die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juli 29, 2026, 08:46:59
-
Die Zeit erhält, doch macht uns müde auch,
die wir an ihren kalten Zitzen hangen,
uns an der Milch des Lebens zu erfrischen.
Das Alternde verspürt den klammen Hauch,
das stete, allzeit unerfüllte Bangen
um eine Ewigkeit an göttlicheren Tischen.
Die Zeit erhöht, doch macht uns kleiner auch,
die wir in ihren Vorhangfalten wohnen,
bis frischer Wind uns aus dem Leben weht.
Der Mensch verbrennt, und als ein kalter Rauch
entsteigt er endlich seinen falschen Thronen
in jene Brise, die sich nicht im Kreise dreht.
Die Zeit vergeht, und doch kann sie nicht sterben,
wie wir es tun, die ihr vergeblich dienen,
gereift am Wissen, dass wir nie obsiegen.
Sie wird, was wir im Tod entlassen, erben,
und wir, die jung so unbesiegbar schienen,
entgleiten alt und müd dem Drang, bei ihr zu liegen.
(Inspiriert von Curd Beselos)
-
Lieber Erich,
schön, dass Curd dich inspiriert hat. Es ist ein tiefgründiges und ausgewogenes Gedicht entstanden, dass die Beziehungen zwischen Mensch und Zeit auf verschiedenen Ebenen darstellt.
Chapeau von gummibaum
-
Hi Gum!
vielen Dank für die vollmundigen Honneurs! :) :-*
LG, eKy