die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: gummibaum am August 09, 2026, 15:30:18
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Die Sonne macht die Bäume trocken,
es fällt ihr Laub schon im August,
im Schwarz der Ackerbohne Flocken
von Weiß aus Disteln müder Lust.
Die Eicheln, unreif abgefallen,
es knarzt der Schritt auf ihrem Schrot,
und durch des Bergblicks Weite wallen
die Stäube wie des Lichtes Tod.
Ich sammle mich aus allen Dingen
als einer, der mit ihnen fühlt,
und berge meiner Seele Schwingen
im Innern, wo mein Schatten kühlt …
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Hi Gum!
Sehr poetisch beschreibst du die folgen des Klimawandels. So lernte ich zumindest die Ackerbohne kennen ... ;)
Scherz beiseite - ein wunderschönes Gedicht auf das schleichende Sterben unserer gewohnten Natur. Und Trump und Konsorten leugnen einfach weiter ...
Spontaner Einfall: Statt 'Schwingen' ein 'Klingen' in der vorletzten Zeile? Das würde der möglichen Verwechslung vorbeugen, wie man 'Schwingen' auszulegen hätte: Als Flügel - oder als 'Schunkeln' oder Vibrieren in einer bestimmten Frequenz ... ;)
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Danke, lieber Erich,
guter Vorschlag, aber "Klingen" ist hier ähnlich bedeutungsambivalent (das Klingen/die Klingen), solange man es nicht aufs Neutrum festlegt. Aber das geht natürlich, wenn das Subjekt wechelt:
"und meine Seele birgt ihr Klingen"
Ich überlge.
Beste Grüße, g