die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Das Blöken der Lämmer => Thema gestartet von: Guenter Mehlhorn am Januar 04, 2011, 16:54:45
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MÖRDEREICHE.
Es steht die uralte Eiche
Ganz tief, im dunklen Tann.
Es baumelt dort eine Leiche
Bereits drei Tage dran.
Es ist der Schinder Hannes,
der viel geschunden hat.
Seht her: Man sieht, er kann es
nicht mehr , er hat es satt!
Nun hängt er in den Zweigen.
Er hing sich selber dran,
wollt' allen Leuten zeigen,
wie gut er schinden kann.
Es ist ihm nicht gelungen.
Vom Kopfe bis zum Pimmel,
behaupten böse Zungen,
stinkt er noch heut zum Himmel.
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Oh welch schröckliche Moritat!
Geradezu schaurig schön! ;D
Darum möchte ich sie auch noch etwas "schöner" machen:
Es ist der Schinder Hannes,
der viel geschunden hat!
Seht her: Man sieht, er kann es
nicht mehr , er hat es satt!
Dafür in der nächsten Strophe.
...wie gut er schinden kann.
Beschnüffelt und für GUUUT befunden,
larin
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Danke Andrea, geändert.
Habt ihr denn gar keine Bösewichter in euren Landen?
Ausser ARNI.
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Aber sicher doch!
Besonders in Vorstandsetagen und in Bankerkreisen.
"Feune" Leute, die wissen, wie man das Schäfchen ins Trockene bringt.
In Politik und Witschaft wird genug gemauschelt.
Nur haben die kaum noch den Anstand, sich selber aufzuknüpfen.
Zum Himmel stinkts trotzdem.
Als Gouverneur von Kalifornien ist ARNI schon recht handzahm geworden.
Ist halt so: In der Realtität sind die Probleme nicht so einfach zu lösen.
Politik, wenn man sie ernsthaft betreiben will, ist ein ziemlich undankbarer Job.
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Der olle ARNI tritt ja nun ab.
Jetzt könnte er doch Bürgermeister von Wien , oder etwas ähnliches werden.
Eben habe ich im Fernsehen etwas über AMPEL, GESCHMACKSVERSTÄRKER,
LOBBYISMUS gesehen. Da kann es einem ja gruseln.
Wer kann denn die Welt blos in Ordnung bringen?
Vieleicht wir Witzbolde!?
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igitt -
ich kann nicht mal mein arbeitszimmer in ordnung halten - wie denn dann gleich "die ganze welt"?
aber möglicherweise hilft mir mein neuer flüstersauger....
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Nen Flüstersauger, hat ich mal,
da war ich immer gut bedient.
Son Ding besorg ich mir nochmal.
Das hat dabei so nett gegrient.
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Mariechen sitzet drunter,
weint sich die Augen aus.
Der Hannes war zu munter,
raubt' Reichen Hof und Haus.
Drum kam er auf den Karren,
zum Richtplatz fuhr man ihn.
Macht' bis zum Schluß den Narren -
nu isser endlich hin.
Die Galgenvögel, seine,
die holten ihn dort ab.
Jetzt hängen seine Beine
vom Baum gebleicht hinab.
Mariechen sitzt weinend im Garten... ;)
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Die Beiden hatten Kinder
was schwere Folgen hat.
Sie sitzen mehr und minder,
bei uns jetzt im Senat!
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Hi, Günne!
Ist natürlich historisch nicht korrekt - der Schinderhannes (Zusammengeschrieben, wie ich denke) hat sich natürlich nicht selbst gerichtet!
Die letzte Strophe ist - gemessen am Rest des "G'stanzerls", wie wir sowas in Österreich nennen, beinahe schon komplex!
Sowas grölt man wohl gern in sogenannten "feuchtfröhlichen" Runden am Stammtisch. Oder tat dies vor 200 Jahren in dieser Art.
LG, eKy
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Hallo Erich (Nicht EDE!)
Der zusammengeschriebene Schinderhannes, wie Du zu recht schreibst,
ist einfach, wie die meisten meiner WERKE, einfach so zusammen geschrieben.
Aus irgend einer Laune heraus.
Ich betrachte mich auch nicht als DICHTER, sondern mehr
als manischer Reimer.
Dass wir das schon vor 200 Jahren gröhlten, daran kann ich mich
noch gut erinnern.
Mein Ziel, nicht allzu kritische Leute dadurch zum Schmunzeln
oder gar zum Lachen zu bringen, hat dabei immer Vorrang.
Wer lange reimt, der lebt lange!
Bis denne. Günter.