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Nachrichten - hans beislschmidt

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Erzählungen von Tausend und einem Halm / Re: Kurzprosa Beislschmidt
« am: November 26, 2022, 15:22:05 »
Sie hieß Mercedes ... (Poetry Slam)

„Steig ein, wo solls denn hingehen?"

Sie zog sich mit dem Labello die
Lippen nach und fragte: „Fährst du bis nach Ecclestone?“

„Leider nur bis Hockenheim.“

Sie schlug sehr auffällig ihre Beine übereinander und sagte: „Übrigens, ich heiße Mercedes und ich kenne bis Hockenheim zwei, drei hübsche Schikanen.“

"Das kann ich mir gut vorstellen," sagte er und fuhr auf das kleine Waldstück zu.

„Da vorne links ist eine Boxengasse,“ sagte sie ganz beiläufig und fügte hinzu,
"ich hoffe, du willst mich hier nicht überrunden.

Er brachte den Achtzylinder zum Stehen,
beugte sich etwas rüber zu ihr und fuhr
leicht über ihre Nockenwelle.

"Übrigens, ich heiße Leonardo."

"Und das ist kein Cabrio, ich weiß,"
sagte sie leicht genervt.

"Oh, hübscher Doppelairbag", sagte er
anerkennend.

"Das gehört zur Zusatzaustattung", grinste sie, "da brauchst du aber kein
Navi für odda?"

"Nee, Hupen geht immer noch manuell."

Sie verzog genüßlich die Lippen und
sagte gespannt: "Und wo ist dein
Auspuffrohr?"

Er beeilte sich mit dem Reißverschluss,
"hier mit Krümmer," sagte er.

"Was, das soll ein Seitenschweller sein?"

"Kennste Suzuki am Kawasaki?"

Sie kannte sich mit Motoren aus, das
war ihm sofort klar, als sie am Keilriemen zog. Zuerst fand er ihren
Anlasser nicht aber er war dann doch genau über dem Ritzel.

Es wurde langsam etwas unbequem, und er ächzte: „Zeig mir mal die Heckpartie.“

Sie stöhnte: „Nicht so hastig, nimm erst mal den Verteilerfinger und pass auf die Stoßstange auf – Au - di Quattro, das tut aber VW.“

„Mach nicht so Nicki Lauda, du erschreckst noch die Wildschweine.“

Am Schluss hingen sie ganz schön in den Gurten – so wären sie nie über den TÜV gekommen.

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: November 26, 2022, 15:14:28 »
Hallo Suf,
ich denke, du spielst auf das kleine Ralfelchen an? Nein, nicht er ist mit dem Schmähgedicht gemeint.

Es geht um einen geschassten Moderator, der sich wieder als User neu angemeldet hat. Durchaus begabt aber leider höchst neurotisch. Das Gedicht würde in besagtem Forum auch gleich wieder gelöscht. Ad hominem ... war klar, wer gemeint war. By the way ... der Zauberlehrling hat mich schon einmal inspiriert und eignet sich sehr gut für Sachvehalte, die in die Hose gehen.
Danke fürs Reinlesen
Beislgrüße
.
■■■

Torbilanz und Toleranz

Die Binde war an allem schuld
die Mannschaft war nicht bei der Sache
es fehlte insgesamt Geduld
und Kampfesgeist. Dazu die schwache

Torbilanz und blöde Maskerade
mit Hosen voll und Hand vorm Mund
die saure Peinlichkeit, wie schade
nee, bei DER WM lief gar nix rund

die ticken anders in den  Wüstenstaaten
wir passen nicht in deren Rahmen
So spart euch Worte wie auch Taten
beim Scheich und seinen Haremsdamen

wär'n wir bei der Quali rausgeflogen
wir bräuchten keinen Richterstab
und spielten sicher ungelogen
mit Österreich im Herzens Cup 

■■■

Glotzverweis

Infantino und sein übles Pack
tritt sogar bei toten Sklaven nach
fault sie noch im Leichensack
rote Karte für die FIFA-Schmach

Infantino mit den roten Haaren
sponsert Trikots mit Millionen
bläst ins Horn der Geldkataren
schnappt die Werbe Subventionen

Infantino kümmert mich nen Scheiß
ich erteil mir selber Glotzverweis

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: November 19, 2022, 15:31:24 »
Die Geister die er rief

Besen Besen sei's gewesen
es wollt partout ihn keiner lesen
nach soviel Unmut Kraut und Rüben
sagt' er zum Abschied: Tschüss ihr Lieben

nun ist er wieder da wie schade
und schreibt denselben Murksel fade
selbst Asbach Uralt wird auf's Neue
schnell animiert und ohne Reue

den Lesern lauwarm aufgetischt 
und wird wenn nötig aufgefrischt
mit abgelutschten Kommentaren
die schon damals Scheiße waren

doch werden solche nach drei Tagen
nicht besternt und mittels Fragen
hochgehievt wird er eben selbst aktiv
und beschwört die Geister die er rief

neben Selbstgesprächen so gestört
ist auch keiner da der ihn noch hört
zwischen Hegel Zeus und Michelangelo
wär ein jeder Soziopath doch froh

er könne seine Mär verbreiten
verhielte er sich nur bescheiden
doch Walle Walle wie im Schwalle
fließen Exkremente aus der Kralle

wie es trollt beim alten Hexenmeister
gegen alle Pflicht der guten Geister
will seinen Quargel gar verschenken
und versteht es Peinlichkeit zu lenken

in die Ecke alter Besen
sei's gewesen sei's gewesen

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: November 01, 2022, 16:59:19 »
@ .... die letzte Generation

Zum Text: - nochmal, es ist doch die Frage der Herangehensweise. Wenn ich ein Werkstück mit einer Säge behandele, bekomme ich ein anderes Ergebnis als mit Schleifpapier. Die Frage ist doch: - was will ich? Mit einem gefühlsdurchtränkten Sonettchen ist man beim Slam fehl am Platze. Sei's drum, dass ein Slam Text nicht den Kriterien beseelter Lyrik entspricht aber das war auch nie sein Ansinnen. Dafür gibt's genug andere Texte von mir, in diesem Fall muss grobes Gerät her.

Die Überzeichnung liefert ein verzerrtes Abbild unserer derzeitigen Gesellschaft.
Sprache liefert eine Konfrontation, wie auch Provokation, ideal für den Slam. Entweder man geht unter oder wird gehypt. Tabubrüche gehören ebenso zum Planspiel. In dem Text wird hoffentlich klar, was ich davon halte, dass diese Wokis das in Frage stellen aber gleichzeitig ausnutzen, was 80 Jahre vor ihnen an Lebensleistung aufgebaut wurde. Eben ... nämlich gar nix. Nur ein parasitäres Andocken, ohne einen Beitrag geleistet zu haben.

By the way .... Unser Denken vollzieht sich in Sprache, die Welt bildet sich in Wörtern ab, das meiste, was wir wissen, wissen wir nur vermittelt über Sprache. Somit ist auch die Wahrnehmung unserer Realität auch bestimmend durch Sprache. Alter Hut von Edward Sapir aus den 30er Jahren.
Und mein Gott, dass ein Text pupertär rüberkommt, so what.

5
Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Oktober 27, 2022, 23:16:46 »
Die letzte Generation

Für zwei Prozent vom Schmutz hau'n
die ganz schön aufn Putz ...
Montag - geht's in künstlerische Hallen
und man lässt den Kampfesruf
erschallen ... "nieder mit van Gogh" und
ein jeder weiß es doch ... getreu dem Schrei, fliegt auch schon Kartoffelbrei .... im Verbund mit Pomodori gegen alte Meister a priori ... abends nach getaner Arbeit dann, ergibt man sich dem
Gaming Wahn .. und killt als Ego
Shooter jede Menge Nerd Computer.

Dienstag - wird'n harter Tach, denn es
folgt nun Ungemach ... für Porsche,
Benz und SUV, wie dem Rest der Autoindustrie ... volle Kanne vor'n Latz auf'm Alexanderplatz .... dort kleben sie sich fest und weder Polizei noch wütende Passanten können Demonstranten ...von der Straße tragen, auch wenn sie geschlagen .... und getreten, sie bleiben hart und beten ... dass der Gott, der CO2 verflucht, sie im Schlaf nicht noch besucht .... denn die brauchen Kraft und Energie,  sonst schaffen sie das nie....

Mittwoch - geht man's locker an, denn heut sind  die Influenzer dran ... Bitcoins schürfen - Latte schlürfen ... so vergeht
der Tag mit Zinseszinsen, dazwischen blöde in die Webcam grinsen ... Wokeness like die Tussis smashen und im Chat den Putin bashen ... das macht Laune und bringt Geld und wem jetzt noch nicht der Groschen fällt ... ist ein Looser oder alter weißer Mann, den man nicht gebrauchen kann.

Donnerstag - heißt's Seeluft tanken und
der Frau Rakete danken ... denn die
rettet mitgehangen jeden, der von Bord gegangen ... auch Tanker oder Kreuzfahrtschiffe werden gern geentert und dass man nicht kentert .... geht der Ballast über Bord und als letztes Wort ... good bye wegen dieser Barbarei ... tauchen Fässer unter
lautem Tuten klatschend in die Fluten .... während Rettungsboote sinken und die Passagiere winken .... geht dieser Tag zu Ende und Jack Sparrow reibt die Hände.

Freitag - heute geht's glutenbefreit und
auch funbereit ... mit Snowboard über letzte Gletscher und als flashing catcher ... den blau-gelben Rennanzug, den Solensky öfter trug .... danach downhill speed mit Lastenrad über Holperweg zum Höllengrad ... ist man unten angelangt, wird mit Tombola gedankt ...erster Preis vegane Treter im Jutesack für Peter.

Samstag - man ist ausgelaugt von Kleber und von Ketten, ganz erschöpft vom Weltenretten und woll'n ma wetten? ...keine Demo mehr am Wochenende,
nicht mehr über Meere schippern, auch
nicht vor der Glotze bibbern.

Sonntag - was steht an?
Hä ... Demo Free Assange?
Och nee, det is mir zu strange. 
.
Poetry Slam Hans Beisschmidt 10.20228



6
Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Oktober 25, 2022, 16:51:03 »
@ Gedicht .... Sie blieb nie lange ..

17 kurze Zeilen für Jahre der
Lebensplanung, die zum Ende
nicht die Erwartungen erfüllt hat,
so wie sie ursprünglich gedacht
war.

17 Zeilen für eine Welt des äußeren
Scheins, die nicht der Mühe wert
war zu hinterfragen und wissen zu
wollen, ob es neben Schönheit und
Einfordern noch was anderes gibt.

Irgendwann lohnt sich die
Mühe nicht mehr, weil es zu spät
ist, denn die Tag-Nacht Umkehr
hat längst eingesetzt.
Beislgrüße

7
Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Oktober 25, 2022, 14:15:13 »
Hallo Suf,
Danke und Merguez mit Harissa mag ich gerne.
Beislgrüße

■■■■■

Das Muster der Gräser

Lange hielt sie die Augen geschlossen
atmete in kurzen Abständen
das Zucken ihrer Bauchdecke
wurde weniger, sie blickte nach oben

Die Wiesenlichtung bot einen Blick
auf das satte Grün im Tal
die Sonne brach sich duch
das Blätterdach einer alten Steineiche

Langsam drehte sie sich auf den Bauch
suchte nach dem Feuerzeug
wischte mit dem Handrücken
über kleine Schweißperlen auf der Stirn

Was? fragte sie und drehte den Kopf
Jackson Pollock, würde ich sagen
sie zog an der Zigarette, spinnst du?
das Muster der Gräser aufm Hintern

Pollock? - nochmal?

.
Jackson Pollock

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiHUqJMDHtLDkHGypFieiBgFh4qmbhWOrnAQYkI2OPhZghEZRFgHveq1SQMnHZ1eVyV0ztm9HuNW6-m9YeDeZB0g6SkHZirXJrTejNfkK7DZ_QOFDETVsQGcABdkwaDDy3cG0L9N6-73jjLS7TpwovQRcOxkfRj9EkCL-o8xJkc5SW00EsIuBtd-N19zQ/s1375/20221024_151248.jpg

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Oktober 24, 2022, 14:33:32 »
Hallo Suf,
Wenn man lyrisch unterwegs ist, kommt nach vielen Reimgedichten auch mal das Interesse an vers libre, vor allem weil ich in letzter Zeit wieder Wondratscheck lese. Prosaische Lyrik hat episch andere Möglichkeiten und ist differenzierter. Aber, ich gebe es offen zu, auch weniger anstrengend, als ständig im Reimlexikon zu suchen oder tausendfach benutze Reimwörter zu quälen.
Ein Versuch also....

Zu den Werken...
Mein Freund Günter Rosa ist gestorben und ich habe mich an ihn und meine Jugend erinnert.
Ein Verstehversuch ....

Ja, ich mochte ihn sehr gerne und sein Tod hat mich überrascht, auch weil sein Ende zu profan war, ohne Getöse, sondern so stinknormal in der Reha nach einem Schlaganfall. Der Tod schneidert für uns ein einfaches Hemd.
Manche Leser mögen ähnliche Jugendbekanntschaften gehabt haben, die an den entscheidenden Schnittstellen des Lebens wichtige Impulse gesetzt haben und Interessen auf bestimmte Bereiche gelenkt haben. Das können sportliche, berufliche oder aber wie in diesem Fall künstlerische Impulse sein. Man lenkt seine Interessen in diese Richtung und merkt:--- Das fasziniert mich, das könnte mein Ding sein und viele Jahre später erkennt man, dass es eben diese Freundschaft war, die diese Form des Engagements ausgelöst hat.

Für mich persönlich gesprochen, hat sich das viel später eingestellt, denn es gab davor viele Jahre wichtigere Dinge für mich auszuprobieren, Frauen, Autos, Motorräder, Beruf, Geld verdienen,:D also gar keine keine künstlerischen Ambitionen.

Erst durch die Theaterbühne und Stand up Comedy habe ich mich wieder fürs Lesen und Schreiben interessiert.

Es gibt ja Autoren und Dichter, die schon mit 10 Jahren ihre ersten Essays und Gedichte geschrieben haben, wie mein Lieblingsdichter Wolf Wondratscheck, der mit 75 Jahren immer noch schreibt und dessen Gesamtausgabe von Suhrkamp nächstes Jahr verlegt wird.
Hut ab vor solchen Künstlern aber das bin ich nicht und wollte es auch nie sein. Der verkopfte Denker, nein, dafür war das Spiel des Lebens zu spannend.
In meiner Heimatstadt kennen ihn nicht viele, dazu war er zu kauzig und München, nun ja, ist riesig und voll mit Lebenskünstlern.
Aber für mich und ein paar wenige war er sehr wichtig.

Sie blieb nie lange
17 Zeilen stellvertretend für 30 Jahre. Die Idee kam als ich SIE in einem Café gesehen habe.

Intervalle werden kürzer, weil die Beziehungen oberflächlicher werden.

Corselage ist eher im englischen, in der Modebranche üblich. Korsett klang mir zu spröde, zu deutsch.

Danke fürs Reinlesen und deinen Kommentar.
Beislgrüße
Melde dich, wenn du mal in der Nähe bist.

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Oktober 24, 2022, 12:44:11 »
Sie blieb nie lange

Sie war mal 'ne richtige Schönheit
Sie wusste wo und wann
Sie blieb nie lange
Sie warf die Haare nach hinten

Ihr Leben war geschickte Planung
Ihr Lächeln entwaffnend
Ihr Blick von der Seite
Ihr Sinn für Balance war angeboren

Die Männerintervalle wurden kürzer
Die Partys seltener
Die Spiegel weniger
Die Söhne waren erwachsen

Baden in Eselsmilch
Botox und Gurkenmaske

Collagen und Meersalz
Corselagen im Schrank

Ein langsamer Abschied

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Oktober 17, 2022, 13:57:38 »
Warum die Grünen gewählt werden

Hat es eine Partei einmal geschafft in Bundestag, Landtag, Gemeinderat einzuziehen, ist der größte Teil erst mal  geschafft, sofern keine Grabenkämpfe das harmonische Miteinander stören.

Die jeweiligen Delegierten haben sich über Nacht von der arbeitenden Schicht mit Wertschöpfungsanteil verabschiedet und richten künftig ihr Augenmerk auf die Abschöpfung der Wertschöpfung. Dabei gilt das Gesetz des Wasserkopfes, denn nachdem das steuerliche Füllhorn zu zweckdienlichen Maßnahmen zur Ader gelassen wurde, geht es ran ans Personalkarussel, das in Schwung gehalten werden muss. Bis nämlich die ganze Armada der politischen und behördlichen Kostgänger ausreichend finanziert ist, bleibt nichts mehr übrig. Gewinner sind stets diejenigen, die mangels Sachkenntnis einen riesigen Beraterstaat mitversorgen müssen (dass sie sich beim Thema Insolvenz nicht verplappern).

Je mehr Personal dafür gebraucht wird,  desto größer die Abhängigkeit untereinander. Und dass Papi nach der nächsten Wahl nicht arbeitslos wird, muss der vom Volk gewählte Delegierte gewisse Allianzen bilden, die ihm und der Partei gewogen sind. Dabei spielt es keine Rolle ob das Verdi, AWO oder Industrieverbände sind, denn ist diese Hürde erst mal genommen, haben sich Delegierten fest eingenistet und dürfen den nicht enden wollenden süßen Brei der Alimentierung genießen oder wie es bei uns so schön heißt: -- der ist versorgt. 

Nur dank diesem ausgeklügelten System ist es möglich, dass eine Partei, egal welche, sich in den Parlamenten festbeißt und die größten Flaschen nominiert. Deswegen werden die Grünen von einer vermeintlich kleinen Zahl von Wählern wieder und wieder gewählt, weil viele auf den erworbenen Wohlstand, den sie ihrer Partei zu verdanken gaben, nicht verzichten wollen. Deshalb sind kleinere Parteien auch völlig chancenlos, trotz mancher Achtungserfolge.

Aber das ist Demokratie nach deutschem Vorbild und das müssen wir aushalten, auch wenn wir im Weltkrieg III alle drauf gehen.

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Oktober 17, 2022, 10:12:08 »
Danke fürs Reinlesen..
Es gäbe noch so vieles zu diskutieren aber ich habe diese persönliche Standortbestimmung geschrieben um darzustellen, wie schnell man sich im Lager der Störenfriede wiederfindet, weil man das, was man als öffentliche Ordnung bezeichnet, nicht als gegeben akzeptiert. Ein Jasager war ich noch nie und es reicht völlig, dass ich mich auf der Wiese auf zwei Threads beschränke.
Beislgrüße

■■■■■

Der große Rosa ist tot

Der lange Riese konnte lesen.
Lesen und sprechen, lange bevor
wir es konnten.
Zu Lebzeiten Legende gewesen.

Der unrasierte Riese,
der Wert drauf legte Jude zu sein
aber Israel nie bereiste --
die Klagemauer war ihm klein.

Der in Sandalen bis Nepal trampte,
in Mexico, Japan und China war,
immer auf der Suche
nach dem geheimen Avatar.

Sein Kunststudium war nur Ausrede.
Er konnte Arno Schmidt zitieren,
über Stifters Nachsommer und
Adorno besoffen referieren.

Du warst unsere nächtliche Laterne,
du Untier beim Bayer Willi,
mit Gefühl und Kopf in der Ferne
und wir waren junge Burschen.

Zweibrücken zu spießig
und München zu groß.

12
Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Oktober 14, 2022, 12:18:03 »
Hallo Jenny, hallo Suf,

Worum es uns gehen sollte...

Ich denke, es geht gar nicht mehr darum in welcher politischen Ecke man steht. Ob kapitalistìsch mit dem Pseudofähnchen der westlichen Demokratie oder kommunistisch im Verbund mit autokratischen Volkstribunen. Neben der islamistischen Bedrohung ist der wahre Feind des Menschseins die langsame Transformation, wie sie in The Great Reset beschrieben wurde und teilweise schon umgesetzt wird.

Das mag für manche utopisch klingen aber es beginnt schon mit den sogenannten Kleinigkeiten wie beispielsweise die Abschaffung des Bargelds und die digitalisierte Personofizierung wie es uns die FDP schmackhaft machen will.

Was soll das heißen?
Ist der Mensch erst durchdigitalisiert, öffnet sich keine Tür mehr ohne digitalisierte Registrierung, auch Bankguthaben und Behörden bleiben verschlossen, wenn das böse  Individuum in Ungnade fallen sollte. Und dazu muss Mensch noch nicht mal straffällig geworden sein, nein, es genügt schon ein falsches Wort oder eine andere Meinung, als die staatlich vorgegebene.

Es beginnt jetzt mit dem digitalisierten Personalausweis mit der eingelesenen Identitätsnummer, was als hilfreich und nützlich für Behördenanliegen eingestuft wird.
Aber es endet beim implantierten Chip unter der Haut, wie es schon in Schweden praktiziert wird. Dieser Allround Chip öffnet Bankkonten, Supermärkte, Bezahl Apps und ganz viele andere nützliche Dinge.

Dumm nur, wenn der Chip von rechtswegen gesperrt sein sollte. Dann bleibt die Straßenbahn geschlossen und auch das Auto springt nicht an. Der betroffene Mensch wird über Nacht regelrecht kaltgestellt und kann künftig unter der Brücke schlafen.

Das alles bahnt sich in den nächsten Jahren an und wird unter dem Oberbegriff "Transhumanismus" als neue Weltordnung angepriesen.

Ich habe aus diesem Grund Zweifel und Bedenken, denn ich traue diesen staatlichen Wohltaten nicht über den Weg. Ich möchte mein Bargeld behalten, meinen Reispass und die mir im Grundgesetz zugesicherten Rechte. Ich möchte auch nicht zum Bittsteller oder Almosenempfänger degradiert werden und mein Häuschen mit Garten nicht in den Topf behördlicher Willkür werfen.

Sollte mich deshalb jemand als starrsinnig, rückwärtsgewandt oder sogar ordnungsfeindlich bezeichnen, sage ich: - Steckt euch euer Hirnschmalz sonst wohin. Nicht mit mir".

Also macht euch keine Sorgen. Ich bin mitnichten eine Neuauflage der RAF oder Antifa, Pandemieleugner, Reichsbürger, AfD Klatscher, nein, ich möchte einfach nur wieder mein Land so erleben, wie es unter Helmut Schmidt und der alten SPD einmal war.
Gruß vom Hans

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Oktober 14, 2022, 11:21:32 »
Nun hat es auch Bohlen erwischt ...

Jeder, der auch nur entfernt eine differenzierte Meinung zum Ukrainekrieg hat, wird sofort mit Diffamierung abgestraft. Neben Bohlen (wirres Zeugs) auch Angela Merkel (halluziniert) und viele andere wie Precht, Lafontaine, Wagenknecht, Schwarzer, Nuhr, Elon Musk, Henry Kissinger usw - die Liste ist unendlich, ereilt die Ächtung von Selenskys Helfershelfern, allen voran FDP Strack Zimmermann in allen Medien und Portalen.
Die gleichgeschalteten Medien lassen nur die Selensky Perspektive und den Kampf gegen den Agressor als einzige Meinung zu. Dass sie dabei kriegstreiberisch und moralbesoffen die Eskalation bis hin zum atomaren Schagabtausch auf die Spitze treiben, ist ihnen egal.
Kein Wort über die sabotierten Minsker Friedensverhandlungen, die Rolle der USA als Einpeitscher oder die Massenmorde an der russischstämmigen Bevölkerung. Es ist traurig und enttäuschend zu sehen, wie die Medien als vierte Macht im Staat diese Rolle mißbrauchen, als hätten sie einen Vorteil durch die Selbstzertörung dieses Landes.

.
https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_100065382/dieter-bohlen-irritiert-mit-russland-aussagen-das-kann-nicht-sein-ernst-sein.html

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Auf nach Limerick / Re: Klapphorn Zähne 4
« am: Oktober 13, 2022, 15:58:35 »
Vielen Dank Suf fürs Reinlesen.
Das Thema hat richtig Spaß gemacht und ist nahezu unerschöpflich.
Gruß vom Hans

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Neues vom Wind / Re: Alles Gute für 2022 :)
« am: Oktober 13, 2022, 13:56:35 »

Ein Forum ist ein Platz zum Austausch.
Reanimationsversuche aus dem Notfallköfferchen helfen da nicht weiter und der Status Quo wird sich nicht auflösen, wenn das Interesse einmal verlorengegangen ist.

Ich schreibe in anderen Foren und auch da gibt es die sogenannten Abgänge - aus welchen Gründen auch immer. Hier auf der Wiese beschränke ich mich nur auf zwei threads, um Werke und Kommentare zu archivieren. Den Rest vom Feld überlasse ich gerne dem lieben Erich.

Wie Erich wiederholt dargestellt hat, bin ich der subversive Staatsfeind, der die demokratische Ordnung hintertreibt und zudem metrisch lernunwillig ist.

Was bleibt da noch viel zu sagen?

Ich lese und kontaktiere neue gute Autoren und befinde mich in einem stetigen Lernprozess, was für mich Freude und Kreativität bringt. Dieser neue Impuls und auch die Moderne sind Elemente, die ich nicht missen möchte, denn alles Sein gilt es für mich zu hinterfragen.

Mein nächstes Buch ist in Planung und ich bin dankbar endlich viel Zeit zu haben.
Gruß vom Hans

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