die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Erich Kykal am Februar 22, 2026, 13:07:14
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Selbst schattenseitig will es endlich tauen,
der Hügelgrat wird langsam wieder braun,
und ist auch noch kein frühes Grün zu schauen
am langen Hange hinter meinem Zaun,
so liegt bereits ein Ahnen auf den Wiesen,
dass mir erzählt vom atmenden Versprechen
auf Wärme unter eisigen Verliesen,
daran sie wie in jedem Jahr zerbrechen.
Ja selbst das Gluckern tief im kalten Grunde
des Bächleins klingt bald freier und lebendig,
das Lied des Lebens dringt aus aller Munde
erhabener, befreiter, und beständig
wie eine Strophe, jedes Jahr gesungen
von tausend Mündern voller Seligkeiten,
von einem Wandel, neuerlich errungen,
vor meinem Augenlicht sich auszubreiten.
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Hallo Erich,
dein Werk wie soll ich es beschreiben?
Lesen, genießen, bewundern, beneiden.
Beneiden ist dem Reim geschuldet. Aber freuen würde ich mich schon , wenn ich auch nur ansatzweise so schreiben könnte.
Danke für diese lyrische Bereicherung,.
Gruß Copper
Noch ein Gedanke:
Schade dass in der heutigen Zeit nur das Beachtung findet, was laut, schrill, abnormal und einfach ist.
Aber Jene, die Deine Gedichte lesen wissen was Sie an Dir haben.
Die Zeiten ändern sich. Auch wenn wir das vielleicht nicht mehr erleben, ich bin davon überzeugt dass Deine Zeilen viele Zeitgeister überleben werden. Gutes bleibt oft lang versteckt, bis es einer mal entdeckt.
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Hi Cop!
Vielen Dank für diese vollmundigen Lobesworte - das ist ja fast schon eine Laudatio! :) Ich fühle mich geschmeichelt.
Was mein Schaffen angeht, bin ich weniger optimistisch. So viele gute Sachen gehen heute unbemerkt unter, einfach weil das nackte kreative Angebot in allen Sparten (ohne Bezugnahme auf das jeweilige Talent - oder dessen Mangel ...) dieser Tage so enorm ist, und, wie du erkannt hast, sich nur noch wenige Kenner um die deutsche Lyrik bemühen, und von denen viele dann meist um die zeitnahe moderne, reimlose Lyrik. Wie wir schreiben, das gilt heute zudem als überkommen, altbacken, historisierend bis kitschig oder gar uninspiriert, weil nicht um jeden Preis 'neu' im Stil.
LG, eKy
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Wunderschön, lieber Erich,
wie du die Ahnungen, die der Februar durch das Abtauen des Schnees und Auftauen des Bodens weckt, in Worte und sprechende Bilder fasst. Danke.
Mit Freude gelesen.
LG g
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Hi Gum!
Vielen Dank für das freundliche Lob. Ich fand's ja beinahe schon zu kitschig, erinnernd an die geschwollenen Naturtiraden der Roantiker des 19.Jhts, aber offenbar irrte ich da. G'schamster Diener!
LG, eKy