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Themen - Martin Römer

Seiten: [1] 2
1
Wo Enzian und Freiheit ist / Wurzeln der Wollust
« am: Januar 14, 2019, 10:39:57 »
Stille, werte Spatzen, und kein Scherzen?
Martin wacht ingleichen bang im Mai.
Hach, er wartet Höllenmacht im Herzen –
in der Birne hat der Bub bloß Brei!

Winziges blinkt nicht auf seinen Wegen.
Weh, er tänzelt blindlings durch die Wüste!
Läuft die Lady ihm erneut entgegen,
die das Leben ihm mit Last versüßte?

Güte und Gesang sind eine Glut,
welche immer tost und allseits rann.
Menschen wurden Menschen nur durch Mut.
Martin sehnt sich nach dem strammen Mann.

2
Im Gras wispert Hoffnung / Silvester auf der Schwelle
« am: Dezember 30, 2018, 16:31:35 »
Ich werd mich ohne Irrnis locker machen,
wo ist der Sturmwind, wo sind meine Sitten,
der Schönsten gleich hab ich mit Spaß gelitten
und lauern in den Daunen nicht die Drachen?

Ich werd mich ohne Irrnis locker machen.
Beklommen schau ich einen Berg an Bitten.
Hab ich im Herzen meinen Hain durchritten,
bin ich vergnügt der Starke unter Schwachen.

Ich werd mich ohne Irrnis locker machen,
Zerfall und Zeit mit einem Zug zu nippen,
mein Lauf bewahr statt Liebesglut das Lachen –

die Kraft liegt wie ein Koppel um die Klippen,
das Selbst gleich einem Springquell anzufachen:
denn alle Seelen schweifen, Schnee zu schippen.






https://www.youtube.com/watch?v=2jSqV9o8GTU



3
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Martin träumt vom Mühlviertel
« am: Dezember 26, 2018, 11:24:42 »
Das ist Ding wohl jeder Dichtergilde –
Schlösser baut man viel aus fremdem Sand,
auch hat man die Huren nicht zur Hand
und von allen Mächten bloß die Milde.

Sterne fand ich, Sitte kaum und Seuchen –
dennoch kriech ich unter Peitschenhieben,
schwärme fort, Prinzessinnen zu dieben:
ist Ekstase nicht auch das Entfleuchen?

Mir, dem Martin, ist ein Most die Marter
und ich treib mit Wesen andrer Welten –
gleich den Eruptiven und Entstellten –
in das Nichts: als Nigromant gelahrter.





Eremit Erich
hat eines dieser „komischen Brieflein“
unterm Baum noch nicht gesehen.......

4
Ich habe Soziopathen jetzt wie Stroh.
Ich schritt, die Sau der Säue zu erreichen.
Ich sah den Klumpen Kot, den Kopf im Klo.
Ich sah: das Zimtgebäck ist nicht ihr Zeichen.

Ich schau das Sterben ohne jedes Sieb.
Ich wollte doch, dass alle Sachen fließen…
Ich wollte doch den Honig wie den Hieb…
Ich darf die Kost an einem Kreuz genießen!

Ich brauche nicht die Leuen, um zu raufen.
Ich brauche nicht die Leiden, um zu lieben.
Ich möchte gern im goldnen Meer ersaufen.
Ich möchte gern mit meiner Macht zerstieben.

Ich bin ein Sein in einem zweiten Sein.
Ich spüre selbst mich steigen und vergehn.
Ich schätze braungebrannte Mägdelein.
Ich möchte dennoch keine Möpse sehn.

Ich schleckte oft die Arme Annelieses.
Ich werfe einen Spiegel meiner Schwere.
Ich fühl die Pein am Port des Paradieses.
Ich wünsch mir Leukämie ob dieser Leere.

5
Sprüche von drinnen und draußen / Philosoph der Psychopathen
« am: Dezember 15, 2018, 18:32:27 »
1.

Weh, der Wohnraum auf der Welt wird langsam knapp!
Weh, ein jedes Wörtchen muss man lang bedenken!
Weh, der Werte Wagenlenker sind so schlapp!
Lächeln schafft das Larifari bloß zu schenken.

Alle Augen wissen: ich werd Admiral.
Stieben nicht smaragdne Sternenangesichter?
Sieh, vor meiner Seele schmilzt sofort der Stahl,
werden Wälder ob der Wonne faul und lichter…

Prinzchen, solche Penisgröße macht mir Pein.
Schlacht und Schimmel werden Sie wohl nicht berichten.
Tritt zurück zu Tieren schaue ich allein.
Wo ist denn die Würde, selbst sich zu vernichten?


2.

Hör mal zu und hör, was wahre Herren pfeifen!
Gaukler und Gestörte haben selbst Geschrei.
Wollen wir mal wachsen? Wollen wir mal reifen?
Watschelbübchen dieser Leichen-Loreley.

Mensch, Moral wird von Moskitos heut gelindert,
bar des Mords sind Moslems keine Moslems mehr…
Meine Minna summt sogleich: ist er behindert?
Grölt er von Gehirnen, hol ich das Gewehr…

Kranke schweifen wie die Krieger kreuz und quer.
Zuckerchen, die Zwiebel hortet ein KZ.
Pass mal auf, mein Piepmatz. Piepmatz, komm mal her.
Bockwurst ist der Born und Bockwurst ist das Brett.


3.

Sie versetzen, Süßer, mich in blankes Staunen.
Sanftiglich verloren Sie den Schlüpfer, nicht?
Weh, ich hör die Wächterin der Weisheit raunen,
dass als Weltfigur man auch sein Wörtchen bricht.

Martin möchte gern nach Mogadischu reisen,
Martin hätte Messer gern in seinem Magen.
Martin möchte gerne Mäuschenkot verspeisen.
Martin will nur leiden. Martin kann nicht klagen.

Kann man auch mal eine Kunde kriegen, Knabe?
Alles ist verspiegelt. Alles schwimmt zurück.
Leukämiepatienten sind mir stündlich Labe.
Und was wird denn wohl aus meinem Ungelück?


4.

Kinderehen bringt der Kellner: feiner Krug?
Gossen und Ganoven sind hier sicher nicht.
Morgen kommt der Moloch ohne Atemzug.
Morgen kommt der Mörder ohne Angesicht.

Hasch das bisschen Herz und geh mit kranken Heeren.
Langsam zweifel ich, mein Lump, dass meine Lehren
durch die Bahn des Blutes schwebend Bild gebären.
Sehr wahrscheinlich fangen Sie schon an, zu gären.

Jenseits brachte Jubel. Jenseits brachte Jecken.
Friedhof hat mich bald gleich wahren Flügelein,
während endlich Sie mit jedem Staat verrecken
und Sylphiden schlüpfen aus dem frischen Sein.

6
Wo Enzian und Freiheit ist / Anstelle einer Annonce...
« am: November 07, 2018, 10:04:16 »
Venushymnen sind die Kost im Kerker –
die Verbindung plätschert wieder stärker,
zirkelt endlich Pracht gleich Pyramiden.
Lust und Lenz sind ewiglich geschieden.

Als ein Schemen stets der Seelenrosse
darf ich nehmen ihre Sprenggeschosse.
Als der König dieses Kontinents
harf ich neuen Sinnes zur Sequenz.

Lanzmann sprach von ungefüllten Särgen…
Sonnenschein liegt hinter Leichenbergen.
Wir verbrennen nicht, wir wollen heben
Wein und Werden und das Widerstreben.

7
Wo Enzian und Freiheit ist / Happy Hour: Himalaya der Haifischbecken
« am: September 30, 2018, 22:08:01 »
Aschen, Augenschlemmer, Anarchisten,
Kranke, Kranke, Kranke, Krieg für Krieg,
Seuchen, Seuchen, Seuchen, Stalinisten,
Schergen, Schergen, aber: mir den Sieg –
Sauerstoff entglüht aus schmalem Spalt.
Bisschen schwerer, als die steifen Buben,
schwimme ich durch Grützen und Gewalt,
glimme selig ich durch Schnee und Stuben.

Wenn ich stapfe, sinkt die Welt hernieder.
Wenn ich schnarche, steigt die Welt empor.
Weh, ich schnupf und saufe Wanderlieder.
Was ich schmückte, siech im Weh verlor?
Schlechthin eine Schlangen-Spur hinaus.
Schlechthin eine Schlangen-Spur dahier.
Schlechthin aller Sklaven Streitgebraus.
Schlechthin Syrinx um ein Schmusetier.

Horror: hie die Hunde. Harn des Heute.
Horror: sieh des Herzens blasse Hände.
Grauen reift und ist nicht ein Geläute.
Grauen schweift um jegliches Gelände.
Sonnen flicht die Salsa jäher Schwingen,
Sonnen bricht das Schiff aus Sindelfingen:
Sehnsucht habe ich nach Schmetterlingen,
Sehnsucht grabe ich, mein Stück zu singen.

Glücks ein Gran den Gärten voller Gold –
Ghettos wuchern, aber Ghettos wanken.
Martin mag die Mahd gern hehr wie hold,
Martin misst ob Menschen Mordgedanken.
Meerstrom wetzt gewiss kein Schneckenhaus:
Schwestern, wartet endlich euren Scheich.
Corpus Christi, schlimme Cherubsmaus:
Rest der Ruh und Ruh im neuen Reich.

8
Lumpen über Lumpen: Lachs der Lebensringe?
Ach, die Amme. Ach, ein solcher Ammenfang.
Du, ich denk schon wieder an das Ding der Dinge.
Yummy. Yummy. Yummyschätzlein. Yin und Yang.

An der Achse meines Aufgangs muss ich gicksen.
Nächstens teil ich meine Not mit hübschen Nixen.
Nun, dann pocht die Nacht an ihre Nebelpforten.
Edelweibchen. Ehrung ist es kaum, zu horten.
Liebe hier schafft viele Leichen dort und dorten.
Immer sucht man seine Imkerreservate.
Einen Engel aber hab ich nie betrogen.
Siehe, meine Seele, meine Sexgranate!
Einer Ewigkeit geschenkter Ellenbogen.

9
..........und ich sagte mir damals, BILD dir deine eigene Meinung

Ich weigere mich, dieses Hetzorgan zu lesen, geschweige denn zu kaufen.

Klopfe heut mein kleines Kuscheltier.
Herzlich gerne: dieses Heu der Hetze.
Kindchen braucht mal wieder Klopapier.
Schnuppert: Schurzenlose, Spinnennetze.

Martin stählt die Muskeln: Männersachen.
Martin stählt die Muskeln: Mensch - Manier.
Martin stählt die Muskeln: Mörderlachen.
Martin stählt die Muskeln: Mam, ich frier.

Freunde, meine Frage, meine Frage.
Gossen oder Goebbels-Glockenspiele?
Kranken sind die Kreise keine Klage,
Herren steigen aus der Herzlawine.

10
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Trost für die Täublein
« am: Juni 23, 2018, 07:47:12 »
Bescheidenheit ist keine Zier -
das erste und das letzte Bier,
die Zimbel über viele Brücken,
wie Kinderherzen der Kalmücken:
zerrinnen und zerschmelzen mir
die Fackeln dort, die Fernen hier,
dass tausend Säbel mich beglücken,
dass tausend Sonnen mich entzücken.

11
Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Euthanasie der Eos
« am: Juni 15, 2018, 14:01:01 »
Bravo. Bravo, Brummbär Beckenbauer.
Kim, das Krötchen. Kameradschaftssohlen. 
Würger, Würger, Würger. Wolkenschauer
und ein Königsthron im Kreis von Kohlen.

Glücksgezirp umarmt Ganovenglauben:
Saaten, Saaten, Saaten, Saaten, Saaten.
Taumeln nochmals diese Turteltauben,
kitzeln wir die Gaumen mit Granaten.

Wolf für Wolf für Wolf für Wolf für Wolf?
Gondeln speichern sattsam Götter-Grimm.
Glubscht: Gewinner spielen seligst Golf.
Maulwurf Martin. Kaiser. Kumpel Kim.

12
Im Gras wispert Hoffnung / Denken sie in A8. Der neue Audi A8
« am: Juni 13, 2018, 13:20:15 »
Stalin-Speiben bleibt mal Stalin-Speiben.
Jesses, ist das Jünglein nächtlings schmuck.
Jahrmilliönchen, Jahrmilliönchen treiben,
Jahrmilliönchen Jubel. Dampf und Druck?

Freundespaar um Freundespaar an Furten,
Leuchtgestirne werden wieder Lehm.
Martin ist ein Most für Missgeburten.
Schauder bloß: das Sicherheitssystem.

13
Wo Enzian und Freiheit ist / Psychopathenkesselchen Pretoria
« am: Juni 11, 2018, 18:01:31 »
Schäfer ward er für das Schwein am Strick.
Seinen Seelenschmerz umhüllten quick
Bürger mit demselben Blut im Blick.
Gute Gesten schirmten das Genick.

Psychopathen-Prachtzug von pompösen
Partyfreunden ohne Prinzlein-Puppen?
Sollte man die Scherben-Sau erlösen?
Fahle Fragen auf den Fingerkuppen.

Kinder, dieser Kriege Kaffeekränzchen.
Koten, Koten, Koten, Koten, Koten.
Treibe ich mit Tussis jenes Tänzchen,
lecken sie die Pein aus meinen Pfoten.

14
Eulenspiegeleien / Gauland und Geschichte
« am: Juni 05, 2018, 15:12:52 »
Können diese ganzen Kreideblassen
einmal Kelche ohne Kot umfassen?
Gören, was ist ekliger: die Gosse
oder Nordkoreas Nebelrosse?

Heimat, Höfe, Herrenmenschenwerben
und ein Hexentanz der Vogelscheuchen.
Vieler Völkchen Vesta saugt Verderben
und Genießergeist sucht nach Gebräuchen.

15
Ach Natur Vergissmeinnicht / Ebbe und Flut
« am: Dezember 18, 2013, 21:55:44 »
Es lässt sich am Meere gut schreiten
Und zum Vorschein kommt, was die Flut noch gedeckt,
Erst mit der Nacht wird das Wasser wieder geweckt,
Es ruht noch gediegen, vor einem breiten Strande, ganz in den Weiten,

Aber dann soll mich einer begleiten,
Von uns entfernt hat der Schöpfer das Mondlicht gesteckt
Und doch, schnell hat sich das Wasser zu jeder Stelle erstreckt,
Hier vergesse man nicht das Recht und Gesetz der Gezeiten.

Wie das Wasser jeden Tag mit seiner Breite spielt,
Ist das nicht so, wie wenn der Mensch einmal ein Kind
Von Fest und einst von Traurigkeit gebiert,

Eines Tages muss auch ich wohl gehen mit dem Wind,
Doch keine Angst kann mich verfolgen, endlich wird
Die Welt von mir gesteuert, angesehen und verziert.

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