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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Zeitempfinden
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 19:01:13 »
Hi Suf!

Hau mich flach, aber ich denke, hier sind beide Formen möglich.

Vielen Dank für die lobenden Worte!  :)

LG, eKy
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Zum Horizont
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 18:59:17 »
Hi HG2!

Ans Ende von Z1 gehört immer noch ein Komma - oder ein Punkt.

Fakt bleibt, dass 

Das Ringsumher zerfällt zu Stille
die andere Dimension.

falsch konstruiert ist. Vielleicht wird es dir deutlich, wenn ich den Satz in Prosaform schreibe:

Das Ringsumher zerfällt zu Stille die andere Dimension.


Die sprachlich korrekten Möglichkeiten wären:

Das Ringsumher zerfällt zu Stille, in eine andere Dimension.

Das Ringsumher zerfällt zu Stille und trägt mich in eine andere Dimension.

Das Ringsumher zerfällt zu Stille, der anderen Dimension.



Dasselbe gilt für den letzten Satz:

Ein Schwanenpaar zieht
und meine Hilflosigkeit,
zum Horizont.

In Prosaform:

Ein Schwanenpaar zieht und meine Hilflosigkeit, zum Horizont.


Die sprachlich korrekten Möglichkeiten wären:

Ein Schwanenpaar zieht meine Hilflosigkeit zum Horizont.

Ein Schwanenpaar zieht, und meine Hilflosigkeit driftet zum Horizont.


LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wolken-Versprechen
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 18:45:42 »
Hi Agneta!

Gefällt mir insgesamt gut, bloß bei ein paar Wendungen hat es gefühlt ein wenig gequietscht:

S1Z1 - Das "Weit" ist ein wenig herbeigezwungen als hauptwörtlicher Gebrauch, wo es da doch schon längst ein Nomen namens die "Weite" gibt.

S1Z3 - "... spielten grau" - auch das erscheint mir ein wenig schräg formuliert, es passt irgendwie nicht zu Spiel, dass es grau sei ...

S2Z2 - "verschweben" - ein Neologismus? Kommt ein wenig kitschig rüber. Etwas kann "entschweben", aber was soll das Präfix "ver" hier im Zusammenhang mit "schweben" für eine Bedeutung suggerieren? Oder soll es eine Zusammenfassung sein - dass etwas Schwebendes verschwimmt, zerfasert, sich auflöst? Ich weiß nicht, ob das bei "verschweben" so rüberkommt ...

S2Z3 - Kein Komma ans Zeilenende.


Das Drachenschiff - ist das hier auch ein Bild für den Tod? Da ja die Wikinger zumindest ihre Fürsten auf so einem Schiff feuerbestattet haben ...


Gern gelesen!  :)

LG, eKy
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Verbrannte Erde / Re: Der Tod
« Letzter Beitrag von Sufnus am Heute um 17:43:34 »
Formal ist WMs Gedicht dieses mal ziemlich regelmäßig gefügt - durchgängig vier- und dreihebige Jamben im Wechsel und ein gleichmäßiges Kreuzreimschema. Das liest sich durchaus leichtgängig und erzeugt einen erfreulich musikalischen Flow.
Inhaltlich wird es zum Ende hin aber verschwurbelt, denn der große Hoffnungsumschwung zur Unsterblichkeit und Unvergänglichkeit fällt dem Leser doch aus ganz schön heiterem Himmel vor die Füße und ist in sich einigermaßen inkonsistent.
Das ist die Schwierigkeit beim regelmäßigen Reimen und Versefügen, dass u. U. die Form das Kommando übernimmt und der Sinn darüber unter die Räder kommt.
Wenn ich zwischen Sinn und Form wählen muss, würde ich persönlich den Sinn bevorzugen. ;)
LG!
S.


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Eulenspiegeleien / Re: Unbewegt
« Letzter Beitrag von Sufnus am Heute um 17:35:43 »
Hi gum!
Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Ja - Sensibilität ist wahrscheinlich allgemein nicht so sehr gefragt und Abgebrühtheit macht wohl meist mehr Eindruck. Allerdings ist zumindest im klassischen Männlichkeitsideal auch in früheren Dezennien der harte, unerschütterliche Typus das Modell der 1. Wahl gewesen und die Sensiblen standen demgegenüber immer unter dem Generalverdacht einer gewissen Untüchtigkeit, Unzuverlässigkeit und fehlender Belastbarkeit. Je nun. Als Gedichteschreiber ist man wohl bis zum Beweis des Gegenteils bei den Sensibelchen verortet... gut dass ich Al Pacino an meiner Seite weiß.  ;D
LG!
S.

Hi Rocco!
Wenn ich Dich richtig verstehe, siehst Du Parallelen zu meinem Tandaradei-Gedicht? Nun, das kann ich jetzt nicht so richtig nachvollziehen, aber Außen- und Binnwahrnehmung unterscheiden sich ja (zum Glück). :) Außer gewissen Elementen des sufnösen "Flapsigkeitssounds" ;) sehe ich in Inhalt und Ductus keine allzugroßen Parallelen. Und dass Bergmanns Filme im Allgemeinen und das Siebte Siegel im Besonderen nun gerade eine realistische Erzählhaltung bedienen, behauptet in dem Gedicht ja auch keiner. Mein alter Freund Al scheint diese "unrealistische" Haltung offenbar nicht so zu goutieren. Davon distanziere ich mich natürlich scharf!  ;D
LG!
S.
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One man went to mow / Re: Was drei Linse fa e Supp gebt
« Letzter Beitrag von Sufnus am Heute um 14:13:24 »
Lieber Hans,
eine schöne fremdsprachliche Lektion! Dialektausdrücke sind einfach ein wahrer Fundus für eine Kommunikation, die zwar sehr bildstark ist, aber doch direkt zum Punkt kommt! :)
Und damit ich was lerne: Was bedeutet "Hawa gehad?" Das Wort "Hawa" krieg ich grad durch keine Lautverschiebungen oder Anklänge in ein hochdeutsches Äquivalent überführt. Und was ist Gerschd? Gerste? :)
Ich mags! :)
LG!
S.
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Zeitempfinden
« Letzter Beitrag von Sufnus am Heute um 14:07:35 »
Hi eKy!

Ja - die Metamorphose vom rastlosen Geist inmitten entschleunigter Zeit hin zum erstarrten Inneren inmitten dahinrasender äußerer Abläufe ist Dir grandios gelungen und der Gletscher, der eine Stirnmoräne vor sich her schiebt und sich so gegen die Umgebung abschirmt ist ein ganz starkes Bild! :) Zumal in der Gletscher-Metapher in Zeiten des Klimawandels noch zusätzliche Assoziationsebenen mitschwingen (auch wenn das hier nicht impliziert war, denke ich :) ).

Nur eine kleine Grammatikfrage: Müsste es nicht in Z4 heißen "wie... erkrankte Sieche"? Die Pluralform im Nominativ von "der Sieche" ist natürlich "die Siechen" mit n am Ende, aber als unpersönlicher Ausdruck ohne Artikel müsste es m. E. "Sieche" ohne n heißen wie z. B. in "Kranke und Sieche benötigen unsere Hilfe". Oder?

LG!

S.
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Lausig
« Letzter Beitrag von Sufnus am Heute um 13:54:30 »
Hi gum!

Die A(rschloch)meisen gefallen auch mir ausnehmend gut - ein wahrlich wirkungsvoll platzierter Radau-Effekt, der durch Einführung der alternativen Stilebene die Szenerie ungemein belebt! Auch die Fotozellen sind späterhin so ein (wenn auch etwas unauffälliger gestaltetes) Element einer gewollten (und sehr gekonnten!) Stil-Erweiterung.

Mit den zwei letzten Zeilen würde ich vielleicht auch noch ein bisschen experimentieren, zumindest nach meinem Leseeindruck sind diese beiden Zeilen nicht ganz so passgenau mit dem restlichen Werk verklammert. So spielt für mich subjektiv die vorletzte Zeile vielleicht ein klein wenig zu stark ins Pathetische (wobei mir die Erwähnung der Nacht im Zusammenhang mit den vorher angesprochenen Fotozellen sehr stimmig erscheint) und das Haus am Ende ist für mich auch noch keine ganz durchsichtige Metapher.

Wobei ich sagen muss, dass diese meine Einwände schon an der Schwelle vom Peniblen zum Pingeligen angesiedelt sind, würde ich derartig überkritische Maßstäbe an jede Formulierung aus eigener oder fremder Produktion anlegen, bliebe wohl nicht mehr viel übrig... ;) Hier sind nur die Zeilen 1 bis 10 so wunderbar gefügt, dass ich als Leser wohl etwas ins Maßlose spiele... :)

Also äußerst gern genossene Zeilen! :)

S.
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Tandaradei
« Letzter Beitrag von Sufnus am Heute um 12:49:10 »
Hallo Rocco! :)
Lieben Dank für Deine Beanmerkung - allerdings muss man meine Zeilen, denke ich, schon gehörig gegen den Strich lesen, wenn man darin etwas anderes finden will als ein Loblied auf fröhlichen Sex. ;) Und was die erste Zeile mit dem Hosen-tragenden Herz angeht, da würden Deine Vorschläge das Metrum ziemlich disruptieren, was man natürlich grundsätzlich als bewusstes Mittel in einem Gedicht einsetzen kann, aber hier will mir persönlich das nicht so recht einleuchten.
LG!
S.
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Zum Horizont
« Letzter Beitrag von horstgrosse2 am Heute um 11:08:53 »
@Erich


Grüße.

Zitat: Das Ringsumher zerfällt zu Stille.

Hier ist „Ringsumher“ eine Metapher. Für alles, was momentan der Geist aufgenommen hatte, zu der Zeit, oder Zeitpunkt.
Es ist ein Tagtraum, und der funktioniert nur, wenn andere störenden Einflüsse wegfallen.
„Ringsumher“ ist alles. Der Ort, die Töne die dort empfangen werden können. Temperatur, Licht, usw. Die Konzentration liegt auf dem Traum.
Hier eine Begebenheit von früher, die erwacht. Und, Zitat:

Dein Bild verliert Kraft,
gleißend blauer Himmel.
Ein Schwanenpaar zieht
und meine Hilflosigkeit,
zum Horizont.

Verrät, das ich im Freien war, in der Natur. Und die Realität, das ziehende Schwanenpaar das Richtung Horizont zieht, nimmt den verlöschenden Tagtraum (Illusion) mit sich fort.

Texte dieser Art, habe ich immer wieder geschrieben. Es sind die Bilder der Gedanken. Sie kennen nur ihre Gesetze, ihre Farben, ihre Lust und das Leid.
Da gibt es keinen Jambus, Trochäus usw. Und hier liegt die Stärke in den Metaphern die das Bild malen.
Ok, danke dir für deine Zeilen, bist gerne gesehen.
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