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Nachrichten - Martin Römer

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Votre dame ou notre dame
« am: April 17, 2019, 14:26:16 »
Ach ja!

„In der Welt verhungern Kinder“ hab ich auch schon vor Tisch vorgetragen – damit lässt es sich rechtschaffen provozieren! Habe mich auch ein wenig heimlich erlabt an der Naturgewalt des Feuers.

Die alte Nachbarin kann ich getrost gegen Annlieslein austauschen. Und natürlich denk ich immer dran, den Mercedes organisieren zu müssen.

Ich habe dem nicht mehr viel hinzuzufügen. Gefallen hat mir auch der Kommentar in Volkes Blatt:






https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/bild-kommentar-zu-notre-dame-warum-mehr-brannte-als-nur-ein-gebaeude-61291560.bild.html

Auszüge:

Notre-Dame ist ein Symbol unserer europäischen Kultur. „Da brannte mehr als ein Gebäude. Viel mehr! Notre-Dame und vergleichbare Bauwerke sind nicht einfach aufeinander geschichtete Steine, sie sind Symbole. Ein Symbol ist psychologisch das äußere Zeichen einer inneren Verpflichtung. So, wie ein Ehering ein Symbol dafür ist, Verantwortung füreinander zu übernehmen.“

Symbole sind sichtbare Zeichen unserer Identität! In Paris brannte ein Teil unseres geistigen Erbes. Und von diesem Erbe, von unserer Identität, ist das Christentum nicht wegzudenken.

Wenn eine der wichtigsten Kirchen des Abendlandes brennt, spürt man, dass da mehr auf dem Spiel steht als der Verlust eines architektonisch einmaligen Baudenkmals. Der Brand von Notre-Dame führt vor Augen, was verloren geht, wenn das Christentum aus Europas Herz schwindet.

Ist dieser Brand vielleicht selbst ein Symbol? Das ganze Christentum Europas ist ja gerade dabei, seine Rolle als Leitplanke unserer Kultur einzubüßen. Anders gesagt: Das Christentum fackelt ab. Und wir schauen hilflos, zum Teil mitleidslos, sensationslüstern, vielleicht sogar schadenfroh zu.

Können wir uns das leisten? Kann Europa ohne seine geistigen Grundlagen bestehen? Geht uns da nicht nur unserer moralischer Kompass, sondern auch ein Teil unserer Identität verloren?

Und die Abkehr vom Christentum ist dramatisch. Der Historiker Stéphane Bern, der von der französischen Regierung beauftragt ist, Geld für die Restaurierung historischer Gebäude zu sammeln, formuliert es so: „Vor 100 Jahren war Notre-Dame voller Gläubiger, die dort beteten, dazwischen ein paar versprengte Touristen, die sich für das Gebäude interessierten. Heute ist es genau umgekehrt: Millionen Touristen, die nach Notre-Dame zum Sightseeing kommen, dazwischen ein paar verlorene Gläubige, die dort beten.“

Das, was da gerade geschieht, sollte auch jene beunruhigen, die mit Religion nichts am Hut haben. Die postmoderne, von Religion losgelöste These der Neuzeit lautet: Es gibt nicht die eine Wahrheit, es gibt unendliche viele, gleichberechtigte Sichtweisen auf die Welt. Die Konsequenz daraus ist, in letzter Konsequenz, einigermaßen beunruhigend: Wenn es die eine, große Ordnung nicht gibt, warum nicht gleich alles dem Erdboden gleichmachen, was nach „alter Ordnung“ riecht? Das große Tabula rasa!

Wir dekonstruieren derzeit alles. Religion. Familie. Moral. Sexualität. Die Geschlechter. Alles. Wir schmeißen alles, was jemals galt, aus dem Fenster. Was bleibt ist Nihilismus. Da gilt nichts mehr. Nichts ist wahr, alles ist erlaubt. Um es mit Nietzsche zu sagen: „Gott ist tot. Wir haben ihn getötet – ihr und ich.“

Für den großen französischen Philosophen Jean-Paul Sartre (1905-1980) war Atheismus die Voraussetzung von Freiheit und Humanismus. Der Mensch, so Sartre, ist zur absoluten Freiheit verdammt.

Aber eine „Gesellschaft, in der Gott abwesend ist – eine Gesellschaft, die ihn nicht kennt und als inexistent behandelt, ist eine Gesellschaft, die ihr Maß verliert“, wie es der zurückgetretene Papst Benedikt XVI. einmal formuliert hat. Weiter heißt es bei ihm: „Uns wurde versichert, dass wenn Gott stirbt, ist die Gesellschaft endlich frei. In Wahrheit bedeutet das Sterben Gottes in einer Gesellschaft auch das Ende ihrer Freiheit, weil der Sinn stirbt, der Orientierung gibt. Und weil das Maß verschwindet, das uns die Richtung weist, indem es uns Gut und Böse zu unterscheiden lehrt.“

Auch Nicht-Christen spüren, dass die Tabula rasa der Postmoderne die Substanz unsere Kultur bedroht.

Die gute Nachricht: Die Grundstrukturen der Kathedrale von Notre-Dame stehen noch. So wie die kirchlichen Strukturen in Europa noch stehen. Aber die Gläubigen, die sie einst füllten, sie werden immer weniger. Wenn wir Fotos von Gebäuden wie Notre-Dame machen, dann finden wir sie nur dann interessant, wenn es Selfies sind, wenn wir selbst mit auf dem Foto zu sehen sind. Wenn wir im Mittelpunkt stehen.

Vielleicht ist es an der Zeit, unsere egomane, auf Befriedigung unserer Gelüste, auf Konsum und Ich-Ich-Ich gerichtete Kultur zu überdenken.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++ Das wird natürlich nicht geschehen, sondern die Hütte wird einfach wieder restauriert, damit Japaner weiter etwas zu tun haben und Stadt- und Geschäftsleute sich weiter ihren befremdlichen Halluzinationen hingeben können.

Vielleicht ist der Brand von Notre-Dame als Warnung zu verstehen, uns auf Grundkoordinaten unserer Kultur zu besinnen.

„Wenn es Gott nicht gibt“, schrieb der große Russe Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), „dann ist alles erlaubt.“ Ich fürchte mich vor einer Zeit, in der alles erlaubt ist und der Mensch das einzige Maß aller Dinge ist.







LG
M.

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Im Gras wispert Hoffnung / Anouk, mal wieder auf die Aue!
« am: April 14, 2019, 19:02:47 »
Ich konnte meine Mutti schwer bedrängen.
Das Schicksal kam mit prächtigem Geritte.
Ich lenke meinen Blick von jeder Bitte
und will zum Tag den letzten Wahn vermengen.

Ich war erquickt von deinen frischen Klängen!
Ich war erquickt von deiner milden Sitte.
Ich bin im Weltenhain schon bald die Mitte
samt Spielchen oder Sonnenuntergängen.

Dämonisch nenne ich die Daimlerkutsche.
Wirst du von Wirbelschleppen benedeit?
Kennst du, mein holdes Ding, die große Rutsche?

Es ist der Ruf nach einer neuen Zeit,
wenn ich sofort an deinen Brüsten lutsche.
Ich gab als Maus den Göttern das Geleit.

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Eulenspiegeleien / Re: Genderwahnsinn
« am: April 14, 2019, 18:56:05 »
Ja, du hast schön vervollständigt. „Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort“ ist ja keine allzu neue Angelegenheit. Abgrenzung und akzeptiert zu sein – damit werden die Dinge schon deutlicher und düsterer, also dass ich die Gender-Sache als bloßes Symptom und unaufdröselbares Zeichen sehen möchte….

I c h bin noch nicht besonders alt. Ich hör das Sprüchlein nur immer, immer wieder… Vielleicht könnte man sich da mal auf ein bestimmtes Alter einigen, kreisch… Einmal bekam jemand lächelnd die Wolke zugeschickt, da war der schon 55 oder sowas…… grausam….

Sonntagabendgruß in der üblichen Stimmung
M.

4
Eulenspiegeleien / Re: Genderwahnsinn
« am: April 13, 2019, 13:03:24 »
Dieses Thema schon wieder! Was die Geschichte über die Schiffe anbelangt, muss ich erst noch ein wenig grübeln. Meine Sichtweise hier mag vielleicht an deinen Gedanken vorbeigehen, aber ich lasse sie dennoch da.

Dabei spreche ich vom Gender-Faschismus, das ist prägnanter. „Wahnsinn“ – ach ja, schwierig, noch den Überblick zu behalten im Dschungel der kleinen und großen Perversionen.

Lange überfällig für mich, das Ilka-Zeug diesbzgl. und ein paar andere Kommentare und gar noch einen Kommentar vom fortgezogenen Engelchen in die Revenantgeschichten zu bringen. Aber ich wache noch auf ein bisschen Geist…

Insofern möchte ich mich hier nun nicht übermäßig „zweiteilen“.

AKK ist ein Blablabla-Automat und eine Vogelscheuche nach üblichem Schema.

„Wenn Menschen nichts zu tun haben, regen sie sich über Nichtigkeiten auf“ – Dieter Nuhr zu meinen Mikrowellenpommes.

Aber im Großen und Ganzen muss ich sagen: es ist mir peinlich und unangenehm, dieses blutige Nichts zu sehen. Ich hab vor keiner Sache eine Scham – aber irgendwann wird der logische Geist zwangsläufig abgestoßen. Der Philosophen dieser Zustände entschlage ich mich gerne.

Diese Leute sitzen nur scheinbar gesittet und nach der Aufklärung und vielerlei blutigem Spektakel so gemäßigt, so locker und jugendlich in einer schon spirituell zu nennenden Flamme der Vernünftigkeit erhaben am Tisch.

Sondern: selbst Gestörtheit, psychotische Radikalität und anarchistisches Treiben haben ihre Masken. Oder: wenn man alle Werte, alles menschliche Dasein vernichtet, steht am Ende des stalinistischen Wegs nicht unbedingt ein Gewüte.

Was auch auffallen muss, Kommentar für Kommentar: es gibt nicht länger Glück, jeder Tag ist nur noch von diesem ganzen Dreck bestimmt.

Jetzt hat Erich geschrieben und ebenfalls einen gewohnten Spruch zum Besten gegeben: ich bin froh, dass ich (einigermaßen) alt bin.

Grüße in banger Erwartung meiner Beförderung
M.

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Das Blöken der Lämmer / Re: Entschlackung
« am: April 09, 2019, 18:30:51 »
Ah, mal wieder bisschen Betrieb. Komm ich auch gleich wieder raus! Wobei: in der Ruhe liegt die Kraft……

Zucker und Fett…… .

Das Problemchen hab ich nicht. Gummibärchen, wer braucht das. So richtig kaputtmachendes Fleisch, wer braucht das.
Aber du hast ja das Rauchen aufgegeben. Bald sind monetär gesehen bessere Zeiten, dann rauch ich Kette, um meiner Lebensphilosophie zu entsprechen.

Gesundheitsdingsdabumsda, das sollte man zum Teufel schicken. Einer der besseren Neuzeitkonflikte.

Die strahlende Omi ist natürlich jetzt verdrängt durch ganz andere Grausamkeiten. Herrje, ich kann nicht eine Minute meine Brille absetzen……

Gourmetküchen usw, nur zur Ergänzung, den Klamauk brauch ich auch nicht.

Dennoch wohlmundenden Abend
M.

6
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Sprüchlein ohne Schnörkel
« am: April 04, 2019, 19:52:58 »
Ach ja, mein Liebchen. Mancher schäumt, ich sehe nur: ein krabbelndes sabberndes Geschöpf zur Kasse bitten?

Ach ja, die Vergoldung von fünfzig Schrecken, sehr bizarre Angelegenheit. Mal „das wunderschöne Fest am Seegestade…“, mal „nur noch Schluss bzw. Aufgehen in dem Leben voller Eskapaden des Schicksals“…

Und immer wieder muss ich natürlich sinnen, wie dämlich sich Freundschaftsgefühle und eine spezielle Liebe ineinander verhakten und vielleicht auch sozusagen auseinandergingen – Ladyannelieselein. Ach, ich schicke eins meiner berüchtigten Gesichter in die Nacht:  :-*.

Viele Abendgrüße!
M.

7
Wo Enzian und Freiheit ist / Erinnyen, geht mal zu Elisabeth!
« am: April 04, 2019, 13:50:45 »
Lisbeth, Lisbeth, was ist Lisbeth für ein Luder?
Ach, ich bin von meinen Jenseitszeiten schlapp.
Was zerfällt in deinem Herzen rasch zu Puder?
Wischst du dir mit Sorgfalt deinen Hintern ab?

Wie der absolute Terror drängt und drängt!
Opi hätte schon die Städte angezündet,
meine Liebchen an Laternen aufgehängt
und mit Eisenstangen jeden Tag begründet.

Leichen wandeln nun im Katastrophenreigen,
wir marschieren wahrlich gut zurück zum Vieh,
bald wird sich die Menschheit ihrem Ende neigen,
gleich dem Helden gab es solch ein Ding noch nie.

Ach, ich stehe immerfort auf alte Damen.
Schau, die Zukunft segelt sanft in meinen Lenz.
Meine Feiern torpedieren jeden Rahmen.
Omis tanzen nackt auf dem Mercedes-Benz.

Ganze Dörfer fallen angesichts der Größe
und die feinsten Hasardeure kehren heim
und der Abend sinkt mit Gold in unsre Schöße
und wir schlürfen Tee und ächtigen den Reim.

Schick doch mal die Enkelin in meine Statt.
Schätzt sie Sitte wie den Anbeginn der Reise?
Sag mal, ob das Kindchen schöne Beine hat!
Gerne nähm ich sie im Park zur Adlerspeise.

Lisbeth, lass mal deine Katzen außen vor.
Komm mal her und singe mir ein kleines Lied.
Grüße aus dem mittelalterlichen Moor.
Admiral in spe, der Tod und Leben sieht.

8
Klingt nicht schlecht! Meine gelegentlichen Ausflüge sind ja immer von manchem Weh begleitet, da hast du es sicherlich ruhiger und lieblicher als ich. Landschaftlich gesehen bin ich eher mit dem Durchschnitt: vielleicht ein wenig ungemütlich. Aber bevor ich mich jetzt in der Plattitüde verliere, dass nur Herzen die wahren Strände sind…

Also, nur das Erquicklichste!
M.
(Admiral in spe)

9
Sprüche, Gedanken, Gescheites / Sprüchlein ohne Schnörkel
« am: April 02, 2019, 14:40:28 »
Ich wiege circa fünfundzwanzig Tonnen
dank Kinderlein von anderen Planeten.
Ach darf ich endlich in die Klinik treten,
dann habe ich zum ersten Mal gewonnen.

Schon früher hab ich ab und an gedacht:
das Allerschönste darf kein Wesen haben.
Mein Herz wär gut für tausendfache Gaben.
Ich nehme zwanzig Jahre Blut und Nacht.

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Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Re: Der Lenz ist da ...
« am: April 02, 2019, 12:31:13 »
Grüß Gott!

Noch ist’s zu früh, im Lenz zu baden
und Mädchen in den Benz zu laden.


Da muss ich ebenfalls wahrlich leise kichern, mein seltener Gast. Es ist nämlich ein Hin und Her in meinem Herzen, ob Lenz und das dionysische Lebensprinzip mich noch streifen oder die halbe Leiche unberührt lassen werden. Mein Aspekt der Vergoldung von fünfzig Schrecken: ich werde schlichtweg nicht schlau daraus.

Der Knotenpunkt meiner Freuden und Leiden hat aber, wie soll ich das sagen, mehr Sex-Appeal und weniger Gewicht. Aber Gott sei Dank gibt es keine Patentrechte auf Reime. Es quinkeliert mein Herz. Schön, dass ein Mythos in gewisser Weise nachglimmt, aber es sind jetzt die letzten Zuckungen. Abominabel, die ganzen Untergänge anzusehen.

Und ach, an Ladyannelieselein hätt ich auch ganz gern im Benz herumgemacht! Hab erst heute Nacht wieder nachgedacht: wäre ich doch mal ins Hospital gekommen und hätte sie mit Küsschen aufgeweckt. Ach ja.

Was Hübsch-Idyllisches ist das geworden, ohne einen Kitsch zu streifen. Bloß der etwas ordinäre Abschluss scheint mir ein wenig exotisch zu sein im Umfeld des guten Kunstgeschicks. Aber wer bin ich und so weiter, außer vielleicht der Grimmigste von allen.

Grüße unter einem guten Stern
M.

11
Na, heut kommt mal nicht der personifizierte Niagara hervor, dafür gibt es hinfort sicherlich noch viele andere Anknüpfmöglichkeiten!

Interesse ist immer hübsch. Vielleicht magst du mir aber noch diesen Afro-Smiley und das Fragezeichen in dem Zusammenhang bei Gelegenheit deuten.

Viele Grüße
M.

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Flötenstück zum Frühling
« am: März 28, 2019, 15:15:51 »
Aber was redest du denn da, mein Liebes. Wie gesagt, im Abschieds-Faden für die Fürstin der Fürstinnen war irgendwas von Frühling die Rede und die Flöte sollte Anlocken symbolisieren, jedenfalls kenntlich machen, dass das Textlein dorten seine Quelle hatte: mit dem Träumen, mit dem Sinnieren. Oder ich weiß wirklich nicht mehr, wer ich bin….

Nun ist das wieder emporgehoben, da sinkt auch der Zwilling wieder ins Auge. Ich bin ja eine Narrengestalt, die gerne an moralischer und intellektueller Reinheit schnüffelt. Da gab es mal ein Wunschgebet, das endete einmal mit früheren und einmal mit älteren Halmen – „über mir mögen…“. Wie dem auch sei, ob dieser tragödiglichen Angelegenheit schicke ich meine guten Gedanken in den Süden.

Ach ja, Lady Anneliese!

Flacken ist eine andere Form von „flackern“, die Fernen glimmen nur so, angeblich bessere oder schönere Reiche sind Illusion.

Sie war so gütig, sie war so rein, sie hatte Feinde, sie ist jetzt dahin, die Sterne trösten nicht. Das ist sozusagen die profane Kurzversion, die gemeint war.

Mein holdes Geschöpf, du sähest mich erquickt im Angesichte einer weiteren Rückmeldung, was kryptisch, mystisch und auf andere Fährten lockend sein soll. Du weißt vielleicht, dass mir diesbzgl. ohnehin der letzte Schatten aus dem Mühlviertel im Nacken sitzt.

Wohlan, ansonsten mag man natürlich konnotieren, bis der Mond ergrünt – ein paar angesprochene Aspekte werde ich mir sicherlich irgendwann genauer vornehmen. Das Gefressenwerden im andern Sinne, Hörigkeit und Hingabe mögen sicherlich eine Rolle gespielt haben oder gar noch präsent sein. Aber bevor ich hier ins Schwärmen gerate…

Schließlich – vielleicht ist dieser Stil auch kennzeichnend dafür, dass es mir übel ergeht. Die Sorgen mit dem Liebeskummer, mit den schwerverbrecherischen Perversen, mit der Selbstzermalmung sind scheinbar zu eigenen Körpern herangereift und lassen nicht einen Tag von mir ab. Ingleichen ein jämmerliches Zerklüftetsein, die beiden Pflichten zu verspüren: Dinge zu bewahren und sich selbst samt den Dämonen auszulöschen. Ach und ich kann noch nicht mal rufen: wäre das Leben doch endlich zu Ende. Dennoch will ich hoffen, hin und wieder diesem Fehler der Natur ein paar unterhaltsame Lichtfunken abzugewinnen.

Dies zum Tee, Madame, viele Grüße….
M.

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3. Der normale Umgangston

Neulich an der Zughaltestelle:


Und was machen Sie so von Beruf?

Ich nicht verstehe…

Was Sie so arbeiten.

Fahren Last. Fahren Last.

Ah, LKW-Fahrer.

Ich nicht Deutsch gut.

……………… Ein circa 20 Jahre altes Mädchen mit Smartphone in der Hand mischt sich ein.

Schon n bisschen unverschämt…

Was ist denn unverschämt?

Ja ääääh äääääh ääääh die Zweideutigkeit!

Was meinen Sie mit Zweideutigkeit?

Das würden Sie nicht verstehen.

Ach wissen Sie, mir ist gerade langweilig, weil ich auf den Zug warte…

Ich denke, Sie brauchen was anderes, als Bier.

Ich hab einfach nur aus Neugierde…

Steine zählen.

Was bedeutet jetzt „Steine zählen“?

Na ja, Sie könnten doch die Steine zählen.

Warum sollte ich die Steine zählen?

Wenn Ihnen so langweilig ist.

Wissen Sie, von dieser Art hört man jetzt öfters…

Ooooh, Sie sind auch noch paranoid.

… und damit gehören Sie….

Also für mich ist die Unterhaltung beendet…




Beruflich ist das Mädchen wahrscheinlich als Sozialpädagogin in einem Kindergarten unterwegs.

Zwei Aspekte sind dabei evident:

dass das keine Gosse und kein psychopathisches Wesen ist

und dass dies (psychotisch-radikal vom Wahnsinn umjubelt in einer unmittelbaren Aggression) als „psychisch gesund“ und „hohe soziale Fähigkeit“ angesehen wird.

Bei der Ablehnung* von diesen extrem-psychopathischen Baby-Geschöpfen mit oder ohne Blutrausch schließt sich natürlich ein Faschismus an, der jetzt keine Grenzen mehr kennt.

Was ist schließlich der Punkt? Psychiatrische Notfälle schalten und walten und springen und singen und

es wird allmählich ein psychopathologisches Interesse geweckt: wie gehen solche Kreaturen durch den Tag, durch das Leben, durch die Gesellschaft, was sind das für Kreaturen, wie sprechen und verhalten sie sich in anderen Situationen, welche Beziehungen pflegen sie usw.

Und auch, wie sie „sich selbst psychisch psychisch psychisch“ dabei fühlen müssen, wandelnde Haufen Kot zu sein.





*Anmerkung
Der Impetus ist natürlich entweder unergründlich oder braucht bei den Herrenmensch-Bomben nicht diskutiert zu werden.

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Metaphysik
« am: März 23, 2019, 14:56:09 »
Mein liebes Engelchen,

ha, haben auch andere gute Gedanken…? Mystiker aller Länder, vereinigt euch… Eine lässige Hand, eine unverschämte Güte: die beiden sind ein wundermildes Pärchen.

Rede nicht, bilde, schweife nicht, fliege… Auch fein: wie kommst du den Berg hinan – steige nur und denk nicht dran….

Wenig kryptisch sind die Gedanken – mögen sie die Stürme im Herzen ummanteln!

Ach ja, der Kehrwert!... Aber das kann man sich zusammenreimen… Schwellenwert: der Mensch stolpert nicht über Berge, sondern über Kiesel…? Sicherlich.

Manchmal weiß ich ja gar nicht, was ich noch denken soll. Meine Einsamkeit, meine Bomben und die schon fast zerstörerische Weisheitsglut aus Camster und Glencairn – ach ja, ein paar andere hätten sich schon lange vor den Zug geschmissen. Wie hat sich doch Natur mit mir einen Spott erlaubt! Außer Pflichten quasi keinen Sinn mehr schauen und doch kein gnadenloser Nihilist zu werden…. Ein Für und Wider, ein Her- und wieder Wegspringen…

„In einer Million Jahren kräht kein Hahn mehr danach.“ Auf der andern Seite widerlegt beispielsweise das „Bild geworden“ in einem Licht von Gegenständen – nämlich Klassen, Generationen, Gene, Familien von Automobilen – den Darwinismus.

Letztendlich sollte ich mich auf ein gesundes und nicht die Fahne schwenkendes „unbegreiflich“ justieren. Es gibt schlichtweg Sachen, die müssen getan werden, die sind Anfang, Ende, Mitte und Droben, ansonsten, ansonsten zerfließe ich so durchs Leben… En détail wird’s hoffentlich noch ein paar lyrische Sachen abwerfen, da schwätzen wir dann weiter.

Fühle dich erhaben, mir alles Mögliche ins Gesicht zu werfen, ich bin von allem außer von kleinen Dingen entzückt, um das schwülstig zu formulieren.

Und natürlich: ich will mir das Gedicht zu Herzen nehmen, wie man so schön sagt…

Holde dankgeschwängerte Grüße
M.

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Jaja, es geht demnächst wieder weiter! Mit dem Ilka-Rausch und den Gender-Wahnsinnigen, Psychotikern, Faschisten, Perversen, Amokgestalten usw! Ich bin halt eben auch manchmal eine träge, fette Katze!

Zur Auflockerung, heut reingekommen:
https://www.youtube.com/watch?v=PEhAQfjuySk&feature=youtu.be&t=787

Steht ja ohnehin in „loser Verbindung“… Und ich meine doch, für einen Augenblick die drei Streifen gesehen zu haben – ergo handelt es sich um „die Dämonische“.

Die Königin der Königinnen in böser Rage! Das Schiff der Schiffe mit süßer Kühlergrillfigur wider das Meer der Elemente! Jungs, das war einfach formidabel.

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