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Nachrichten - gummibaum

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Verbrannte Erde / Die Frage
« am: September 13, 2026, 20:34:05 »
Ein Mensch schreit plötzlich wilde Flüche,
als bisse ihn ein Seelenhund.
Ich frage mich nach seiner Psyche.
Welch alter Groll tut sich hier kund?

Vielleicht ist er an sich gescheitert,
und sieht in allen nur Verrat,
doch plötzlich lacht er bass erheitert,
als rette ihn die nächste Tat.

Er tritt in eine Menschenmenge,
als hab sein Hund von dort geknurrt,
betört durch heilige Gesänge
und zündet einen Sprengstoffgurt.

Ich war es, und ich frag die Leichen,
ob eine Jungfrau mich erlöst,
ob mir die zweiundsiebzig reichen -
Ich habe nie mein Herz entblößt … 

2
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Im Widerspruch
« am: September 13, 2026, 18:26:55 »
Auf Welten wie auf Wellen reiten, 
der Nutzer klebt am Flimmerboard,
wenn Berg und Tal vorübergleiten,
und flitzt und sitzt bei diesem Sport.

Die Narrative, die ihn treiben,
entfremden ihn der eignen Welt.
Wo ist er noch, wo kann er bleiben,
da ihn nur Widerspruch umstellt?

Er sehnt sich nach dem Blick ins Helle,
und schmiedet Gitter. Im Geviert
für Kopf und Herz versiegt die Quelle,
in der sich seine Angst verliert …


3
Lieber Erich,

dass Ulrich Sigmund positive Ausstrahlung hat und negative politische Ziele verfolgt, ist natürlich gefährlich, und eine AfD-Regierung, auch wenn sie Gesetze nicht  ignorieren oder einfach ändern kann, wünsche ich mir keinesfalls. Der Einfluss, den die Partei auf Sprache und Denken ausübt, ist schon schlimm genug.

Aber ich bin dagegen, als Dichter und überhaupt von Elementen statt von Menschen zu sprechen, eine Partei zu einer Gruppe von Soziopathen zu vereinheitlichen oder diese mit der NSDAP gleichzusetzen. 


LG g


4
Das Blöken der Lämmer / Re: Wahllos
« am: September 13, 2026, 17:56:14 »
Danke, lieber Erich,
für den schönen Kommentar mit witzigem Schluss. Das Komma habe gemäß Vorschlag verschoben.

LG g

5
Lieber Erich,

geheime Siegesrede, die jemand aus der AfD nach dem Wahlsieg hält und die das wahre Gesicht der Partei zeigen soll. Die erste Hälfte überspitzt, aber gut, die zweite  finde ich zu plakativ und zu monoton von Abscheu durchsetzt.   

Gern gelesen.
LG g


6
Das Blöken der Lämmer / Wahllos
« am: September 12, 2026, 21:47:10 »
Als ich so den Wald durchstreifte
und in mir kein Wunsch mehr reifte,
fand ich plötzlich eine Klette
an der Jacke als Kokette.

Sieh mal an, entfuhr mir heiter,
helfe ich dir heute weiter,
dich des weiten Walds zu freuen
und die Samen auszustreuen?

Keine Antwort folgte leider,
und es schien ein Konsens beider,
meiner und der Klette Seelen,
sich zu zweit nicht zu verfehlen.

Manchmal weiß man nicht, wo Kinder
wachsen, und es ging nicht minder
sorglos haftend zu in Betten
wie beim Streifgang unter Kletten … 

7
Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Am See
« am: September 07, 2026, 17:48:27 »
Danke, lieber Erich,
dass du eigene Erfahrungen mit Kindheitserinnerungen mitteilst. Da habe ich wohl etwas übertrieben. Die Komas habe ich gesetzt.

Liebe Grüße von gummibaum

8
Ach Natur Vergissmeinnicht / Am See
« am: September 07, 2026, 00:06:27 »
Am See, der hohe Bäume spiegelt,
dient Rasen als ein Kleingehege
für ein paar Enten, abgeriegelt
durch ein Geländer längs dem Wege.

Und auf dem Wege am Geländer
ein Junge, klein und aufrecht stehend
und ganz allein dort; alles sehend
fügt er des Innenbildes Ränder.

Und was darin ist, wird es bleiben,
und nimmt ihn mit sich in die Dinge,
und weckt in allem eine Schwinge,
ihr Schweben in ihn einzuschreiben …

9
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Steingeworden
« am: September 05, 2026, 13:18:52 »
Lieber Erich,

abseits von den anderen versteinert man leicht: Ein sich Bewahren, unberührt von ihnen, aber vielleicht im Innern klar und glänzend.

Sehr gern gelesen.
LG g

10
Verbrannte Erde / Re: Sommersehnsucht
« am: September 05, 2026, 13:14:39 »
Das passt schon gut in die Zeit, die momentanen kühleren, wolkigen und regnerischen Tage, lieber Erich.

Ein schönes Bild.

Sehr gern gelesen.
LG g

11
Verbrannte Erde / Re: Traum
« am: September 05, 2026, 13:10:40 »
Genau, lieber Erich,

das ist auch ja auch durchaus möglich. Das Wort habe ich eingefügt. Vielen Dank und alles Gute.

g

12
Das Blöken der Lämmer / Re: Ausgefault
« am: September 04, 2026, 20:01:50 »
Danke, lieber Eich,
für "pfui",  Komma und "auch". Das erste ist im Gewissen, die letzten beiden sind im Text angekommen.

LG g

13
Verbrannte Erde / Re: Traum
« am: September 04, 2026, 18:40:50 »
Oh je, lieber Erich,

du hast recht. Ich habe es noch einmal versucht:


Oft find ich mich im Traum gestaltet
zu einer anderen Figur.
Verlottert, alt und eingefaltet,
zeigt sie, was ich verstecke, pur:

Geräusche waren zu vernehmen
im letzten Traum aus meinem Schrank.
Gefaltet lag darin als Schemen
ein Alter, zahnlos, gelb und krank.

Das Mädchen hinter meinem Rücken,
mein Schätzchen, wirkt nicht sehr erstaunt,
als er heraussteigt, sie zu drücken
und mich betrachtet, schlecht gelaunt.

Die beiden streichen sich die Butter,
die ich mir kaufte, auf ihr Brot.
Ich fahre weg zu meiner Mutter
und fühle mich ein wenig tot.

Als ich erwachte, war da keiner,
nur ich allein, wie eh und je,
doch alles schien ein wenig kleiner
und eigentlich nur noch Idee…


14
Das Blöken der Lämmer / Ausgefault
« am: September 02, 2026, 16:27:30 »
Ich faule vor mich hin im Bett
und wünsche mir ein süßes Mädchen,
das schmeckt wie Trauben aus dem Städtchen,
doch findet mich ja keines nett.

Da find ich eine faule Traube,
die unterm Bett liegt und nicht schmeckt,
und fühle, auch in Mädchen steckt
die Fäulnis, wenn ich an sie glaube.

Nun faule ich nicht mehr im Bett
und pfeif auf Trauben und auf Mädchen.
Viel süßer schmeckt ein Gang ins Städtchen.
Ich finde mich allein komplett …

15
Verbrannte Erde / Traum
« am: September 02, 2026, 11:13:59 »
Schon länger sind Geräusche in dem Schrank
an einer Wand der Küche zu vernehmen.
Ich öffne, und gefaltet, dünn und lang
hockt zahnlos jemand dort im Unbequemen.

Er klettert, staubig und voll Spinnenweben
aus dem sonst leeren Schrank ins Freie,
begrüßt mich, ohne mir die Hand zu geben,
und stellt sich neben uns: jetzt wir Dreie.

Mein junges, zartes Schätzchen, lächelt leise,
als kenne sie den Penner wie mich Kleinen,     
Sie essen jetzt gemeinsam, und ich reise
zu meiner Mutter, um mich auszuweinen …

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