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Nachrichten - Sufnus

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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Fazit
« am: Heute um 18:36:13 »
Lieber Martin! :)

Vielen Dank für Deinen Kommentar! Und nichts weiter von bösen Geschöpfen!

Heute wolln wir lustig sein,
uns am Dasein frech ergötzen!
Rotes Herz und roter Wein
solln den Abend letzen!


S.

2
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Handgestrickt
« am: Heute um 17:51:47 »
Dieses ganz zauberhafte Gedicht ist wirklich noch unzureichend gerühmt worden! Leute (inklusive mir), lest und kommentiert mehr Gummibaumgedichte! :D
Ich persönlich würde zärtlich und renitent groß schreiben, weil die beiden Wörter hier als Substantive gebraucht werden. eKys Alternativ-Vorschlag der Setzung in Anführungszeichen ist auch eine Überlegung wert. :)
Sehr sehr gerne gelesen!
S.

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Lernend leben
« am: Heute um 16:06:02 »
 ;D ;D ;D Wir sollten eigentlich mal einen Thread für bewusst schlecht gemachte Gedichte eröffnen... das könnte überaus unterhaltsam sein...
Wobei ich mich kaum traue es auszusprechen... sooo schlecht ist Deine Poetopolemik gegen die Auswüchse der Moderne irgendwie gar nicht geraten... liest sich süffig und macht gute Laune... also da hab ich schon schlechtere gereimte Gedichte gelesen (natürlich nicht von Dir!)  >:D
Gutgelaunte Grüße!
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Bittersüß
« am: Heute um 16:02:47 »
Formal ähnlich gebaut wie in Deinem Gedicht Schlussakkord. Relativ kurze Zeilen mit regelmäßigen Paarreimen und zahllosen Binnenreimen und Assonanzen, was einen ungeheuren Lesesog erzeugt... gefällt mir auch richtig richtig gut!!! Schön auch hier wieder der eingebaute Moment des Atemholens (diesmal in der letzten Zeile), die zugleich einen hoffnungsfrohen Ausblick in die Zukunft ermöglicht.
Sehr sehr gerne gelesen! :)
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Schlussakkord
« am: Heute um 15:59:42 »
Bravobravissimo!!! Da capo!!!
Ein wahrlich langgezogener, strahlender Schlussakkord, der aus einem einzigen Satz (jetzt bin ich vom Musikalischen ins Syntaktische gewechselt ;) ) besteht. Und der Moment, als ich innerlich Atem schöpfen musste, war genau in Z. 8 erreicht: Nach dem Wörtchen Atemzuge... Du bist ein Fuchs!!!
Eine Mini-Grammatikinkonsistenz: Du wechselt vom Singular (sammelt) ins Plural (sind verloren). Sonst gibt's nur langanhaltenden Applaus (siehe oben) und keine Meckerei. :)
LG!
S.

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Lernend leben
« am: August 19, 2019, 16:51:23 »
Hier gibt es kaum "moderne" Schreiber oder des gehobenen Sprachstils nur leidlich Kundige, was ich als sehr angenhem empfinde!

Hier will ich doch kurz und bescheiden einhaken und ein kleines Fähnchen für "moderne" Schreiber schwenken... (natürlich ohne an Deine Vorlieben bzw. Abneigen rühren zu wollen). :) Moderne Lyrik ist ja erstmal nicht besonders jung... ich würde den Anfang moderner Lyrik in Deutschland auf die Zeit um 1910 datieren (Heym, Stramm, Lichtenstein, Benn, van Hoddis) und meines Erachtens ist Lyrik in Deutschland seither nicht mehr wesentlich mutiger oder experimenteller geworden. Vielleicht kommt in den nächsten Jahren eine Generation neuer Lyriker, die die Grenzen der Sprache nochmal sinnvoll und schöpferisch erweitert... eine Hoffnung, die so alt ist wie die Lyrik. ;)

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Berg's Sehnsucht
« am: August 19, 2019, 15:57:40 »
Ich hab wirklich nix gegen Experimente! :) Aber warum nur Riesschritt? Das ist doch wirklich ein seltsames Wort und klingt nicht mal besonders gut... man kann mit diesem Wort ganz sicher hervorragende Nonsenslyrik schreiben - fast juckt es mich - aber in ernst gemeinter Poesie ist das wirklich schräg...
Wie dem auch sei: Lass Dich von meinen Anmerkungen ja nicht verdrießen, sondern mach Dein Ding! Du hast so originelle Ideen... es käme halt nur einfach viel mehr dabei heraus, wenn Du Dich wenigstens etwas mit der Formenlehre (Klang, Reim, Metrik, Versbau) beschäftigen und mehr Gedichte von Könnern lesen würdest. Da Du einen sehr pathetischen (das meine ich jetzt nicht negativ!) Stil pflegst, wäre vielleicht die Lyrik von Thomas Bernhard etwas für Dich (Gesammelte Gedichte, Suhrkamp)? Oder als bewusstes "Gegenmittel" gegen diesen Stil eine Lektüre der lakonischen Gedichte von Peter Maiwald (Ich ging den Worten auf den Leim, Edition Virgines)?

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Du Linde
« am: August 19, 2019, 15:43:46 »
Also da hab ich jetzt wirklich garnix zu meckern. Ich setz mich einfach glücklich unter die Linde und genieße!!! Inhaltliche Kostbarkeiten, warmer, geschmeidiger Klang, heitere Stimmung, stimmige Form... schön. :)

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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Fazit
« am: August 19, 2019, 15:39:03 »
Fazit

All unser Drängen ist hienieden so vergänglich,
der dümmste Widerspruch in sich heißt: Lebenslänglich.

10
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Kluges Kind
« am: August 19, 2019, 15:38:17 »
Hey Curd!
Dein herrliches Antwortgedicht lese ich jetzt erst... (isländische Vulkan-)Asche auf mein Haupt!!!
Hoffentlich ist das Kind nicht mit einem Köpper in den Geysir gesprungen!  :o
LG!
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Aufklärung
« am: August 19, 2019, 15:17:09 »
Hi eKy!
Da bin ich nochmal über eines Deiner letzthin eingestellten großartigen Werke gestolpert, das völlig unverdientermaßen unkommentiert geblieben ist.
Um diesem Missstand abzuhelfen, fange ich diesmal aber mal erst mit der Kritik an und geh dann zum Rühmen über ;)
Mir scheint nämlich, dass die letzte Zeile ein wenig reimgeschuldet angehängt wurde und um das Schema der vier Quartette zu vervollständigen. Die direkte Anrede des lyrischen Du's in den drei vorangehenden Zeilen der letzten Strophe finde ich viel eindringlicher als den relativ abstrakt wirkenden Abschluss und der Konjunktiv II "verlöre" schwächt die Kraft der Aussage zusätzlich ab. Vielleicht ließe sich mit "zerstören" eine letzte Zeile finden, die kraftvoll genug ist, um mit den vorangehenden Versen mitzuhalten? In Frage käme auch ein Umbau in ein Sonett. Nur so Gedanken ins Unreine.
Womit jetzt wahrlich genug gemeckert wurde! Ich finde nämlich von diesem eigentlich recht kleingewichtigen Einwand abgesehen (der nur um der Erläuterung willen so viel Raum einnahm), dieses Werk äußerst mitreißend formuliert, mit großer Verve, beinahe schon Furor, geschrieben, sind diese Zeilen eine grandiose Absage an jede Form von denkfauler Frömmelei und ein spürbar von Herzen kommender Aufruf "sich seines eigenen Verstandes zu bedienen"!
Sehr schön und sehr kommentierenswert! ;)
S.

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Wo Enzian und Freiheit ist / Schwarze Schafe
« am: August 19, 2019, 13:39:33 »
Und wieder was Älteres in leicht überarbeiteter Form.

Schwarze Schafe

Es ist nicht gut allein zu sein!
Der Mensch: ein Herdentier,
doch schließt die Herde ungern ein
das schwarzes Schaf in ihr
geheiligtes Revier.

Nenns Schafverstand, nenns Hundsgemein,
so leicht gibt's kein Quartier:
Es ist nicht gut, allein zu sein,
doch lieber zeigen wir
dem schwarzen Schaf die Tür.

Trägt da die böse Herde Schuld?
Ist so die Welt bestellt?
Wie immer auch die Antwort fällt,
wer sich ans Weltverbessern hält,
braucht eine Schafsgeduld.

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Dialog
« am: August 19, 2019, 10:17:36 »
Dankeschön, eKy für Dein Lob und die Verbesserungsarbeit! :)
Ursprünglich war das Gedicht fünfhebig und die Ursprungszeile in S2Z3 lautete "Viel Herzen kenne ich, die sich verrannten", beim Zusammenstreichen der Silben ist dann der verkürzte Relativsatz übrig geblieben. Ich denk mal nochmal über die Stelle nach. :)
Und was das Geschlecht des Herzens angeht... also ich würd zumindest mal die Intention von mir weisen, die Flatterhaftigkeit besungen und in denunziatorischer Absicht weiblich personifiziert zu haben. :o Nichts läge mir ferner... :) Es geht für mich hier eher um den Aufbruch eines Herzens ins Unbekannte, und die möglichen Gefahren werden vom LI klar zur Sprache gebracht, indes: Das Herz lässt sich nicht befehlen.
Warum ich mir das Herz nun weiblich vorgestellt habe? Nun, ich denke tatsächlich, dass die Unerfülltheit von Lebenssehnsüchten, um die es hier auch geht, in einer "man's world" noch (sic!) eher weiblich als männlich konnotiert ist, insofern war die feminine Form für mich naheliegend. :)
Lg!
S.

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Fließgewässer
« am: August 19, 2019, 09:54:43 »
Interessanter Gedanke, Eleonara! :)
Das Bächlein, das zum Fluss wird und dann ins Meer einmündet ist ja in der Tat ein erprobtes und bewährtes Bild für die Lebensphasen eines Menschen und entsprechend könnte man das Aufgehen des Flusses im Meer mit dem Tod gleichsetzen und dann wahlweise den Gedanken anknüpfen, dass entweder das Individuum sich mit dem Tod endgültig im Naturganzen auflöst (Ganztod) oder aber in einen Kreislauf eintritt und (man könnte hier das Bild um Regenwolken erweitern) als (womöglich Verwandeltes) wieder zu neuem Leben erweckt wird.
Ich denke aber, dass die Allegorese des Bildes von den Entwicklungsstufen eines Fließgewässers nicht zwingend und ausschließlich auf ein ganzes Menschenleben bis hin zu seinem Tod übertragen werden muss.
Goethes Sonett "Mächtiges Überraschen", das mit einem ähnlichen Bild arbeitet, ist in einen Zyklus eingegliedert, der sich der Liebe widmet (das Goethe'sche Thema schlechthin). So könnte also z. B. das Schicksal des Baches auch verschiedene Phasen menschlichen Zusammenfindens beschreiben. Wieder eine andere Möglichkeit wäre, das Gedicht als poetisches Gegenstück zum Bildungsroman aufzufassen. Und zuletzt könnte man es natürlich auch als Naturbeschreibung stehen lassen, so wie sie ist - eine Deutungshaltung, die uns vielleicht widerstrebt, weil die Tradition der bürgerlichen Lyrik des 19. Jahrhunderts uns den Reflex antrainiert hat, dass jede lyrische Naturbeschreibung immer auf den Menschen zu übertragen ist, eine Haltung nichts desto trotz, die auf weitaus ältere Traditionen zurückgreifen könnte, die weniger Anthropozentrisch geprägt waren und mehr das Naturganze im Blick hatten.
Viele Grüße,
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Tautologie
« am: August 19, 2019, 09:16:58 »
Vielen Dank, liebe Agneta, für Deinen Kommentar! :) Mir gefällt vor allem Deine Unterscheidung von subjektiver Realität und Faktum! :) Das Thema bietet, denke ich, noch etliche Anknüpfungspunkte für den ein oder andere poetischen Gedanken. :)
Und in diesem Sinne gefällt mir auch Dein Impromptu ganz ausgezeichnet, lieber gum! Sehr schöner Einfall!  ;D
Lg!
S.

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