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Nachrichten - Martin R├Âmer

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1
Hallo -

dies Forum hier wurde ja gegr├╝ndet von Anneliese, war quasi ihr Vorgarten, die vor mehr als einem J├Ąhrchen starb.
├ťber Religion hat sie gut und gerne gespottet, gern manches Gift ausgekippt.
Gleichwohl denke ich an die jenseitigen Kl├Ąnge, die an die Momente der Vollkommenheit gerichtet waren, wie sie standhafte Menschen empfangen m├Âgen.

Ich denke vorsichtig, wir sollten es bei dieser Gangart belassen und nicht dem Jahrmarktszauber anheimfallen.
Wie w├Ąre es mit dem Bereich f├╝r die Hoffnungslieder?

Auch mich vermag das Fr├Âmmelnde nicht allzu sehr zu ber├╝hren.
Sei nicht erz├╝rnt, ich hab dahingemurmelt, was mir justament einfiel.


Viele Gr├╝├če
M.

2
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wir in uns
« am: Mai 26, 2020, 14:24:16 »
In jedem Elend bleibe ich bei meiner Sitte -
des Morgens w├╝nsche ich die glutenreiche Mitte!
F├╝rwahr, allein das Herz des Feindes kann erquicken,
ich harre schwer, den alten Drachen fast zu fffff......


Doch, ├╝ber die teuflische Zuneigung k├Ânnte ich den ganzen Tag nachdenken.
Noch ists sterile Seligkeit, meine Teure....


Hitzevollen Gru├č
M.

3
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wir in uns
« am: Mai 26, 2020, 12:42:24 »
Ich denke jeden Tag an Ilka-Maus.
Sie machte Ärger ihrem liebsten Jungen.
F├╝rwahr, was gilt denn schon ein kleiner Graus
in dieser D├Ąmmerung der D├Ąmmerungen?...

4
Wiesenspiele / Re: Goethe goes Gl├╝ckskeks
« am: Mai 26, 2020, 09:50:33 »
Eine ├╝berraschend weiberhafte Aussage Goethes.

Ich brauche weder Schuld noch S├╝hne,
erkeimt ein Leben fern der B├╝hne?....

5
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wir in uns
« am: Mai 26, 2020, 00:38:55 »
Offensichtlich sehr miesen Tag gehabt. Ein erquickliches Bild war in den Morgenstunden die gr├Â├čer bemessene Versammlung...

Mit einer L├Âffelspitze meines Lebens
erjammertest du f├╝rderhin vergebens.


Zwinkernden Abschiedsgru├č
M.

6
Drum Ehrlichkeit und Edelwei├č / Re: Rilke
« am: Mai 25, 2020, 10:46:38 »
Willkommen auch an diesem - recht edelvollen - Gestade!

Du wirfst ein L├Ącheln mir in meine stille Brust!
Ich d├╝nkte mich dereinstens dergestalt erhaben.
Anheut brauch ich nicht mehr mit Abenteuerlust
nach wundersamer Lebensdinglichkeit zu traben...

7
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Complainte vom Versiegen
« am: Mai 19, 2020, 18:08:19 »
Die Liebe ist, wie wenn man eine Blume gie├čt.
Ich habe itzund eine unglaubliche K├Ąlte.
Und doch ward ich nicht jener, welcher sich verschlie├čt.
Ich suche auch nach Terror blo├č die blauen Zelte.

Insofern treibst du mich, mein Schatz, zum Res├╝mee:
ich bin hinfort, was Singsang anbelangt und Teilen.
Ein Gutes hat es, denn ich f├╝rchte kein Ade.
Ich will an gr├╝nen B├╝schen weilen und verweilen.


Abendgr├╝├člein
M.

8
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Complainte vom Versiegen
« am: Mai 18, 2020, 22:12:42 »
H├╝bsch ist es mit deinen Worten!
Unser Freund hat ja geschwiegen - was sind wir so verzagt geworden?
Nun gut, mir wiederum fallen da immer mal gern kleinere Sachen ein...

Was willst du denn, mein Jung, bejubeln und beklagen?
Ins Grab geh├Ârst du elendiges Schicksalsschwein,
ins Grab geh├Ârt der kolossale Blutrauschreihn -
das w├╝rde wohl des Mitternachts mein Geistlein sagen.

Ach, das Geistlein - mal schauen, wann es sich wieder meldet.

Den Eroberungsglauben habe ich kaum je gehabt.
Desgleichen, was die Verachtung anbelangt.
Hingehen, missg├╝nstig schauen und sich verwandelt f├╝hlen - wie soll das m├Âglich sein?

In der Welt des Aphroditischen ist der Aspekt ja der Gleichheit und Gew├Âhnlichkeit gewichen.
Alles gleich unerquicklich.

Ob jetzt Krieg oder Liebe, wie w├Ąre der Grad der Unpers├Ânlichkeit als gutes Ma├č?
Je mehr mit der eigenen Seele verkn├╝pft, desto unw├╝rdiger.

Nat├╝rlich muss ich beif├╝gen, dass ich auch von Situationen gesprochen habe, wo es nicht um Krieg und Liebe geht.
Eine Narrenposse.....
Es erreichen dich meine Gr├╝├če jetzt noch in Windeseile, aber es muss jetzt auch endlich quasi nonchalant die Gewalt an sich genommen werden.

Bliebe noch die Welt des Business.
Das ist die Menschheit des blinden Geschicks, die dahinstr├Âmt. Am Dahinstr├Âmenden ist wenig zu machen.


Schlafwohlgr├╝├člein!
M.

9
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Complainte vom Versiegen
« am: Mai 17, 2020, 17:13:37 »
Werte Erquicknis, dergestalt zu plaudern - Kaffeezeit ist vielleicht noch nicht ganz herum.....

Du wei├čt nicht so recht?
Aber es ist nicht nur Idee, sondern (f├╝r mich zumindest ungeheuerliche) Realit├Ąt.
Ich finde es auch nicht unlogisch - denn du hast ja von den Scherben und dem mickrigen Siegestum gesprochen
├╝ber Popanzen, ├╝ber Strudelnde, ├╝ber Kriegerkleinvieh eben...
N├Ąher ist der Ritt an der Wahrheit doch dann, wenn es keine andere M├Âglichkeit gibt.

Der Bibelspruch ist f├╝r Zeiten der Liebe, der Eintracht oder dergleichen vielleicht ganz passabel.
Ansonsten habe ich erfahren, dass zu viel Vertrauen ins Luftgeschick von gro├čem ├ťbel ist.

Sch├Ân finde ich diesen Spruch:
Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Zeichen zusammen - das eine bedeutet Gefahr, das andere Gelegenheit.
Ach, wenn ich mich doch endlich jetzt jetzt jetzt daran hielte.....

Tja, wollen wir hoffen, dass sich der zweite Ausspruch von dir erf├╝llt, dass das Verdiente mich tr├Ągt.

Holde Gr├╝├če
M.

10
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Complainte vom Versiegen
« am: Mai 15, 2020, 14:03:18 »
Interessant!
Das dachte ich schon beim Lesen kurz nach der Ver├Âffentlichung.

Denn es gibt offensichtlich Reitg├Ąnge verschiedener Art.
Ich habe ja das Elend, mit Furcht an jedem Tag.
F├╝r den Morgen gilt:
Neue Kriege wird es so oder so nicht geben.
Wom├Âglich kann man bei so einem Schicksal wirklich von einem Steuern sprechen.
Und eigentlich auch das ├ťbrige zur├╝ckweisen.
Und schlie├člich, der wohl romantisch gemeinte Schluss -
jetzo ist das nicht so wichtig, aber mein Herz gleicht einer blauen Blume - nicht schlecht f├╝r rechtschaffene Prinzessinnen....
Ich kann wohl manches nicht aus der Hand geben, auch ├╝ber so viel verbrannte Erde - die "Visionen" bleiben da.


Es ist etwas h├╝bsch Elegisches, gewiss. Und auch, verzeih, ein h├╝bsches Lesezeichen f├╝r mein Archiv mit der Kommentierung,
sodass es einen neuen Tag g├Ąbe.


Sich aufb├Ąumende Gr├╝├če
M.

11
Im Gras wispert Hoffnung / Re: Schlemmer ohne Seele
« am: Mai 14, 2020, 16:38:34 »

Wie h├╝bsch und herrlich hast du das gesacht!
Der Ericus hat sich hier ausgelacht -
bei meiner kolossalen Lebensnacht
ist Spukvieh nun mal mehr als angebracht.

Ich m├Âchte gar mich einem z├Ąrtlich neigen -
"gehst du ins Grab, so kannst du sie besteigen"....
Geh├Ârst du also gar nicht zu den Feigen,
erlabst du dich und bleibst doch fern dem Reigen.


Bis dann
M

12
Dem schlie├če ich mich ohne gro├če Gef├╝hle an.
Zuv├Ârderst war ich ein wenig erz├╝rnt, alle drei Tage dieses Hick-Hack zu lesen: du bist zu rechts, du bist zu Gutmensch.
Dann ein wenig davon, dass hierf├╝r meine Perversen und mein Lebensamok ├╝bergangen wird, ich mache ein h├╝bsches Zorngedicht soeben.
An-den-Pranger-stellen schlie├člich, nein, das muss nicht sein - lieber weiter hold auf dem Karussel der subjektiven Wahrnehmung unterwegs bleiben.....

13
Im Gras wispert Hoffnung / Re: Schlemmer ohne Seele
« am: Mai 14, 2020, 01:49:46 »
Du gute Seele einmal mehr!

Hier hast du eher spielerische Verse heraufgehoben, wo der z├Ąrtliche Anspruch besteht, die abgr├╝ndige Lebenssituation ohne aufdringliches Klagen darzulegen.
Willst du ihm nicht Gulasch kochen, alte Stalinfotze.

Von der einleitenden Strophe, was Ilka-Maria alles so von Zeit zu Zeit erschallte, ging ├╝brigens neulich meine Rede.
Psychiatrische F├Ąlle, ewige Eislandschaft und Selbstjustiz halte ich f├╝r eine ungeheuerliche Mischung, hier gar in am├╝santem Gewand -
hier k├Ânnte Erich die Courage beweisen, die Hosen hinunterzulassen (sagt man so?) und sich beim Elend nicht allgemeiner K├╝chenkalenderphilosophie anheimzugeben.
Wenn es nicht zu einem Blutbad kommt, wird mit Ilka-Maria dereinsto gro├če Fete gemacht.

Von den Menschenkreisen, dem Sozialgeschehen und dergleichen ist immer mal wieder die Rede.
Ich schaue unbekleidet herum und wei├č mit meiner gro├čen Unerquicksamkeit nicht zu hadern.
Ich bin auch nicht dergestalt beschaffen, per se feste Meinungen oder ander scharfe Blicke zu pflegen.
Lediglich Exzesszust├Ąnden von psychopathischem Abschaum ist Einhalt zu gebieten.

Alles in allem zielst du mit deinem Wort von Gesellschaftskritik etwas daneben - welche Gesellschaft schon, die geliebten P├╝ppchen etwa?
Aus der allgemeinen Endzeitstimmung mach ich mir seit Jahr und Tag keinen Harm mehr.
H├╝bschen Dank allerdings, dass diese Sanglichkeit einer kristallenen Seele ├╝ber dutzend Schmerzlichkeiten dich ber├╝cken mag.
Stammelei und Stotterei sind hier wahrlich nicht mehr angezeigt.

Ja, neben den harten Lebensgesch├Ąften bleibe ich mir einigerma├čen treu und sch├Ąme mich ob deiner Angetanheit nur zu gern.
Auch f├╝r so vieles andere meines Lebens, wenn die Traurigkeit das nicht ├╝berdeckt.

Viele Gr├╝├če
dein Nachtgespenstchen

14
Wiesengefl├╝ster / Re: Probleme (mit) der (modernen) Lyrik
« am: Mai 12, 2020, 13:59:16 »
In meinen bitteren Stunden erscheint mir deine Frage wie ein h├╝bsches Fischgericht.
Das Thema ist das k├Âniglichste nicht und doch, das kurze Abarbeiten langweilt nicht.

1. Sind Sprach- und Sinnvergewaltigungen definierende Kennzeichen "moderner Lyrik". Kann also ein (einigerma├čen) regelhaft gebautes Sonett per definitionem keine moderne Lyrik sein?

Ich w├╝rde sagen ja.
Wenn man die moderne Lyrik klassischerweise als Unrat versteht, kann das gute Sonett wohl nicht dergestalt klassifiziert werden.

2. Hat der Reim noch einen Platz in moderner Lyrik oder (um das Argument umzudrehen): Ist Lyrik ohne Reim per defintionem "gar keine richtige" Lyrik?

Hier wird gewisserweise einiges miteinander durchgeworfen. Zum besseren Verst├Ąndnis sei die Malerei herangezogen:
ist der Unsinnsschmierer der moderne Maler oder der Sichbem├╝hende, der nunmal Kind des 21. Jahrhundert ist, der moderne Maler?

Der Reim ist gewisserweise f├╝r das Mirakul├Âse zust├Ąndig - blutige Geschichten in diesem Gewand, hach ja....***
Prokofiev hat mal ein St├╝ck gemacht ohne Melodie. Na ja, wie wunderbar....
Also:
der Reim ist f├╝r die Lyrik ma├čgebend ├╝ber die Epochen hinweg, bei der zweiten Frage muss man wieder - heute ist nicht dein bester Tag - Aufdr├Âselung betreiben:
es gibt eine recht seltene erhabene freie Lyrik und wie gesagt den Nonsens.


3. W├╝rde heutzutags mehr Lyrik gelesen, wenn die Lyriker wieder anfingen, "traditionell" zu dichten? Und was hei├čt das?
Ist also die Lyrikszene selber schuld, wenn sie ein Nischendasein f├╝hrt, weil sie f├╝r das "normale Publikum" (wer ist das?) einfach zu verkopft, zu verquast, zu schr├Ąg geworden ist?

Das ist gewisserweise eine widersinnige Frage.
Wenn es - vielleicht bspw. durch Corona, was ich jedoch nicht glaube - ein Bed├╝rfnis gibt nach besseren Zust├Ąnden, so werden sie wieder ernsthaft besungen und traditionell gepriesen.
Ansonsten ist "diese" Lyrikszene angesiedelt neben Schmetterlings- und Briefmarkensammlern - seltsame Leute, die harmlos sind.


In summa - und es darf gerne zu Gel├Ąchter reizen -:
hin und wieder schleicht sich die Chose der modernen Lyrik in meinen Gerechtigkeitskummer ein.
Warum planscht dieses Gesocks f├╝r gew├Âhnlich im Gl├╝ck und Leute mit anst├Ąndigem Herzen zittern im Ungemach?
Aber wirklich nur selten. Dann ergreift die Gr├Ąmnis ├╝ber sich selbst wieder das Kommando!

Unsinn sind die vorgebrachten Beispiele - was sonst?


Viele Gr├╝├če
M.


***
Eine Frage, die mich mal wirklich reizen w├╝rde: kommt Kunst von Englein oder von Heroen? Geschenk oder verkl├Ąrte Leiden?
Lady Anneliese hat sich wie so h├Ąufig nicht ganz festgelegt, tendierte aber wohl zum "Schmerz als wahren Sch├Âpfer".

Oder anderer niveauvoller Austausch. Was ist von der lyrischen Kunst die innere Bedeutung?
Ist die Sonettform ein aristokratisches Gebilde f├╝r graue Seelen? In meinen Augen eher ja.
Mein Weg zu dem ganzen Singsang war ├╝brigens der vom freien Narren, der edele Momente haben m├Âchte...

Na ja.
Im Augenblick ergeht sich die Unerquicklichkeit.

15
Im Gras wispert Hoffnung / Re: Ein neuer Tag
« am: Mai 12, 2020, 12:03:07 »
Warum so griesgr├Ąmig am Geiste?
Das h├Ątte auch Annlies - hier zweisilbich - nicht sonderlich geschmeckt.

Meines Tages liebste Kuschelfotze sagte einst: die Klassenkameraden sind jetzt mit 60 immer noch die gleichen.

Eigentlich m├Âchte ich als Elendsklotz nicht so r├╝hmliche Worte t├Ątigen, aber was g├Ąbe es noch zu dieser Sache zu sagen?
Dass mir die Anpassung, die Fahnenschwenkerei und ├Ąhnliches nicht besonders behagt.
Ich versuche, zwischen Stillesein und vern├╝nftiger Reaktion hin und her zu pendeln -
insofern kann es die seelische Ermattung und damit auch Ver├Ąnderung wohl nicht allzu h├Ąufig geben.

Auch aus dem letzten Gespr├Ąch lassen sich Punkte hier hin transportieren -

Stichwort L├Ąrmverr├╝ckter.
Wie erquicklich f├╝r dich!
Ich kann aber nur sagen: warum sollte ich mich Dingen zuwenden, die mich langweilen.

Stichwort armer Sportler.
Nein, wenn man die wei├če Rose zum Ideal genommen hat, gibt es keine andern Befriedigungsm├Âglichkeiten mehr.
Ich habe nichts andres als alte Sehnsucht im Busen und so ist der Weg d├╝ster.

Du siehst, dass ich auch in Schwermut zu den nachdenkenden Gestalten geh├Âre.

Der eine wird ergriffen, der andere h├Ąutet sich in stiller Nacht.
Der eine erblickt gewisserweise eine m├Ąchtige Kathedrale, der andere spaziert heiter mit neuem Angesicht hinaus - keck gesagt.
In mir ist so viel ├ľdnis...! Beides sagt mir nicht mehr viel.
Es mangelt etwas an Beispielen, die - bei Beanspruchung des Intellektes - auch pointiert anstatt selbstentbl├Â├čend ge├Ąu├čert werden k├Ânnten,
um mich an Wonne reich aus dem Faden zu entlassen.


Schattenvolle Gr├╝├če
M.

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