die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Das Blöken der Lämmer => Thema gestartet von: gummibaum am Januar 03, 2026, 17:31:50
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Verflixt! Ich muss den Anfang nutzen,
den Dreck vom Vorjahr wegzuputzen.
Treppauf, treppab, in Raum und Fluren
ließ dieser Mieter Messie-Spuren:
Im Dachstuhl quillt aus Balkenritzen
die Asche von Gedankenblitzen:
Dort baumeln auch mit wirren Zacken
an Wäscheleinen Fehlschluss-Schlacken.
Im zweiten Stock herrscht dumpfe Schwüle
durch ewig köchelnde Gefühle,
die leise noch von Liebe jammern.
Doch wirbeln Flusen aus den Kammern.
Im ersten Stockwerk Schimmelflecken
am Rohr, und Steine in den Becken.
Im Erdgeschoss lässt an Scharnieren
ein Quietschen mir das Blut gefrieren.
Drum rasch, ein Kännchen Öl ergriffen
und selbstbewusst ein Lied gepfiffen,
schon schuften Schaufel, Sauger, Besen,
und bald scheint hier nie Schmutz gewesen.
Worauf mein Haus sich wohlgestimmt
das neue Jahr zum Mieter nimmt…
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Hi Gum!
Wir sollten nicht an Zeit vermieten -
wir sollten über sie gebieten!
Vergeblich alle Manneskraft:
Die Jugend wird hinweggerafft!
Vergeblich alles Aufbegehren -
das Leben muss sich selbst verzehren!
Getrieben von des Schicksals Hippe
springt jeder anders von der Klippe.
Das 'Klatsch' zuletzt für alle gleich
vor Hölle oder Himmelreich.
Für Atheisten gehn im Haus
ganz einfach nur die Lichter aus.
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Wow! Klasse, lieber Erich. Hier passt alles
Danke und LG
g