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Nachrichten - Sufnus

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Ich sah
« am: Heute um 12:29:45 »
Liebe Agneta,
ich mag diese Verse, kann mich zwar in eKys Bedenken angesichts der Ausdünnung des Reims im Fortgang des Gedichts einfühlen, finde aber, dass dieses formale Element hier sehr gut zum Inhalt passt. Besonders schön finde ich das relativ offene Ende des Gedichts! :)
Von mir aus gerne auch mehr von diesen "moderneren" Tönen! :)
S.

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Das große Blühen
« am: März 23, 2019, 18:10:41 »
Lieber Curd,
gut gelaunte und gute Laune stiftende Zeilen, die in der guten Tradition der Dichtung des 19. Jahrhunderts die Brücke vom Kreislauf des Jahres zur inneren Menschennatur bauen - ein Phänomen, das ja tatsächlich jeder aus eigenem Erleben kennt.
Sehr gerne gelesen und ganz besonders schön finde ich übrigens, dass neben dem Krokus mit dem Winterling ein noch unzureichend besungener Frühlingsbote zu seinem Recht kommt, eine meiner Lieblingsblumen, sowie die Würdigung der "Frühlingsboten" Hasel und Weide.
LG!
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Metaphysik
« am: März 22, 2019, 16:30:44 »
Metaphysik

für Martin

Das Fenster bleibt zu:
Die Welt ist, was drinnen passiert.
Schnür nicht den Schuh,
denk dich nicht Fakten-zentriert!

Begriff und Verstand
und abzählbar-endlicher Sinn
zielen zum Rand,
aber reichen nicht hin.

Gedanken umrunden
den Kehrwert von Fehlen (dein Ich).
Leb unumwunden
über dem Schwellenwertstrich!



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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Welttheater
« am: März 22, 2019, 16:29:25 »
Lieber eKy, lieber Martin!
Vielen Dank für Eure inspirierenden Gedanken! Ich denke beide lasst Ihr - wenn ich Euch da nicht missinterpretiere - einen "Sinn" in diesem Welttheater durchaus gelten, soweit dieser vom je einzelnen Menschen geschaffen wurde, der daran dann aus der selbst gegrabenen Grube der Verzweiflung klettern kann - ein Baron Münchhausen, der sich an den eigenen Haaren aus einem selbst erzeugten Sumpf zieht.
LG!
S.

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Verbrannte Erde / Re: Schattentasten
« am: März 21, 2019, 17:03:23 »
Ein LI spricht mit seinem Schatten - also mit einem Teil (oder einer "Emanation") seiner Selbst, doch wird der Schatten als fremd und bedrohlich erlebt. Eine sehr schöne und doppelbödige Idee, lieber eKy! Das mag ich sehr!
S3 weist auf die Tatsache, dass der Schatten eng mit dem LI verflochten ist, für meinen Geschmack ein bisschen zu belehrend hin, diese Strophe bräuchte ich persönlich nicht sooo unbedingt, unbenommen ihrer sprachlichen Schönheiten.
Und ein klein bisschen sperrig finde ich auch das Wörtchen "Blauen" - hier offenbar als substantiviertes Verb im Sinn von "blau werden" verwendet. Da dieses Verb zwar korrekt, aber doch eher ungebräuchlich ist, dachte ich erst an eine Art elliptische Adjektivkonstruktion, wie man vielleicht von einem Rotwein als einem "Roten" reden würde, was aber hier natürlich keinen Sinn ergibt und sich beim gedanklichen Neuansetzen auch für mich geklärt hat.
Letzter Kritikpunkt: Den Titel find ich nicht so schön. Schattentasten klingt für mich irgendwie etwas humoristisch, es könnte eine neue Sportart oder Freizeitbeschäftigung sein. Ich denke, es war eine gewisse Doppeldeutigkeit geplant: Tastet hier das LI nach einem Schatten oder ist es der Schatten selbst, der nach dem LI greift? Aber sprachlich funktioniert es für mich nicht so richtig. Für andere vielleicht um so mehr. :)
Und nach dieser Mäkelei - und viel wichtiger als diese: In seinem Wohlklang und seiner perfekten sprachlichen Fügung gleicht das Gedicht - trotz seines düsteren Gehalts - einem Wellness-Schaumbad in Sprache, in welches man tief und wohlig eintauchen möchte, nur mit Mühe, angesichts seiner einschmeichelnden Diktion, noch den Kopf über Wasser haltend.
In der Hoffnung, dass Du mir nun als Strafe für mein Rumgenörgel keinen Föhn die Wann wirfst, verbleibe ich mit schaumigsten Grüßen,
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Welttheater
« am: März 21, 2019, 12:40:56 »
Welttheater

Durchdauern ins Vergänglichsein,
spektakelsatt und blind,
der Augenblick treibt Schulden ein.
die Welt dreht sich im Wind.

Das ozymandische Entfalten
schreibt Wollen groß mit Weh,
versucht noch Spuren festzuhalten
im fast gefallnen Schnee.

Vor Glücksverlangen so allein
wie frische Kinder sind,
den Schlaf im Schlaf vom Schlaf befrein,
die Welt dreht sich im Wind.

7
Das Blöken der Lämmer / Re: Das Nachtgespenst
« am: März 21, 2019, 09:53:00 »
Hey gum!
Wahrlich erlesene Bilder, ja sprachliche Kleinode, in jeder Strophe!
Schon das erste Tableau "Das Regengrau frisst durch die Fenster... " ist ganz außerordentlich! Wirklich wunderbar dann - und ein bisschen an Eichendorff'sche Romantik gemahnend - "Die Nacht wird mir zum Seelengarten." Begeisterung pur schließlich angesichts Deines gedoppelten Vergleichs von LI mit dem Wind, der wiederum einem Becher für den Regen zu vergleichen ist, wobei zuletzt in grandioser Umkehrung der "natürlichen Verhältnisse" der Becher seinem Inhalt entrinnt. Bei jedem Wiederlesen dieser Zeilen formiere ich mich zu einer kleinen jubelnden La Ola. Hier passt alles perfekt zusammen. Großes Kino!
Schwärmerische Grüße,
S.

8
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Mutatis Mutandis
« am: März 21, 2019, 09:19:04 »
Hi eKy!
Also gut... dann nehme ich hiermit das unvernünftig zurück! ... aber die Abkürzung bleibt.  ;D
LG! :)
S.

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: In froher Runde
« am: März 21, 2019, 09:14:17 »
Lieber eKy, lieber gum! Dankesehrst für Eure freundlichen Anmerkungen! :) In der Realität würde ich übrigens - zu eKys Beruhigung - Gästen keinen essigsauren Wein kredenzen, wenngleich ich in diesem Feld insgesamt auch leider keine allzu tiefgründige Expertise in Anspruch nehmen kann - ein schönes, kühles Kellerbier weiß doch auch durchaus zu gefallen, oder? Und Schnaps lehne ich für mich persönlich völlig ab - zu zartbesaitet für höhergradige Alkoholika... :)

10
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Preis der Demut
« am: März 20, 2019, 19:42:02 »
Hi eKy!
Mir gefällt das Gedicht - gerade in seinem etwas raunenden Ton ausnehmend gut, der (bei völliger grammatischer Kohärenz) die Zügel innerer Logik etwas schleifen lässt. Einzige Anmerkung: wäre in Z13 evtl. "zuzeiten" anstelle von "zu Zeiten" etwas eindeutiger in der Aussage?
Sehr gerne gelesen!!!
S.

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Verbrannte Erde / Re: Der gescheiterte Stylit
« am: März 18, 2019, 17:41:50 »
Moin eKy!
Ich habe einige Werke von Dir kommentatorisch nachzuholen, z. Zt. fehlt mir etwas die freie Zeit und der freie Kopf dafür - aber ich bleibe dran, z. B. in dem ich mich einmal dieser schönen Sonett-Variante mit ungewöhnlichem Metrum widme.
Zwar ist der Sechsheber natürlich der klassische Versfuß des deutschen Sonetts in der Schule der Barockdichter, aber eben als Jambus und nicht als Trochäus und in der Variante des jambischen Alexandriners, d. h. mit einer Mittelzäsur, die Du hier (abgesehen vom trochäischen betonten Auftakt) fast durchgängig vermeidest, was die sprachliche Schwierigkeit durchaus erhöht!
Dazu, und das erfreut mich noch viel mehr, ist auch das Reimschema vorzüglich originell und höchst erbaulich: ABBA - ACCA - DBD - DCD. Ganz ungewöhnlich!
Interessant - um nur einen Aspekt herauszuheben - ist daran, dass Archipel fast wie ein Waisenreim wirkt, weil das letzte korrespondierende Reimwort schon einige Zeilen her ist, aber man hat es doch noch so ein bisschen im Ohr, so dass hier ein ganz feines, schwebendes Klangband zum zweiten Quartett gewunden wird. Ich bin nur nicht ganz sicher, ob "schmal" hier so das richtige Adjektiv ist, natürlich könnte man sich einen Archipel auch als einen schmalen Streifen von hinter einander liegenden Inselchen vorstellen, aber damit wird für mich dann irgendwie eine geometrische Verbindung zur schmalen Säule geknüpft, die ich nicht ganz 1:1 nachvollziehen kann. Das ist aber jetzt haarscharf an der Grenze der Beckmesserei entlangargumentiert... ich lass mal offen auf welcher Seite der Grenze... trotzdem würde mir persönlich "heilen" besser als "schmalen" gefallen. Vielleicht denkst Du aber auch an Archipel Gulag, dann passt das heile natürlich nicht. :)
Eine Erwähnung wert ist natürlich auch die einem alten Lateiner würdigen Kunst der Satzperiode, die Du hier mit einem beide Quartette überspannenden Satzgefüge präsentierst. Chapeau!
Und um nochmal etwas forenübergreifend zu agieren: ich finde es gut, dass der Heilige auf seiner Säule sitzenbleibt und mit sich hadert und nicht - wie von Thomas im Eiland mit zugegebenermaßen sehr schönen Versen - vorgeschlagen von selbiger runtergekraxelt kommt. Auch das natürlich ein reine Geschmacksfrage, die vielerlei Meinungen zulässt. :)
Sehr gerne gelesen!
S.

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wunden verwunden?
« am: März 18, 2019, 10:37:56 »
Vielen Dank und lieben Gruß, Agneta! :)

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Im Gras wispert Hoffnung / In froher Runde
« am: März 18, 2019, 07:26:32 »
In froher Runde

Am Abendausgang klebt ein Schildchen "Morgen".
So sitzen wir die Nacht gedanklich aus,
indem wir uns als Vorschuss Zukunft borgen:
Wirst sehn, das wird schon wieder, altes Haus!

Jetzt feiern wir in kleiner, feiner Runde
(heißt: Autor, meinereiner, Lyrik-Ich),
der Rote kreist reihum vom Mund zu Munde
und nicht das Gästezeug mit Essigstich!

Wir werden uns die Nacht schon noch versüßen
und saufen uns die Sorgen einfach schön,
das Leben wolln wir nicht mit Trübsal büßen:
Ein Hoch auf Spaß und Wein und Naproxen!




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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Mutatis Mutandis
« am: März 18, 2019, 07:19:37 »
:) ... aber das liest doch kein Vernünftiger Leser als "Zett beh"... soll nur das Druckbild etwas struppifizieren... ;) 

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Feuer und Eis
« am: März 18, 2019, 07:17:28 »
Hey eKy!
Dank Dir für das Feedback! Ich glaube, man kann die Zeilen noch retten... ich werd bei Gelegenheit nochmal an Metrum und Kadenzen nachjustieren... :)
LG,
S.
P.S.:
Und gute Besserung, eKy! Erkältungen sind wirklich etwas höchst Lästiges!

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