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Nachrichten - Sufnus

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1771
Ich bin angekommen / Re: Abschiedssonett
« am: September 26, 2018, 12:38:10 »
Auch von mir hier alles gesundheitliche und schüttelnde Gute (und auch die besten Wünsche abseits dieser beiden Sphären)!

Ist die Neuralgie gut abgeklärt worden und sind entsprechende Behandlungs-Möglichkeiten mit Medikamenten und/oder TENS o. ä. und Vermeidung von Triggerfaktoren ausgeschöpft worden? Manchmal lohnt sich, wenn die Behandlung sehr unzufriedenstillend ist, auch nochmal die Einholung einer Zweitmeinung.

Liebe Grüße!

S.

1772
Ich bin ob der im Hauptteil doppelschüttelnden Ermutigung gebührend gerührt - merci vielmals!

Und ohne Schütteleien käme kaum ein nicht im Norddeutschen verwurzelter Poet auf das wunderbare Wort wudeln, das wie ein Neologismus tönt und doch von jedem deutschzüngelnden Versebauer verstanden wird. :)
Das ist, denke ich ein wirklich ernsthaftes und bedenkenswertes Argument für jede "künstliche" Einschränkung der Formulierungsfreiheit. Bereits der Reim an sich stellt ja eine solche Einschränkung dar und der sprachliche Spiel-Raum wird von Poeten seit jeher künstlich weiter begrenzt durch Sonett oder gar Sonett-Kränze oder durch formale Einengungen wie monosyllabische Verse, Akrosticha, Palindrome, Homografien, Anagrammgedichte usw. usw. Aus dieser Einengung der Möglichkeiten erwächst aber eben paradoxerweise auch eine neue Chance für kreative Lösungen.

Oder, um den Dichter Gustav Pfitzer zu zitieren:

"Die Wandrung selbst bereichert schon den Geist,
Ob er auch nirgends plündre oder stehle.
Hier lernt, wie tönender Musik zulieb
Die Sprache sich in mancher Krümmung quäle
Und, von des Gleichklangs strenger Schrift beherrscht,
Seltsame Bilder halb gezwungen wähle."


Auf alle Fälle bin ich mir ganz sicher, dass Dir ein weiteres wunderbares Schüttelbuch gelingen wird... und noch so manch ein Nachfolgendes, womit Du Dich als VW Käfer unter den Schüttlern erweisen wirst (er schüttelt... und schüttelt... und schüttelt... )! :)

1773
Lieber Fridolin,
Dein Lob freut mich wirklich außerordentlich! Ich würde wirklich gerne dann und wann ein paar weitere Schütteleien ausprobieren... und vor allem recht viele von den Deinigen hier lesen können... "Wir Sternegucker" musst ich jetzt z. B. "fremdlesen"...
... vielleicht können wir Dich doch zum Ab-und-an-hier-Rumschütteln bewegen!? *blinker blinker*

1774
Eulenspiegeleien / Dunkel
« am: September 25, 2018, 17:49:32 »
Dunkel

für Kasimir Malewitsch

Im Dunkeln ist es dunkel,
sofern kein Lichtgefunkel
die Finsternis erhellt
und grell ins Dunkel fällt.

Mithin sehn wir, in Nacht gekerbt,
den dunklen Raum ganz schwarz gefärbt,
beziehungsweise nicht:
Zum Schwarzsehn fehlt das Licht.

1775
Eulenspiegeleien / Re: Zu Kopf gestiegen
« am: September 24, 2018, 21:48:19 »
Ich allerdings bleibe dabei: Das obige Werk erinnert mich an Kästner wie an Busch. Über eine Ähnlichkeit mit Roth kann ich nichts sagen, ich kenne sein OEuvre nicht (jaja - ich hol's nach!).

Roth hat halt i. d. T. seine Gedichte klassischerweise mit "Ein Mensch" begonnen, insofern kam Cypi sicher auf den Vergleich

Da ich persönlich Kästner und Busch weitaus mehr schätze als Eugen Roth, freut mich Dein Erkennen einer Ähnlichkeit, eKy, natürlich in höherem Maße... aber in diese Höhen kann ich mich leider wirklich nicht aufschwingen... ein scheuer Blickkontakt zu den Großen aus den Niederungen eines Hobbywortdrechslers muss und soll mir genügen... :)

1776
Das Blöken der Lämmer / Re: Auf ein Neues
« am: September 24, 2018, 20:32:19 »
Ist das wirklich nur "komisch", wie Suf meint, oder verbirgt sich da in verschlüsselten bildern eine leidvolle Wahrheit?

"Nur 'komisch'" meinte ich gerade nicht... da steht beim Onkel Sufnus auch etwas von Gedankentiefe! Auch die Meistergedichte der von mir genannten "komischen" Meister sind unter der lustigen Oberfläche oft ernst, gar traurig.

Und S2 ist doch sehr eindeutig verständlich: ein Spermium wurde von einem "Foul" spielenden Kollegen um die Eizelle gebracht und das Resultat aus dem Missetäter und dem armen Ei ist das lyrische Ich das jetzt - in seltsamer Persönlichkeitsspaltung - in die Vergangenheit reist, um sein halbes schurkiges Selbst zurückzupfeifen, auf dass beim Neustart alles wieder gut werde.

Edit: Huch... irgendwie ist vorhin ein Satzende verloren gegangen... hiermit ergänzt...

1777
Das Blöken der Lämmer / Re: Auf ein Neues
« am: September 24, 2018, 17:41:36 »
Ein stolzer Vertreter der deutschsprachigen Tradition "komischer" Lyrik in würdiger Einreihung neben Morgenstern, Ringelnatz und Gernhardt. Und wie bei allen "komischen" Gedichten dieser lyrischen Schule findet man unter der Komik eine sehr auslotungslohnende Tiefe des Gedankens. Wie hier aus einer kleinen oder doch jedenfalls mikroskopischen Ursache heraus ein ganzes Leben verpfuscht und im Unglück befangen ist, das mag nicht nur werdenden Müttern neben dem Lächeln auch eine zarte Denkerfalte ins Gesicht zaubern. Aber kein Grund zum Verzagen. Es wird ja am Ende der Zeilen alles alles wieder gut.
Ein komisches und weises und menschliches Gedicht. Und einfach schön. :)

1778
Schon wieder was Älteres (keine Sorge, ein paar neue Sachen sind in der Mache) als Beitrag zur poetischen Vielfalt. Ein Anagrammgedicht. :)

Einsilbigkeiten: Dankorchester, diffus gediehen

Oh, Einsilbigkeit, die Frucht des reifen Gedankens!
Denk nur, Ego, dann bekeif, sistiere, sei Hilfgedicht,
höre bis in die Furcht: Kein Gedanken-LSD ist feige!
Die Liebste sucht die Gnadenkerne? Oh sinke riffig,
Siri-Kid, in fahle, geistöd-gefurchte Sinnbedenke.
Siegfragen: Kein bildtiefes Ehr-Suchen, Denkidiot,
denn Ehre ist Fluch: "Kind, bade keine Rose, sei giftig!",
Ach Kunde, greif es: Freisein, Iltis-behend, endkotig,
da in Senkbleirichtung der Ethik offne Essigidee
sich grindiger Leidkünste bedient. Seh Kino, Affe.
Du infinites Feierbiest, danksegne, Gekicher hold!
Kehlen frei! Ins Duettige bis dreifach singende K.O.
Fehlt dabei nicht eisig-riesig: Fokus, Denken, Reden?
Oh, Einsilbigkeit, die Frucht des reifen Gedankens!

1779
Ich bin angekommen / Re: Abschiedssonett
« am: September 24, 2018, 11:22:08 »
Zum inhaltlichen Hintergrund habe ich ja andernorts Weitschweifiges ausgeführt. Um es nochmal etwas prägnanter zu formulieren: BLEIB!

Zum lyrischen: selten (ob nun geschüttelt, klassisch gefügt, in "befreitem" oder "freiem Vers" gebaut oder gleich als Prosagedicht verfasst) habe ich Verse gelesen, die in so vollendeter Weise gleichermaßen von Melancholie wie auch Heiterkeit durchweht (im wahrsten Sinne!) werden. Wer sich da (sehr freundlicher und zugewandter Seitenblick zu eKy :) ) an der einen Inversion störte, dem müsste man wenigstens eine gewisse Verengung des Blickwinkels attestieren.

Also mit solchen Bombenzeilen kannst Du, lieber Fridolin, nicht ernsthaft hier ein Rücktrittsgesuch einreichen... da krieg ich ja echt voll den Vogel...

1780
Lieber Fridolin,
ich fände es schön, wenn Du Dich nach einem angemessenen (bitte nicht zu langen!!!) Momentum der "schöpferischen Pause" wieder mit recht vielen Schütteleien hier zu Wort meldest! Unsere Zeit hienieden ist so begrenzt, dass es um jeden verlorenen Tag schade ist und mit jedem Tag Pause bescherst Du uns hier einen verlorenen Tag.  :'(
Bedenke auch, dass eKy das keineswegs böse gemeint hat sondern letzten Endes nur auf seinen persönlichen Geschmack hinaus wollte, ohne an der "objektivierbaren" Qualität Deiner großartigen Verse im mindesten rütteln zu wollen - es war einfach ein bisschen pointiert von ihm formuliert.
Ich bin zum Beispiel im "Eiland" oft mit eKy quer in der Einschätzung metrisch "rüttelig" gebauter Verse gelegen und er hat mit mich oft am Ohr gezogen aus seiner subjektiven Bevorzugung von metrisch "sauber" geschriebenen Versen ... aber wenn man eKy genauer kennt, merkt man doch, dass das überhaupt nicht böse gemeint ist und er letztlich auch durchaus "kompromissbereit" ist und eine von seiner eigenen Poetik abweichende Herangehensweise durchaus auch positiv würdigt. :)
Wenn wir mal die durchaus heikle Unternehmung unternähmen, eine Shortlist von "Meistern" zu erstellen (in dem Sinn, dass man sich bei denen ziemlich drauf "verlassen" kann, dass es kaum qualitative Ausrutscher nach "unten" gibt), die sich in diesem Forum und meinethalben im "Eiland" herumtreiben, dann finden wir da, neben z. B. eKy selbst, Gummibaum, Martin Römer, ginton, Walther und plotzn (schwing gefälligst Deine Sitzfläche hierher und stell "So ziemlich alles" hier rein!) ganz sicher auch Dich auf der Liste (jetzt hab ich sicher wen vergessen und damit verärgert, aber meine kurze Aufzählung ist spontan entstanden und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit). Und alle diese "Referenzdichter" haben unterschiedliche, teilweise extrem unterschiedliche Poetiken.
Wie dem auch sei.... auf Deine Stimme zu verzichten, wäre ein großes Opfer für die poetische Vielfalt und (so ein kleines bisschen) auch ungerecht von Dir gegenüber den hier begeistert Mitlesenden.
Au revoir? Auf bald?!
S.

1781
Eulenspiegeleien / Re: Zu Kopf gestiegen
« am: September 23, 2018, 18:29:52 »
Ganz lieben Dank lieber Gummibaum - ein Lob aus meisterlichem Mund - macht mich wirklich stolz! :)

Und auch Dir liebe Cyp für Deine lobenden Zeilen ein höchst erfreutes Dankeschön! :)
Aber Du machst mich neugierig, was es an Erich Kästner auszusetzen gibt? Ich bin in seine Biographie nicht wirklich gut eingelesen, weiß nur von seiner "inneren Emigration" in der Nazizeit, seinem... hm... problematischen Verhältnis zu seiner Mutter und seinem Alkoholproblem... ansonsten kenne ich nur seine vielen schönen Prosawerke für kleine (und große) Leser und natürlich seine Gedichte. Und ausgehend von dieser Lektüre ist mir Herr Kästner furchtbar sympathisch. :) Den "Fabian" kenne ich allerdings nicht.... und irgendwie reizt es mich auch nicht, diesen Roman zu lesen... zu sehr "für Erwachsene"...

1782
Zwischen Rosen und Romantik / Re: Verbunden
« am: September 23, 2018, 18:21:50 »
Das ist aberschön, liebe Cyp! :)

Ein bisschen stört mich höchstens das Wörtchen "jämmerlich", ist für mich etwas zu "stark" für dieses zarte lyrische Werk.

Also für mich sind das wunderbar leichte, ja luftige, Zeilen... wahrscheinlich für andere schwer nachvollziehbar, was ich damit meine.... für mich fühlt sich Dein Gedicht beim Lesen an, wie der Genuss eines wunderbaren Soufflés... ich gerate in schwärmerische Stimmung... :)


1783
Hi Ihr! :)
Ich sehe das "Schüttelgedicht an sich" und Fridolins Werk im Besonderen ganz deutlich positiver als eKy! :) Wenn man selbst einmal versucht (kann ich nur empfehlen!), ein einigermaßen sinniges Schüttelgedicht zu schreiben, merkt man spätestens wie sackrigschwierig das ist. Fridolin hat wahrscheinlich einfach eine Hirnwindung mehr, um so etwas hinzubekommen und dann auch noch zusätzliche Schwierigkeiten wie eine geschütteltes Sonett, Doppelschüttler oder sogar wie hier anagrammatische Schütteleien zu meistern. Ich stehe da nur mit sprachlosem und bewundernden Staunen!
Vor allem ist, eKy, Deine Formulierung, es ginge "nicht um lyrischen Anspruch" etwas problematisch und (wenn auch ganz sicher nicht böse von Dir gemeint!) potentiell ein wenig verletzend.
Es kommt halt drauf an, was man jetzt unter "lyrischem Anspruch" versteht. Für mich wäre damit die Gesamtheit aus formaler Artistik, emotionaler Eindringlichkeit, sprachlicher und klanglicher Schönheit, Klarheit der Formulierung und geistigem Gehalt gemeint. Ein gekonntes Schüttelgedicht wird dabei wohl vor allem in der Artistik und der sprachlichen und klanglichen Schönheit punkten - die anderen Aspekte sind nicht ausgeschlossen aber sozusagen "Bonus"-Punkte. Hinzu kommt dann noch, dass gerade der Aspekt der "sprachlichen Schönheit" hochsubjektiv ist und man darüber zwar trefflich streiten kann, aber doch i. d. R. nicht zu einer allgemeinverbindlichen Einigung kommen wird.
Und Du, eKy, wirst wahrscheinlich unter lyrischem Anspruch etwas anderes, Spezifischeres, verstehen. Vielleicht eine Art sprachlicher Musikalität?
Nunja, das lyrische Feld ist auf alle Fälle unübersehbar weit und das ist gut so. :) <- verspätetes Wort zum Sonntag.
Lg!
S.

1784
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Nachtlicht
« am: September 21, 2018, 17:17:13 »
Hi Cypi!
Ich bin ein großer Befürworter interpretatorischer Freiheiten - und wenn auch eine Anspielung auf augenlose Destruenden (wenn ich Deine Deutung richtig verstehe) keineswegs von mir geplant war, so finde ich doch, dass das ein sehr gangbarer Zugangsweg ist. :)
Grüße!
S.

1785
Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Dämmern
« am: September 21, 2018, 17:13:14 »
Vielen Dank noch für Eure Anmerkungen, lieber eKy und liebe Agneta! Aufgrund etwas verlorener Übersicht meinerseits über die Forenbeiträge kommt die Bedankung leider ein wenig verspätet - aber natürlich aus vollem Herzen! :)
Und das "Tiefersehen" bau ich sehr gerne ein! :)

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