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Nachrichten - gummibaum

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Reimerei
« am: Januar 16, 2019, 23:47:17 »
Danke für dein Antwortgedicht, lieber Erich. An deiner Selbstsicht ist gewiss etwas dran. Aber hohl sind deine Lyrik, Prosa und Aufrichtigkeit wirklich nicht und die kommen aus deinem Inneren.

Gute Nacht und liebe Grüße
gummibaum 

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Zwischen Rosen und Romantik / Reimerei
« am: Januar 16, 2019, 20:45:28 »
Ich weiß nicht, was mich träumen lässt,
ich sei ein dürrer Baum,
und dass du kommst und gießt den Rest
am toten Wurzelsaum.

Und dass du dich dann zu mir setzt,
als sei ich jung und grün,
und meine kahlen Äste jetzt
auch ohne Blätter blühn…

3
Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Hebelgesetz
« am: Januar 15, 2019, 22:45:49 »
Sehr schöner Kommentar, lieber Sufnus.  Herzlichen Dank: die Gummibaum-Formel und ihre umgangssprachliche Formulierung sind Spitze!

LG g (Latexpoet)

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Und als sie ging
« am: Januar 14, 2019, 19:03:04 »
Liebe Agneta,

die beiden ungleichen Gedichte gefallen mir sehr. Schöne Bilder (Eiskokon)!

Der Wind bildet die Brücke zwischen ihnen. War er bisher der Freund und Ratgeber der Frau, so wird er jetzt, als sie seine Stimme überhört, (und das alte Haus, in das sie einst ihr Kind getragen hatte, nach lang unterdrückten Leid verlässt) zornig und bringt ihr Auto von der Fahrbahn ab. Das alte Haus kann daher auch die Frau selbst und der Wind der/ihr Lebensatem sein.

Begeistert gelesen.

LG gummibaum

 


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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Hebelgesetz
« am: Januar 14, 2019, 18:34:04 »
Danke, lieber Martin.

Das Gedicht ist nicht ganz ernst gemeint, aber meine Gedanken dabei waren in etwa so:

Meine erste Bekanntschaft mit dem Hebel war die Spielplatzwippe. Wenn ich mit meinem Vater wippte, musste ich weit von der Drehachse entfernt sitzen (langer Weg). Wenn ich ihn hob, war er die Last und ich die Kraft. Dann tauschten wir die Rollen.

Psychische Lasten wie fehlende Liebe, Trennung, Krankheit oder Altern lassen sich oft nicht so leicht bewältigen, und die Seele muss dazu lange Wege zurücklegen. Was man durchgemacht und schließlich geschultert hat, wirkt dann auch als Kraft und hebt einen auf ein höheres Niveau. So ist der Hebel Leben.

LG gummibaum

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Hebelgesetz
« am: Januar 13, 2019, 23:48:35 »
Das schallende Grinsen ist angebracht. Danke, lieber Erich.

LG gummibaum



 

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Hebelgesetz
« am: Januar 13, 2019, 21:11:51 »
Von einer Achse aus gesehen
wird sich ein Hebel nicht mehr drehen,
wenn das Produkt aus Weg und Kraft
auf beiden Seiten Gleiches schafft.

Des Lebens Lasten anzuheben,
ist mir nur wenig Kraft gegeben.
Der Weg, den meine Seele geht,
muss lang sein, bis Balance entsteht.

Doch lässt mich jede Last im Leben
in Kraft verwandelt schließlich schweben.
Der „Hebel Leben“ drückt sich nicht
vor dem Gesetz zum Gleichgewicht…

8
Das Blöken der Lämmer / Re: Crème de la Mer
« am: Januar 13, 2019, 17:22:21 »
Lieber Erich,

von innen geschmiert ist natürlich am besten.


Liebe Agneta,

ich freue mich, dass du die Tränen nicht geweint hast. Das Arganöl probiere ich mal.


LG gummibaum 

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Das Blöken der Lämmer / Re: Nachwuchs
« am: Januar 12, 2019, 15:11:02 »
Danke, lieber Erich. Ja, hier bleiben einige Frage offen. Aber das Leben sorgt öfters für Ungereimtheiten.

LG gummibaum

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Das Blöken der Lämmer / Nachwuchs
« am: Januar 11, 2019, 15:47:57 »
In meiner großen Vorstadtvilla
wird er mit Ammenmilch gesäugt:
Mein kleiner Sohn, der Halbgorilla,
den ich in Afrika gezeugt.

Er hat die Mutter, kaum geboren
in unserm Urwaldparadies,
an Häscher eines Zoos verloren,
als sie ihr Kindbett kurz verließ.

Noch ist ihm kalt im deutschen Norden.
Er schläft in meinem Tropenhelm.
Doch ist er schon recht keck geworden
und fast wie ich ein echter Schelm…

11
Der Mann mit Namen Herbert war Chef in einer großen Fabrik. Er hatte viel Geld, fuhr tags Ferrari, nachts Lamborgini, die Villa lag stilvoll am See. Natürlich trug er nur seidene Krawatten, trank ständig Sekt und rauchte Havanna. Leider aber ging die Fabrik eines Tages pleite, wie heute ja dauernd eine pleite geht, und der Boss war jetzt nur noch Abteilungsleiter in einer Bank, einer kleineren Regionalbank, und wohnte in einem Bungalow. Anfangs lief alles normal, er sparte auf einen neuen Mercedes. Da verspekulierte sich die Bank im Aktiengeschäft und Herbert wurde wegrationalisiert und stand wieder auf der Straße. Das Arbeitsamt gab ihm eine Hausmeisterstelle in einer Schule, aber es war eine Zwergschule, die bald schloss und so gab es keine Arbeit mehr, so sehr er auch danach suchte. Und er hatte kein Geld mehr. Und saß in einer Hütte, durch die der Wind pfiff. Und das kurz vor Weihnachten. Ganz allein. Herbert grübelte, rang die Hände, zitterte und wollte schon weinen. Doch dann sagte er leise zu sich selbst: ich will mir einen Tannenbaum holen.

Herbert ging in einen Baumarkt. Er suchte drei Sägen aus, ein große, eine mittlere und eine kleine. Denn er wusste nicht, welche Art Baum er sich wünschte. An der Kasse zahlte er nur die kleine, die andern hatte er unterm Mantel versteckt. Das war sein letztes Geld gewesen.

Im Wald fand er gleich die Schonung. Die Tannen standen hier dicht an dicht, als Weihnachtsbäume zum Fällen gepflanzt, alle in der richtigen Größe. Aber Herbert sah all die Bäume und fand sie langweilig. Er konnte sich nicht entschließen. Die große und die mittlere Säge störten ihn beim Gehen. Er warf sie in die Schonung und dachte, dass die Waldarbeiter sie brauchen könnten. Es dämmerte schon, als er auf eine Lichtung kam. Und dort stand ganz allein zwischen großen, den Platz umsäumenden Tannen, ein winzig kleines Bäumchen, dass eine Haube aus frisch gefallenem Schnee trug. Es zitterte im kalten Abendwind. Doch als Herbert stehen blieb und sich zu ihm hinunterbeugte, war ihm, als ob das Zittern aufhörte. Da nahm er kurzerhand die kleine Säge und durchschnitt den Stamm. Dann trug er das Tännchen unter dem Mantel heim.
In seiner Hütte klemmte er es im Riss eines alten Holztisches fest. Er nahm aus einem verschlissenen Koffer eine staubige Weihnachtskugel, die er, unschlüssig, wohin er sie hatte wegwerfen sollen, schließlich eingepackt und hierher mitgenommen hatte. Die hängte Herbert sich jetzt an einen der beiden kleinen Zweige des Baums. Da der Baum unter der Last sofort zur Seite kippte, machte er auf der anderen Seite eine Kerze fest und zündete sie an. Es gab ein warmes Licht, das den Baum und Herbert brüderlich verband.
Am nächsten Tag, es war Heiligabend, ging Herbert wieder in den Wald. Er wusste nicht, was er hier wollte, hatte aber einen Sack gestohlen und bei sich, weil ihm nach Geschenken war. Er atmete die kalte Luft, die würzig und irgendwie nach Freiheit schmeckte. Bisher hatte Herbert keine Freunde gehabt. Jetzt hatte er einen. Den Baum.
Er dachte an die Fabrik zurück, an sein Haus, seine Autos und seine Einsamkeit. Dann fielen ihm die andern Arbeitslosen ein, die er auf dem Arbeitsamt gesehen hatte und später in dem Dorf, an dessen Rand er jetzt wohnte, zurückgezogen, weil er nicht zu ihnen gehören wollte.
Als er an die Lichtung kam, fand er jetzt weitere Zwergtannen, die er gestern gar nicht bemerkt hatte. Vielleicht zwanzig. Er schnitt alle ab, befreite sie vom Schnee und schob sie in den Sack. Es war schon dunkel, als er das Dorf erreichte. Ein Polizeiwagen bog um die Ecke und Herbert versteckte sich schnell hinter einer Litfaßsäule. Großes Weihnachtskonzert, stand darauf, 20 Euro. Herbert stand noch unschlüssig, als ein Mann in löchrigen Hosen die Straße herunterkam. Tag, Andreas, sagte Herbert, denn er erinnerte sich, im Lottogeschäft den Namen gehört zu haben, hab was für dich. Was denn, Zigaretten?, antwortete der Mann und griff erfreut in den Sack. Au, das sticht, rief er, willst du mich verarschen? Nein, sagte Herbert, keine Zigaretten, ein Bäumchen, magst du? Hm, ja, sagte Andreas, warum nicht. Ist ja Weihnachten. Und als Arbeitsloser ohne Geld krieg ich ja sonst keins. Schmück es aber, bestand Herbert, sonst ist es traurig. Wird gemacht, sagte Andreas und gab ihm die Hand. Als Herbert weiterging, traf er immer mehr Arbeitslose und bald war sein Sack leer.

Herbert ging in seine Hütte, begrüßte seinen kleinen Freund und zündete die Kerze an. Dann sang er für ihn ganz leise: Oh, Tannenbaum...
Es klopfte an seiner Tür. Draußen hörte er Stimmen. Als er aufmachte, sah er Kerzenschein, Kugeln, kleine Weihnachtsbäume und fröhliche Gesichter. Komm, Herbert, wir wollen auf dem stillen Dorfplatz zusammensitzen. Keiner soll heute allein sein. Herbert traute seine Augen nicht. Dann nahm er sein kleines Bäumchen, schütze das Licht mit der Hand vor dem Wind und folgte ihnen. Alle saßen sie jetzt in der Runde und sangen: Oh, Tannenbaum...
Herbert wusste, dass es das schönste Weihnachten war, das er je erlebt hatte. Und dass ein Räuber ein guter Mensch sein kann.

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Ein menschliches Adventsereignis
« am: Januar 06, 2019, 21:06:08 »
Schön geschrieben, lieber Erich.

Gut, wenn es wirklich so kam, denn der Mann hat alles versucht, einem Kind eine kleine Freude zu machen.

Liebe Grüße
gummibaum
 

p.s.: Mir fiel dazu eine Weihnachtsgeschichte ein, die ich mal für meine Kinder schrieb. Hab sie unter "Erzählungen" eingestellt.

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Das Blöken der Lämmer / Re: Crème de la Mer
« am: Januar 06, 2019, 17:38:11 »
Lieber Curd,

die Intepretation, die du, gestützt die Bibel, gibst, ist lehrreich.


Lieber Erich,

deine Vorschläge habe gern übernommen. Du solltest dich nicht ungecremt dem Altern überlassen.


Euch liebe Grüße von gummibaum

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Das Blöken der Lämmer / Crème de la Mer
« am: Januar 06, 2019, 13:48:33 »
Die Crème, sie hauchte salbungsvoll:
„Ich möchte dich verwöhnen.
Was rau und runzlig war, das soll
den Teint mit Frische krönen!“

Schon glitt sie über meine Haut
und drang in alle Poren.
Sie wurden feucht und seufzten laut
und schienen neu geboren.

Da aber rief mein Tränensack
zu Krähenfuß und Falten:
„Lasst uns gestrafft und wie ein Lack
ihn ewig so erhalten!“

Nun trag ich zwar des Alters Sold
schon lang auf müden Füßen,
doch strahlt mein Antlitz kindlich hold
und lässt euch zeitlos grüßen…

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Das Blöken der Lämmer / Re: Tipp für Trump
« am: Januar 06, 2019, 10:49:49 »
Danke, lieber Martin und lieber wolfmozart.

Danke, lieber Erich. Ja, diese Mauern und Wälle haben alle wenig genutzt. Die inneren abzureißen, wäre vielleicht besser. 


Alles Liebe von
gummibaum

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