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Nachrichten - Agneta

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Kreide-Zeit
« am: August 18, 2019, 17:48:16 »
du hast den Text sehr nahe am Bild gesehen, lieber Erich. Klar, bist ja Lehrer.
Es geht mir hier aber nicht um die Darstellung des "Lehreralltags", sondern um eine tiefere Ebene. In einem anderen Forum kann man  nach Themen sortieren und dort hatte ich ihn unter Abhängigkeit eingestellt.
Der Lehrer ist hier nur ein Symbol für den (Be) Lehrenden. Ich will nun nicht zu viel verraten, um den anderen den Interpretationsspielraum nicht zu nehmen.
Deine Bemerkungen zu Schülern stimme ich jedoch voll zu, obwohl es darum hier nicht ging.
Der Text ist fiktiv. Wohl kaum ein Kollege würde je so agieren.
LG und danke dir von Agneta

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Wo Enzian und Freiheit ist / Kreide-Zeit
« am: August 18, 2019, 10:28:21 »
Kreide-Zeit

So oft hatte er seine Thesen an die schwarze Tafel seiner Welt geschrieben. In weißen Lettern:
Geht gerecht miteinander um, schützt die Natur, wehrt der Zerstörung durch Konsum, seht euch, nehmt euch wahr.
Er war jetzt sechzig. Immer wieder hatten andere seine Thesen weggewischt. Weggewischt mit diesem grüngrau melierten Lappen, der stets leicht faulig roch. Andere, die es besser zu wissen meinten oder die es gar nicht wussten oder die es nicht wissen wollten. Kollegen, Schüler, selbst der Schuldirektor. Von seinen Thesen blieben nur schlierig weiße Spuren, besonders, wenn die Mittagssonne in den Klassenraum fiel und die Tafel zu durchleuchten schien.
Sie legte unendliche dieser Spuren frei. Sie schlummerten in der Tiefe des dunklen Tableaus, als würden sie nur schlafen und als könne man sie jederzeit zurückholen. Er war jetzt sechzig, bald würde er in Pension gehen.
Eines Morgens kam ein neuer Kollege in den Klassenraum. Einer, dessen Kopf beim Laufen immer  leicht nach vorn gebeugt war, so, als wäre er eilig. So, als wolle er mit dem Kopf schon dort ankommen, wo er selbst noch nicht war.
Der Neue ging zur Tafel, nahm den Lappen, wischte wortlos. Akribisch. Fast lustvoll. Dann warf er ihm die Kreide zu und sagte: „Friss!“


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Verbrannte Erde / Re: Ver/wahr/lost
« am: August 16, 2019, 18:07:51 »
Lieber Erich,

die ersten drei Strophen sind sehr stark, die letzte würde ich tatsächlich weglassen. Denn die "Unberührbarkeit" des Verirrten wäre ein starker Schluss. Gleichzeitig zeigt sie auch seine Einsamkeit.
Sich zuwenden und Zuwendung zulassen heißt auch immer die Gefahr des Verletztwerdens, des sich Bloßstellens einzugehen. So kann selbst der Unberührbare noch eine Stärke haben, die aus einer Schwäche erwächst.
LG von Agnea

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Verbrannte Erde / Re: Jammergedicht
« am: August 16, 2019, 18:02:17 »
danke für eure Worte und die Anerkennung, die mir gut tut. LG von Agneta

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Fließgewässer
« am: August 16, 2019, 18:00:12 »
auch mir fiel die wunderbare Melodik mit vielen tiefen Vokalen auf, lieber Gum, die du hier zu einem Bild webst. Hinzu kommt die natürliche Entwicklung eines Rinnsals zum Fluss, immer mit dem Höchstmaß an Freiheit als Symbolik. Das spricht mich sehr an.
Einzig der Schluss mit dem Muss will mir auch vom Niveau her abfallend scheinen. Hier würde ich mir mehr "Protest" von der freien Seele wünschen und nicht ein lakonisches : naja...
Sehr sehr gene gelesen mit LG vonAgneta

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Einschlafen
« am: August 16, 2019, 17:50:06 »
ein Wohlgefühlgedicht, lieber Sufnus. Klangschön, formschön- einfach schön. Und ja, manchmal kann Schlaf auch Befreiung sein. LG von Agneta

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Tautologie
« am: August 16, 2019, 17:47:46 »
ich stimme Erich da vollkommen zu. Sein ist ein vages Kompositum aus subjektiver Realität, Wunsch und Faktum. Gerne drüber nachgedacht
LG von Agneta

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Die Messe der verlorenen Unschuld
« am: August 16, 2019, 17:39:38 »
obwohl ich bei meiner Interpretation bleiben möchte, lieber Erich, möchte ich dennoch etwas zu deiner Erklärung sagen:
aus Sicht einer Frau ( und ihr seid denke ich alles Männer) stellt sich das erste Mal etwas anders dar. Junge Menschen sind sehr unsicher, auch heute noch, wenn es wirklich zur Sache geht. Jungs haben Versagensängste, Mädchen haben Angst, ob sie auch hübsch genug sind ect. Die Hingabe, die du im Kopf hast, kann eine junge und unerfahrene Frau nur durch einen älteren und erfahrenen Mann erfahren. Junge Männer sind viel zu sehr "mit sich selbst beschäftigt" und da Sex in immer jüngeren Jahren paktiziert wird, wird dieses Thema immer brisanter.
 
Frauliche Grüße von Agneta

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Berg's Sehnsucht
« am: August 13, 2019, 17:16:15 »
Sufnus hat nicht unrecht, lieber Wolf. Die letzten 3 Verse sind gut, beinah oxymorotisch symboilisiert und würden ein gutes Gedicht abgeben. LG von Agneta

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Die Messe der verlorenen Unschuld
« am: August 13, 2019, 17:08:38 »
ich lese hier die Unschuld, also der Zustand von dem Menschen, der noch nicht Geschlechtsverkehr hatte.
Ich lese ( Messe, anbeten usw.) die Aussage eines Pfaffen, der sich an Kindern vergeht, das Nehmen der Unschuld quasi sich selbst zugenehmigt. ER ist der, der sie ihnen nehmen kann und dies ist dann auch noch ein Geschenk.
Geschrieben aus der Perspektive eines Verbrechers, der Kinder begehrt. Jedoch so "liebevoll", dass es einem Angst macht. Man liest ja in Zeitungen immer, dass diese kranken Menschen sich einreden, das Kind wolle es auch, würde es genießen ect.-

Auch wenn dieses Werk einem gesunden Menschen zeigt, wie tief verwoben solch einer in seiner Welt ist , die keine Schuld zulässt, auch, wenn es gerne als Krankheit oder Absonderlichkeit verharmlost wird und auch dieses Werk beinah dafür zu werben scheint, den Täter zu verstehen, bin und bleibe ich bei der Ansicht:
Solches ist die abscheulichste Variante von allen kaputten Menschen und verdient, dass man ihm das Ding abschneidet.
LG von Agneta

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Fadensalat (Aphorismen)
« am: August 13, 2019, 16:57:13 »
danke, lieber Sufnus. Ab und zu schreibe ich sowas mal gerne. LG von Agneta

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Verbrannte Erde / Re: Jammergedicht
« am: August 11, 2019, 09:29:47 »
ja, so ist es wohl, Liebe Eleonore. Manchmal spiegelt der Körper unsere seelische Verfassung wieder. Willkommen in diesem kleinen, beschaulichen und friedlichen Forum. Es wird dir sicherlich gefallen hier. Danke und lG von Agneta

Lieber Erich,
dir lieben Dank für deinen Zuspruch und Trost, den du  mir diesbezüglich schon so oft hast zukommen lassen. ich denke manchmal, ich nerve die Leute damit, auch mit meinen anhaltend traurigen Werken. Deshalb dachte ich, es wäre besser, nicht mehr zu schreiben. Ich habe noch so viele unveröffentlichte Werke im Fundus, aber ich habe im Moment keine Lust, mich mit anderen Themen gedanklich persönlich für mich zu befassen.
Einstellen könnte ich jede Menge, aber darum geht es ja nicht. Mir nicht... Du verstehst mich sicherlich
LG von Agneta

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Seelenspiegel
« am: August 10, 2019, 10:39:17 »
mit sich selbst im Reinen zu sein, ist ein gutes Fundament, liber Erich. LG von Agneta

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Verbrannte Erde / Jammergedicht
« am: August 10, 2019, 10:36:58 »
Jammergedicht

Seitdem mein Hund gestorben ist,
ist wirklich nix mehr mit mir los.
Ich fühl mich leer, ich fühl mich bloß,
mein Körper reagiert mit List.

Er schickt mir Schmerzen, will nicht heilen,
er legt mich flach, setzt mich schachmatt.
Ich würde gern im Freibad weilen,
doch dazu bin ich viel zu platt.

War immer stark, kenn mich nicht wieder,
und meine Werke sind ein Graus.
So lege ich den Stift nun nieder
und knips das Licht im Flur noch aus.

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Töchterchens Hände
« am: August 08, 2019, 18:59:54 »
ja, bei mir geht es so langsam besser, die Massage war gut, alles andre half wenig. Ein Wirbel war wohl ausgerenkt. Und zu viel Stress. Naja, den hatte ich reichlich seit Janoschs Tod und dem biestigen Karnickel... Dann noch oft der Kleine da, war wohl bisschen viel. Jetzt beruhigt sich alles so langsam. Tut aber immer noch weh. LG und danke von Agneta

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