die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Das Blöken der Lämmer => Thema gestartet von: gummibaum am September 03, 2025, 23:29:51
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Mein Opa wal noch Demoklat.
So hießen damals die Balbalen,
die in Eulopa sesshaft walen,
bis China sie velöstlicht hat.
Ihl Litus wal die fleie Wahl,
denn es gab mehlele Palteien
im Kampf um gutes Staatsgedeihen.
Heut ist die Einheit hiel nolmal.
Neupeking wählt die Fleißpaltei.
Wil lelnen schon im Kindelgalten,
dulch Ackelbau das Land gestalten,
und alle bleiben geln dabei…
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Hi Gum!
Das L-Gelispel als archetypischer Ausdruck eines sprechenden Asiaten erscheint als Klischee überholt und kommt heutzutage doch ein wenig rassistisch rüber.
Abgesehen davon ein treffendes Werk auf den Kadavergeorsam dieses Volkes, dem durch die Jahrtausende währende Unterwerfung durch brutale Herrscher mit drakonischen Strafen jeglicher Widerspruchsgeist genetisch abgezüchtet zu sein worden scheint.
Was nach hundert himmlischen Kaisern, Militärdiktatoren und einem Wahnsinnigen namens Mao davon übrig geblieben ist, fügt sich, nicht zuletzt, weil die Strafen immer noch drakonisch sind für all die wenigen, die immer noch aufbegehren.
Als ich heute die Bilder im TV sah: Putin, Kim und der chinesische Oberarsch, dessen Namen ich mir nie merken kann, einträchtig nebeneinander hergehend, dachte ich bei mir: Jetzt eine kleine Bombe genau dort, und die Welt wäre auf einen Schlag einen Haufen Probleme los! >:D
LG, eKy
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Genau, lieber Erich,
die Welt wäre einen Teil ihrer Probleme los.
Das Gedicht ist angesichts dieser demonstrativen Dreieinigkeit entstanden.
Die Militärparade zum 80. Jahrestag des Weltkriegsendes zeigt auf den alten und ewigen Aggressor, dem man sich als moralisch überlegen weiß. D.h., dass man selbst nie überfällt, unterwirft, vertreibt und Gehirnwäsche verübt, sondern gegebenenfalls herbeieilt, um ein Volk zu befreien. (Und dazu muss man natürlich bis an die Zähne bewaffnet sein.)
Das L-Lispeln sollte zeigen, dass die offizielle Sprache in der Kolonie Neupeking (früher Europa) nun das Chinesisch ist.
LG g