Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.


Nachrichten - Erich Kykal

Seiten: [1] 2 3 ... 430
1
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Versuch über die Dauer
« am: Oktober 21, 2018, 14:20:12 »
Hi Suf!

Dieses Gedicht gefällt mir sehr, ich finde es in Sprachgang und Inhalt besonders gelungen. Gums Version ist sprachlich noch ein wenig ausgefeilter, vor allem in S3. Dennoch sehe ich beide Versionen als gleichwertig nebeneinander. Ist Gums Version sprachlich gefälliger, so kitzeln deine Bilder, Suf, ein wenig mehr meine Vorstellungskraft und mein Denken, wie zB. die Idee vom "kleinsten Teiler der Vergänglichkeit" (In der Zeile davor übrigens kein Komma ans Zeilenende).

In deiner Version würde ich einzig in S3Z4 statt des "und" die Zeile mit "bis" beginnen, auch wenn man den unbetonten Auftakt dann nur recht bemüht hinbekommt.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

2
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Antwort des Hades
« am: Oktober 21, 2018, 14:09:42 »
Hi Suf!

Schöner Text! Die Enjambements in S1 sind fast schon des Guten zuviel, vor allem dort, wo die Phrase "Joch der Zeit" von einem Zeilenumbruch zerrissen wird! Vor "Joch" ist übrigens eine Leerstelle zuviel, und bei "vermessner" davor würde ich den Apostroph weglassen.

In der allerletzen Zeile schreibt "fortbestehen" sich als Verbteil klein.


Eine alte Geschichte! Wie man jährlich erfahren kann, einigte man sich schließlich darauf, dass Proserpina nur das halbe Jahr im Hades weilen muss - die andere Hälfte nicht, um uns Frühling, Sommer und Erntezeit bringen zu können! Mit dem kommenden Klimawandel könnte sich ihre Zeit in der Hölle sogar noch weiter verkürzen! Ob Hades darob verärgert ist oder (nach so langer Ehe) frohlockt!?  ;D >:D

Gern gelesen!  :)

LG, eKy

3
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Dichterlos
« am: Oktober 21, 2018, 14:01:21 »
Hi Copper!

Vielen Dank! Man sagt ohnehin, dass im "Land der Dichter und Denker" die Erstgenannten bestenfalls posthum zu Ehren gelangen! Schon als die Lyrik noch hoch angesehen war, gab es keinen, der allein von seiner Kunst hätte leben können! Heutzutage ist es purer Idealismus der Sprachaffinen, sich noch damit zu beschäftigen! Leider!

Womit ich allerdings hadere, ist die weitere Sinnhaftigkeit des Schreibens FÜR MICH persönlich. Das läuft derzeit auf Sparflamme. Ich versuche nicht, anderes zu erzwingen, das geht nie gut!

LG, eKy

4
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Selbstgespräch
« am: Oktober 21, 2018, 13:56:22 »
Hi Suf!

Mit des blinden Huhnes Korn hat das nichts zu tun, lieber Sufnus! Es ist nur eben so, dass gute Dichter sich der Mittel der Sprache intuitiv so bedienen, um beabsichtigte Aussagen mit möglichst deutlichen Effekten zu untermalen. Wir wählen Rhythmus, Sprachmelodie und Wortklang fast automatisch entsprechend der zu suggerierenden Stimmung, oft ohne dass es uns dabei bewusst wird. (Passiert mir selbst ständig ... deshalb muss ich wohl auch ein "guter Dichter" sein, oder!?  ;))

Ich ist ein andrer, mach ich mich glauben,
ich ist ein andrer, sage ich mir,
mich meines ichs durch mich zu berauben, Das "Ichs" hier bitte groß. Der Satz ist übrigens unvollständig konstruiert.
bis ich mein ich als den anderen spür.

Ich ist ein andrer: Neuschnee und Weite,
hinter dem Ichnebel freiere Sicht,
eine noch unbeschriebene Seite:
Ich ist ein andrer, denn ich bin es nicht.

XxxXxXxxXx
XxxXxXxxX
XxxXxXxxXx
XxxXxxXxxX

XxxXxXxxXx
XxxXxxXxxX
XxxXxXxxXx
XxxXxxXxxX

Ich habe die Abweichung zwischen den Str. hervorgehoben. Diese ließe sich in S1 beheben durch: "ich bin ein anderer, sage ich mir" oder "ich bin ein andrer, das (oder: so) sage ich mir," (XxxXxxXxxX)

Das Werk geriete natürlich flüssiger, wenn das mittige einzelne "x" in jeweils Z1 und 3 der Str. ebenfalls dem sonstigen Takt als "xx" folgen würde:

Ich ist ein anderer, mach ich mich glauben,
ich ist ein andrer, so sage ich mir,
muss meines Ichs durch mich selbst mich berauben,
bis ich mein ich als den anderen spür.

Ich ist ein anderer: Neuschnee und Weite,
hinter dem Ichnebel freiere Sicht,
eine noch ganz unbeschriebene Seite: (oder, klanglich runder: eine noch niemals gelesene Seite)
Ich ist ein andrer, denn ich bin es nicht.

Ich habe mir auch erlaubt, die Konstruktion von S1Z3 zu berichtigen. Statt des "muss" könnte man auch ein "will" setzen.


Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

5
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Dichterlos
« am: Oktober 21, 2018, 13:31:19 »
Hi Gum, Suf!

Ein Spruch sagt ja, nur der wahrhaft Leidende könne große Lyrik vollbringen! Vielleicht machen wir Dichter es uns ja deshalb so schwer ...  ;) ::)

Vielen Dank für euer promptes und wohlwollendes Echo.  :)

Sorry, dass ich derzeit nur selten zugegen bin. Ich habe im Moment keine große Lust zu schreiben oder zu kommentieren. Ich bin sicher, ihr kommt gut ohne mich zurecht, bis ich wieder motiviert bin! Bis dahin verzeiht mir bitte meine Launenhaftigkeit.

LG, eKy

6
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Das alte Lied
« am: Oktober 21, 2018, 09:38:12 »
Hi Agneta!

Du siehst es in der ersten Deutung richtig: Die Welt ist die Bühne, auf der die Menschheit ihr Stück gibt, bei dem die Schauspieler wechseln, aber die Rollen nie. Das bedeutet, die Geschichte wiederholt sich hoffnungslos immer wieder, aber nicht aus "Kismet", sondern aus der mangelnden Einsicht unfertiger Gehirne heraus, die zu wenig über ihren Tellerrand zu blicken vermögen, zu verstrickt sind in alltägliche Belange und Begierden. Das egomanische Denken weniger und das "kleine" Denken vieler ist es, woran letztlich eine friedliche Welt scheitern muss - immer und immer wieder!

LG, eKy

Es liegt an der atavistischen Gier, a l l e s haben und behalten zu wollen, bevor der nächste Räuber kommt.

7
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Dichterlos
« am: Oktober 21, 2018, 09:29:53 »
Wir Dichter sind ein krauses Volk!
Wer wäre wohl gescheiter!?
Wir hängen an Gedanken wohl
wie Trinkende am Alkohol,
und schlucken immer weiter!

Wir Dichter sind ein krauses Volk!
Wer wüsste mehr zu geben!?
Wir schreiben still im Kämmerlein
und lassen kaum die Sonne ein,
die Menschen und das Leben!

Wir Dichter sind ein krauses Volk!
Wer wollte uns verstehen!?
Wir schlagen tausend Kreise weit
als Träumende in Raum und Zeit,
bevor wir einsam gehen.

8
Das Blöken der Lämmer / Re: Ohne Titel
« am: Oktober 14, 2018, 10:57:27 »
Hi Gum!

Bombige Conclusio! Erst meint man, es gehe um diesen Autisten (was er wahrscheinlich war) und seine soziale Isolation, nur um dann vom LyrIch eines Besseren belehrt zu werden! Jemand, der so allein ist, dass er sein ganzes Leben damit füllt, mit Zügen umherzureisen, um eine Rechtfertigung dafür zu haben, unter Menschen zu sein, oder weil er manisch die Lande bereist auf der Suche nach Begegnungen. Vielleicht kaschiert es das mit dem Anspruch, sich zu bilden, die Welt zu sehen, Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, Kultur zu verinnerlichen usw. - aber diese letzte Zeile atmet so viel Einsamkeit, dass man das Gefühl hat, diesem LyrIch müsse es noch schlechter gehen als dem beschriebenen Autisten (der als solcher ja eigentlich gar nicht so sehr unter sozialer Isolation leidet, er kann mit Menschen ja ohnehin kaum etwas anfangen).
Das erklärt auch die Titellosigkeit - ein solcher könnte zu viel über die eigentliche Absicht der Verse verraten ...

Klasse geschrieben - mit Knalleffekt!  :)

LG, eKy


9
Eulenspiegeleien / Re: Ich habe echt ein Problem
« am: Oktober 13, 2018, 23:14:39 »
Naja, manchmal ist es aber auch ein Elfmeter! Von Gauland zu Gauleiter ist es ja nicht weit ...  >:D ::)

LG, eKy

10
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Das alte Lied
« am: Oktober 13, 2018, 16:56:50 »
Liebe Cypi!

Deine aufrichtige Zugeneigtheit ehrt mich, und ich vertraue dir mehr als zuweilen mir selber.

Bedenke jedoch: Vertrauen basiert immer nur auf dem subjektiven Wissensgrad bezüglich der Person, der man es schenkt.

LG, eKy

11
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Aria selenosa
« am: Oktober 09, 2018, 17:22:07 »
Hi Suf!

O, ich sehe es durchaus als Sonett an, eben ein modernes. Und sehr schön ist es obendrein geschrieben. Das "selbdritt" war mir geläufig, das wird in der Heiligenverehrung verwendet: Anna Selbdritt. Danke nochmals für das schöne "selbander"! Das werde ich gewiss einmal selbst verwenden!  :)

LG, eKy

12
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Aria selenosa
« am: Oktober 09, 2018, 13:18:50 »
Hi Suf!

Ein schönes "Mondlied"!

"selbander" kannte ich bisher nicht. Ein Neologismus - oder (was ich eher denke) etwas sehr Altes. Gefällt mir sehr. Was genau sagt es aus?

Sprachlich höchst fein "ziseliert", deine Zeilen - ausgesprochen lesenswert! Chapeau!


Zwei Details widersprechen der Sonettform: die Vierhebigkeit der Zeilen und das Reimschema ABAB in den Quartetten (statt ABBA).
Ersteres spielt heute keine große Rolle mehr, und letzteres kann man unter "Experiment" einordnen. (Ich habe meine ersten paar Dutzend "Sonette" selbst so geschrieben, weil ich damals von den meisten Regeln dazu keinen Schimmer hatte, aber alles schon zu wissen dachte!  ::))

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

13
Eulenspiegeleien / Re: Ich habe echt ein Problem
« am: Oktober 09, 2018, 13:09:29 »
Hi Agneta!

Sehr gut gegeben! In etwa so viel Aufmerksamkeit hätten diese Tränen ja auch verdient, wäre da nicht der - brechtigte - Verdacht, dass sie noch wesentlich korrupter und unfähiger agierten, wenn man ihnen das Gefühl gäbe, sie blieben tatsächlich unbeachtet - und unüberwacht!  ::)

Seehofer - ein zu lang gebliebener "Altkonservativer" mit der Herzlichkeit eines Betonsockels und dem Einfühlungsvermögen eines 40-Tonners im Rückwärtsgang! Unerträglicher Streithansl, teamunfähig und hauptsächlich destruktiv in der Koalition. Niveausenker in jeder Hinsicht!

Bei Göring-Eckart denke ich immer: Verwandt mit DEM Göring? Kein guter Name für die Politik, es sei denn in der AfD!

Söder - ein Seehofer in jünger! Man erkannt aber jetzt schon, dass der in 20 Jahren ganz genau so sein wird - oder schlimmer! Allein diese "ein Kreuz in jede Amtsstube, jedes Klassenzimmer"- Geschichte! Zum Davonlaufen regressiv und bigott!

Und Uschi, die Wurfmaschine - verleiht ihr endlich das Mutterkreuz und schickt sie nach Hause, damit sie endlich wieder putzen, kochen und beten kann, wie es der Frau zukommt (zumindest nach ihren Lebensmaximen)!

Da gäbe es noch einige Namen, aber was soll's - hilft eh alles nix. Stoffel dieser Erde, vereinigt euch - und macht Politik!

Gern gelesen!  :)

LG, eKy

14
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Das alte Lied
« am: Oktober 08, 2018, 21:57:39 »
Hi Sufnus!

Erst mal herzlichen Dank für diese unglaubliche Analyse auf dem Niveau einer Doktorarbeit!  :)

Auch ich folgte beim Schreiben der Conclusio dem von dir bevorzugten Gedanken. Es könnte aber auch ein Davonstehlen aus dem Leben selbst sein, das man als bedeutungslos und beliebig erkannt hat - ein Sterben ohne Begehrlichkeiten oder Sehnsucht nach Unsterblichkeit.

Das "heiß verbrennt" betrachte ich nicht als "doppelt gemoppelt", da die Temperatur einer Verbrennung ja durchaus große physikalische - oder wie hier psychologische - Unterschiede zeitigt. Hier wollte ich verdeutlichen, wie "heiß" der Hass und der Fanatismus "brennen", wenn man erst die Bücher verbrennt, danach die Autoren! Also ein Bezug nicht nur auf das tatsächliche Feuer selbst, sondern auch auf die - heiß - brennende Verachtung der Überzeugten oder Schergen eines Systems sowie deren emotionalisierte Mechanismen der Entmenschlichung für jene, die systemkritisch sind oder unerwünscht kritisieren oder den Verlauf solcher Systeme negativ zu extrapolieren wagen.

LG, eKy




15
Eulenspiegeleien / Re: Trumpeltierisch
« am: Oktober 08, 2018, 21:46:05 »
Hi SuF!

Aha - das ist also ein Trochäus! Die Termini sind mir natürlich geläufig, aber ich habe mir nie die Mühe gemacht, mir zu merken, was genau nun was ist! Wozu auch! Ich wähle die Form intuitiv zum Inhalt, so wie ich es für passend halte. Das ergibt sich beim Schreiben praktisch von allein, gemäß des lyrischen Bildes, das ich vermitteln will. Dazu genügt ein wenig Musikalität, wie ich finde.

Meist bemühe ich mich, die Kadenzen, wenn sie denn schon wechseln, wenigstens symmetrisch anzuordnen oder abzuwechseln. Gelingt nicht immer, wie mein neuestes Werk demonstriert ...  ::)

Vielen Dank für deinen freundlichen Zuspruch!  :)

LG, eKy

Seiten: [1] 2 3 ... 430