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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Der Wanderer
« Letzter Beitrag von Curd Belesos am Heute um 00:22:39 »
Vielleicht ist gut, einfach mal zu rasten, bis sich wieder ein Ziel findet.

Lieber Gummibaum,

ein wunderbares Zitat für unruhige Geister.

Ich habe es mir zu Herzen genommen, denn ich fühlte mich im Sommer wie ausgebrannt.

Jetzt, in der erfrischenden Kühle des Herbstes werden neue Ziele sichtbar und die wallenden Nebel in den Morgen- und Abendstunden beflügelt den Geist.

Man schöpft wieder aus einer klareren Quelle.

Lieben Gruß

CB
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Neues vom Wind / Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Letzter Beitrag von Zugvogel am November 20, 2018, 23:52:51 »
Ihr Lieben, in der Seele und in der Trauer so nah!


Nein, ich kann bis jetzt den tiefen, schmerzlichen Verlust noch nicht begreifen, nicht verwinden, es tut so weh!

Sie hat Großes geleistet, ihre Gedichte sind ihr Vermächtnis für Euch und für mich. Die Photografien mit ihr, Familie, mit mir erinnern mich täglich an unser Leben von der ersten Sekunde an. Es ist tief in mir, der Herzbändel wird nie entzwei gehen, sie ist in mir. Ich fühle mich so verlassen.

Wir werden uns wiedersehen in einer anderen Welt, in unserem Traumwald, den wir im irdischen Leben geträumt und doch nie in dieser Welt gefunden hatten. Unsere Seelenflügel umhüllen uns, wie schon so oft im Leben und werden uns bis in Ewigkeit verbinden und beschützen.



Liebe Petra, ich würde mich freuen, Dich hier bei mir zu sehen, um gemeinsam an Annlies' Grab trauern zu können.



Zugvogel Eva




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Zwischen Rosen und Romantik / Finale
« Letzter Beitrag von Sufnus am November 20, 2018, 15:20:37 »
Finale

Das Mal, das ich jetzt auf der Stirne trag,
schlug einst Dein Herz in einer Gottsekunde
als Sterbezeichen und als Fleischeswunde.

Und leitet mich das Auge aus dem Tag
ins nachtumschlossne Ungeschehenmachen,
werd ich recht gern vom langen Schlaf erwachen,

wend mich im Gehn nochmal zur Welt und sag
das Glück mit Tränen auf, den Gram mit Lachen,
portables Du, Scheiß auf die Siebensachen!

So komme endlich, was da immer mag:
Ich steh beim fünften Akt noch fest zum Bunde
im Lebenslang bis in die letzte Stunde.
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Größer im Verzichte
« Letzter Beitrag von Sufnus am November 20, 2018, 15:04:45 »
Dieses Gedicht ist ein berückend schöner Rohdiamant... ein paar inhaltliche Unsauberkeiten machen die - im Wortsinn - tiefgründigen Zeilen aber m. E. unnötig schwerverständlich.
Das erste Mal hast Du mich bei den Dornenrosen abgehängt. Eine blütenlose Dornenrose ist, so finde ich, der desöfteren bei der Gartenarbeit von Rosendornen geplagt wurde, ein gar unerfreulich Ding! Und dieses Dornengestrüpp soll im Folgenden Wurzeln im Wesentlichen schlagen? Ich verstehe, denke ich, schon Deine Intention und Du siehst die tiefwurzelnden Dornenrosen offenbar als ein gerade genügend zweideutiges Bild an, um hierdurch den Umschlag vom vermeintlich (!) Negativen (dem verschenkten Sieg) ins eigentlich Positive, die gelungene Seelenbildung, zu veranschaulichen. Aber zumindest für mich hats nicht hingehauen... ich hasse Dornenrosen (jedenfalls, wenn ohne Blüte).
Der zweite Strauchler folgte in der nächsten Strophe beim Wechsel von einem Wir ("auf den wir groß verzichten") zu einem Du (deiner Träume Raum) und wieder zurück (zu uns selbst).
Das dritte Problem ergab sich bei den vielen "sie" in der letzten Strophe: erstens klingt diese "Sie-Häufung" etwas unschön und zweitens ist das erste "sie" ein anderes (die Erfüllung von drei Zeilen weiter oberhalb) als die folgenden beiden. Es hat etwas gedauert, bis ich mich da zurechtfand.

Versuch der Beklugfummelung:

Aus leichten Siegen, die wir uns versagen,
den Schattenpflanzen, welche niemals blühn,
erwachsen Wurzeln tiefer unterm Grün,
die bis ins Herz des Wesentlichen ragen.

Aus allem Streit, auf den wir groß verzichten,
wächst innerlich ein neuer Seelenbaum
und leiht dem Rausch der Träume einen Raum,
woraus wir Brücken zu uns selbst errichten.

Erfüllung macht uns ärmer nur an Leben:
Erfülltes darf sich einzig selbst genügen.
Da wächst kein Sehnen mehr und kein Bestreben

in jenen, die ein Ziel für sich erfinden,
und alles Weitere wird sie belügen,
bevor sie überreifen und verschwinden.
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Verbrannte Erde / Re: Verspätung
« Letzter Beitrag von Sufnus am November 20, 2018, 13:08:51 »
Vielen Dank Ihr Lieben für die Lektüre und metrischen Analysen! :)

Insbesondere S1Z4 möchte ich so "schwierig lesbar" belassen - hier soll die Atemnot beim Vortrag erkennbar werden.
Ich würde es so vorlesen, dass die Betonungen relativ verschliffen sind und am ehesten das "aus" und - Hebungsprall - das "tiefster" als Betonung erkennbar werden mit einer kleinen Zäsur dazwischen, was die Atemlosigkeit signalisiert. Das Wort Atemnot selbst würd ich dann wieder entsprechend der natürlichen Betonung lesen. :)

Ein schönes literarisches Beispiel für bewusst "schwierig" gestaltete Metrik zur Verdeutlichung eines Inhalts findet sich bei Eichendorff (Herbstlklage):

"Da krachen die Wipfel und fallen
zum Abgrund Strom, Baum und Stein."

Das geht mit xXxxXxxXx los... und dann "weiß keiner mehr, wie das zu lesen ist" (Peter v. Matt).

Grüße!

S.
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / THE BIG RIP
« Letzter Beitrag von Sufnus am November 20, 2018, 12:57:57 »
THE BIG RIP

Wir schlingeln durchs Existieren,
die Frist einen Schippenwurf fern,
nur nicht den Kopf verlieren,
wir tragen ihn eigentlich gern…

Wir zerren am Leben mit Klauen
und noch mit dem dritten Gebiss:
Seliges Selbstvertrauen
bis hin zum finalen Riss.
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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Der Wanderer
« Letzter Beitrag von gummibaum am November 20, 2018, 07:05:41 »
Danke, liebe Agneta. Es ist ja auch positiv gemeint.

Danke, lieber Eisenvorhang. Vielleicht ist gut, einfach mal zu rasten, bis sich wieder ein Ziel findet.

Liebe Grüße
gummbaum
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Ich bin angekommen / Re: Abschiedssonett
« Letzter Beitrag von Curd Belesos am November 19, 2018, 22:29:45 »
Lieber Fridolin,

toi, toi, toi, für die Gesundheit und bleibe uns gewogen.

Sie sind köstlich und erbauend - deine Geschüttelten.

Meine wenigen waren gerührt, zerrührt.

LG
CB
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Ich bin angekommen / Re: HeyHö Ihrs!
« Letzter Beitrag von Curd Belesos am November 19, 2018, 22:21:18 »
Kommt Zeit, kommt Rat  ::)  ;D
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Im Gras wispert Hoffnung / Re: Der Wanderer
« Letzter Beitrag von Eisenvorhang am November 19, 2018, 18:16:37 »
Und wieder der gummibaum!

Was soll ich sagen. So viel Talent und Bescheidenheit.
Immer wenn ich deine Gedichte lese, denke ich mir: „wie begabt der gummibaum ist“.

Ich hab ab und an ein loses Mundwerk, ich Ecke an...
Egal was passiert gummibaum ist immer bescheiden. Ich find das unglaublich toll und ist für mich was Dichtung betrifft, genau wie Schmuddlkind ein Vorbild. (Und wie Erich)

Deswegen: danke fürs Veröffentlichen und teilhaben lassen.
Ich bin im Moment auch ein Wanderer ohne Ziel.

vlg ev
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