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Nachrichten - Erich Kykal

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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Zuhause, in der Sprache
« am: November 30, 2022, 11:39:21 »
Hi Roc!

Erneut bunt Gemischtes, vom Brüllwitzgeblödel bis zu tiefgründig philosophischen Sprachspielereien auf höchstem Niveau! Als Beispiele dafür mögen hier am besten Nr.6 und 7 gelten, die direkt hintereinander das jeweilige Publikum ansprechen.

Auch Neologismen mit Hirnkribbelgarantie wie zB Nr. 8 vermögen mich in höchstem Maße zu erfreuen.

Geniale Sprüche wie Nr. 10 laden zu intensivem Nachdenken ein, während man solche wie Nr. 11 bestenfalls in enem humorigen Sprüchekalender verorten würde, der einem bestenfalls ein fast schon leicht gelangweiltes Schmunzeln entlockt. Aber das interpretiert jeder wohl anders, und der Autor mag auf den einen Spruch so stolz sein wie auf den anderen.

Den zweiten Satz im Kurzgedicht 'Logik' verstehe ich nicht. Fehlt da etwas? Warum sollte man 'Kaffee zuschütten' - und womit? Mit Zucker? Wahrscheinlicher ist, dass du sagen wolltest: 'Warum sollte ich mich da nicht mit Kaffee zuschütten (wollen), mich zum Schreibtisch begeben und ...'

Die folgende Aussage ist in sich unkorrekt: Ein Kreis ist ein Kreis und kann kein Punkt sein, egal wie klein er sein mag. Der Punkt mag IN diesem Kreis liegen, zB als Mittelpunkt:

'Teufelskreis: In seiner Mitte liegt stets der Punkt, an dem dich dein Feind aushebeln kann.'

Obwohl mir die Erwähnung äußerer Feinde im Zusammenhang mit einem Teufelskreis, in dem jemand gefangen ist (und damit ohnehn schon genug Probleme hat), nicht unbedingt als die beste Herangehensweise an diese Thematik erscheint. Mir läge so etwas wie dies näher:

'Teufelskreis: In seiner Mitte liegt stets der Punkt, auf den er dich reduziert hat.'

Was mir noch besonders gefallen hat: Känguruh, Strumpflöcher, Bescheidenheit und Nacht.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy


PS: Für eine leichtere Kommentierung einzelner Sprüche möchte ich künftig die Verwendung einer Nummerierung andenken. Besonders in längeren Sammlungen ließe sich so vieles leichter wiederfinden oder besprechen.


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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Nur Rollenspiele?
« am: November 30, 2022, 11:07:32 »
Hi Suf!

Was ich dazu zu sagen weiß, habe ich unter 'D/s' bereits dargelegt. Ich habe mir beim Schreiben nie groß Gedanken über Formexperimente gemacht, verwende die Sprache und die Form nur intuitiv, wie es mir zur jeweiligen Thematik passend erscheint, aber immer eben in gehobener Sprache. Sehr selten bin ich davon abgewichen, zB. wenn ich mal Proleten als LyrIch auftreten ließ, oder besonders Primitives (wie zB Rapmusik, hihi ...) kristisieren wollte, aber sogar dann blieb mir die klare Artikulation der zu vermittelnden Botschaft wichtiger als die mögliche Authentizität der Form und des Sprachstils.
Persönliche Präferenz. Und so möchte ich auch die Werke anderer lesen: Klar formuliert (zumindest für mich), mit schöner oder zumindest interessant verwendeter Sprache, und einer Conclusio, die es so schön im Hirn kribbeln lässt, dass man das Aha-Erlebnis geradezu auf der Zunge schmecken kann!  ;) :)

Was mir leider öfter mal passiert ist, dass manche Werke sprachlich allzu überkomplex werden, wenn mich die Trance davonträgt und ich nach zig Zeilen einen ellenlangen Satz dann irgendwei zu einem korrekten Ende bringen muss. Dann mag es passieren, dass man manche Bezüge mit dem Lasso einfangen gehen muss, weil die Klammer sich gar so weit spreizt, oder dass die Konstrukte zuviele Enschübe, Nebensätze und Kommata enthalten, um noch klar und übersichtlich zu sein. Liegt wohl an meiner intuitiven Sprachbegabung, dass ich da weniger an die mögliche Verwirrung meiner Leserschaft denke als daran, erneut voller Stolz ein Beispiel schönen Sprachgebrauchs abgeliefert zu haben, an dem fast nur ich mich erfreuen kann, weil mir die rote Linie bewusster ist als jenen, die mit diesem Text konfrontiert werden.

Wie auch immer, es freut mich, dass du interessiert daran herangehst und aus allem etwas zu lernen versuchst, auch wenn es erst mal nicht so auf deiner Linie liegt. Ich wünschte, ich könnte so offen und tolerant sein, aber meine in Dekaden an der Welt und enttäuschenden Menschen geschulte zynische Miesepetrigkeit macht mich bedauerlicherweise oft zu einem eher nörglerischen, spitzzüngigen Meinungsdespoten. Ich arbeite daran, allerdings ohne viel Hoffnung, dies je ganz ablegen zu können. Dazu macht es mir einfach zu viel Spass, über manches, was ich als himmelschreiende Blödheit verorte, mit saurem Witz oder zynischem Furor herzufallen!  ;) >:D

LG, eKy

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: D/s
« am: November 30, 2022, 10:47:39 »
Hi Suf!

Ich weiß, wie du mit Formen und Stil experimentierst, um beim Leser bestimmte Reaktionen zu induzieren. Das ist interessant zu lesen, auch wenn ich öfter mal für eine erklärende Einleitung oder einen entsprechenden Nachsatz dankbar wäre, denn zuweilen entziehen sich mir deine Intentionen gerade dadurch, da ich eben einen anderen Bezug zur Lyrik habe.

Ich habe sehr selten versucht, so zu schreiben wie du: Die Form der gewollten Aussage anzupassen, oder mittels bestimmter lyrischer Mittel den Geist des Lesers zu manipulieren, um so die Botschaft zu unterstützen, und ich meine das nicht im negativen Sinne.
Die Ergebnisse waren - zumindest für mich - unbefriedigend. Klar, ich unterstütze meine Aussagen oft - eher unbewusst - mittels Wortwahl und Sprachmelodie, oder wähle automatisch harte männliche Kadenzen für harte Botschaften oder Inhalte, respektive vice versa. So intensiv und vor allem: Bewusst! - wie du passe ich aber nie die Form dem Inhalt an.

Deshalb spreche ich alle Themen, die erst mal nicht dafür geeignet erscheinen, in gehobener Sprache an, selbst wenn es wehtut: Kinderhospize, Kindersoldaten, religiösen Wahn und Terror, Sexualmord, Massenmord usw.. - all die Traurigkeiten und Tragödien, ebenso wie die irrwitzigen Grausamkeiten und Entmenschichungen, derer unsere Art fähig ist. Selbst den tiefsten Abgrund bereise ich auf der Barke akzelerierten Sprachguts, manchmal sogar, um gerade diesen Kontrast zu einem tragenden Element für die Aufmerksamkeit des Lesers zu machen!

Ich brauche nur ein paar Seiten Rilke zu lesen, und ich weine. Nicht der Inhalte wegen, sondern einzig allein schon, weil die Sprache so wunderschön ist! DAS ist meine Art zu schreiben, das ist, was mich bewegt bis ins Innerste, und einzig dem will ich nacheifern, wenn ich mich selbst versuche. Nur so funktioniert diese Magie für mich ...  :)

LG, eKy

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Nur Rollenspiele?
« am: November 29, 2022, 18:09:00 »
Hi Suf!

Mit dem Pathos ist das so ne Sache! Abgesehen, dass die Latte da für jeden anders hoch hängt, hängt es auch oft von der unterlegten Thematik ab, ob ein ähnlich pathetischer Stil eher akzeptoert wird oder nicht.

Mir passiert es am ehesten dort, wo ich stark selbst emotional involviert bin. Dann empfinde ich es auch nicht als schwülstig oder pathetisch, sondern als realitätsnah formuliert - nah an MEINER Realität eben ...  ;)

Und die gehobene Sprache ist bei mir als Autor quasi fix eingebaut, wenn ich dichte, ganz unabhängig von Thema und Stimmung. Vielleicht weil es für mich gerade so - oder gar NUR so - möglich ist, meine Gefühle klar und adäquat zu transportieren: Indem ich sie gehoben formuliere.

Dass manche das zuweilen als 'gespreizt' oder allzu wuchtig empfinden, nehme ich gelassen in Kauf. Ich schreibe ja vor allem für mich (weil es MIR Spaß macht), also bleibe ich dabei, es so zu tun, wie es MIR gefällt, und nicht wie ich glaube, dass andere es hören wollen. Dir gefallen ja viele meiner Werke sehr gut, obwohl ich für mich nicht das Gefühl habe, da so viel anders zu schreiben als in den von dir monierten. Es liegt wohl wirklich am Thema, das gewisse Erwartungshaltungen bei der Leserschaft generiert, vielleicht auch mal moralische Empfindlichkeiten, die den Leser manches anders betrachten lassen.


Inhaltlich hast du recht: Dieser Text ist im Grunde ein Zwilling zum ersten, sowohl in Struktur (Doppelsonett) als auch in Inhalt und Aussage, hier vielleicht mit leichtem Hang ins Philosophische, menschliche Denkschemata hinterfragend. Sie entstanden ja auch unmittelbar hintereinander.


Vielen Dank für dein Bemühen um Objektivität und deine Ehrlichkeit.  :) Ist mir immer jederzeit lieber als sypathieheischende Gefälligkeitsgutachten.  8)

LG, eKy

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: D/s
« am: November 29, 2022, 17:54:09 »
Hi  Suf!

Interessant! Mein emotionaler Zugang erfolgt GERADE über die gehobene Sprache, die mir erlaubt, exakt zu artikulieren, was ich aussagen will. Ein Liebesgedicht, das in simpler Sprache und eher vage oder - noch schlimmer! - in altgewohnten Phrasen vor sich hin emotionalisiert, ist für mich viel eher im 'schwülstigen' Bereich als meine klare Sprachhabung. Sie mag akzeleriert sein, aber so findet sie auch eher die erwünschte Zielgruppe: Menschen, die ihren Emotionen ebenso Ausdruck verleihen wie ich.

Dass du deine Gefühle anders lyrisch verarbeitest, sei dir unbenommen.

Zum Inhalt: Dieses Prinzip von Dominanz und Submissivität ist ein Teilbereich meiner Sexualität, den ich nur in meiner Fantasie je ausgelebt habe, da aber in allen nur möglichen Spielarten und Nuancen. Dennoch bleibt es auch dort nur ein abgegrenzter Teilbereich meiner Sexualität, den ich allerdings weder leugnen noch missen will. In die Realität übertragen werde ich ihn allerdings nie.


Vielen Dank, dass du dir trotz deines 'Scheiterns' die Mühe gemacht hast, meinem Bitten zu willfahren.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Goldene Tage
« am: November 25, 2022, 20:11:27 »
Hi larin!

Ein schönes Gedicht, meinem Stil sehr ähnlich.

S4Z3 ist einen Heber zu lang. Vorschlag: 'wir giern nach Licht, und doch verblassen Sterne,'

Und ans Ende dieser Zeile gehört ein Komma, trotz des 'und' am Beginn der nächsten.


Sehr gern (endlich!) gelesen!  :)

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Armer Winter
« am: November 24, 2022, 21:59:05 »
Hi Suf!

Danke für die prompte Replik. Die Parallele von Winter und einem 'erfrorenen Leben' in Starre und asketischer Nüchternheit hast du gut erkannt.

Alle paar Wochen schreibe ich noch was, damit ich meinen 'Touch' nicht verliere, aber irgendwie ist ansonsten bei mir der Dampf raus, zumindest derzeit. Kommentieren möchte ich aber auch weiterhin, auch wenn ich kaum noch etwas schreibe.

LG, eKy

8
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Dort
« am: November 24, 2022, 21:53:40 »
Hi Suf!

Schön, dass du mein wohlmeinendes Augenzwinkern in diesem Kommi wahrgenommen hast.  ;)

Deine Idee ist sicher interessant und ungewöhnlich, aber für mich eben wie lyrischer Coitus interruptus.  :D

Dennoch gern gelesen.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Armer Winter
« am: November 24, 2022, 17:50:48 »
Du kanntest nie des Frühlings sanfte Blüten,
ihr Duften und das bunte Farbenspiel.
Du durftest nur die kargen Tage hüten,
und selbst ihr Weniges war dir zuviel.

Du spürtest nie die Sommerwiesen wogen,
die sanfte Brise in des Waldes Raum.
Du wurdest nur von Eis und Frost erzogen,
Und jede Wärme war ein ferner Traum.

Du lerntest nie des Herbstes Überreifen
für eine Ernte, die das Mühen lohnt.
Du konntest alle Jahre nie begreifen,
dass mehr als Schnee in unsern Jahren wohnt.


10
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Re: Die Wanderdüne
« am: November 24, 2022, 17:49:53 »
Oh, was ist uns denn damals da für ein Kleinod entgangen!?

Posthum sei dem Dichter Lob und Preis für diese trefflich witzige Beschreibung einer Wanderdüne!

Sehr gern gelesen!  ;D

LG, eKy

11
Haiku und andre japanische Formen / Re: Geduldsspiel
« am: November 24, 2022, 17:13:08 »
Hi Suf!

Keine Sorge - es hat einen ebenso reduktionistischen Kommi bekommen.  ;) ;D >:D

LG, eKy

12
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Dort
« am: November 24, 2022, 17:10:33 »
Hi Suf!

Das Werk, das sich vollständige
Das Werk, das ohne Reime
Was soll ich
Oder vielleicht

Näh, ...

LG, eKy

13
Haiku und andre japanische Formen / Re: Geduldsspiel
« am: November 23, 2022, 18:46:18 »
Hi Suf!

Wie du dir denken kannst, versuche ich mich höchst selten, und selbst dann meist nicht ernsthaft, an Sonderformen der Reduktion. Meist nur zur Selbstbestätigung meiner Ansicht, dass bei dieser 'Kunst' nichts weiter dabei ist, und praktisch jeder darin Erfolge zu erzielen vermag, der auch nur einigermaßen fähig ist, sich sinnfördernd zu artikulieren - weil ich eben solche Formen kaum als Lyrik in meinem Definitionsrahmen betrachten möchte.
Gerade der japanische Hype hat mich geärgert, muss doch der Versuch, die Ausdruckskraft, die eine Form NUR in der Sprache hervorbringen kann, in der sie beheimatet ist, eins zu eins in eine andere Sprache zu übertragen, immer letztlich Makulatur oder bemühter Gestus bleiben! Von daher waren und sind mir deutsche Haikus (respektive alle weiteren anhängigen Formen) bestenfalls ein ulkiger Versuch, etwas zu erzwingen, dass sich so nicht generieren lassen KANN.

So zumindest meine Sicht. Daher war der obige Satz auch nie als Versuch gedacht, japanisch zu klingen. Ehrlich gesagt, was genau meine damaligen Beweggründe waren, dies hier zu posten, weiß ich nicht mehr.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Noch ein Sommer
« am: November 23, 2022, 18:35:38 »
Hi Suf!

Deiner akkuraten Analyse habe ich nichts hinzuzufügen. Ein weiteres Herbstgedicht mit philosophischen Hintergrund und Aufhänger.

Zu erwähnen bliebe bestenfalls noch der regelmäßige Wechsel des Kadenzenschemas ...  ;) ::)

Vielen Dan kfür deine kundigen Einlassungen!  :)

LG, eKy

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Verbrannte Erde / Re: Doppelmoral
« am: November 23, 2022, 18:30:26 »
Hi Suf!

Motivation und Hintergrund dieses Gedichtes war für mich die menschliche Hybris, die Überzeugtheit von den eigenen Ansichten, Motiven und dem, was man als wahr und gut erachtet. Der Mangel an Demut anderen Ideen und Denkmodellen gegenüber, der uns vordergründig und selbstgefälkig urteilen und verdammen lässt, die Unfähigkeit, den Menschen hinter einer anderen Meinung wahrzunehmen und zu respektieren.

Die Demütigen, also jene, die sich nicht von arrogantem Vorurteil und geistloser Verallgemeinerung lenken lassen wollen, der selbstgefälligen Überzeugtheit, im alleinigen Besitz von Wahrheit, Gerechtigkeit und Moral zu sein, hat man immer schon lieber hingerichtet, als ihnen zuzuhören.

Dieser Doppelmoral wollte sich das obige Werk widersetzen.

LG, eKy

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