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Nachrichten - Sufnus

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Ach Natur Vergissmeinnicht / Gewitterselfie
« am: April 19, 2019, 14:23:57 »
Gewitterselfie

Die Fäuste himmelhoch geballt
zur Sintflut - Stratocumuli,
getürmte Engelsburgen, die
ein Gott im Sturm nahm mit Gewalt:

Der Streit ist neu, die Wut ist alt,
wer äfft vor solcher Szenerie
die Elemente? Blasphemie!
Ein Lächeln. Blitzlicht. Donner hallt.





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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wir beide
« am: April 01, 2019, 19:32:38 »
Wie bereits gesagt: "Wir beiden" ist eine durchaus korrekte Nebenform.

Der Duden sagt dazu:

"Beispiele zur Beugung:

die beiden, diese beiden

...

wir beide, seltener wir beiden"

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Metaphysik
« am: April 01, 2019, 10:39:48 »
@Curd!
Am 22. war ich - soweit überliefert - völlig unbeschickert und keinesfalls Nööö. :)
Grüße!
S.
P.S.:
Wo ich schon mal dabei war, hab ich noch zwei kleine Änderungen vorgenommen... :)

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wir Beiden
« am: April 01, 2019, 10:35:42 »
"Wir beiden" ginge durchaus auch, das ist eine seltenere Nebenform zu "Wir beide". :) Nur Kleinschreibung wird dudenseitig i. d. T. gefordert, egal ob "beide" oder "beiden". :)
... gern gelesen! :)
S.

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Verbrannte Erde / Re: Alterszynismus
« am: März 29, 2019, 13:09:01 »
Hi eKy!
Wie schön, dass Du dieses feine Jugendwerk ;) aus einer früheren Schaffensperiode noch einmal ans wärmende Licht der Wiese geholt hast!
Es ist quasi ein klassisches Gegenmodell zu den von Dir kürzlich erprobten Querreimen: Hier sind sowohl die Hebungen (abwechselnd 6 und 5) also auch die Endreime im Kreuzschema (ABAB) gestaltet, so dass sich reimende Zeilen immer die gleiche Anzahl an Hebungen aufweisen. Es wäre einmal ein interessantes Experiment, wie sich der Ton des Gedichts ändert, wenn z. B. entweder die Hebungen oder die Reimendungen umarmend (also ABBA usw.) gestaltet würden, so dass ein Querreim-Muster entsteht.
Was mich aber ganz besonders erfreut hat, ist die Mittelstrophe: Ich weiß nicht, ob das Absicht war oder nicht, aber Du benutzt in dieser Strophe genau die Reimendungen der Z. 9 bis 12 von Goethes "Zueignung", sogar fast mit den identischen Wörtern - nur "herauf" und "auf" sind vertauscht.
Ob nun gewollt oder nicht, ist das natürlich eine sehr beziehungsreiche Anspielung auf ein Gedicht, das sich ebenfalls mit der Frage nach der Wirksamkeit einer fernen Jugendvergangenheit für unser altersmüdes Heute beschäftigt. Eine schöne Meta-Ebene, die Du so in Dein Werk eingeflochten hast, lieber eKy! :)
LG!
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Britta (sapph. Ode)
« am: März 29, 2019, 12:59:23 »
Hi Agneta! :)
Ein Gedicht, das sich eines altehrwürdigen Schemas bedient und in seiner metrischen Formstrenge Hölderlinsche Klänge heraufbeschwört. Freut mich sehr, hier einmal etwas so Ungewöhnliches zu lesen! :)
Danke, Agneta, für dieses schöne Gedicht im klassizistischen Stil! :)
Der Knaller ist aber m. E. der Kippeffekt, der durch die letzte Strophe erzielt wird. Wenn man sich das Gedicht einmal mit und einmal ohne die letzte Strophe denkt, hat man zwei komplett unterschiedliche Werke vor sich. Ohne die letzte Strophe ist das Gedicht quasi aus der Zeit gefallen und hat einen durchgängig hohen Ton. Mit der letzten Strophe wechselt die Ebene plötzlich von Orchideenblüten und Mammutbäumen zu Britta und einem 40-jährigen Abi-Jubiläum, dadurch bekommt der Ton der ersten vier Strophen eine derartige Alltags-Erdung, dass es sich wie ein wuchtiger Aufprall auf dem Boden der Tatsachen anfühlt... das war für mich beim Lesen ein richtiger Schock und erzeugt natürlich auch einen ungeheuer komischen Effekt. War das so kalkuliert?
Sehr gerne gelesen! :)
S.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Insomnia
« am: März 29, 2019, 12:40:20 »
Insomnia

Beim Wachliegen sammeln sich Dinge,
Versprechungen, Schulden zu mehr:
Wenns nur nach dem Hierbleiben ginge,
wäre kein Plätzchen mehr leer.

Ach wie die Liebsten rascheln,
verstaut für den Umzug ins Licht,
gepackte Kisten und Taschen,
samt lyrischem Ich im Gedicht.



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Verbrannte Erde / Re: Schattentasten
« am: März 26, 2019, 11:45:36 »
Wegen ehrlich geschilderter Eindrücke, die nur deshalb so viel Raum in deinem Kommi einnehmen, weil du die Freundlichkeit besitzt, dich genau zu erklären und so ausführlich, dass keine Missverständnisse im Raum verbleiben, sollte ich dir gram sein? Gar einen Föhn in die Wanne werfen!? - Aber nicht doch! Ich hab ja nicht mal einen! Schau mein Avatarbild an ... wozu sollte ich wohl einen Föhn brauchen!?  ;D ;)

Im Grunde kommentiere ich ja genau wie du, halte mit aus meiner Sicht gerechtfertigten Einwendungen nicht hinterm Berg, sage aufrichtig, was ich denke - wie stünde es mir wohl an, jemandem, der es ebenso macht wie ich, darob zu grollen!? Sei gestrost - so klein bin ich nicht.  :)

Deine Hinweise beruhigen mich, lieber eKy! :) (vor allem der nachvollziehbare Hinweis, dass Du gar keinen Föhn hast!)... jetzt kann ich mich gelassen in die Wanne begeben...  ;D

Und ich muss auch sagen, dass ich unsere wechselseitigen "Vertiefungen" mit entsprechender Detailkritik sehr genieße und für meine Verse auch als sehr bereichernd empfinde (bin z. B. immer noch ganz begeistert von Deiner Glanzidee aus dem Nebelland ein Revier zu machen!).

Ich frage mich aber dann und wann schon, ob ich anderen Usern damit womöglich ganz schön auf den Sack geh... da die meisten Menschen ja relativ höflich sind, kann ich das einer Antwort nicht immer ganz eindeutig entnehmen... schlimm wäre es daher, wenn durch dieses mein Augenmerk auf einzelne Details womöglich manch einer abgeschreckt würde, hier Gedichte einzustellen... daher gelobe ich feierlich, bei Anzeichen dafür, dass ein User nicht so auf dieses "Sezieren" steht, auch keine entsprechenden Statements zu produzieren... ich muss es halt nur mitbekommen... weshalb ich halt - je nach länge meiner Leitung ein paarmal anteste, bevor ichs dann schnalle... :)

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Das Blöken der Lämmer / Re: Letztes Unwohlsein
« am: März 26, 2019, 11:26:40 »
Hi!
Diese herrliche Fabel vom winterlich behelligten Frühling habe ich beinahe überlesen... das wäre sehr schade gewesen! Ein äußerst origineller Einfall, lieber gum!
Meine einzige Detailbemerkung betrifft das Verb "wiegen": Für mich passt es nicht 100%ig zu den "Hochzeitsstimmen" und dem "Blütenduft". Ich vermute es ist hier wiegen im Sinne von "schaukeln" gemeint (wenn man z. B. ein Kind hin- und herwiegt) oder geht es doch um das Gewicht? Irgendwie ist mir persönlich das hier etwas zu "uneigentlich" und metaphorisch gesprochen und passt für mich ganz subjektiv nicht so perfekt zum restlichen Tonfall des Gedichts. Aber nur ein Miniaspekt, über den ich jetzt schon viel zu viele Worte verliere...
Sehr sehr gerne und mit amüsiertem Schmunzeln gelesen.... der arme Frühling!!!
S.



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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Ich sah
« am: März 26, 2019, 11:08:42 »
Ist doch gar kein Problem! Von mir aus hättest Du es auch nicht korrigieren müssen... ich gefiel mir grad in der Rolle... :)

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Metaphysik
« am: März 25, 2019, 21:02:41 »
Lieber, guter Martin!
Über unserer geblümten Nachtgespenste tragikomische Versuche hinweg, uns aus der wohlverdienten Hiesigkeit zu locken - seien diese Ausflockungen nun hügelförmig oder bernsteinfarben - hebe ich das Glas: Auf Mut, Gelächter und Freundlichkeit! :)
Und auch Dir, lieber old Gum, besten Dank für lobende Worte und fürs Dasein! :)
Merkt man, dass ich grad ein bissel beschickert bin??? Nööö... oder?!  :)

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Verbrannte Erde / Re: Vor der Schlacht
« am: März 25, 2019, 16:58:37 »
Vielen Dank für die näheren Erläuterungen zum Thema Querreim. Wobei ich sagen muss, dass mir die Version mit dem Paarreimen (AABB) am wenigsten wirkungsvoll erscheint. ABBA funktioniert in dieser Vorgabe genauso und wirkt viel intensiver und eleganter.

Es kommt m. E. immer drauf an, wie "elegant" die Sprache gefügt sein soll - gewolltes Ungelenkklingen ist ja kein ganz unübliches Vorgehen (manchmal wird das natürlich auch nur nachgeschoben, um eigene Defizite durch den Verweis "das soll aber so!" zu bemänteln  ;D )...

Und der klassische Gegenreim (oder Konterreim) setzt tatsächlich auf umarmende Reime (ABBA) und über Kreuz gesetzte Metrik (4-Heber - 3-Heber - 4-Heber - 3-Heber)... mein paargereimtes Schema ist also ziemlich unorthodox, war aber bewusst gewählt, weil halt auch das nicht gegengereimte Textbeispiel von Herrn Walther, in dem Reimzeilen und Hebigkeit korrespondieren, paargereimt war.

Ich bin aber der Meinung, jede Kombi von Reimschema und "gegen den Strich" gebürsteter Metrik sollte "erlaubt" sein. Wesentlich für die Wirkung ist m. E. die Vierzeiligkeit. Und der Effekt des "Holperns" dürfte - im Großen und Ganzen - umso ausgeprägter sein, je kurzsilbiger die Zeilen sind. Also beim Wechsel von 3- auf 2-Heber dürfte der Kontrasteffekt stärker sein als beim Wechsel von 6-Heber auf 5-Heber, denke ich.

Lg!

S.

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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Kluges Kind
« am: März 25, 2019, 16:47:47 »
Hi eKy!
Das Revier nehm ich gern! Vielen Dank für die Idee - gefällt mir auch (abseits der metrischen Angleichung) als ein nüchternerer Begriff besser als das arg ins Metaphorische schielende Nebelland! :)
Lg!
S.

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Ich sah
« am: März 25, 2019, 16:28:27 »
*Gummimaske aufsetz*
Gerngeschehn, liebe Agneta!  ;D
Lg!
G.


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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Kluges Kind
« am: März 24, 2019, 15:33:00 »
Kluges Kind

"Im Revier des Unbekannten
drohen keine Abbruchkanten,
weil sie nicht zu sehen sind!",
sprach am Brunnenrand das Kind.

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