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Nachrichten - Erich Kykal

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wunden verwunden?
« am: Februar 16, 2019, 19:41:38 »
Hi Suf!

Rund und rollend kommen diese Zeilen daher, wirklich wie die erwähnten Abzählreime.

Mir hätte es gefallen, das Gedicht mit "wer behält ein Stück von mir?" enden zu lassen, das wäre nach meinem Gusto inhaltlich verbindlicher, sprachlich eleganter und klanglich harmonischer.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy


2
Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Sturmflutwarnung
« am: Februar 15, 2019, 16:22:50 »
Hi Curd!

Schön, aber vor allem in S1 sprachtechnisch doch noch verfeinerbar:

Wenn hoch zum Deich die Meeresfluten steigen,
und sich wie Irrlichter in einem Traume "Irrlichter" muss hier auf Silbe 1 und 3 betont werden, letzteres ist unnatürlich. Korrekt wäre: "und sich gleich Irrlicht wie aus einem Traume".
die weißen Flocken von der Wellen Schaume Das "von" wirkt hier sprachlich wenig elegant. Ein "aus" klänge besser. Und es kann auch mal eine Genitivkonstruktion zuviel sein! Dativ wäre hier besser zu lesen.
sich blütengleich an windgepeitschten Zweigen Wiederholung von "sich" in Z2, das geht gar nicht. Und es muss in deinem Konstrukt heißen: "sich ... an windgepeitschte Zweige ... hängen". Um den Reim zu erhalten, wäre diese Formulierung ratsam: "wie Blüten in den wingepeitschten Zweigen ... von Bäumen fangen, ..."

von Bäumen hängen, die die Wipfel neigen,
spür ich in mir ein heimlich stilles Bangen,
denn jede Sturmflut hat so angefangen,
und in den Häusern herrscht ein tiefes Schweigen.

Es kann kein Stern am  Firmament sich zeigen,
weil dunkle Wolken durch den Sturm getrieben
sich vor den Mond und alle Sterne schieben,
egal wie hoch sie auch am Himmel steigen. Reimwiederholung "steigen" mit S1Z1. Altern.: "egal wie hoch sie stehn im Himmelsreigen."

Doch sieht man dann im Licht am frühen Morgen, Lyrischer: "... im Lichte früh am Morgen".
das trotz des Drängens der Naturgewalten "dass" hier mit 2x"s"!
die Deiche diesen Kräften standgehalten,
ist mir das Herz befreit von Angst und Sorgen.


Hier nochmals die "bereinigte" erste Str.:

Wenn hoch zum Deich die Meeresfluten steigen,
und sich gleich Irrlicht wie aus einem Traume
die weißen Flocken aus dem Wellenschaume
wie Blüten in den windgepeitschten Zweigen

der Bäume fangen, ...


Schöner Kniff, dass bei der Strumbeschreibung der ersten drei Str. die umarmenden Reime die gleichen sind, während sich der beruhigte neue Morgen in Str. 4 mit einem anderen Reim absetzt, zusätzlich bestärkt wird dies durch das Klangbild: Die Sturmreime, auf "ei" betont, wirbeln geradezu mit, während das tiefe, sonore "o" von "Morgen/Sorgen" beruhigend wirkt.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

3
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Wohlstandskinder
« am: Februar 13, 2019, 17:08:11 »
Hi Römer!

Eine interessante Antwort, die ich mehr zu respektieren wüsste, wenn ich dir gelänge, von deinen zärtlich herablassenden Zynismen Abstand zu nehmen, mit deren Hilfe du die Situation zu kontrollieren gedenkst - ich spreche von der ersten und letzten Zeile deines Beitrags, deren "väterliche" Süffisanz mich offensichtlich verunsichern soll.

Nähmest du mich als Gesprächspartner ernst, müsstest du deine Antworten an mich nicht mit huldvoll untergeriebenen Floskeln milder Überlegenheit würzen wie:

Womit wird mir denn diese Ehre zuteil, wundgetippte Finger des virtuosen Poeten...? Wie hübsch!

Schlafe wohl, mein Bärchen!


Solche Versuche, andere zu diminuieren, sind entweder die aufgesetzte Pose von einem, der Angst hat, dass andere seine Schwäche durchschauen, oder sie sind das gezielt eingesetzte Instrument eines manipulativen Geistes, der so strategisch seinen Kontrollzwang bedient.
Umso mehr, da diese Bemerkungen ja derart geschickt formuliert sind, dass man sie als "satirisches Augenzwinkern" eines freundlichen, in sich ruhenden Brummbärs auslegen könnte, der einfach nichts und niemanden ernst nehmen kann -- außer sich selbst vielleicht natürlich!
Also kann man jederzeit vehement bestreiten, diesen "harmlosen kleinen Sticheleien" läge ein weit weniger harmloser Kontext zugrunde - wie praktisch!

Ich postuliere keine weiterführenderen Auszüge meiner Gedanken bezüglich des Gebrauchs solcher Einstreuungen, oder welchen Zweck sie verfolgen, oder welchem Motiv sie geschuldet sind. Ich möchte nur, dass du erkennst, dass ich alle Möglichkeiten erkenne und bedenke, ohne mir gleich ein Urteil zu bilden. Dass ich diese Möglichkeiten durchschaue, ohne den Finger darauf zu legen, was davon dich letztlich motiviert hat, mir gegenüber solche Bemerkungen zu machen.

LG, das Bärchen

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Wohlstandskinder
« am: Februar 12, 2019, 19:44:01 »
Hi Martin!

Kapitalismus ist nur eine oberflächliche Bezeichnung für ein System, das bei weitem nicht alles abdeckt, was eine ganze Kultur ausmacht. Alles zu verdammen, hieße das Kind mit dem Bade auszuschütten. Das taten dereinst die fanatischen Kommunisten in aller Welt, und es forderte abermillionen Tote!

So hat eine rein theoretisch sehr "gute" Idee unsägliche Grausamkeit und Leid verure´sacht und leistete letztlich nur neuen Diktaturen unter ihrem Deckmäntelchen Vorschub. Anererseits entstand unter dem Druck des "bösen", weil egoistischen Kapitalismus nicht nur Schlechtes, sondern auch viel Gutes.

Das hängt mit der menschlichen Natur zusammen, die nun mal besitzen will, zuweilen egoistisch ist, aber eben auch die Herausforderung braucht, sich zu beweisen, etwas aufzubauen, etwas zu bewegen. Der gleichmachende, konturlos unpersönliche Kommunismus verweigert das dem Menschen - wo niemand etwas besitzt, will sich auch niemand um etwas bemühen, um etwas kümmern.
So kommt der Kapitalismus bei all seinen inhumanen Auswüchsen letztlich der menschlichen Natur eher entgegen das ein verordnetes "Paradies der Werktätigen". Und neben den Makeln entsteht letztlich mehr, das die Menschheit voranbringt, weil Forschergeist und Ideenreichtum sich frei entfalten dürfen. Die Maxime, dass damit "nur" Geld verdient werden soll, greift zu kurz, denn der Mensch ist nicht nur gewinnsüchtig und machtgierig, und viele Kräfte einer Gesellschaft halten die soziopathischen Züge dieses Systems im Zaum.

In Europa funktioniert das derzeit besser als in den USA, die es ja noch nie geschafft haben, ein einheitliches und umfassend funktionierendes Sozialwesen auf die Beine zu stellen, das die Folgen des Kapitalismus zügelt. Leider versärkt sich zur Zeit der Eindruck, dass Europa unter dem Druck dummer Angst vor Terror, Überfremdung oder staatlichem Kompetenzverlust eher auf die amerikanische Linie einschwenkt, als dass es als Vorbild für Amerika dienen könnte.

Das wiederum begründet sich aus der Geschichte: Die jungen USA waren sehr früh "vereinigt", selbst ein noch so ausgebeuteter Lohnsklave dort käme trotz Terror oder Fremdenhass nie auf die Idee, die USA wieder in Einzelstaaten zu zerlegen! In Europa hingegen misstraut man sich insgeheim bis heute nach Jahrhunderten von Krieg, Vorurteil, Erbfeindschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Wackeln Wohlstand und Sicherheit selbst nur "gefühlt", schwenken die Betonköpfe sofort wieder auf Kleinstaaterei und Abgrenzung um und gewinnen damit die Unsicheren. So scheitert womöglich die große Idee eines vereinten Europas am begrenzten Horizont derer, die auf eine zu lange Tradition der Pflege von Kulturklischees zurückblicken.

Letztlich ist es nie irgendein politisches System, das den Unterschied macht. Es sind die Menschen. "Friede-Freude-eierkuchen" wird niemals funktionieren. Scheinbar brauchen wir eine chaotische Welt, um uns beweisen und erschaffen zu können. So scheitert irgendwann jede Zivilisation, die in Regulativen erstarrt, egal ob mit Wohlstand oder ohne - einfach, weil es wider die menschliche Natur ist, nur eine Ameise zu sein. Selbst jene, die sich freiwillig zu Ameisen machen (Sektenjünger, politisch/religiös Fanatisierte usw...), definieren sich über den Stolz, Teil einer "größeren Sache" sein zu dürfen - die "Idee" ersetzt die individuelle Selbstverwirklichung. Aber dies ist nur eine Projektion.

Ich könnte noch stundenlang weitertippen über die vielen Facetten menschlicher Weltgestaltung, auch jene Seiten, die man so leicht übersieht: Hilfsbereitschaft, Mitleid, Sympathie, Selbstlosigkeit im positiven Sinne! Nicht für irgendeine "Idee" - Kapitalismus, Kommunismus, Christentum, Islam, kulturelle Hybris aller Art - sondern nur um ihrer selbst willen, denn der Mensch ist auch im Guten zu großen Dingen fähig. Schade, dass es oft erst so viel Böses braucht, um es hervorzubringen!

LG, eKy

5
Verbrannte Erde / Re: Taucherleben
« am: Februar 12, 2019, 19:15:49 »
Hi Gum!

Wunderschön und bündig gedichtet - nur das allerletzte Sprachbild, so schön formuliert es auch sein mag, erscheint mir bedauerlicherweise unkorrekt: Untergegangenes Leben gleicht nicht Trümmern, es hinterlässt sie.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

6
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Wohlstandskinder
« am: Februar 12, 2019, 12:21:35 »
Hi Gum!

 ;) Ich weiß nicht genau, ob dich die geringe Höhe deines Taschengeldes schon gänzlich freispricht!  ;)

Hi Martin!

Mein lyrisches bild ist zwar von amerikanischen Zuständen inspiriert, aber ich versteige mich nicht in die Verallgemeinerung, eine Kultur wäre per se falsch und verdammenswert - es gibt immer zu viele gute Menschen darin, selbst in den abwegigsten Systemen! Man kann endlos über Vorzüge und Makel von Kommunismus und Kapitalismus streiten, letztlich sind es immer Menschen, die damit und darin leben müssen, und die haben für mich weder Sintflut noch Untergang verdient.
Das wäre so blind wie ein Kind, das gleichgültig sein Spielzeug zerstört - die verständnis- und empathielose Hybris eines jungen, unerfahrenen Gottes, für den nur schwarz und weiß existiert.


LG, eKy

7
Verbrannte Erde / Re: Licht und Schatten
« am: Februar 11, 2019, 19:45:54 »
Hi Gum!

Dies entstand aus einem Bild, das mir aus vielen amerikanischen Filmen oder Dokus geläufig ist: Mensch, die in Pappkartons hausen, unter Brücken die Straße entlang gestapelt, bis der nächste Regenguss sie aufweicht und fortwäscht - und all das vor dem illuminierten Panorama himmelstürmender Skylines! Welch ein Kontrast, und welch eine Armutserklärung des sozialstaatsverachtenden Kapitalismus in Reinkultur!  :( >:(

LG, eKy

8
Verbrannte Erde / Re: Herz
« am: Februar 11, 2019, 19:41:42 »
Hi Gum!

Ich kenne dieses Gefühl, kein Ziel mehr zu haben - aber alles ist nur so, wie wir uns dazu stellen. Man könnte es ja auch genießen, kein Getriebener zu sein, anders betrachtet. Mag alles Sein auch bedeutungslos sein im großen Kontext, so erhält es seinen individuellen Wert doch nur durch uns und unsere Ansichten darüber. Verändere den Blickwinkel und finde das Gute daran! Ich genieße es seit vielen Jahren, nicht mehr "emotional involviert" zu sein!  ;) :)

Gern gelesen!  :)

LG, eKy

9
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Wohlstandskinder
« am: Februar 11, 2019, 19:22:15 »
Wir waren ach so vieler Tage Zeugen,
als wir die Welt bewegten wie im Traum,
dem heißen Willen folgend, sie zu beugen,
so selbstbewusst, doch bei Bewusstsein kaum.

Wir waren ach so vieler Dinge Meister,
als wir uns frisch erschufen im Verlauf
von Lebensplänen, nahmen immer dreister
das nie geglaubte Mahnende in Kauf.

Zuletzt verblieb uns nichts mehr, die wir lebten,
als ginge uns das Weitere nichts an.
Die nackte Arroganz, an der wir klebten,
verdammt uns nun und ändert nichts daran,

dass wir in unsrer Wichtigkeit erstarrten,
vermeintlich endlich überlebensgroß!
Ach, wie wir uns doch allzeit selber narrten!
Was wir begannen, stirbt bedeutungslos.

10
Verbrannte Erde / Licht und Schatten
« am: Februar 11, 2019, 18:51:04 »
Ein scheues Licht aus einem Pappkarton,
ein schwaches Flackern, wer bemerkt es schon
in all dem grellen Gleißen ringsumher,
bei aller Dunkelheit, die regenschwer,

vom Neonglanz des Wohlstands übertaut,
den er in ferne Wolkenkratzer baut,
sich in die letzten stillen Bilder frisst,
bis man die feuchten Pappkartons vergisst.

11
Das Blöken der Lämmer / Re: Des Steines Wille
« am: Februar 11, 2019, 14:53:44 »
Hi Gum!

David und Goliath in der Obstschale!  ;D Eine surrealistisch anmutende Interpretation, basierend auf dem Ausdruck "Birne" für Kopf und "Stein" für Obstkern. Schöne Spielerei mit Sprache und Bildern!  :)

LG, eKy

12
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Grippaler Infekt
« am: Februar 10, 2019, 16:13:39 »
Hi Gum!

Irgendwann im Leben erwischt fast jeder mal eine echte Grippe!

Vielen Dank für die lieben Genesungswünsche!  :)

LG, eKy

13
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Grippaler Infekt
« am: Februar 10, 2019, 15:15:53 »
Hi Gum!

Die "Spanische Grippe" Ende des ersten Weltkriegs hat mit ca. 18 Millionen Toten in Europa dreimal mehr Leben vernichtet als besagter Krieg! Natürlich dadurch begünstigt, dass damals viele hungerten und geschwächt waren.

Man darf übrigens die "echte" Grippe nicht mit dem "grippalen Infekt" verwechseln! Letzterer ist nur "grippeähnlich", aber die Symptome sind vergleichsweise schwach und weit nicht so gefährlich! Die meisten grippalen Infekte hat man in einer Woche durch, höchstens mal 2 Wochen. Die echte Grippe kann bis über einen Monat dauern, Fieber und Begleiterscheinungen sind viel heftiger und lebensbedrohend.

LG, eKy

14
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Grippaler Infekt
« am: Februar 10, 2019, 11:39:01 »
Die Kehle wie zerschrammt von scharfen Krallen,
und in der Lunge reibt ein grober Kies,
die Nase wund von dem, was ausgefallen,
und deine Stimme klingt wie im Verlies.

Dein Schlaf ist wund, der Kreislauf ist im Keller,
du hast kaum Luft für jeden kleinen Gang,
die Pumpe ackert und geht immer schneller,
und deine Miene wird entsprechend lang.

Die Haut so blass wie alte Duschvorhänge,
und was du trinkst, wird glühend ausgeschwitzt.
Zerfasernd klammern noch Gedankenstränge
sich ans Gehirn, das hinter Augen sitzt,

die schier vor Kopfweh aus den Höhlen quellen!
Du schniefst und rotzt und hustest, wie's nur geht,
und dieses Elend kommt und geht in Wellen,
in denen deine Laune baden geht.

15
Verbrannte Erde / Re: Danach
« am: Februar 09, 2019, 20:48:53 »
Hi Gum!

Leerstelle zuviel in S2Z1 vor "Schoße", ansonsten bildgewaltig!

Mit dem Wort Soße (oder Sauce) habe ich Probleme, es als lyrisch zu empfinden - aber das ist wohl mein Problem ...

Einzig diese Frage: Beziehen sich diese Strophen auf ein einziges erotisches Erlebnis, bei dem sich die Frau erst begehrt, dann aber benutzt fühlt, oder beschreibt es den Niedergang einer Beziehung wegen Untreue über einen längeren Zeitraum?

Sehr gern gelesen! Chapeau!  :)

LG, eKy

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