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Nachrichten - Agneta

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@Erich

danke für den Hinweis auf Äsop.
Ja, das Rilke-Werk ist natürlich klasse.
@Martin
Ich habe deine verbrämte Kritik zur Kenntnis genommen mit den Jugendlichen. Es ging mir ja auch gar nicht darum, speziell Jugendiche zu diffamieren, sondern eher um die "gesichtslose Masse", die uns alle -Schwan oder nicht Schwan" aus dem Hinterhalt befeuert. Wo der Spatz blieb, weiß ja auch keiner. Kann man also doppeldeutig lesen.
Insofern habe ich nun aus den versteckten Jugendlichen, die Versteckten gemacht.
Danke für den Gedankenanstoß!
LG an euch beide von Agneta

2
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Preis der Demut
« am: März 19, 2019, 11:07:33 »
Ein Sonett, das man mehrmals lesen muss, lieber Erich.
Erst mal Tippfehler? V 1, Z. 2 der müsste es nicht die heißen, da es sich auf Tagen bezieht?
Vers 1 ist sehr stark, auch in der Formulierung, Tage, die man verbringt wie ein Ungetanes.
Was aber will uns das Werk sagen in Bezug auf den Titel "Preis der Demut". Diese Verhaltensweise des sprechenden Protagonisten ist also der Preis der Demut. Demut ist ein anderer Begriff für mich als hier gezeigt.
Der Schlüsselbegriff scheint mir hier der wirre Wahn zu sein. Dieser Wahn hat den Prot dazu gebracht , in Jugendjahren anderen Leid zuzufügen. Es geht hier also nicht um Niggeligkeiten der Jugend, dem andren mal die Flamme ausspannen für einen Abend, dumme Jungenstreiche zu machen o.ä., sondern um etwas Schlimmeres, einen Wahn.
Dieses kann vieles sein, schreckt ab. Es kommen Bilder von Gewalt, Taten, die strafrechtlich verfolgt würden.
Insofern scheint mir die Läuterung nichts mit Demut zu tun zu haben. Demut ist für mich eine Art sozialer Bescheidenheit, sich zurücknehmen für andere, sich für andere hergeben. Hier aber ist das Zurücknehmen eher gezwungenermaßen, da die Taten gewichtig wären, siehe oben.
Auch die letzten Verse zeigen eher, dass es sich zumindest um eine erlernte , vielleicht durch Psychologen erlernte Sicht handelt, die dem Prot immer noch weh tut. Das Bedürfnis ist noch immer da, er zügelt es nur. Hat gelernt es zu zügeln. Musste es lernen. Mir fällt hier Anti-Aggressionstraining ein, zurückgekehrte Terroristen oder Sexualstraftäter.
Insofern spüre ich keine Demut, sondern eher eine rational bedingte Maßnahme, sich in diese Situation zu fügen mit einer  darin begründeten Leer

Wie auch immer, klasse geschrieben.
LG von Agneta

 

3
Verbrannte Erde / Re: Schloss Hartheim
« am: März 18, 2019, 09:42:58 »
Lieber Erich,
kannst du dich noch an meine Ghasele"Die alte Villa" erinnern? Dies meinte ich u. a. Gruselig.
Ich hatte dies Gefühl bei der Fachhochschule bei der Bachelor-Feier meiner Tochter. Habe darüber auch ein Gedicht geschrieben.
Ich denke, da wird , da es eine ehemalige Psychoklinik war. auch so etwas passiert sein.
LG von Agneta

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Das Blöken der Lämmer / Re: Das Nachtgespenst
« am: März 18, 2019, 09:39:15 »
das ist klasse geschrieben, lieber Gum, und sehr bildhaft. Das Regengrau, das sich durch Fenster frisst. Ähnliche Stimmung hatte ich dieTage auch. Das Grau ist tatsächlich zermürbend, besonders hier in der Stadt. Also habe ich gestern gebacken. Dann ging es besser.  ;)
So knn man ihm also auch "entrinnen".
LG von Agneta
Dir, lieber Erich, gute Besserung!  :)

5
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Der Kleine
« am: März 18, 2019, 09:31:21 »
@Gum
danke für dein scharfes Auge. Ja, bei ruhig holpert die Metrik, auch, wenn man es fast nicht bemerkt. Ich würde es nach deinem Tipp durch "doch" ersetzen.
@Wolf
Das Reimschema ist mal etwas ausgefallen, schön, dass es gefällt. Lieben Dank!

Ich danke euch für eure anerkennenden Zeilen und freue mich.
LG von Agneta

6
Der Schwan

Der Schwan reckte den grazilen Hals und starrte einen winzigen Spatz an, der am nahen Ufer auf einem Buschzweig wippte.
Da sprach der Spatz keck: „Schwan, warum reckst du den langen Hals, wenn du nicht auffallen willst? Wer auffällt, macht sich angreifbar.“
Der Schwan pfiff verachtend durch die großen Nasenlöcher. Er schickte sich an, galant davon zu schweben, als zwei große Kieselsteine ihn nur knapp verfehlten. Mit Wucht geworfen von hinter Bäumen Versteckten, zogen sie im Sinken weite Kreise auf dem ruhigen See.
Der Spatz war nirgends mehr zu sehen.

7
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Stellungnahme der Schwäne
« am: März 18, 2019, 09:17:17 »
dein Werk, Martin, hat mich zu einer Kurzpros inspiriert. LG von Agneta

8
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Lied Seligkeit
« am: März 15, 2019, 18:04:47 »
Erich hat echt, lieber Wolf. Ansonsten ein bedrückendes Werk. LG von Agneta

9
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Ein Schneerest
« am: März 15, 2019, 18:03:34 »
hinter oder besser unter die Fassade schauen. Das lese ich hier, lieber Sufnus. LG von Agneta

10
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Stellungnahme der Schwäne
« am: März 15, 2019, 17:59:52 »
der Schwan als Sinnbild des Unberührten wird hier gezeigt im  Zweifel zwischen Erwartungshaltung und Begehren. Es ist nicht leicht, Schwan sein zu müssen. ( Kamel in Knechtschaft) Dieses kann man auch auf unsexuelle Dinge übertragen. Oftmals werden Erwartungen an Kinder von Eltern gestellt , von Kirchen an Mitglieder und von Gemeinschaften an ebensolche.  Widerstand oder Ausbruch aus solchen Mustern bedeutet nicht selten Verlust der Gruppe, des Nestes, So lese ich es.Gekonnt in Form gegossen, lieber Martin.
Gekonnt mit Worten , Bildern und geichen Anfangsbuchstaben gespielt. Letzter Vers sehr stark.
Die Krotten( Lurche, Kröten) und Klang hm. Meinst du ihr Quaken?
Sehr gerne gelesen und eingestiegen mit lG von Agneta


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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Der Kleine
« am: März 15, 2019, 17:48:57 »
danke für das Lob, lieber Copper. Dass Omas die besseren Mütter sind, möchte ich nicht nachvollziehen. Meine Tochter ist eine wunderbare Mutter, nur ist sie manchmal in schwierigen Situationen, da sie allein erziehend ist. Dass Kind zu bekommen, das fußte auf langen Gesprächen mit mir, in denen ich versprach zu helfen, wann immer es nötig sein sollte. Der Kleine ist mein größtes Geschenk neben meiner Tochter selbst und ich halte mich an meine Versprechen. Gerne.
Ich hatte auch eine gute Mutter und eine gute Oma und einen wundervollen Vater. Meine Oma hat es uns allen vorgemacht, was Frauenpower ist. Sie zog im Krieg drei kleine Kinder alleine groß, da ihr Mann im Krieg gefallen war. Dabei schuftete sie auf dem Hof und band nachts noch Kränze, um die Kleinen durchzubringen. Als ich dann da war, war ich jeden Tag bei ihr, wegen ihr und wegen der Tiere.
Da werden wir ja wohl den kleinen Mann jetzt auch gemeinsam groß kriegen. Nur für den Kleinen ist es bitter. Er sagte schon: Immer das scheiß Arbeiten...
Schmunzeln und danke von Agneta

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Erzählungen von Tausend und einem Halm / Vorübergehend
« am: März 14, 2019, 14:01:38 »
Vorübergehend

Vorübergehend sind die Menschen, die Tage, selbst die Jahreszeiten. Menschen gehen aneinander vorüber und Anna fragte sich, weshalb das so sein musste.
Dort, wo sie bisher gelebt hatte, hatten die Menschen das nicht getan. Immer ein freundliches Wie isset, ein kleines Gespräch auf den Lippen. Hundebesitzer gingen gemeinsam, wenn sie denselben Weg hatten, auch, wenn man sich gar nicht kannte. Man redete, lachte und schaute den Hunden beim Spielen zu.
Hier liefen die Leute irgendwie voreinander fort. Hunde schnüffelten und jeder ging seiner Wege, wortlos oftmals. Dann spazierte man hintereinander her und Anna fragte sich, weshalb das so sein musste.
Heute wischt sie den Hausflur und die netten Nachbarn von oben drüber, mit denen Anna und ihr Mann sich gegenseitig zum Kaffee geladen hatten, ebenso. Es war gemütlich und nett gewesen, ein schön gedeckter Tisch, ein frischer Kuchen. Mit Lachen und Umarmung hatte man sich verabschiedet. Ab und zu war die Frau mit in Annas Wohnung gekommen und hatte die neueste Deko gelobt. Ein Umgang miteinander, den Anna mit ihren alten Nachbarn in Köln dreißig Jahre lang so gepflegt hatte. Nie hatte es Streit oder richtigen Ärger gegeben.

Kölsch spricht hier niemand, obwohl die Gegend auch zum Rheinland gehört und Anna scherzt nun, während sie den Wischkappen schwenkt, nach oben: Wie isset? Ihre Frau kütt jar ni mi Deko schauen, ist sie krank?
Da schnauzt der Mann, der letzte Woche noch den Kuchen lobte, den sie hinaufgebracht hatte, sie aufgebracht an: Wir wollen das nicht! Guten Tag, guten Weg, das wars!
Anna schaut ihn schockiert an und schweigt, während sie sich bückt, um den Wischlappen auszuspülen. Er ist braun, undefinierbar schmutzig, obwohl es im Flur gar nicht so schmutzig ausgesehen hat. Sie fühlt sich, als habe man ihr ins Gesicht geschlagen. Und sie fragt sich, weshalb tut der Mann das?
Ja, Anna hat sich vorher freundlich mit denen unterhalten, die der Nachbar von oben nicht mag. Sie haben wohl Streit. Aber in Köln war das so, man redete mit jedem und weshalb auch nicht. Anna hat hier keinen Streit. Es geht sie nichts an, was die beiden haben.
Sie hätte zurückbrüllen können, sie kann das durchaus. Aber sie bekommt kein Wort heraus.
So dreht sie sich herum und beginnt die Haustüre abzuwaschen, was vor ihrem Einzug hier niemand getan hat. Anna putzt, obwohl die Scheibe längst sauber ist und in ihrem Kopf überschlagen sich die Gedanken: Komm, Mädschen, jeder Jeck is anders, saajt mer in Kölle. Was hast du erwartet? In diesen alten Leuten deine liebenswerten Nachbarn wieder zu finden, mit denen du seit Jahren befreundet bist? Oder vielleicht klappt das ja auch einfach nicht mit Düsseldorf und Köln, scherzen die Karnevalisten ja seit jeher drüber… Wenn sie keinen engeren Kontakt wollen, ok, aber nee: Anbrüllen lassen, muss ich mich nicht!
Und plötzlich kommt der Nachbar die Treppe herunter und fragt, als wäre nichts gewesen: Ist der Müller wieder im Krankenhaus? Anna mag keinen Tratsch. Noch nie mochte sie das. Und jetzt hat der die Chuzpe, sie wieder anzuschleimen?
Anna wirft ihren Lappen in den Eimer, zu fest vielleicht und das dunkle Wischwasser spritzt hoch. Sie antwortet unfreundlich: Keine Ahnung und sieht den Mann dabei nicht an.

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Verbrannte Erde / Re: Nachtstück
« am: März 14, 2019, 11:29:07 »
die Nacht, lieber Sufnus, soll uns, selbst in Albträumen Erkenntnis bringen, Befreiung, Verarbeitung der blinden Flecke, die wir tagsüber verdrängen. Manchmal klappt es scheinbar nicht. Da braucht es wohl auch tagsüber eine Befassung mit dem Blindgewaschenen. Das lese ich aus diesem, ja, fast verzweifelt wirkenden Stück.
Wut schreit bis aufs Blut... irgendwie eine Komposition, die sich mir nicht fügen will. Man hasst jemanden "bis aufs Blut", Aber schreien bis aufs Blut?
LG von Agneta

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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Dunkelblau
« am: März 14, 2019, 11:21:40 »
hm, verstehe. Dennoch ist das ja nicht zwangsläufig so. es gibt auch Nächte, die durchaus erfreulich sein können.
Da der Rest des Werkes genial ist, würde ich da noch mal drüber nachdenken. Dieses "innen dunkelblauer werden" ist sprachlich nicht so hochstehend wie der Rest. Im Übrigen würde die Steigerung implizieren, dass wir auch vorher schon "innen blau" waren. Worauf aber nicht hingewiesen wird vorher. Im Übrgen konnotiert man bei blau eher betrunken als traurig.
Durch den Haufenreim wird es natürlich schwierig, da ein anderes Reimwort zu finden.
Vielleicht könnte man mit Mauern und erschauern arbeiten.

Bilder werden ungenauer,
wo ein Blaues Schatten sät.
In der Nacht, die nichts verrät,
werden die Konturen rauer,

türmen sich zu hohen Mauern
die aus purem Schwarz bestehen,
und der Hauch will nicht vergehen,
lässt im Tiefsten uns erschauern.

 So oder so ähnlich...
LG von Agneta

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Der Kleine
« am: März 14, 2019, 11:07:53 »
Genau so wollte ich es verstanden wissen, lieber Erich. Unsere Kleinen brauchen doch unsere Hilfe und unseren Schutz. Manche Lebenssituationen sind eben so wie sie sind, dennoch geht es einem ans Herz. Danke und lG von Agneta
Mag sein, lieber Sufnus, dass Trennung in meinem Leben unterbewusst immer noch eine relativ hohe Gewichtigkeit hat. Wenn man nach 30 Jahren sein Haus verkauft und seine Heimat verlässt, dann mag das nachschwingen und sensibilisieren. Eine Trilogie war jedoch nicht geplant. Es ergab sich einfach so.
Danke dir, auch für das formale Lob, und lG vn Agneta




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