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Nachrichten - Erich Kykal

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Im Gras wispert Hoffnung / Re: All meine Tage
« am: August 12, 2026, 08:39:41 »
Hi Gum!

Sehr positiv interpretiert, aber ja, Hoffnung ist immer dabei. Eigentlich schildert das Werk einen an der Welt Geprüften, Ermüdeten und von ihr Enttäuschten, der sich zuletzt in seine Fantasie und Bücherwelten flüchtet, die ihm wahrer werden als die reale Welt.
Man könnte es auch als eine Art Epiphanie deuten, in der ein abgehalfterter Lebemann zum Glauben findet. Aber das erwähnte Kreuz und die Nägel sollen eigentlich ein Selbstopfer andeuten, eher selbstgefällig als selbstlos - eine selbstdarstellerische Inzenierung für die Mitmenschen ('stellte mich ins Land').

Sehr verklausuliert geschrieben damals, intuitiv, ohne bewusstes, analytisches Denken, und manches kann ich sogar erst heute entschlüsseln, wo ich mich selbst besser verstehe, nicht zuletzt auch gerade dank solcher Gedichte.

Vielen Dank für deine freundlichen Zeilen dazu!  :)

LG, eKy

2
Das Blöken der Lämmer / Re: Therme & Co.
« am: August 12, 2026, 08:26:55 »
Hi Gum!

Wie alt ist der Kleine jetzt? Ist ja allerliebst, wie du ihn in deinen Gedichten verewigst. Ob er sie dereinst lesen und sich erinnern wird?

Sehr gern - und höchst amüsiert - gelesen!  :) :D

LG, eKy

3
Im Gras wispert Hoffnung / Re: Von Pech zu Glück
« am: August 12, 2026, 08:24:51 »
Hi Gum!

Algenfäden in einem Bächlein sind alles andere als gesund. Wenn das Wasser zu nährstoffreich ist (zB Phsphate von Dünger u. Tierfäkalien), kippt das gleichgewicht, und Algen wuchern alles natürliche Leben zu.

Das stört das allgemeine Bild der großväterlichen Idylle hier.

Ansonsten sehr gerne gelesen. Kinder können süß sein, so lange sie die Erwachsenen als magisch allmächtige Wesen begreifen und anhimmeln, von ihrer Liebe zu allen, die ihnen Aufmerksamkeit schenken, ganz zu schweigen ...

Genieße diese Zeit.

LG, eKy

4
Verbrannte Erde / Re: Schlusspunkt
« am: August 11, 2026, 07:29:25 »
Hallo larin!

Bin zufällig auf dieses 'Frühwerk' von dir hier gestoßen - hab ich das dazumals übersehen?

Wie auch immer: Schön gereimt! Ein wunderbares, nur leicht melancholisches Herbstgedicht.

Nur dies: Für 'Verbrannte Erde' erscheinen mir diese eher stillen Zeilen bei weitem nicht 'traurig' genug. Würde eher zum Themenblock 'Natur' passen.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

5
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / An die Demokratien 2026
« am: August 10, 2026, 10:28:08 »
So vielerlei hatten wir weiland zu sagen
zum Scheitern der Menschheit im Wandel der Zeit,
und wollten doch alles nur weiter vertagen,
die Fehler, den Irrsinn, das brennende Leid.

So sicher geborgen im Schoß des Erreichten
entging uns der Zorn der Enterbten zu lang,
wir suhlten entrückt uns im dümpelnden Seichten,
zu wenig um all das Verrottende bang,

die mahnenden Zeichen der endenden Ära,
die Wandmenetekel der eiternden Schuld.
Nun endet die Sicherheit, wird ungefährer,
und was uns umnachtet, verliert die Geduld.

Erwachet, ihr Völker des schwindenden Westens!
Zu lang galt als Recht, was verdient werden wollte!
Erhebt aus der Lähmung des eitlen Gebrestens
den ehrlichen Mut, der gelebt werden sollte:

Verdient euch den Wandel, der Schlimmes verhindert,
erbaut eine Zukunft in Vielfalt und Halt
für wankende Geister: Ihr Sehnen, gelindert,
erreife zu wacher und edler Gestalt.

Entsagt einem Zorne, der Mut macht zur Schande,
entsagt der Gewalt, die verbiegt, was nicht bricht,
und steht nicht nur hilflos am glühenden Rande
des Untergangs! Sehet: Das kommende Licht!

Erschafft eine Zeit ohne Hass oder Rasse,
enthebt euch dem Niedern, das gärt ohne Acht.
Seid mehr als die wütende völkische Masse,
verführt und verzerrt auf dem Weg in die Nacht.

Was wird in Jahrhunderten von uns berichtet?
Erhoben wir uns aus den Schatten der Macht?
Verblieb kluger Wandel nur sehnlich erdichtet?
Ein Opfer war nötig – doch ward es gebracht?

6
Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Müde
« am: August 09, 2026, 16:15:58 »
Hi Gum!

Sehr poetisch beschreibst du die folgen des Klimawandels. So lernte ich zumindest die Ackerbohne kennen ...  ;)

Scherz beiseite - ein wunderschönes Gedicht auf das schleichende Sterben unserer gewohnten Natur. Und Trump und Konsorten leugnen einfach weiter ...

Spontaner Einfall: Statt 'Schwingen' ein 'Klingen' in der vorletzten Zeile? Das würde der möglichen Verwechslung vorbeugen, wie man 'Schwingen' auszulegen hätte: Als Flügel - oder als 'Schunkeln' oder Vibrieren in einer bestimmten Frequenz ...  ;)

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy

7
Das Blöken der Lämmer / Re: Abebe Bikila
« am: August 08, 2026, 23:26:28 »
Hi Gum!

Ich bin wohl gerade in einer sehr lineraren, realistischen Phase meiner Persönlichkeitsstruktur. Schon klar, dass das alles nicht wirklich ernst gemeint ist, aber dennoch:

Alleine schon, dass ein Marathonläufer seinen arthritischen Opa um rennende Begleitung anhaut, ist dermaßen abstrus abseitig und amoralisch ... - im Grunde eine sadistische Körperverletzung, zumindest aber eine himmelschreiende Gedankenlosigkeit mit potentiellem Pensionisten- und Behinderten-Shaming ... - dass es mir die Resthaare aufstellt!

Und Blindschach ist meines Erachtens die hirnwichserischste, arroganteste und bewusst demütigendste Kränkung für jeden geistigen 'Normalo', die mir je untergekommen ist.  ::) O0
Kein 'Spiel' könnte allen anderen deutlicher unter die Nase reiben: Ihr seid intellektuell minder und werdet nie an uns, die zerebrale Elite, heranreichen!

Nö - nix für mich.  ;D

LG, eKy

8
Das Blöken der Lämmer / Re: Abebe Bikila
« am: August 08, 2026, 16:16:50 »
Hi Gum!

Sorry, aber ich kann beim besten Willen keinen Sinn in diesem Gedicht verorten. Worum zum Donnerdrummel geht es hier überhaupt???

Und was ist 'Blindschach', und was hat das mit Laufsport zu tun?

LG, eKy

9
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Izmir Jaquihoz
« am: August 05, 2026, 09:09:58 »
Hi Gum!

Vielen Dank für das satte Lob. Brecht als Dichter ist mir nicht geläufig. Ich glaub, ich hab mal was von ihm gelesen und war eher weniger begeistert, sonst hätte ich mir sein lyrisches Gesamtwerk schon angeschafft.

Schade, dass du nicht auf das nette Wortspiel im Titel eingegangen bist - das mit dem Namen der beschrieben Figur.

LG, eKy

10
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Die Zeit
« am: August 05, 2026, 09:06:43 »
Hi Gum!

vielen Dank für die vollmundigen Honneurs!  :) :-*

LG, eKy

11
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Lach doch mal!
« am: August 05, 2026, 09:04:35 »
Hi Gum!

Interessant, eine verwandte Seele zu finden: auf keinem einzigen Foro aus mener Kindheit oder Jugend wird mich je einer lachen oder auch nur lächeln sehen - ich blickte immer todernst in die Kamera, ja beinahe gekränkt. Ich wurde nie gern fotografiert, weil ich mich schon als Kind als optisch unzulänglich empfand. Was war beim obigen LyrIch der Auslöser?

Schöne Conclusio, wo der 'Fotogemobbte' sozusagen selbst zum hilflos in seiner bildersüchtigen Kultur gefangenen Mobber wird.

Gern gelesen! Gerne mehr davon hier.

LG, eKy

12
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Izmir Jaquihoz
« am: Juli 31, 2026, 09:10:17 »
Izmir ist ein freundlicher Genosse!
Er lässt sich auf lieber gar nichts ein.
Andre hampeln ihre wilde Posse -
Izmir lässt sie gern damit allein.

Fremdenfeindlichkeit? Nicht seine Schiene.
Islamismus? Gott ist ihm egal.
Und zieht jemand darob eine Miene,
zuckt die Schultern er, und nur ein Mal.

Izmir möchte nur gemütlich leben,
wo es sich gemütlich leben lässt.
Für die einen eine Sünde eben,
für die anderen die reinste Pest.

Für die Deutschen ist er pure Häme,
für die Mullahs ein Verräterschwein!
Izmir lebt nun mal nicht fürs Extreme -
und dazwischen lässt man ihn nicht sein.

13
Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Sonnenuntergang
« am: Juli 29, 2026, 09:04:59 »
Ach, Kunze hat so viele höchstlyrische, wortgewaltige Texte! Seine Neudeutungen eigentlich gewohnter Phrasen in anderem Sinnzusammenhang sind legendär.

Was mich an ihm anzieht, sind weniger seine - durchaus guten - Liebeslieder, sondern vielmehr seine sozialkritischen und philosophischen Texte, die ganz auf meiner poetischen Linie liegen. In teilweise genialen Klang gebunden ein absolutes Muss für jeden, der deutsche Liedermacher schätzt!
Warum er bei uns im Süden der Deutschsprachigkeit nie so bekannt wurde wie zB ein Reinhard Mey, ist mir absolut unverständlich.

LG, eKy

14
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Die Zeit
« am: Juli 29, 2026, 08:46:59 »
Die Zeit erhält, doch macht uns müde auch,
die wir an ihren kalten Zitzen hangen,
uns an der Milch des Lebens zu erfrischen.
Das Alternde verspürt den klammen Hauch,
das stete, allzeit unerfüllte Bangen
um eine Ewigkeit an göttlicheren Tischen.

Die Zeit erhöht, doch macht uns kleiner auch,
die wir in ihren Vorhangfalten wohnen,
bis frischer Wind uns aus dem Leben weht.
Der Mensch verbrennt, und als ein kalter Rauch
entsteigt er endlich seinen falschen Thronen
in jene Brise, die sich nicht im Kreise dreht.

Die Zeit vergeht, und doch kann sie nicht sterben,
wie wir es tun, die ihr vergeblich dienen,
gereift am Wissen, dass wir nie obsiegen.
Sie wird, was wir im Tod entlassen, erben,
und wir, die jung so unbesiegbar schienen,
entgleiten alt und müd dem Drang, bei ihr zu liegen.



(Inspiriert von Curd Beselos)

15
Geburtstagskinder / Re: Erich zum Geburtstag 2022
« am: Juli 29, 2026, 08:46:18 »
Die Zeit erhält, doch macht uns müde auch,
die wir an ihren kalten Zitzen hangen,
uns an der Milch des Lebens zu erfrischen.
Das Alternde verspürt den klammen Hauch,
das stete, allzeit unerfüllte Bangen
um eine Ewigkeit an göttlicheren Tischen.

Die Zeit erhöht, doch macht uns kleiner auch,
die wir in ihren Vorhangfalten wohnen,
bis frischer Wind uns aus dem Leben weht.
Der Mensch verbrennt, und als ein kalter Rauch
entsteigt er endlich seinen falschen Thronen
in jene Brise, die sich nicht im Kreise dreht.

Die Zeit vergeht, und doch kann sie nicht sterben,
wie wir es tun, die ihr vergeblich dienen,
gereift am Wissen, dass wir nie obsiegen.
Sie wird, was wir im Tod entlassen, erben,
und wir, die jung so unbesiegbar schienen,
entgleiten alt und müd dem Drang, bei ihr zu liegen.

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