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Nachrichten - hans beislschmidt

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Heute um 16:20:52 »
Auch Kommandoeinheiten aus anderen Nato-Ländern, darunter Großbritannien, Frankreich, Kanada und Litauen, sollen in der Ukraine tätig sein. Die USA haben ihre eigenen 150 Militärausbilder abgezogen, bevor der Krieg im Februar begann. Aber die Kommandotruppen dieser Verbündeten seien entweder im Land geblieben oder seither ein- und ausgeflogen, um ukrainische Truppen auszubilden, zu beraten und Waffen und andere Hilfsgüter vor Ort zu liefern, schreibt die NYT unter Berufung auf drei Beamte der US-Administration.

Es waren also schon vor dem Krieg westliche Spezialeinheiten in der Ukraine. Über ihre jetzige Präsenz dort schreibt die New York Times:.

„Über die Tätigkeit der CIA-Mitarbeiter oder der Kommandotruppen wurden nur wenige Einzelheiten bekannt, aber ihre Anwesenheit im Land – zusätzlich zu den diplomatischen Mitarbeitern, die zurückkehrten, nachdem Russland die Belagerung von Kiew aufgegeben hatte – deutet auf das Ausmaß der geheimen Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine hin, die im Gange sind, und auf die Risiken, die Washington und seine Verbündeten eingehen“, schreibt die US-Zeitung.

Im Gegensatz dazu:

US-Präsident Joe Biden hat wie die anderen westlichen Staats- und Regierungschefs seit Beginn des russischen Angriffskriegs stets betont, dass keine US- beziehungsweise Nato-Truppen in der Ukraine stationiert werden.

Er hat also gelogen, falls die Recherche der New York Times zutrifft, die ganz zu Recht die damit verbundenen Risiken unkontrollierter Kriegsausweitung anspricht.

Dass die Ukrainer allesamt Nazis sind, ist falsche Interpretation, nicht aber der überdimensionale Einfluss des Asov Regiments und seiner Anhänger, deren Strahlkraft und Präsens bis nach Deutschland reicht. Die Geschichte der Ukraine ist mit Nazideutschland eng verwoben, wie auch der aktuelle Umstand des bei uns so gescholtenen Nationalismus.
Die Asov Bewegung geht weit über das Soldatentum hinaus, wie man dem Link unschwer entnehmen kann. Ich verzichte darauf entsprechende Textpassagen gelb zu markieren ... Lesen bis zum Schluss reicht schon.

Nicht angesprochen habe ich den Umgang mit russischsprachigen Bevölkerung, die so Nettigkeiten parat hält wie... Verbot der russischen Sprache, Verbot russischer Printmedien und Radiosender, so als wolle man in der Ukraine alles auslöschen, was irgendwie einen russischen Hintergrund hat.

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Heute um 16:14:56 »
Ich kann mir nicht erklären, wie du zu dieser absurden Feststellung kommst, außer, dass du eine völlig andere Wahrnehmung und Lesart der Vorgänge hast.

Die für mich glasklaren Dinge und Zustände scheinen in deinem Fall völlig verrutscht zu sein. Allein schon die Unterstellung einer Demagogie zeigt, wie Lichtjahre weit wir entfernt sind von geschichtlicher, wie auch rechtlicher Deutung komplexer Zusammenhänge.

Kein Wort von dir über kolportierte Minsker Verträge, kein Wort von inszenierter Maydanrevolte, kein Wort von dir über die 200 Milliarden Dollar Militärhilfe mit denen seit 2015 das Land hochgerüstet wurde, kein Wort von dir von Panamapapers und den gebunkerten Selensky Korruptionsmillionen, wie auch Gesetzesänderungen die dem Großkapital Zugang zu Land und Besitz in der U verschafften.

Ich sehe lediglich erschreckende Informationslücken, die im Kurzzeitgedächtnis die hochgezogene Augenbraue von Marietta Slomka reflektieren, mehr aber auch nicht.

Sorry aber das reicht nicht für eine ernstzunehmende Stellungnahme.

Das ist auch meine Wahrnehmung.
Wenigstens haben die anderen Posts ein Bemühen aufgezeigt etwas Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen. Danke Arno Abendschön.

In dem komplexen Thema fehlt noch der Einfluss den die Oligarchie mit Raubtierkapitalismus ausgeübt hat, wie auch die transatlantische Steuerung der Führungsebene in der U.
Aktuell zeigt sich, dass die Minsker Vereinbarung in weite Ferne gerückt ist, weil offenbar noch nicht genug Menschen gestorben sind und Selensky nach wie vor die Rückeroberung sämtlicher Ostgebiete, inklusive der Krim fordert.
Wie naiv muss man sein, um nicht zu sehen, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann und die Ukraine einer kompletten Entvölkerung gegenübersteht?

Der gesellschaftliche Aspekt des Eingangsposts kam in der Diskussion etwas aus dem Blickfeld, denn wir sollten uns fragen, wie groß die Gräben sind in D, die diese Fragen aufwerfen.

Auf der Seite der Bellizisten herrscht die Argumentationskette von Lumpenpazifisten, Putinverstehern, Realitätsferne bis Demagogie (siehe #6).

Auf der anderen Seite reichen die Zuweisungen von Kriegstreiber bis Natovasallen und Weltkrieg III Anheizer.

Die Bellizisten sind in einer Art unnachgiebig, als ginge es um die Existenzfrage der westlichen Welt schlechthin. Das sehe ich ganz anders, ohne der U das Recht der Selbstverteidigung absprechen zu wollen aber zumindest hier in D nicht in die angelegte Falle zu tappen und in den Kriegstenor von Frau Baerbock einzustimmen ..."wir müssen Russland ein für allemal besiegen".
Für mich wäre es schon ein Erfolg, wenn eine Meinungsäußerung bestehen könnte, ohne dass in Kadersprech die andere Seite diffamiert werden würde.

Das wäre für mich ein Minimalziel. Und das funktioniert in großen Teilen sogar in den großen Media Plattformen wie Facebook. Auch hier auf der LeLu ist Gott sei Dank ein Wille sichtbar sich auszutauschen.
Euch allen eine schöne Woche.
Beislgrüße


Hier wieder deine alte Technik. Mit dieser Formulierung suggerierst du, hier hätte einer oder hätten mehrere Russlands Krieg rechtfertigt. Das ist nicht der Fall gewesen. Aufschreiber hat oben klar und deutlich dargelegt, worauf es jetzt allein ankommt: aus der Sackgasse herauszukommen, weitere Tote und Zerstörungen zu vermeiden. Herauskommen wird man aber nur, da es sich um einen Stellvertreterkrieg handelt, allein dadurch, dass sich die maßgeblichen Akteure (Russland, USA) über die Ukraine verständigen und die gefundene Lösung durchsetzen. Und zu ihren Verhandlungen gehört selbstverständlich auch, die Vorgeschichte aufzuarbeiten.

Nationale Selbstbestimmung der Ukraine? Wie viele -zigtausend Tote soll sie denn noch kosten? Die Ukraine hatte ihre Wahl und sie hat schlecht gewählt, indem sie ihre Geographie, ihre Geschichte und das Vorhandensein eines mächtigen, gefährlichen Nachbarn ignoriert hat. Jetzt versucht sie, uns in ihr Desaster mit hineinzuziehen. Nein, das ist nicht unser Krieg und das ist auch nicht unsere Verwandtschaft - von wegen Familie!

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Auf nach Limerick / Re: Klapphorn Zähne 4
« am: Heute um 16:05:27 »
Zwei Zähne fühlten sich allein,
sie konnten nicht mit andren sein.
Der Zahnarzt sah die Lücke,
er half mit einer Brücke.

zwei Zähne konnten nicht allein
im lahmen Pfeiforchester sein
Pa pfiff auf der Krücke
Loma durch die Lücke

Zwei Zähne, schwungvoll ausgeschlagen,
versuchten nun, sich zu vertragen,
doch fanden beide leider nie
zur Wurzel ihrer Sympathie.

Zwei Zähne spielten Explosion
doch einer litt an Depression
der erste ward ne Bombe
der zweite nur ne Plombe

Zwei Zähne wollten Schlittschuhlaufen,
doch taten sie im See ersaufen.
Und fragt jetzt jemand: "Ach, weswegen?"
Es hatte wohl am Schmelz gelegen.

Zwei Zähne hatten eine Bürstphobie
und beide pflegten ihre Beißer nie
Paradon war Wackelzahn
Tose eher Zappelwahn

Zwei Zähne wollten mal zur Beautyfarm
und trafen den bekannten Frauenschwarm
"sag, bist du nicht Roy van Vaard?"
"nee, bin nur sein Implantat"

Zwei Zähne mussten ständig würgen
auf ihrem Schloss in Siebenbürgen
Schuld war hier ein langer Zahn
gefüllt mit Silber Amalgam

Zwei Zähne scherten sich die Bohne
ob sich der Überfall auch lohne
der eine hieß Capone
der andre Jacketkrone

Zwei Zähne mögen sich nicht leiden
und lassen sich daraufhin scheiden,
der linke Zahn lebt nun vegan
der rechte frönt dem Fleischeswahn.

Zwei Zähne stritten um ihr Konterfei
wer wohl die häßlichste von beiden sei
man sollte noch erwähnen
sie hatten Haare auf den Zähnen

Zwei Zähne wollten freundlich sein,
doch leider lud sie niemand ein.
Auch kam höchst selten ein Besuch
und das lag wohl am Mundgeruch.

Zwei Zähne ließen sich gern fisten
und warteten auf den Dentisten
"Tach, ich heiße Rohrer
und bin der neue Bohrer"

Zwei Zähne warn die letzten ihrer Art
und hielten sich für die OP parat.
da kam mit großen Schritten
zur Tür herein die Dritten

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Juni 24, 2022, 20:22:28 »
Was passiert hier gerade? Werden mit unablässiger Propaganda jetzt die letzten verbliebenen Pazifisten, bzw. auch Leute, die wie ich früher für die Kriegsdienstverweigerung kämpfen mussten, umgedreht?
Immer mehr mach sich die Kunde breit, dass gegen den Krieg sein nicht mehr angemessen wäre…“Campino von den Toten Hosen würde nicht mehr den Kriegsdienst verweigern“…?…wie wirksam doch die andauernde Propaganda der ÖRM ist! Ein angesehener Blogger, Sascha Lobo , der völlig unangefochten von „Lumpen-Pazifisten“ sprechen darf und Mahatma Gandhi als „sagenhafte Knalltüte“ bezeichnete, ist salonfähig!
Im Fernsehen darf sogar die Rassentheorie wiederbelebt werden, da dürfen Quasi-Wissenschaftler sagen, dass Russen eine genetische Disposition zur Gewalt hätten. Wo sind wir gelandet und wo werden wir noch hingetrieben? Wir vernichten gerade alles, was unser Land noch am Leben erhält. Wir liefern Waffen an Nazis (aber das war der Deutschen Regierung eh immer egal, die Saudis und viele andere Despoten waren gerngesehene Kunden), wir zerstören gerade unsere Wirtschaft, vernichten alles, was noch an Ressourcen da ist, weil uns die Amis dazu auffordern…
Die selbst lachen sich kaputt über die Dummen Deutschen.
Klarstellung: hier rede ich nicht vom amerikanischen Volk, sondern von den Oligarchen und ihren Politikern. Aber auch die Russen haben Oligarchen und Politiker, die nicht dem Volk dienen, allerdings scheint mir, dass die USA an Rücksichtslosigkeit nicht zu übertreffen sind.
Die CIA hat schon direkt nach dem 2. Weltkrieg mit Nazis kollaboriert, weil beide einen gemeinsamen Feind hatten: Kommunisten!!! Diese alten Männer, bzw. deren Erben, haben immer noch das gleiche Ziel: Zerstörung der Kommunsisten.
Geht man tiefer in die Materie, erkennt man, dass die kommunistische Idee von Gerechtigkeit diametral den Interessen des Großkapitals entgegensteht. Daher hat das Großkapital, sprich, die amerikanischen Eliten, immer den Kampf gegen den Kommunismus erbittert geführt. In Amerika ist jeder, der soziale Gerechtigkeit fordert, bereits ein Kommunist…
Nur so meine Beobachtung…bin für keine der beiden Systeme, allerdings sehe ich, dass alles geopfert wird, damit diese Typen ihren Krieg gewinnen können. Da ist jedes Propagandamittel, jede Diffamierung Andersdenkender recht. Und die Krönung ist nun, dass es anscheinend gelingt, Leute, die gegen Krieg und Waffenlieferungen sind, zu diffamieren!
Dass die Logik derer, die so vehement für die Aufrüstung der Ukraine sind, viele Unstimmigkeiten hat und den Kontext völlig ausblendet, spielt wohl kaum noch eine Rolle.
Wahrscheinlich werden nächstes Jahr alle jammern, wenn sie merken, dass sie nur als Bauernopfer für superreiche und machtgeile Eliten herhalten mussten.
Wer mich von Krieg und Waffenlieferungen überzeugen will, handelt vergebens…strukturell und historisch gesehen, ist eine Lösung so nicht möglich!!!

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Juni 22, 2022, 15:27:10 »
Beliebtheitsscala

Sie ist ganz oben
auf der Beliebtheitsscala
und kennt jede Gala,
ob G7 oder acht,
Auch da, wo's richtig kracht,
wo Granaten zischen,
stellt sie sich dazwischen
im Kostümchen und den Friedensblümchen.
Das kommt gut an in den Gazetten,
wo wir die Freiheit retten
und im TV prognostizieren,
dass die Bösen bald den Krieg verlieren.
Sie ist so richtig tough,
da sind selbst Pazifisten baff,
wenn sie vor Ruinen und der Welt
sich den Journalistenfragen stellt.
Klar, wenn die Haubitzen blitzen,
kommt der Feind ins Schwitzen,
wenn Granaten detonieren
und Raketen explodieren,
wird der Feind besiegt,
dass er ein für allemal am Boden liegt.
Das verkünde sie mit lockrer Miene
und auf dieser Schiene
wird man hierzulande so beliebt,
ganz wie es im Atlantikseminar
auch angekündigt war.
Politik ist nicht viel mehr als Stühlerücken,
wo zwischen Lücken
immer mal wer aussortiert
und das passiert
öfter als man denkt.
Wer sich dabei kränkt,
der gehört nicht in das Haifischbecken
und muss wem anderen die Füße lecken.
So, jetzt lassen wir's mal richtig krachen,
kaufen unsre Koboldsachen
halt bei anderen Despoten
und die Stimmidioten
halten still, ganz wie es der Robert will.
Ja, die Opfer sind es wert
und wenn sich wer beschwert,
der schaue sich Frau Albright an,
denn DIE führte in dem Tötungsplan
niemals Mitleid, Sorge im Gemüte,
war, wie Lenchen niemals müde
von dem geilen Kriegsgeschrei
und war sogar mit Aschenkreuz dabei.
Gestern hat die Welt verloren,
was die Bellizisten lang beschworen
und wenn die Dummheit angeboren,
bleibt kein Mensch mehr ungeschoren.

Slam 06.22

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: Juni 08, 2022, 19:08:26 »
Atombunker Stammtisch I

Dieter: Hey hast du das gelesen? Der Papst bellt! So was dämliches.

Erwin: Ey, bist du blöd Mann, damit ist die Nato gemeint die vor Russlands Tür sitzt und bellt. Typisch Blöd Zeitung, immer einen drauf setzen.

Dieter: Aber die Nato kann doch auch nicht bellen.

Günter: Vergiss es, der Dieter schnallt es nicht. Das ist als ne Warnung gemeint an Russland, dass die sich wieder einkriegen sollen und die Ukrainer in Ruhe lassen sollen.
Der Papst ist nur sinnbildlich gemeint, du Eumel.

Dieter: Hey hier steht was von Lügner und Hetzer, wasn das für'n Scheiß?

Erwin: Das ist die Nato mit dem senilen Biden, der hat mit den Russen mal Klartext geredet. Klare Kante Junge, da sind wir auch dabei, verstehste? Hier in Deutschland stehn doch genug Leos und Haubitzen rum. Ab damit, rüber in die Ukraine, dort ham die ne bessere Verwendung als hier aufm Hof zu vergammeln. Alles rüber damit. Wech mit der Scheiße. Der Russe kricht jetzt ordentlich was aufn Sack, bis nach Moskau sach ich dir. Bis nach Moskau und noch weiter aber Hallo.

Dieter: Wieso nach Moskau, ich denke Kiew?

Günter: Hey, hasse nich geschnallt? Klar Moskau, warte mal, wenn unsere Leos erstma drüben sind, dann macht der Russe gar nix mehr, sach ich dir. Die Ukrainer sind so geil drauf, die treten denen dem Russen voll innen Arsch, sach ich dir. Und dann noch die Peter Maffey Haubitzen, die schießen dir auf 40km das linke Auge wech. Die geilen Ukrainer machen jetzt den Russen komplett platt, die kommt nie wieder auffe Füße. Halleluja, man muss jetzt hart sein und Linie zeigen, die Russen haben's verknackt, wart nur, wenn unsere Marder und Leos kommen.

Dieter: oh menno, kuck ma, da steht, dass der russische Außenheini mit dem totalen Krieg droht und einer Generalmobilmachung mit Reservisten und Atomrraketen und all so Sachen.

Erwin: Dem hammse wohl volle Kanne ins Hirn geschissen? Lass den Putin ruhig kommen mit seinem alten Schrott. Is doch alles mit Gaffa Band geflickt, hör ma uff.

Dieter: Abba der Russe könnte doch Berlin platt machen?

Günter: Lass ihn doch, dann machen wir Moskau platt, is doch logo. Nee, davor hat der Russe viel zu viel Schiss.

Dieter: Also bringt die Bitte von dem Rom Franz gar nix?

Günter: Nee, kanna sich schenken, bringt Null. Hey Babsi, noch ne Runde.

Babsl: Ich wollt schon sagen, pennen könnt ihr auch zuhause Jungs. Weisse Bescheid.

Günter: Hey geil Babsi, mit Fernet Branca, voll der Hammer, stillgestanden ihr Luschen, hau wech die Scheiße.

Babsi: Ja was isn nu mit dem Franz?

Erwin: Mir egal, ob der bellt oder nich, ich fahr mit dem Wohnwagen nach Portugal, wenn's knallt un lech die Fü8e hoch.

Dieter: Prost Gemeinde, sach ma, wer isn dieser Polt?

Erwin: das ist dieser bayrische Fernsehtyp. Null Humor hat der, kein Vergleich zu Mario Barth. Und die andern Schwachköppe, die auffa Liste stehen, Alice Schwarzer un Konsorten, nee, kannste alle knicken. Alles Loser, weisse Bescheid. Prost.

■■■■■■

Atombunker Stammtisch II

Dieter: - weiß eigentlich jemand wo hier der nächste Atombunker ist?

Erwin: - schon mal was vonna U Bahn in Köln Kalk gehört? Da passen 5000 Männekens rein. Wenn die Hütte voll ist, gehen die Stahltore runter und der Dieselgenerator springt an.

Dieter: - und die annern 200 000?

Günter: - die ham halt Pech gehabt, paar Lutscher weniger. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Dieter: - also ich glaub, da krieg ich Patzangst.

Erwin: - dann machs wie ich, bau dir den Keller aus. Ich hab schon den Generator vom Wohnmobil ausgebaut. Das reicht dicke. Fressalien und drei Paletten Dosenbier - aber Hallo.

Dieter: - und nachher, was machste dann, wenn wir überleben sollten?

Dieter:- dann ziehste die Atemmaske ein paar Tage auf du Eumel und gudd is. Gibt's grsd im Angebot bei Bauhaus. Babsi noch ne Runde.

Dieter:- also ich weiß nich, da krieg ich wieder Platzangst.

Erwin:- na hör ma, bei Corona biste doch auch zwei Jahre mit dem Lappen rumgelatscht, wo issn da der Unterschied? Friss die Jodtabletten un feddich. Also von mir aus kann der Russe ruhig kommen.

Dieter:- hasse gesehen, wie aufgedunsen der Putin is? Der is doch krank. Der schickt sicher die Bombe.

Günter:- solla doch, dann machen wir Moskau platt. Prost.

■■■■■■■

Der Höhepunkt

Sie mieten Busse für Romantik
im Safarihemd und Sonnenhut.
Besuchen seltene Botanik,
ganz beseelt von ihrem Edelmut.

Doch legen sie die Pinkelpausen
auch gern ins Überschwemmungsland.
In Wahrheit sind sie Kunstbanausen,
als Katastrophentouris wohl bekannt.

Wenn andre um die Habe kämpfen
und Wasser pumpen auf die Straßen,
dann ist ihr Eifer nicht zu dämpfen
und bringt den flachen Puls zum Rasen.

Der Höhepunkt der Kaffeefahrt
Im Ahrtal ist der Zwischenstopp.
Für Kuckident und Studienrat
das Selfie mit dem Dödelkopp.

■■■■■■

Die Deutschen brauchten keinen Mauerbau
Ne rote Ampel reicht für Freiheitsstau

■■■

Verweile doch (konjunktivisch)

Ach spräche doch der Augenblicke nur,
verweile doch, du bist so herrlich steif,
ich harrte immerdar in Epikur,
erschräke mich die Andacht vor dem Schweif.

Und schössen Erntegarben hoch hinauf,
sie brächten jugendhaft des Feuers Flor,
die Hexen säßen besenhaftig drauf
und flöchten mir das Engelshaar hervor.

Jedoch stattdessen nimmt der Jahre Lauf
und wer da sänne nach verflossner Zeit,
der spiee schlaffes Ungetüm zuhauf,
wohl wissend um vergangne Albernheit.

■■■■■

Künstler Chuzpe

Die Vollpfosten werden wieder gekürt,
es stehn ihnen die Haare zu Berge,
wenn ihre Chuzpe die Gülle verrührt,
feiern nur Kriegstreiber die Särge.

Vom Köpfeschütteln ist die Birne leer,
einmal zu viel habt ihr Balkon-Geklatscht,
den Künstler glaubt dir doch keiner mehr,
hast dich mit Stinkefinger abgewatscht.

Die Obrigkeit in deinem Spiel ist klug.
Die Eingereihten gröln im Narrenzug.


■■■■





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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: Mai 23, 2022, 17:01:41 »
Ich gebe gerne zu,  dass die Schlagwörter als Totschlagargument unterschiedlich gedeutet werden können: - als DADA eher nicht, als Sarkasmus vielleicht oder als gegenstandslos, weil ohne Bezug.
Auf 18 Zeilen hättest du sicher anders getextet und sicher brilliert, weil deine Perspektive auch eine andere ist, wie auch die Ausführung.

Ein Ackergaul taugt nicht für Sprünge machen wie ein Lippizaner aber wenn der Ackergaul den Pflug in der Furche zieht, hat er Respekt, weil er die Plackerei klaglos wegsteckt. Ich hatte noch nie das Verlangen in der Hoffburg Sorünge zu vollführen, was zur Erkenntnis führt, dass man nicht auf jeder Hochzeit tanzen muss und lieber den grob gestrickten Wams trägt, als das feine Livree.

Was hat das alles mit dem Handwerklichem zu tun, könnte man jetzt fragen. Ein Büchsenmacher sollte seine Arbeit beherrschen, sonst trifft die Kugel nicht..... könnte man sagen aber das wäre genau so,  als würde ein Rubens einem Kandinsky vorwerfen, er könne nicht malen oder ein Bach einem Stockhausen er wäre unmusikalisch. Immer ist es dem Zufall überlassen, wer da in der ersten Reihe sitzt und den spitzen Bleistift zückt.

Dein Zwang nur etwas Zugängliches, über der Kritik erhabenes abzuliefern, klopft zu viele Eventualitäten ab und vergisst dabei die Spontanit des wilden Grooves. Es ist perfekt, ja, aber es ist durcharrangiert und vom Blatt gespielt. Es ist der Kampf des Präzisionswiderstands gegen die Schöpfungshöhe.

Dein lyrischer Anspruch und dein Talent lassen keine Nachlässigkeiten zu und ich lebe damit seit ich denken kann. Ich bin auch d'accord, wenn mir jemand sagt: - dieser Trochäus verhagelt dir sämtliche jambischen Auftakte und wenn mir hernach ein Verbesserungsvorschlag gefällt, übernehme ich ihn gerne,  sofern er mein Werk, meine Denke nicht zur Unkenntlichkeit emtfremdet.
Beislgrüße

9
Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: April 29, 2022, 15:34:28 »
Ergeben braucht sich die Ukraine nicht und ist der falsche Begriff. Es ist vielmehr so, dass die von Cruschtschow gezogene Grenze ohne Berücksichtigung der ethnischen Zugehörigkeit auf immer ein Unruheherd bleiben wird, mit nicht enden wollenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Das heißt: Die Ukraine beharrt derzeit noch auf die unter der Sowjetunion geschlossene Grenze. Gäbe die Ukraine der Fordung der dortigen Bevölkerung auf Unabhängigkeit nach, wäre das keine Kapitulation, sondern ein Argument für eine dauerhafte Friedenslösung. Dass Russland die Eroberung der gesamten Ukraine aufgegeben hat, davon kann man nach dem Fiasko vor Kiew ausgehen. Die westliche Milliardenhilfe wäre überdies für den  Wiederaufbau besser angelegt.  Die von Scholl Latour angedachte Teilung hätte zumindest eine längere Haltbarkeit sls das aktuelle "alles-oder-nichts" Debakel.



Die große Mehrheit in Berlin ist für Krieg und begeht einen folgenschweren Irrtum.
Putin hat nicht mehr die Zügel in der Hand, denn die "Silowiki" (Die Mächtigen) sehen in der Niederlage bei Kiew einen Prestigeverlust und fordern Vergeltung. Das Argument: Russland kämpft noch unter Friedensbeschränkungen, während die die NATO bedingungslos aufrüstet. Deshalb fordert die Silowiki die Generalmobilmachung und den totalen Krieg. Das bedeutet in wenigen Wochen stehen in Russland 16 Millionen Soldaten unter Waffen und die Zerstörung aller zivilen Ziele in der Ukraine.
Wenn es das ist, was Baerbock/Merz wollen, haben sie sich am Land und seiner Bevölkerung sträflich vergangen. Unglaublich wie eine kriegslüsterne Mischpoke dieses La d in den Abgrund steuert.
.
https://focus.de/89757223


Seit dem Treffen in Ramstein ist klar: Es gibt keinen besonnenen Kanzler mehr, denn er ist eingeknickt vor der Übermacht der Transatlantiker. Die Position von Russland ist unmissverständlich: Durch die Lieferung von schwerem Kriegsgerät gehören wir zur Kriegspartei und Russland wird tun, was man tun muss.
Mit der Kriegshetze werden die uns alle umbringen.
Wir haben keinen Zivilschutz im Falle eines Atomkrieges. Wir haben nichts, gar nichts, außer einer großen Klappe. Es gibt nun keine diplomatische Lösung mehr.

■■■■ 06.05.22

Bellen vor der Tür

Kann der Papst noch bellen vor der Tür?
Er bellt, weil Lügner, Hetzer - also wir
es gar nicht mehr erwarten können
sich mit harter Kante schnell zu trennen
von den so ungeliebten Waffen,
um ihren Endsieg doch zu schaffen..

Darf der Papst noch bellen vor der Tür?
Wenn Stammtischbrüder so beim Bier
jedes Maß vom Tische fegen,
wie einst im Sportpalast die Reden.
Hört nur wie sie rünstig lachen,
nur Deppen, die sich Sorgen machen.

Muss der Papst jetzt bellen vor der Tür?
Die Wahl trifft Kanzler wie auch Kanonier,
denn für Paläste wie auch kleine Hütte,
gilt nur ein letztes Mal die Bitte -
und hört ihr nicht auf Papst und Polt
dann habt ihr Selbstgerechten es gewollt.

●●
Als ich nach 10 Jahren Pause wieder in der ..... anfing zu schreiben, hat es eine Weile gedauert, bis ich nach Gedichte com wieder Fuß gefasst habe aber diejenigen, die meine Werke kennen, wissen, dass ich nicht der Mann der leisen Töne bin. Das macht mich natürlich angreifbar, wenn auch der zitierte Populismus dazu beiträgt. Was immer mich antreibt, es sind meist die Ungerechtigkeiten, die ich sehe und anstelle laut Sch**** zu schreien, schreibe ich einen Text. Dieser fällt dann je nach dem auch ungestüm und roh gezimmert aus.
Dieses Gedicht ist ein sogenanntes Kriegsgedicht und hat eine Jahrhunderte lange Tradition , von Goethe (Die Feinde, sie weichen, wir schießen hinterdrein, wie schön ist es ein Mannsbild zu sein) verherrlichend bis Reinhard Mey (meine Söhne geb ich nicht) verneinend. Nach dem Brief der Künstler und dem nachfolgenden Shit Storm, war ich angenehm überrascht solche Worte von Franziskus zu hören im Gegensatz zu seinem orthodoxen Spezi Kyrill, dem es gar nicht schnell genug gehen kann mit der Generalmobilmachung. Vor diesem Hintergrund der Neuzeittöne, die häufig an die Goebbelsrede im Sportpalast (wollt ihr den totalen Krieg) erinnern, denke ich, dass so ein unbequemes Gedicht schon einen Platz in einem Gedichteforum haben sollte und nicht gleich in den Keller Lupanum verschoben wird.
Beislgrüße

Die Abstrahierung "blut" mrin lieber ........., ist der Taktung geschuldet. Mithin wird rünstig von den meisten schon als blutrünstig verstanden. Der Wortstamm geht auf Rinne zurück, wo auch gerade beim Schlachten Blut hindurch fließt.



Ob man innerlich voraus ist oder hinterherhinkt oder umständlich googeln muss, ist immer eine Sache der Perspektive oder des Betrachters, lieber .......  (Binsenweisheit ho ho ho)

Ich gebe gerne zu,  dass die Schlagwörter als Totschlagargument unterschiedlich gedeutet werden können: - als DADA eher nicht, als Sarkasmus vielleicht oder als gegenstandslos, weil ohne Bezug.
Auf 18 Zeilen hättest du sicher anders getextet und sicher brilliert, weil deine Perspektive auch eine andere ist, wie auch die Ausführung.

Ein Ackergaul taugt nicht für Sprünge machen wie ein Lippizaner aber wenn der Ackergaul den Pflug in der Furche zieht, hat er Respekt, weil er die Plackerei klaglos wegsteckt. Ich hatte noch nie das Verlangen in der Hoffburg Sorünge zu vollführen, was zur Erkenntnis führt, dass man nicht auf jeder Hochzeit tanzen muss und lieber den grob gestrickten Wams trägt, als das feine Livree.

Was hat das alles mit dem Handwerklichem zu tun, könnte man jetzt fragen. Ein Büchsenmacher sollte seine Arbeit beherrschen, sonst trifft die Kugel nicht..... könnte man sagen aber das wäre genau so,  als würde ein Rubens einem Kandinsky vorwerfen, er könne nicht malen oder ein Bach einem Stockhausen er wäre unmusikalisch. Immer ist es dem Zufall überlassen, wer da in der ersten Reihe sitzt und den spitzen Bleistift zückt.

Dein Zwang nur etwas Zugängliches, über der Kritik erhabenes abzuliefern, klopft zu viele Eventualitäten ab und vergisst dabei die Spontanit des wilden Grooves. Es ist perfekt, ja, aber es ist durcharrangiert und vom Blatt gespielt. Es ist der Kampf des Präzisionswiderstands gegen die Schöpfungshöhe.

Dein lyrischer Anspruch und dein Talent lassen keine Nachlässigkeiten zu und ich lebe damit seit ich denken kann. Ich bin auch d'accord, wenn mir jemand sagt: - dieser Trochäus verhagelt dir sämtliche jambischen Auftakte und wenn mir hernach ein Verbesserungsvorschlag gefällt, übernehme ich ihn gerne,  sofern er mein Werk, meine Denke nicht zur Unkenntlichkeit emtfremdet.
Beislgrüße

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Nun gut James, es gibt anscheinend Leser, die sich durch das Gedicht angesprochen fühlen aber nicht genau wissen warum, will sagen, dass es emotional etwas auslöst, weil sich jeder seine eigene Story dazu basteln kann.

Und dann gibt es die buchstabengetreuen Leser, die in jedem Wort einen Bezug herstellen müssen, nach kausalen und temporären Hintergründem forschen müssen und alles in ihnem Weltbild unterbringen müssen. Das Müssen steht hierbei als Axiom - "wie gehe ich mit meiner Welt um?"

Aber lieber James, ein Gedicht muss gar nichts, wenn es gelesen wird. Es kann ein Lächeln, wie bei der "Bellinale" erzeugen, aber ein Gedicht ist fern von jedem Zwang.

Mich wundert, dass das Handwerkliche, ohne die metrische Aufschlüsselung,  rein vom Leseverständnis her, so viele Irritationen bei dir erzeugt. Ich möchte deshalb das "Narrativ" etwas anders darstellen, quasi als Sonntagsbeschäftigung, am Beispiel einer Stammtischrunde. Vielleicht wird es dann besser verständlich. Ho ho ho.

Päpstliche Stammtischrunde

Dieter: Hey hast du das gelesen? Der Papst bellt! So was dämliches.

Erwin: Ey, bist du blöd Mann, damit ist die Nato gemeint die vor Russlands Tür sitzt und bellt.

Dieter: Aber die Nato kann doch auch nicht bellen.

Günter: Vergiss es, Dieter schnallt es nicht. Das ist als eine Warnung  gemeint an Russland, dass die sich wieder einkriegen sollen und die Ukrainer in Ruhe lassen sollen.
Der Papst ist nur sinnbildlich gemeint, du Eumel.

Dieter: Hier steht was von Lügner und Hetzer, wasn das für'n Scheiß?

Erwin: Das ist die Nato mit dem senilen Biden, der hat mit den Russen mal Klartext geredet. Klare Kante Junge, verstehste?  Hier in Deutschland stehn doch genug Leos und Haubitzen rum. Ab damit, rüber in die Ukraine, dort ham die ne bessere Verwendung als hier aufm Hof zu vergammeln. Alles rüber damit. Der Russe kricht jetzt ordentlich was auffe Mütze,  bis nach Moskau sach ich dir. Bis nach Moskau aber Hallo.

Dieter: Wieso nach Moskau, ich denke Kiew?

Günter: Klar Moskau, warte mal, wenn unsere Leos erstma drüben sind, dann macht der Russe gar nix mehr, sach ich dir. Die Ukrainer sind so geil drauf, die treten denen in Moskau innen Arsch, sach ich dir. Und dann noch die Krauss Maffey Haubitzen,  die schießen dir auf 40km das linke Auge wech. Die geilen Ukrainer machen jetzt den Russen komplett platt, die kommt nie wieder auffe Füße. Halleluja, man muss jetzt hart sein und Linie zeigen, die Russen haben's verknackt, wart nur wenn unsere Marder und Leos kommen.

Dieter: oh menno, das steht, dass der russische Außenheini mit dem totalen Krieg droht und einer Generalmobilmachung mit Reservisten unf Atomrraketen und so.

Erwin: Dem hammse wohl ins Hirn geschossen? Lass den Putin ruhig kommen mit seinem alten Schrott. Is doch alles mit Gaffa Band geflickt, hör auf.

Dieter: Abba könnte der Russe Berlin platt machen?

Günter: Lass ihn doch, dann machen wir Moskau platt, is doch logo. Nee, davor hat der viel zu viel Schiss.

Dieter: Also bringt die Bitte, tschuldigung das Bellen gar nix?

Günter: Nee, kanna sich schenken, bringt Null. Hey Babsi,  noch ne Runde. Mir egal, ob der bellt oder nich. Entweder ich fahr mit dem Wohnwagen nach Spanien odet ich setz mich in meinen Schutzraum und warte bis die Scheiße vorbei is. Wär ja noch schöner,  sich wegen so nem Russen ins Höschen machen, nee, echt nich.

Dieter: sach ma, wer ins dieser Polt? 

Erwin: das ist der bayrische Fernsehtyp.  Null Humor hat der, kein Vergleich zu Mario Barth und die ändern Schwachköppe, die auffa Liste stehen, kannste auch knicken. Alles Loser, weißte. Prost.

Schönen Sonntag, ich fahre heute rüber ins Elsass ... un petit peu.
Beislgrüße

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Wiesengeflüster / Re: Sarkastische Kommentare
« am: April 19, 2022, 13:26:06 »
Die Sanktionen sind völlig wirkungslos...
Die selbsternannten Kriegsexperten sitzen geifernd im Talksessel und wollen uns glauben machen die Wirtschaftssanktionen könnten Russland in die Knie zwingen und ein Kriegsende herbeiführen. Eine fatale Fehleinschätzung! Anders als wir im Westen sind die Russen gewöhnt einen Mangel zu verwalten und sich auf die Selbstversorgung zu besinnen oder glaubt tatsächlich jemand die Mehrheit interessiert sich in Russland, ob es McDonalds, Starbucks, oder H&M gibt? Die können sich Jahrzentelang alleine versorgen, während hierzulande die Löhne bald nicht mehr ausreichen, um zum Arbeitsplatz zu gelangen.

Die reichen Russen kaufen dann halt dringend benötigte Güter in Saudi Arabien oder sonstwo und lassen Ihn nach Russland transferieren. Für die normalen Russen wird Putin die Sozialleistungen erhöhen und sein Gas, Öl, Kohle kann er überall verkaufen. Von einem Staatsbankrott kann in  Russland nicht die Rede sein.

Letztlich reiten wir uns mit Sanktionen immer tiefer in den Schlamassel, treiben die Inflation nach oben, während die Geschäftemacher an der Preisschraube drehen. Zahlen muss am Ende der einfache Bürger, während die situierten Grünen im Liegestuhl die Füße hochlegen und im ZDF die Kriegstreiberklappe aufreißen.

Die Russen hingegen, mit ihren endlosen Rohstoffreserven werden von Indien und China hofiert und können in Ruhe abwarten wie wir uns selbst zerfleischen. Die lachen doch über so viel Naivität und wir glauben weiter der Westen wäre der Nabel der Welt.

Der Krieg ist aber für die russischen Oligarchen zum Problem geworden und ob die widerspruchslos Geschäftseinbußen hinnehmen, ist nicht anzunehmen und deshalb wird die Person Putin mehr und mehr zur Bürde. Das könnte für Putin zum Verhängnis werden.

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Die Misere begann schon 2008 anlässlich der Bukarester Verträge als die Nato wissentlich den Affront mit Russland provozierte
ZITAT ...Wir sind übereingekommen, dass diese beiden Länder Georgien und Ukraine Mitglieder der Nato werden ... Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer (/). Auch die Minsker Veträge I und II wurden seit 2015 nicht eingehalten.

Das bedeutet, dass der Überfall auf die Ukraine nicht aus heiterem Himmel erfolgte, sondern zuletzt als ultimative Warnung anlässlich der Olympischen Spiele ausgesprochen wurde. Die jetzt ergebnislose Diplomatie hätte vermieden werden können, wenn die Nato ihr Wort bezüglich der Osterweiterung gehalten hätte. Was würde die USA unternehmen, wenn Mexiko Russland gestatten würde Kurzstreckenraketen auf ihrem Territorium zu positionieren?

Selbstverständlich hat ein Land das Recht sich zu verteidigen aber nicht, wie im Falle der Ukraine, sämtliche Nachbarstaaten ultimativ mit Forderungen an den Rand eines Weltkrieges zu bringen. Je mehr schweres Kriegsgerät der Westen liefert, desto mehr steigt die Gefahr einer nicht mehr zu kontrollierenden Eskalation.

Im Falle einer Ausdehnung auf ganz Europa mittels taktischen Atomwaffen, wäre der Kriegstreiber Nummer eins in sicherer Entfernung. Das sollten wir nicht vergessen und vor allem hinterfragen wem eine solche Entwicklung nutzen würde.

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Wiesengeflüster / Re: Böse Kommentare
« am: April 16, 2022, 19:01:56 »
Es gibt keine russische Seele

Ich hatte auch immer vom bösen Diktator und der guten russischen Seele phantasiert. Die Russen waren seit Dostojewski und Tolstoi für mich fest als Kulturnation gebucht und das nicht nur weil es Stoff meiner Abil-Leseliste war. Ich muss hier leider zurückrudern.

Das Internet mit seinen zahlreichen Zeitzeugen hat ein anderes Bild der russischen Seele gezeigt, wie auch die Machenschaften des ukrainischen Präsidenten, der zig Millionen ins Ausland gescheffelt hat und sich jetzt als fordernder Kriegsheld im eigenen Fernsehstudio täglich ins Szene setzt.

Seit dem die russischen  ""Soldaten"" rund um Kiew marodierend wie Horden in Dörfern Menschen abgeknallt haben, Häuser geplündert, Frauen vergewaltigt haben und das zu Tausenden, kann ich kein Verständnis für die russische Seele mehr haben. Ich stelle mir die Frage, ob diese Gräueltaten nicht ein Teil des Selbstverständnisses ist, wie man mit Nichtrussen zu verfahren hat oder ob die lückenlose Propaganda diese Monster erschaffen hat. Als Krieg kann man das nicht bezeichnen

Es ist die Verantwortung der Generationen vor ihnen, die diese jungen Männer zu brutalen Mördern gemacht haben, die vor dem Leben jeden Respekt verloren haben. Lasst die Soldatenehre samt eurem Jesus stecken, liebe Orthodoxenjungs.

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: April 14, 2022, 14:47:33 »
Lieber Sufnus,
Kommentare sind willkommen. Klar.
Da ich die Gedichte für neuerliche Veröffentlichungen brauche, habe ich sie wegen der Übersichtlichkeit in einen Faden gestellt.
Beislgrüße

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Osterritus
« am: April 14, 2022, 14:41:18 »
Lieber Sufnus,
Zitat
Dieser Freiraum hat wohlgemerkt da seine Grenzen, wo die Freiheit des Andersdenkenden (ich liebe das zugehörige Zitat von Rosa L. sehr) in Frage gestellt wird!

Wenn mir also irgendein verlauster Mullah erzählen will, ich solle gefälligst so-und-so-oft-mal gen Mekka buckeln 
Gefällt mir sehr gut.
Beislgrüße

14
Wiesengeflüster / Re: Böse Kommentare
« am: April 12, 2022, 11:15:09 »
Ich kann und will dieser Frau nicht mehr zuhören. Seit Jahren immer wieder dieselbe Leier aber das soll nicht heißen, dass sie nicht Recht hat, im Gegenteil. Es ist die Art und Weise, mit der sie sämtliche Medien tausendfach mit ihren gedanklichen Piktogrammen überschwemmt, als kämen sie aus der selben Werbeagentur wie Klum/Bohlen.
Das kann man natürlich tun aber man sollte dann auch konstatieren, dass es Menschen gibt, denen diese Form von plakativer Sintflut einfach zu viel wird.

Allein die Tatsache, dass sie ihre Aufstehen Bewegung im Sich gelassen hat, wo sie mit Arbeit und persönlichem Einsatz hätte etwas bewirken können, zeigt wie wenig für sie den politischen Alltag mit senen immensen Belastungen geeignet ist.

Auch hätte sie längst aus der Partei "die Linken" austreten müssen und nicht diese Partei, die sie sogar ausschließen wollte, weiter zu nutzen, um bei Talkshows zu glänzen und sich dafür bezahlen zu lassen.

Es gibt Dinge, die gehen einfach nicht und so sehr ihre plakativen Warnungen eine Berechtigung haben, so wenig Verständnis habe ich für diese Werbepraktiken, bei denen es allem Anschein nach nur um eins geht - sie selbst und ihre werbewirksamen Aufritte.

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« am: April 11, 2022, 16:07:52 »
Gesampelt

In drei Sekunden gesampelt for free,
bleibt Präzisionswiderstand lapidar,
die Schöpfungshöhe indes verliert nie,
wenn's auch für Mercury Strafe war.

Mit Loops wird nur die Welt verschaukelt
und Riffs klingen nach Hendrix und Moore,
exzentrisch wird ein Stück vorgegaukelt
und endet im Kaufrausch auf Tour.

Warum belügst man die Fans mit Gefühl
und glaubt am Ende der Schlaue zu sein?
Ein Showman vor gereihtem Gestühl,
geflasht vom Geschäft und dem Schein.


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Gebrabbel

Versnobtes Gebrabbel als Marotte,
DA-DA-DA dominiert den Verstand,
ergeht sich im dümmlichen Spotte,
und versandet im Taka Tuka Land.

Jeder Spleen schiebt sich gerne ins Licht,
wie ein Dandy der glänzt im feinen Damast,
doch Wichtigkeit kommt immer von Wicht,
weshalb die Hose zu kurz und nicht passt.

■■■■

Befangen

Den Orthodoxen aufgesessen,
vergisst allzu man gern, was Toleranz
in einem freien Land bedeutet.
Das bisschen Terror lässt uns ganz
den Dreck im eignen Haus vergessen.

Wenn auch verständlich, dass  Verlangen
nach dieser schönen neuen Welt
betrifft gar nicht die Religionen,
denn wisse, unser Gott heißt Geld.
So sind wir richterlich befangen.

■■■■

Vor den Wahlen

Die Alten wühlen im Dunkeln nach Flaschen
und schleichen voll Scham zu den Tafeln.
Die Versorgten stopfen in eigene Taschen
und auf Plakaten liest man ihr Schwafeln.

Bei Wahlen geht's um eig'ne Interessen.
In Schlangen steh'n sie vor Fleischtrögen.
Ihre Slogans sind nach der Wahl vergessen,
sie grabschen auch kleinste Vermögen.

Sie spielen Krieg und drohen im blauen Kostümchen
und wieder daheim, verteilen sie Plätzchen und Blümchen.

■■■■■■

Willis schönstes Fest

Wer glaubt denn mit dem Tod ist alles aus?
Dann kommt doch erst der Leichenschmaus,
bei lecker Kaffee und Melissengeist
wird Tante Friedas Kuchen noch verspeist.

Die Anverwandten sind zutiefst betroffen,
doch bald ist die Bagage sturzbesoffen
und man erzählt ausführlich lang und breit
der Willi war kein Kind von Traurigkeit.

Wisst ihr noch wie er die Anni flachgelegt,
ganz ungeniert in dem Rhabarberbeet?
Oder wie er's mit Olga - die von drieben,
auf der Motorhaube hat getrieben?

Der Willi war ein richtig toller Hecht,
wie gerne hätt er heute mitgezecht,
doch wurde ihm der Spaß verdorben, weil
er schon steif - und nahm nur passiv teil.

■■■■■

Krematorium I

Ein Mensch liegt gut gekühlt im Keller,
der Körper ist schon säuberlich rasiert.
Bei Neonlicht betrachtet wirkt er heller,
weil er auf rostfrei Stahl plaziert.

Ein fahles Stückchen Fleisch, so teilnahmslos
wie ein Glücksspiellos, das nie gewonnen
und dort wo Lebenskraft in Adern floss,
herrscht nunmehr Stillstand, der geronnen.

Auf dem Tablett blitzt blankes Stahlgetier,
mit Zähnen und geschliffenen Kanten,
die scharfe Knochensäge steht Spalier,
zu teilen, was Glieder einst  umspannten.

Das letzte Teil vom Mensch ist nun seziert,
was einmal war, liegt da in Stücken
und wird auf einer Bahre transportiert
das Krematorium zu beschicken.

■■■■■■

Krematorium II

Und wenn sich schließt die Ofentür
mit dem gebuchten Platz am Rost -
kann doch ein Krematorium nix für,
für derlei Öfen ist ein Mensch nur Toast.

So mancher denkt, es wäre nun vorbei,
doch dann ertönt ein lautes Knallen,
vom Pathologen hört man einen Schrei
der lässt vor Schreck die Säge fallen.

Die Ofentür erzittert von der Wucht,
wenn Gas den Weg ins Freie sucht.
Ein Pathologe sollte lernen
vorher das Popcorn zu entfernen.

■■■■■ 05.05.22

Bellen vor der Tür

Kann der Papst noch bellen vor der Tür?
Er bellt, weil Lügner, Hetzer - also wir
es gar nicht mehr erwarten können
sich mit harter Kante schnell zu trennen
von den so ungeliebten Waffen,
um ihren Endsieg doch zu schaffen..

Darf der Papst noch bellen vor der Tür?
Wenn Stammtischbrüder so beim Bier
jedes Maß vom Tische fegen,
wie einst im Sportpalast die Reden.
Hört nur wie sie rünstig lachen,
nur Deppen, die sich Sorgen machen.

Muss der Papst jetzt bellen vor der Tür?
Die Wahl trifft Kanzler wie auch Kanonier,
denn für Paläste wie auch kleine Hütte,
gilt nur ein letztes Mal die Bitte -
und hört ihr nicht auf Papst und Polt
dann habt ihr Selbstgerechten es gewollt.

■■■■■

Künstler Chuzpe

Die Vollpfosten werden wieder gekürt,
es stehn ihnen die Haare zu Berge,
wenn ihre Chuzpe die Gülle verrührt,
feirern nur Kriegstreiber die Särge.

Vom Köpfeschütteln ist die Birne leer,
einmal zu viel habt ihr Balkon-Geklatscht,
den Künstler glaubt dir doch keiner mehr,
hast dich mit Stinkefinger abgewatscht.

Die Obrigkeit in deinem Spiel ist klug.
Die Eingereihten gröln im Narrenzug.

■■■■

Spontane Töne (konjunktivisch)

Erhörte ich so manch Gedanken,
der Melodei spontan entsprossen,
er täte minarettisch höher ranken
und brächte dar, was ich beschlossen.

Und zeigte sich ein Schalk erbötig
er flöge mit dem Schabernack wohlfeil,
und Töne, die blasphemisch nötig,
erklängen kunstvoll aus dem Hinterteil.

Man brächte nur das schnöde Mikrophon
gefährlich nah an die Rosette,
erklänge dann stakkatohafter Ton,
er läge nah bei der Librettokette.

Bibrrrfffhhth biprüfffhhhft fiiiiiiifffht

Nun sollten Karawanen applaudieren,
um diese Mühsal kunstvoll zu goutieren.

■■■■■
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