die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am August 26, 2025, 02:28:08
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Ich war ein Niemand ohne Rechte,
und nur durch Tricks kam ich voran.
Kein Sklave sein, hieß alle Mächte
an mich zu binden irgendwann.
So bin ich ihr Tyrann geworden.
Zunächst verehrt und dann gehasst.
Mein Drang zu schwängern und zu morden,
hat mich zu guter Letzt geschasst.
Am Rand des Brunnens johlt die Herde.
Noch schaut ein Fleckchen Blau herab.
Dann kacken sie und schaufeln Erde,
und bald erstickt mich dieses Grab…
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Hi Gum!
Eindringliche Mischung aus Tierdoku und Gleichnis auf die menschliche Natur. Es sind oft jene mit der größten Angst, die am heftigsten nach der Macht streben, um endlich unverwundbar zu sein. Eine Illusion, umso trauriger, da niemand auf dem Weg nach oben zu realisieren scheint, dass gerade die Macht am angreifbarsten macht, und die oft einzige Möglichkeit, sie abzusichern und zu erhalten, ist dann der Griff zu Gewalt und Unterdrückung, oder zum Generieren eines äußeren Feindes, gegen den man sich verbünden muss, um von sich selbst abzulenken. Nichts davon hält ewig.
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Lieber Erich,
danke für deine gute Stellungnahme zu Gedicht und Handicaps der Macht.
Beste Grüße von gummibaum
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Hi gum
das klingt nach schlimmer Lebensgeschichte - Gewalt, die Gewalt sät und wieder mit Gewalt geahndet wird...
Und ja: So ist es manchmal. Leider.
Und dennoch finden manche andere Wege....
Lg, larin
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Genau, liebe larin. Danke.
Es ist nach einem Buch ("Plop" von Rafael Pinedo).
Dir alles Liebe..
LG g