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Nachrichten - Erich Kykal

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Untergang des Westens
« am: Februar 19, 2024, 13:07:04 »
Hi Cop!

Danke für deine Geduld. Jedes Nachdenken hilft, auch Typen wie mir. Man muss immer aufpassen, nicht zu verallgemeinern, nicht so zu werden wie die fanatischen Agitatoren und Populisten, die man konsequent bekämpfen will. Es muss geanu abgewogen und überlegt sein, wer es wirklich verdient, 'entfernt' zu werden. Bedauerlich, dass es nie so funktionieren wird. Es gibt keine 'demokratischen Fanatiker', oder viel zu selten. Das liegt nicht in der Natur der Sache, wiewhl es unsäglich nützlich wäre für die Befürworter der Freiheit, Toleranz und Vielfalt.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Untergang des Westens
« am: Februar 18, 2024, 20:40:45 »
Die Menschheit kann also nur auf der Grundlage des Menschenrechtes und auf der Grundlage der Würde des Menschen Gesetze schaffen , die es ermöglichen über solche Verbrecher Recht zu sprechen. Alles andere führt zu noch mehr Ungerechtigkeit, auch wenn dahinter eine gute Absicht steckte.


Hi Cop!

Genau das ist der Denkfehler. Das funktioniert nämlich nur, wenn und so lange die liberalen und das Menschenrecht rspektierenden Kräfte an der Macht sind, wie bei uns gerade noch so eben, obwohl destruktive Kräfte seit Jahren an der Substanz nagen, und dumme oder korrupte Menschen nicht begreifen, was sie tun, wenn sie diese Kräfte auch noch befördern!

Wenn die Welt erst einmal gekippt ist, nicht klimatisch, sondern die politische der Menschen, kannst du dir deine Menschenwürde in die Haare schmieren - die Hitlers der Menschheit geben einen Dreck darauf! Dann wird mit Angst und Terror regiert. Es wird nur noch Gesetze geben, die ihre Macht konsolidieren, und sie scheißen darauf, ob das der 'korrekte Weg' ist!

Fakt ist: Die Welt wäre besser und sicherer ohne diese Machtpsychopathen - also weg mit ihnen, so einfach könnte es sein. Aber nein, die Gutmenschen stoßen sich an harschen Worten und unwiderruflichen Taten, scheuen die Konsequenzen, stecken lieber den Kopf in den Sand und hoffen, dass ein anderer sich die Finger schmutzig macht. Damit Typen wie Putin nämlich überhaupt erst vor Gericht gestellt, zur Rechenschaft gezogen werden können, muss ihre Macht gebrochen werden, und das geht nur auf die harte, schmutzige Tour!

Gutmenscheln ist leicht - aber jemanden zu töten, obwohl man weiß, dass es die eigene Seele zerfetzen wird, weil man nicht so ist wie diese Monster, die entfent werden müssen, damit die Welt ein besserer Ort wird - das ist schwer, sehr schwer. Deshalb leben diese Typen immer noch und haben das Sagen.

Und der Umkehrschluss, dass die Schlächter der Tyrannen dann um nichts besser wären als die zurecht von ihnen Hingerichteten, ist ein Klischee. Blödsinn. Dass diejenigen, die Monster gewaltsam entfernen, danach ebenso werden müssen wie sie, oder um nichts besser seien als sie, ist eine sehr unüberlegte hohle Phrase, weiter nichts.
Stellten gewisse Moralisten solche gewaltsamen Befreiungsschläge nicht als gar so moralisch verwerflich dar, die Mutigen dieser Erde würden erst gar kein Trauma erleiden, wenn sie sich einem Arschloch entgegenstellen und von einer Platitüden dreschenden Masse hinterher dafür verdammt werden, die allzu sehr auf solche Moralisten hört! Dieselben Moralisten, die heute die vergeblichen Attentäter Hitlers auf ein Podest heben und pathetische Filme über sie finanzieren!


LG, eKy

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Verbrannte Erde / Re: Wunsch nach Anerkennung
« am: Februar 17, 2024, 22:52:14 »
Hi Cop!

Eigentlich waren diese Zeilen ganz und einzig auf mich und mein meistenteils vergeudetes Leben gemünzt, vergeudet zumindest, wenn man nach den landläufigen kulturellen Maßgaben urteilt: Vermehre dich, schaffe Reichtum und Sicherheit, sammle Macht und Einfluss an, hinterlasse einen großen Namen, Ruhm und Angedenken einer bewundernden Nachwelt.

All das hat mich kaum interessiert, zumindest nicht mehr, seit ich meinen jugendlichen Sturm und Drang hinter mir glassen habe. Meine Bedürftigkeit, zivilisatorischen Maßgaben zu genügen, um es allen recht zu machen.
Wo es möglich war, habe ich mich verweigert und bin meinen eigenen Weg gegangen, ohne kranken Ehrgeiz, den ich immer in mir bekämpft habe.
Der Preis, den ich dafür zahle ist, dass ich in Vergessneheti geraten werde, aber das ist in diesem Universum so irrelevant wie meine Existenz davor. Wie es alles Ringen zu irgendeinem Behufe letztlich ist.

Der Sinn im Erfinden von Göttern und Geschichten ist das Schaffen von Sinn. aber alle Götter und alle Geschichten fallen irgendwann dem Vergessen anheim. Fazit: Sinn ist außerhalb der Blase des menschlichen Bedürfnisses danach irrelevant.

Danke für die lobenden Worte!  :)

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Untergang des Westens
« am: Februar 17, 2024, 22:36:06 »
Hi Cop!

Die menschliche Zivilisation kommt in Wellen. Einer Woge der Kultur und Toleranz folgt unvermeidlich ein Wellental der Gewalt und Zerstörung, oft genug unwillkürlicher Selbstzerstörung. weil das Gedächtins der Menschen so kurz ist, trotz aller äußeren Möglichkeiten der Überlieferung. Zu rasch nimmt man die Sicherheit, die Rechte und den Wohlstand für selbstverständlich, uns geburtsrechtlich zustehend, vergessend, dass jede Generation selbst aufs Neue dafür kämpfen muss, dass es so bleibt. Dass andere zuvor gelitten haben, dafür gestorben sind, um unter Opfern zu erringen, womit wir so leichtfertig umgehen, als könnten wir es nie verlieren.
Nawalny ist tot. Jeder hat es kommen sehen. Jeder weiß, wes Geistes Kind Putin ist, und dass er dafür verantwortlich ist, so sicher, als hätte er selbst seinem unliebsamen Kritiker eine Pistole an die Schläfe gesetzt und abgedrückt, aber keiner wagt es offen auszusprechen, nicht einmal jetzt, wo es noch möglich wäre. Putin ist böse, abgrundtief böse. Genau wie Trump, wie Kim Jong Un, wie hundert andere Diktatoren und Agitatoren, die lügen, sobald sie ihre Mäuler aufreißen - und alle bis auf die ganz Blöden wissen es im Grunde und schweigen dennoch. Es sind diese Menschen, die ein Wellental der Barbarei und Verrohung einläuten, und es sind jene, die dazu schweigen, die nicht weniger Schuld daran tragen.

TÖTET PUTIN! TÖTET TRUMP! TÖTET ALLE, DIE TÖTEN: MENSCHEN, DIE WAHRHEIT, DIE GLAUBWÜRDIGKEIT, DIE MENSCHLICHKEIT, DIE HOFFNUNG AUF FRIEDEN UND VERSTÄNDNIS!
TÖTET DIE ISLAMISTEN! TÖTET DIE TERRORISTEN! TÖTET ALLE FANATIKER, DEREN GERINGSCHÄTZUNG DER RECHTE UND DES LEBENS UNSCHULDIGER ALLE HUMANEN WERTE BELEIDIGT; EGAL FÜR WELCHE SOGENANNTE 'EDLE SACHE'!
BAUT KEINE GEFÄNGNISSE FÜR SOLCHE LEUTE UND IHRE WILLIGEN HELFERSHELFER! SPART EUCH DIE GERICHTSVERHANDLUNGEN! PUTZT SIE EINFACH WEG; TILGT SIE VOM ANGESICHT DIESER ERDE; UND WENN IHR DAZU ZEITWEILIG SO WERDEN MÜSST WIE SIE! WER SAUBER MACHEN WILL; MUSS IN DEN DRECK FASSEN UND DAMIT LEBEN KÖNNEN!

Ja, ich weiß, solche Ansichten sind nicht populär unter den Immer-noch-viel-zu-Gutmenschen. Ich kann den betulichen Aufschrei moralisch entrüsteter Betroffenheit schon direkt hören! Wegen genau dieser Viel-zu-lange-Bedenkenträger werden die Kräfte der Freiheit und Demokratie letztlich wieder verlieren, was sie errungen haben. Ungläubig, dass ihr sicher geglaubtes System von destruktiven Kräften unterwandert und destabilisiert werden kann, sehen sie tatenlos zu, wie Forunkel wie Höcke Wahlsiege einfahren und den Staat, den sie verachten, demontieren, bis es zu spät ist. Auch Hitler hat kaum eriner der Herren ganz oben ernst genommen - bis es zu spät war, und die Nazis, erst einmal an den Hebeln der Macht, die Funktionen und Rechte des Systems selbst nutzten, um es 'ganz legal' abzuschaffen!

Für jeden halbwegs intelligenten Menschen ist all dies klar ersichtlich, und der Menschheit dabei zusehen zu müssen, wie sie sich - blind wie eh und je - ihren eigenen Schlächtern ausliefert, zu träge oder zu leicht verführt, um eigenverantwortlich zu handeln, zu feige oder zu satt, ist nachgerade eine niemals endende intellektuelle und emotionale Folter, und Eskapismus erscheint als die einzig erträgliche Alternative.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Untergang des Westens
« am: Februar 16, 2024, 23:35:18 »
Hi Curd!

Nein, nein, es ist schon 'übernächtig' gemeint. Ist der Begriff bei euch nicht geläufig? Er sagt aus, dass man erschöpft, übermüdet ist, zu wenig geschlafen hat.

LG, eKy

6
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Untergang des Westens
« am: Februar 16, 2024, 18:22:14 »
Hi curd!

Danke fürs Beipflichten, aber deine Ausage bezüglich 'em' und 'drei Beinchen' verstehe ich nicht - welches 'Beinchen' fehlt denn der ersten Zeile?  ???

LG, eKy

7
Verbrannte Erde / Wunsch nach Anerkennung
« am: Februar 13, 2024, 10:26:23 »
Vieler Wege sind geflogen
mein Verstand und mein Gefühl.
Vieles habe ich erlogen,
innerlich erregt wie kühl.

Vieles habe ich erfunden,
mir zum Troste und zum Schutz.
Wunde lernte zu verwunden,
Liebe lernte Eigennutz.

Was verbleibt nach langem Ringen
um Bemerken und Respekt?
Ein Verklingen in den Dingen:
Ferner Ruf, der keinen weckt.

Eine Einsicht, dass genügte,
was ich in mir selber war,
und, was ich zu Leben fügte,
Weh nur brachte und Gefahr.

Irgendwann verlor das Streben,
blinder Ehrgeiz jeden Wert.
Was ich bin: Ein Innenleben,
das allein die Schwelle quert,

so wie einst zur Welt geraten:
Ohne Wollen, ohne Ziel.
Greifet ohne Zorn zum Spaten,
denn von mir verbleibt nicht viel.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Der Untergang des Westens
« am: Februar 13, 2024, 10:25:37 »
Wir sind so prächtig übernächtig,
vom Wind des Irrtums ausgebeint,
die Wampe voll, im Geiste schmächtig,
von keinem guten Gott beweint.

Die Kuh des Wohlstands dauerträchtig,
getrieben durch das Dorf der Dummen,
sind keiner Einsicht wir noch mächtig,
verleugnen Wahrheit und verstummen.

Wie wird man uns dereinst benennen,
und unsre Zeit, die uns betrog?
Das große Fressen? Das Verrennen?
Der Zweifel, dem der Sinn entflog?

Epoche unsrer größten Lüge,
ein Scheitern an der eignen Schwäche?
Behauptung, dass sich alles füge
trotz Rissen in der Oberfläche?

Die Zeit, in der wir alle wussten,
was kommen würde nach dem Fest,
und dennoch weitermachen mussten,
vertilgen noch den letzten Rest?

Wir sind so taub und blind geworden,
so satt und wehrlos mit den Jahren,
dass wir vor einem neuen Morden
bedenkenlos und hilflos waren.

Nun flattern wieder hehre Fahnen,
und jeder kämpft für sich allein -
zu spät ein allerletztes Mahnen!
So ist es wohl. So muss es sein.

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Kleine Gnaden
« am: Februar 13, 2024, 01:02:32 »
Hi Cop!

Dass noch nicht alles erforscht und erkannt ist, liegt an unseren unfertigen Gehirnen. Fakt ist, dass das, was bereits entdeckt wurde, durch Nachprüfung per Versuch jederzeit verifizierbar und beweisbar ist. So arbeitet man wissenschaftlich, naturwissenschaftlich korrekt. Religion oder Philosophie behaupten einfach aufgrund von Indizien oder freiflottierenden Gedankengängen, basierend auf Wunschdenken und Bedürfnis - Metaebenedes Bewusstaeins und kein nachprüfbarer Fakt in der Realität.

Zitat eines befreundeten Kabarettisten: Nicht hinter jeder Grenze, bis an die unser Wissen gerade noch reicht, muss Gott wohnen, boß weil es unser Denken noch übersteigt.

LG, eKy

10
Im Gras wispert Hoffnung / Re: Kleine Gnaden
« am: Februar 12, 2024, 17:21:46 »
Hi Cop!

Keine Religion oder Philosophie kann eine Frage beantworten, auf die es gar keine Antwort gibt - sprich: Keine Gottwesen. So meine Sicht der Dinge: Unser Universum ist strikt naturwissenschaftlich, hinter unserer Existenz steht kein tieferer Sinn als der des Überlebens und Anpassens an physikalische oder soziologische Gegebenheiten unseres Planeten. Die Metaebene unseres zufällig evolutionär entstandenen Bewusstseins ist die einzige, die einen tieferen Sinn in allem sehen will, um einen tieferen Sinn in oder an sich selbst zu finden. Bedürftige Schwäche eines nie erwachsen gewordenen Kindes. Oder vielmehr: Noch nicht! Wir sind ja noch nicht ausevolviert, und mir bleibt die Hoffnung, dass die Menschheit irgendwann ihre Trostgötzen für Erwachsene zu überwinden vermag, so wie Kinder den Glauben an den Weihnachtsmann, den Osterhasen und die Zahnfee, wenn sie erwachsener und geistig reifer werden.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Subjektivität
« am: Februar 10, 2024, 20:36:23 »
Hi Cop!

Der Mensch ist grundsätzlich ein soziales Wesen, ein Herden - oder zumindest Rudeltier, das steckt in uns allen, egal wie stark wir uns als Individuen auch separieren mögen. Wir WOLLEN gefallen, respektiert und anerkannt werden. Das Problem der modernen Massenkommunikaton ist, dass es einfach zu viele gibt, die über dich urteilen können, und das auf der Basis von immer weniger korrektem Faktenwissen oder Einsicht in dein Leben, so wie es in einer überschtlichen sozialen Gruppe der Fall ist, für die der Mensch ja eigentlich ausgelegt ist.
Da bleiben dann Fehlurteil und Kränkung nicht aus.

LG, eKy

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Verbrannte Erde / Re: Betagt
« am: Februar 10, 2024, 20:30:17 »
Hi Cop!

Ich verstehe deinen Frust, aber ich werfe unfertige oder anscheinend wenig gelungene Grichte grundsätzlich nicht weg. Ich lagere sie eher als 'work in progress' oder schlachte Teile später für andere Werke aus, wie eine Art lyrisches Ersatzteillager - oder eher Ideengeber.

LG, eKy

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Subjektivität
« am: Februar 08, 2024, 18:16:30 »
Wie wirken wir, wenn wir ins Leben uns tragen,
auf andere, die wir beeindrucken wollen?
Wird, was wir so mutig an Vorstellung wagen,
von jenen betrachtet, so wie sie es sollen?

Sind lustig und forsch wir, Dynamik beweisend,
sieht mancher nur Ego und Hybris am Weben,
sind still wir, den anderen Achtung erweisend,
nennt man uns zu feige für richtiges Leben!

Egal, was du tust, du wirst jene dir finden,
die grob dich verdammen, wie sehr du auch flehst
um klare Gedanken, die Wahrheit zu gründen,
so wie du die Welt und dich selber verstehst.

Zu ferne ihr Glauben, zu seicht die Gedanken,
zu fest schon ihr Urteil, so leichthin gefällt.
Kein Gegenbeweis bringt ihr Wissen ins Wanken -
so sind sie, die Menschen, und so ist die Welt.

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Verbrannte Erde / Re: Mein Begräbnis
« am: Februar 08, 2024, 17:51:14 »
Hi Copper!

An sich hast du recht, aber 'Bleibendes' ist subjektiv. Wie lange bleibt es denn? So lange es Schulstoff ist? So lange die Kultur währt? Bis zum Atomkrieg oder zum nächsten Meteoriteneinschlag? Bis zum nächsten Zusammenbruch der Zivilisation?

Wer weiß heute noch, wer Dr. Sauerbruch war, oder Doktor Schweizer? Oder Solon? Perikles? Wer war Amerigo Vespucci? Savonarola? Claudius? Wenige, wenige - und Unzählige sind längst ganz aus der Welthistorie gefallen. 'Bleibendes' ist im größeren zeitlichen Rahmen letztendlich eine Illusion. Alles muss immer mit jeder Generation neu erstritten, erlitten werden, da Erfahrungen und Erinnerungen nicht erblich übertragbar sind. Jedes neue Volk hat neue Helden, die die der ausgestorbenen Kulturen werden namenlos, verschwinden mit ihnen.

Selbst ohne Katastrophen vergessen die Menschen. Am schnellsten ihre Ärzte, Sportler und Künstler, denn die haben niemanden ermordet. Am längsten bleiben die Killer im Gedächtnis: Erfolgreiche Feldherren, Eroberer, soziopathische Politiker und Diktatoren, die übelsten Kriminellen, Massenmüörder, Völkermörder, die ihren Ruhm auf Leichenberge gründen.

Aber selbst diese Namen verschwinden langsam aus der Geschichte. Nur ein paar Nerds und Forscher kennen noch entleerte Worthülsen, Entziffertes aus staubigen Grabkammern, lebensferne Namen ohne Taten, oder Taten ohne Namen, auf jeden Fall in keinem Sinnzusammenhang mit der Gegenwart mehr stehend. Wenn dass letztlich das 'Bleibende' ist, dann verzichte ich leichten Herzens darauf.


LG, eKy

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Verbrannte Erde / Re: Betagt
« am: Februar 08, 2024, 17:32:00 »
Verbraucht ist nun der Liebe Fülle
mir bleibt nur diese leere Hülle
von meiner ausgelaugten Seele,
mit der ich mich durchs Dasein quäle.

Ich hab gekämpft und auch gelitten,
doch stets die Liebe neu erstritten
in jenen schönen Jugendtagen -
da war der Kummer leicht zu tragen:

Wo noch ein lüstern Drängen schwillt,
wird das Verlangen schnell gestillt!
Wo man den Tag noch freudig pflückt,
bleibt keine Seele weggebückt!

Sie reckt sich voller Lust auf Leben,
als würde es nur Gutes geben!!

Was nun? Wenn alle Lust gestillt?
Wenn auch kein Drang mehr überquillt,
wenn Taubheit sich aufs Fühlen legt
und kein Verlangen sich mehr regt?

Ach könnt ich, wie in jungen Jahren,
die Liebe wieder groß erfahren
und mich erfreun an ihrer Blüte,
an ihrer Gnade voller Güte,
an ihres Wahnsinns reichster Beute,
an ihrer schönen, reinen Freude!!

Nun fehlt mir Kraft, mein Glück zu wagen!
Es schwindet täglich im Verzagen,
verliert sich in verwelkten Zeiten
und sucht sich selbst in fernen Weiten.


Hi, Copper!

Schönes Wehgedicht, wie ich sie ähnlich wohl selbst schon im Dutzend abgeliefert habe. Ein paar stilistische Feinheiten nach meinem eigenen lyrischen Gusto habe ich nachjustiert (im Zitat fett gedruckt), die du annehmen kannst - oder auch nicht.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

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