die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am Dezember 05, 2010, 01:11:22

Titel: Jägerlatein
Beitrag von: Seeräuber-Jenny am Dezember 05, 2010, 01:11:22
Die Nahrung war zur Urzeit knapp,
die Männer machten Zappzerapp
mit allem, was da kreucht und fleucht,
das Eiweiß hat ihr Hirn verseucht.

Drum gehen sie noch heute jagen,
die Beute wird nach Haus getragen,
wird abgenagt bis aufs Gebein,
das schmeißt man in die Asche rein.

Der edle Pilz im grünen Moose,
die rote Frucht der Heckenrose,
Die süßen Beeren drauß im Wald
verfaulen und erfrieren bald.

Das zarte Sauerampferblatt
macht heut nur noch die Raupen satt,
kein Kräuterweiblein pflückt den Dost,
stattdessen frisst man Currywurst.

Sie trampeln durch die ganze Welt,
die grünen Jäger auf dem Feld,
dort, wo sie waren, wächst kein Gras
und hoppelt auch kein Osterhas.
Titel: Re:Jägerlatein
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am Dezember 05, 2010, 17:18:34
In manchem Dorf gibt’s braune Hacken,
weil alle auf die Felder kacken.
Egal ob Frau ob Kind ob Mann,
dort bauen alle BIO an.

 ???
Jünta.
Titel: Re:Jägerlatein
Beitrag von: cyparis am Dezember 06, 2010, 07:42:05
Liebe Jenny!

Von  d e r  Warte aus hab ich das noch nie betrachtet!
Aber jetzt kann ich Jäger und Sammler trennen:

Die Männer waren die Jäger, die Frauen waren die Sammler(innen).
Wer sonst hätt den Wildschweinbraten mit Ampfer und Dost (nicht Dorst) gewürzt?

Feines Gedicht!

cyparis


Hallo, Jünta, grober Mann!
Laß mal fix die Hosen an! ;D