicht (bzw. zwei parallel geführte Werke) zu packen. Ich hätte es wohl lieber getrennt serviert bekommen. Naja... das ist beim Essen auch so... die Bratensoße seh ich auch nicht so gerne auf einem gemeinsamen Teller in den Beilagensalat suppen. Aber ich erfuhr mit Erstaunen, dass es da auch genau entgegengesetzte Vorlieben gibt. :)
LG!
S.
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Hi Suf!
Leider hat man verabsäumt, in diesem Forum eine Sparte für "Erotisches und Sinnliches" beizusteuern (die gute Cypi war da wohl ein wenig zu verschämt oder befürchtete Schmutziges), daher muss man manches, wenn auch nicht optimal passend, leider halt hier unter "Liebe und Romantisches" abheften. Das kann aber zu Fehldeutungen führen, hält man sich beim Deuten allzu genau an die durch das Unterforum vorgegebenen Parameter der Einordnung.
Hier ging es mir einzig um die triebhafte, verlangende Seite in uns, und ich wollte Beispiele geben, wie die Rollen von weiblich/männlich verteilt sind (wobei ich nicht klischeehaft darauf beharre, dass die Rollen immer auch von den jeweils dabei genannten Geschlechtern ausgefüllt werden müssen ...), und wie ihre ursächliche Motivation sie manipuliert: Die Frau als vom Trieb unterworfene Empfangende in jeglicher Hinsicht, der Mann, der von der Evolution darauf "programmiert" ist, seinen Samen möglichst breit zu streuen.
Ähnliches betrieb mich auch beim vorhergehenden Sonett "Süße Füße", wo ich einerseits den Reiz wie auch den geistformenden Zwang des sexuellen Fetischs auslotete.
LG, eKy
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Hi eKy! :)
Die süßen Füße hab ich schon goutiert, aber noch nichts Schlaues dazu beitragen können - ein "Gerngelesen-weitermachen" ist mir da ein wenig zu wenig - also harre ich der kommentierbefähigenden Inspiration! :)
Das floß bei Deinem Doppelsonett jetzt leichter aus mir raus ;)
Ähem... wie dem auch sei: Zu dem Frauenbild als triebgetriebene Stöhnpuppe im rein-empfangenden Passivmodus wäre anzumerken, dass das doch wohl eher ein feuchter Männertraum aus dem 19. Jahrhundert ist - nicht das es das nicht gibt... beim Sex gibts ja nichts, was es nicht gibt... frag mal einen Rechtsmediziner... aber exemplarisch oder auch nur häufig ist so ein Unsinn zum Glück nicht. :)
Wenn Frauen mal passiv rüberkommen, dann ist es wohl eher Schockstarre angesichts dessen was der Mann da liebesmäßig zum Besten (?) gibt denn untätige Empfangshaltung. Und ich rede hier selbstredend nur von einvernehmlichen Situationen.
LG!
S.
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Hi Suf!
Notbremse! Ich betonte doch, dass es hier rein um den Trieb geht - nicht um emanzipatorische, gesellschaftskritische oder philosophische Denkspiele! Ich gedenke weder die Frau in der Gesamtheit ihrer Persönlichkeit zu reduzieren oder zu diskriminieren, noch den Mann als reine Bumsmaschine darzustellen. Meine Zeilen beschreiben nur die Ebene des Triebhaften, sozusagen den idealisierten basistechnischen "feuchten Traum" der jeweiligen Geschlechterrolle: Unterwerfung und Hingabe // Eroberung und Befruchtung.
Und weiters betonte ich, dass diese Rollen nicht immer unbedingt von den zugeordneten Geschlechtern eingenommen sein müssen! Das funktioniert auch anders rum, oder mit zwei Frauen oder zwei Jungs. ::)
LG, eKy
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Hi eKy!
Wieso denn Notbremse? Hast Du Sorge, dass ich mit meinem Kommentar, das Frauenzimmer im oberen Sonett verhalte sich schräg und atypisch, insinuiere, Du wollest solcherlei Abwegigkeit zur Norm erheben oder gar als vorbildlich darstellen? Das tue ich natürlich keineswegs! In meinem ersten Kommentar habe ich doch schon darauf hingewiesen, dass Du bei Deinem Doppelsonett in die Abgründe der Liebe hineinleuchtest. :)
Es ist ja ein uralter Hut, dass man Lyrisches Ich und Autor nicht gleichsetzen soll. Nun - hier haben wir keine Ich-Lyrik in der ersten Person, so dass es kein lyrisches Ich gibt, wohl aber eine Erzählstimme, die dem Leser die Handlung nahe bringt. Und auch diese ist keineswegs mit dem Autor gleichzusetzen. :)
Also meines Erachtens kein Grund für eine Notbremse. :)
LG!
S.
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Hi Suf!
Da war ich wohl müde oder in Eile und hab etwas zu flüchtig quergelesen - ich dachte, du denkst ....
Nix für ungut. (Schäm)
Das Thema ist sensibel, und ich habe innerlich schon gleich damit gerechnet, dass hier jemand die falschen Schlüsse ziehen könnte - von wegen klischeehafte Rollenverteilung aus der Steinzeit usw, so als würde ich den allgemeinen soziopolitischen Umgang mit der Thematik meinen - und dies als immer noch gültige Doktrin vertreten und verstanden wissen wollen. Was natürlich keineswegs der Fall ist!
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Beide Aspekte der Triebhaftigkeit im obigen Werk habe ich aus der eigenen Sinneserfahrung geschöpft, denn mir sind sowohl erotische Dominanz bis hin zum Genuss an der sexuellen Erniedrigung anderer, wie auch sklavische Unterwürfigkeit und Hingabe bis hin zur Anbetung nicht fremd (natürlich alles in beiderseitigem Einverständnis). Ich weiß - je nach Stimmungslage - beides durchaus zu genießen! (Was nicht heißen soll, dass ich darauf reduziert wäre - das "einfache" zärtliche Liebesspiel gehört ebenso zu meinem Repertoire - das sei extra für jene erwähnt, die immer gleich argumentativ Ausschlachtbares wittern!)
LG, eKy
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Mein lieber Erich,
Wozu drum rum reden? Es gibt Doms und Subs im MaskenLederLatexPeitschenland ... isso ... in den dazu passenden Portalen würde Domsprech mit "oh, wie ich // oder oh ich will" für ausgelassene Heiterkeit sorgen und auch ich finde, dass "oh oh oh" nicht richtig passt. Ansonsten aber das gediegene Ekyhandwerk, wie wir es kennen. Gruß vom Hans
PS Oh wie wohl ist mir am Abend
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Hi eKy!
Gar kein Problem und vielleicht war mein "ähem" etwas missverständnisbegünstigend. Diese Lautäußerung bezog sich darauf, dass ich mich beim Bild des Herausfließens womöglich in zweideutige Kontexte begeben habe - es war also kein Missfallensräusperer, sondern ein Verlegenheitshüsteln. :)
LG!
S.
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Hi Hans!
Ich hab nichts gegen die von dir erwähnte Leder-, Lack- und Latexecke, hab solche Utensilien selbst aber nie gebraucht. Sie waren mir auch immer zu "künstlich", zu offensichtlich verspielt und ihrer Machart nach allzu deutlich zu einer Spielsituation gehörig, als dass ich darin authentisches Erlebnis hätte finden können.
Wahre Dominanz oder Unterwerfung bedürfen keiner äußeren Zeichen und Symbole. Wenn ich herrsche, dann mit nackter Hand und eisernem Willen, wenn ich bedingungslos diene oder anbete, dann ohne Halsband und Kette.
Hi Suf!
Kein Grund für Verlegenheit. Körperfunktionen sollten als selbstverständlich und natürlich angesehen werden. Ich habe die verdammende Befremdung und Verschämtheit bezüglich "privater" Verrichtungen aller Art nie recht verstanden. Und Ejakulation und Orgasmus sind eben auch Körperfunktionen - sofern dir das beim "Herausfließen" vor Augen stand.
Und ich mache auch keine Werbung für die Frau als "Stöhnpuppe", sondern versuche nur die Quintessenz der jeweiligen Triebmotivation einzufangen. Wie Mann und Frau letztlich ihren Akt gestalten, wie sie ihre Kernmotivation sublimieren, raffinieren oder umlenken, und wer den aktiveren Part übernimmt, bleibt jedermanns/jederfraus eigenes Pimmelreich ... ;D ;) (Sogar bei den Lesben, da sind die Pimmel halt aus Plastik, Gummi oder Latex ...)
LG, eKy
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auch wenn die Intention eine sachliche Beleuchtung von Sex ist, in der üblichen Geschlechterrole, so denke ich, hier ist was schräg, Erich. Denn die übliche Rolle der Frau ist nicht Unterwerfung durch den mann. Dies wäre, falls es nicht einvernehmlich geschieht, sogar strafbar und man nennt es Vergewaltigung.
Diese Position von Männern ist seit langer zeit nicht mehr allgemeingültig. Insofern kann ich dein Werk nicht nachvollziehen.
Sicherlich gibt es Maso-Sadoszenerie, aber das ist ja nicht das Normale und du wolltest ja hier das Normale beleuchten? Zumindest ist das deinen Worten im Kommentar zu entn ehmen.
ich finde es schade, denn das Thema selbst wäre nicht uninteressant.
LG von Agneta
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Hi Agneta!
Vergewaltigung? Obwohl ich eindeutig schrieb, dass die Frau (natürlich nur die, sich ganz ihrem Trieb ergibt, und natürlich auch nur DANN) sich freiwillig und sogar fordernd hingibt an ihre nackte Lust, die lechzend nach einem Penetrator verlangt?
Das hat nichts mit Unterwerfung im patriarchalischen Sinne einer unterdrückenden Kulturgeschichte zu tun, den du hier unterstellst, nichts mit der Rolle in der Gesellschaft. Bitte trenne sauber. Mir ging es einzig um das zugrundeliegende Triebprinzip im Rahmen der anatomischen wie psychologisch sich daraus ergebenden Gegebenheiten des reinen Geschechtsaktes sowie des Verlangens danach.
Wenn hier etwas "schräg" liegt, dann im Bereich deiner Deutungshohheit. ;) :-\
LG, eKy
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schau mal, Erich, es steht ja da:
"Ewig wird mich dieser Trieb verdammen,
gänzlich einem Manne zu gehören,
Treue und Gehorsamkeit zu schwören"
Hier ist ein Mann gemeint, am Anfang das er meint wohl den Trieb. Ich hatte es auch auf einen mann bezogen.
Diese beiden Fakten ließe meine Deutung so ausfallen.
da würde ich noch mal verdeutlichen im Werk selbst.
Im Übrigen, wenn ich deiner Theorie folgen möchte, empfinde ich den Trieb im Gedicht auch als Zwang. Ich sehe das jedoch nicht so. Auch eine Frau kann mit einem Mann schlafen wollen ohne ihn zu lieben, ihn begehren rein körperlich. Warum sollte man das als Zwang empfinden? ich würde es als Lust bezeichnen, also genau das Gegenteil.
Es gibt natürlich krankhafte und übersteigerte triebe, Nymphomanisch, Menschen, die einfach immer jede oder jede wollen, das ist aber eben nicht der Normalfall.
Ich finde überhaupt, sobald das Empfinden von Zwang in Verbindung mit Sexualität auftritt, stimmt was nicht.
LG von Agneta
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Beim neuerlichen Lesen wirkt es auf mich ...
Zitternd hocke ich vor seiner Größe,
die mir, heilig hart und unverhüllt
alle Sinne wie ein Gott erfüllt,
und am Ende endlich meine Blöße.
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Alttestamentarisch mit einem lächerlichen Pathos.
Aber perfekt im Versmaß.
Gruß vom Hans
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das sollte es ja auch, weil es genau darauf anspielt, Hans... LG von Agneta
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??? Nö ;D
Gruß vom Hans
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;Dokaaaay, hans?!
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Hi Agneta, Hans!
Alttestamentarisch? ;D Hans, du bist offenbar ein "echter Kerl", das Prinzip der erotischen Unterwürfigkeit, des willenlos "Gef***twerdenwollens", der "läufigen" Anbetung der Erketion ist dir somit völlig fremd, von daher kannst du das Gefühl einer Frau, die ihrem Trieb folgt, gar nicht nachempfinden. (Frag mich jetzt nicht, woher ich das kann - glaub einfach, dass es so ist! 8) ;))
Agneta, die von dir zitierten Zeilen sollen andeuten, dass viele Frauen sich der Zwiespältigkeit bewusst sind, die ihnen eine völlig losgelöste Triebausübung gerade in heutigen Zeiten der Emanzipation auferlegt: einerseits will man als Frau selbstbestimmt, unabhängig und frei leben können, andererseits wird dies von der anatomischen Realität des Geschlechtsaktes und des dem folgenden Triebprinzips ständig unterlaufen.
Nicht alle Frauen sind selbtbewusst genug, um damit offen und souverän umgehen zu können. Viele werden sich somit eher ihrem Triebleben ausgeliefert sehen, das sie - wie ein Fluch aus ihrer Sicht - zum empfangenden Teil "erniedrigt", wenn man es so betrachten will. Dennoch wird ihre Lust um nichts weniger intensiv sein, und das zerreißt sie - es bleiben Sublimierung oder Leugnung, Flucht in intensiven (und praktischerweise lustfeindlichen) Glauben im Kloster (früher) oder (heute) stur-sterile "Karriere" als Macht- und Powerfrau, das rollentechnische "Bodybuilding" für die unsichere Frau, die Schutz und Sicherheit in Äußerlichkeitenen gesellschaftlicher Machtpositionen sucht.
Wenn ich beim erotischen Spiel freiwillig eine devote Rolle einnehme, so kann ich dies aus der gesellschaftlich induzierten selbstbewussten Position des Männlichen (nach der die Knaben meiner Generation zumindest noch teilweise erzogen wurden) viel leichter tun. Aber selbst viele Männer sind so unsicher in ihren Geschlechtsrollen, beziehen so viel ihres Selbstwerts aus einem diesbezüglichen unverzichtbaren Klischeebild, das bloß nie "beschädigt" werden darf, dass sie sich nie frei für eine passive Rolle entscheiden könnten - oder wollen.
Selbst eure Argumentationsketten fesseln euch, ohne dass ihr es merkt: Eure Kritik atmet die heimliche Befürchtung möglicher Entwertung der jeweils eigenen Rolle durch meine Verse, meist noch erweitert auf kulturpolitische Aspekte von geschlechtsinduziertem Überlegenheitsdenken oder Entwertung in der Gesellschaft oder Religion - was, wie mehrfach erkärt, nicht beabsichtigt ist.
LG, eKy
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Hi Erich,
Is ja gut ... ich glaub's dir ja.
Da steht einer mit ner Latte ... gut und schön ... und unten kniet die rollige Sie, zittert und stellt göttliche Vergleiche an. Ich schlage vor Den da oben zu kontaktieren, ob es nicht möglich ist das Buch Mose um diesen Passus zu erweitern ... hehe.
Gruß vom Hans
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::)
"Versteif" dich ruhig auf deine bewusst begrenzte Sicht, die mich ins gesellschaftspolitische Sünderwinkerl drängt. Hoffentlich kriegst du keine Schwindelanfälle vom philosophischen Schielen! ;D
LG, eKy
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Agneta, die von dir zitierten Zeilen sollen andeuten, dass viele Frauen sich der Zwiespältigkeit bewusst sind, die ihnen eine völlig losgelöste Triebausübung gerade in heutigen Zeiten der Emanzipation auferlegt: einerseits will man als Frau selbstbestimmt, unabhängig und frei leben können, andererseits wird dies von der anatomischen Realität des Geschlechtsaktes und des dem folgenden Triebprinzips ständig unterlaufen.
Nein, das glaube i ch nicht,Erich. Du siehst das zu männlich. ich bin ja nun eine Frau und sollte es wissen ;D
der Grundgedanke Rolle ist schon falsch. Eine Frau, die natürlich zu Sexualität erzogen wurde und sie auch so erfahren hat, als etwas Natürliches, hat keine Probleme, glaub mir. ;DSie nimmt keine Rolle ein...Sie hat , übrigens ebenso wie ein Mann!! nur dann Probleme , wenn das nicht der Fall ist.
Schmunzeln von Agneta
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Hi Agneta!
Eine sexuell selbstbewusste Frau wird keinerlei Probleme mit meinem obigen werk haben, weil sie eben mit ebendieser Sexualität souverän umgeht. Die Frau, die in meinem Sonett das Wort ergreift, ist vielleicht nicht ganz so abgeklärt - sie erkennt einen Zwiespalt und leidet darunter.
Ihr seid es, die eine gesellschaftspolitische Botschaft meinerseits hineindeuten, so als müsste ich mit diesem einen LyrIch gleich alle Frauen gemeint haben. Oder eine frauenfeindliche Einstellung, was auch nicht stimmt.
Zum letzten Mal: Ich erinnere an die Überschrift: Die Seiten eines Triebes. Das Basissetting der Geschlechter. Für alle gleich, technisch und anatomisch. Kann jeder letztlich draus machen, wozu er lustig ist. Ich habe das eben so lyrisch umgesetzt. Muss nicht jedem gefallen.
Kannst ja eine eigene Version versuchen, die in deinen Augen realistischer oder politisch korrekter ist, und sie mir dann mit den Worten: "So gehört's gemacht!" unter die Nase reiben. ;)
Abgesehen von alledem: Keinem scheint aufgefallen zu sein, dass eine - wichtige! - Zeile im ersten Teil lautet: "für die Augenblicke der Erfüllung", was aussagt, dass sie nur im Moment der gelebten Lust so empfindet, wie das Werk beschreibt. Dennoch steht ein rational bleibender Teil ihrer selbst sogar während des Aktes dem kritisch gegenüber: "Ewig wird mich dieser Trieb verdammen". Womit gemeint war: Jedesmal, wenn jener Trieb sein Recht verlangt und sozusagen die Regie übernimmt, also auch nur während des Lusterlebnisses an sich. wie immer sie sich zu allen anderen Zeiten verhält, darf sich jeder Leser gern selbst ausmalen.
LG, eKy