die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am April 26, 2021, 19:42:56
-
Am Wegrand tote Sonnenblumen,
als ob man dieses Feld vergaß.
Es weckt in meiner Seele Krumen
des Brotes, das sie einmal aß.
Und wie benommen geh ich weiter,
auf hohen Stängeln ausgeblüht
und leergepickt, doch seltsam heiter
im toddurchdrungenen Gemüt…
-
Hi Gum!
Wehmut, Düsternis, Verfall - der Protagonist zieht Parallelen zwischen toten Sonnenblumen und dem eigenen Sein - Anlass ist wohl der Tod eines geliebten Wesens ("sie" in S1Z4).
Gefällt mir, dass sich die Stimmung zuletzt in fast heitere Gelassenheit löst: Ein weises Abfinden mit den Unvermeidbarkeiten der Entropie.
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
-
Das hast schön kommentiert, lieber Erich. Vielen Dank. Ich hatte mit "sie" (Z4) die Seele gemeint, aber egal.
Nächtliche Grüße von g
-
ja, ein schrecklicher Anblick, lieber Gum. Ein gutes Bild für die Vergänglichkeit, finde ich. Was uns gestern noch erbaite, ist morgen schon toit...
LG von Agnete
-
Danke, liebe Agneta. So ist es.
Grüße von g