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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Stubenhocker
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 11:56:06 »
Hi Cypi!

Vielen Dank für die freundliche Beweihräucherung!  ;)

Und ja - ich fühle mich durchaus "leidlich" wohl in meinem selbst errichteten Elfenbeinturm - es ist "leidlich" besser als so gut wie alle denkbaren Alternativen, die so gut wie alle bös enden würden, wenn ich sie versuchte. Zumindest, wenn ich sie durchdenke - und dabei bemühe ich mich durchaus um Objektivität.

Die wenigen Male, da ich mich wirklich nach außen kehrte, zeitigten mehrheitlich negative Ergebnisse - ich bin eben einfach nicht dauerhaft kompatibel mit anderen Leuten in sozialem Kontext. Enge Beziehungen kann ich nicht lange aufrecht erhalten, da ich insgesamt zu wenig dafür für Menschen empfinde. Andererseits verletzt es mich extrem, wenn mir Menschen, denen ich mein Vertrauen erst einmal geschenkt habe, irgendwie in den Rücken fallen. Und so unleidig und zynisch, wie ich nun mal bin, ist das wohl früher oder später zwangsläufig der Fall. Ich fühle mich rasch emotional eingeengt, manipuliert oder in der Auslebung meiner Wesenszüge (die teilweise recht soziopathisch sein können) behindert, wenn da jemand allzu nah an mir dran ist, zu sehr klammert. Statt geliebt fühle ich mich eher vereinnahmt - und reagiere dann entsprechend.
Die "Rache" derer, die sich von mir brüskiert fühlen, lässt dann nicht lange auf sich warten, kommt für mich aus heiterem Himmel - und schmerzt.
Ich habe selbst wohl zu wenige Senoren, die bemerken könnten, wie sehr ich anderen weh tue, mit unbedachten Bemerkungen, Scherzen, Wortspielen (ich "disse" gern, meine es aber selten böse, für mich ist es eher eine intellektuelle Herausforderung), und wenn der Schaden angerichtet ist, überrascht mich die Retourkutsche kalt.
Zudem tu ich mir extrem schwer, Zuneigung zu zeigen - ich würde eher eine heiße Herdplatte anfassen als "Ich liebe dich" zu sagen! Was nebenbei bemerkt ohnehin gelogen wäre: wirklich lieben kann ich nicht (mehr?). Ich kann sympathisch finden, gern haben, mögen - aber ganz vertrauen und hingeben, das habe ich lang verlernt.
Und ich lüge eben nicht gern - daher ist es leichter, erst gar keine Beziehung zu suchen, als sie durch Halbwahrheiten und Verschweigen gewisser Fakten mühsam aufrechterhalten zu müssen.
Das gilt bei mir interessanterweise für Liebesbeziehungen, wie gesagt, nicht für Freundschaften. Habe ich jemanden erst einmal unter "Freund" eingeordnet, vertraue ich sehr darauf, dass gewisse Regeln der Rücksichtnahme eingehalten werden (dass ich sie selbst aus der Sicht anderer verletze, kommt mir meist erst gar nicht in den Sinn. Das liegt daran, dass dem Menschen das eigene Denken logisch erscheint, und darum müssten eigentlich alle ähnlich wie man selbst denken, da alle anderen sonst unlogisch wären ...  ::) - naja, wir kennen die möglichen Verscherungen falscher Kausalverknüpfungen! Und weil mein soziales Sensorium eben unterentwickelt ist, bemerke ich die Anzeichen leider nicht, wenn ich andere verletze, ohne es zu wollen.). Umso schmerzlicher ist es dann, wenn so ein Freund sich abwendet, aus welchen Gründen auch immer,  die aus seiner/ihrer Sicht sicherlich wohlüberlegt sein mögen. Das sorgt dafür, dass ich auch nur sehr wenige Freunde habe - ich erspare mir die scheinbar unvermeidliche Enttäuschung lieber gleich ...

Hier im Internet ist die Distanz groß genug. Hier kann ich "funktionieren", weil ich mich nicht allzu bedrängt fühle. Hier bleiben die Wünsche und Ansprüche anderer an mich eher hypothetisch, überfordern mich nicht emotional, und ich fühle mich sicher genug, ihnen zu begegnen.


So, das war ein "Blick hinter die Fassade" - ich hoffe, er hilft dir, mich zu verstehen, so weit es da etwas zu verstehen gibt.  ::) :-\

LG, eKy
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Goldner Herbst .
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 11:25:47 »
Hi Fridolin!

Das "Zeckengerben" gefällt mir!  ;D

gut geschrieben, sogar nach hohen lyrischen Maßgaben!

Bloß Z2: Hast du das "Holdner" bewusst mit "n" drin geschrieben, um es an "goldner" in der Vorzeile anzugleichen? Wenn ja: Also mir wiegt der "Fehler" im Wort hier mehr als die onomatopoetische Angleichung. Zudem finde ich, dass "Holder" durchaus genug phonetische Ähnlichkeit zu "goldner" aufweist - da muss man nicht um jeden Preis noch eins drauflegen. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht ...  ::) :-\

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy
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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Gute Gesellschaft
« Letzter Beitrag von cyparis am Heute um 11:21:26 »
Liebe Agneta,

sind bei Dir über dem Schreibfeld keine Smilies von  :) bis  O0?
Dann solltest Du eine PN an Seeräuber-Jenny schicken!

Freundlichen Sonntagsgruß
von
Cyparis
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Hi Fridolin!

Ja, das fließt phonetisch viel besser. Syntaktisch sind leider noch einige Inversionen beteiligt, die manche Stellen etwas "konstruiert" wirken lassen, aber das geht dort eben nicht anders, um die korrekten Abfolgen der wichtigen Zeilenenden hinzubekommen.

Das ist eben auch genau der Grund, warum ich die "einfache" Lyrik dem Schütteln vorziehe - ich habe dir das schon mal erzählt. Mir ist jede irgendwie unnatürliche "Hindrechselung" von lyrischer Sprache verhasst, und das Schütteln macht eben genau das mitunter nötig. Eine natürlich wirkende Anordnung der Worte, auch in langen Konstrukten, erscheint mir für die "lyrische Wirkung" von Sprache unerhört wichtig, nicht nur auf phonetischer, sondern eben vor allem auch auf syntaktischer Basis.
Dabei muss die "verdrehte" Wendung noch nicht mal grammatikalisch falsch formuliert sein (Eine Inversion ist ja nicht grundsätzlich "falsch" im Sinne der Grammatik) - für die vernichtende Wirkung auf das Sprachgefühl des Lesers reicht es, dass sie dort ist, wo sie eigentlich nicht sein sollte, wenn es sprachlich "schön" sein soll.

Aber das soll dich nicht stören! Hier geht es vornehmlich - wie du selbst sagtest - um den "Spass am Schütteln", nicht um lyrischen Anspruch. Als gekonnte Spielerei mit dem Baukastensystem "Sprache" sind deine Werke absolute Spitze!  :)

LG, eKy
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Stubenhocker
« Letzter Beitrag von cyparis am Heute um 11:17:49 »
Ja - leider. Mehr ist nicht dahinter, bloß das übliche selbstreflektorische Gejammer über einen Umstand, den ich selbst herbeigeführt habe - und ihn auch immer beibehalten werde.

... - aber ein Gedichtchen darüber ab und zu, und ich habe mir die Erkenntnis dieser Tragik wieder für eine Weile von der Seele gedichtet!

Das ist eben alles ...  :-\ :-[

LG, eKy

Lieber Erich,

Ich hatte immer den Eindruck, daß Du Dich in Deinem Eingerichtetsein leidlich wohlfühlst - oder Du läßt keinen wirklich hinter (D)eine Maske sehen.
Über Deine Gesundheit kann ich mir  kein Bild machen - ich kann nur wünschen.


Und der Diminutiv paßt hier ganz und gar nicht!!!

Der Scheffel muß gar bald verbrannt sein, unter den nicht nur Du Dein Licht stellst!

Ganz lieben Gruß
von
Cypi
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Der Stubenhocker
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 11:05:21 »
Ja - leider. Mehr ist nicht dahinter, bloß das übliche selbstreflektorische Gejammer über einen Umstand, den ich selbst herbeigeführt habe - und ihn auch immer beibehalten werde.

Mit zunehmendem Alter bemerke ich zudem, dass mich die Welt da draußen immer weniger lockt und ruft. Der Teil von mir, der sich am Leben versuchen möchte, der interagieren will und erleben, scheint sich mehr und mehr abgearbeitet zu haben - oder er ist von der Einsicht besiegt, dass man doch nie genau das bekommt was man haben will; oder noch schlimmer: man erkennt, dass das, was man immer haben wollte, gar nicht das ist, was man wirklich gebraucht hätte!

So gibt man sich mit dem Vorhandensein von Möglichkeiten zufrieden: Man KÖNNTE ja jederzeit hinaus und unter Leute, man KÖNNTE ja eine Karriere verfolgen, sich verwirklichen, etwas erreichen ...
Mit dem langsamen Verfall des Leibes aber werden der Möglichkeiten weniger und weniger (wer wüsste das besser als du?  :'(), und irgendwann bereut man es wohl ein wenig, sie nie genutzt zu haben. So ist das bei mir - aber ein Gedichtchen darüber ab und zu, und ich habe mir die Erkenntnis dieser Tragik wieder für eine Weile von der Seele gedichtet!

Das ist eben alles ...  :-\ :-[

LG, eKy
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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Gute Gesellschaft
« Letzter Beitrag von Agneta am Heute um 10:26:51 »
am 01.12. GGG ( kann leider keine Smilies machen). Jungfrau bin ich nicht, sondern Schütze, liebe Cyparis.
@Sufnus
habe die letzten beiden Zeilen komprimiert. Sind stärker als 5 Heber.

LG ( backe gerade Zwiebelkuchen für meine Einweihungssfeier mit Brunch und koche schon vor und friere ein. Nun ist die Wohnung perfekt und bald startet die Feier, mit der ich mich bei allen bedanken will, die dazu beigetragen haben, aus der verwohnten Wohnung meine Puppenstube zu machen.
Da wird die kleine Wohnung aus allen Nähten platzen. GGG und ich freu mich drauf.
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Goldner Herbst .
« Letzter Beitrag von Fridolin am Heute um 07:57:19 »
Goldner Herbst

O Goldner Herbst, du färbst in Zerbst die Hecken,
du, Holdner, gerbst wie jeden Herbst die Zecken.
Aus steiler Höh, wo Wind und Wetter bleichen,
uns Heil ersteh, wenn wir wie Blätter weichen.
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Hi eKy,

du  hast ja Recht, hier steht die Schüttelspaß im Vordergrund, darunter leidet zwangsläufig der Sprachfluss. Das ist bei einem Anagrammgedicht schwer hinzubekommen. Ich habe deshalb dem Anagrammgeschüttel eine Neufassung vorangestellt, die sprachlich, denke ich flüssiger klingt.

LG Friedhelm
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Ornithologisches - Der Schwan
« Letzter Beitrag von cyparis am September 22, 2018, 23:52:28 »
HahahahaharrharrHARR !!! ;D
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