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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Zeitlose Erinnerung
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Januar 17, 2019, 20:36:13 »
Hi Agneta!

Die eigentliche Aussage des Gedichtes ist, dass wir allzu leicht und oft genug oberflächlich oder pauschal über andere urteilen, und wenn wir es tun, dieses Urteil nie revidieren, ja oft Jahrzehnte davon ausgehen, der Beurteilte sei immer noch exakt genau so wie damals, als man ihn verwarf. Die Erinnerung wird so quasi "zeitlos", eingefroren in unserem Gedächtnis.
Dabei übersehen wir, dass wir nicht einmal uns selbst ganz durchschauen, uns immer wieder selbst überraschen können, und dass wir schon nach wenigen Jahren komplett andere Menschen sein können, je nachdem, wie das Leben mit uns spielt.
Jenen, die wir einmal nicht mochten, sprechen wir das allerdings unbewusst ab - sie bleiben für uns lebenslang dieselben "A-löcher"! Das ist unfair und ausgesprochen subjektiv, und ich muss leider zugeben, das ich mich darin nicht anders verhalte: zu groß ist mitunter mein Groll, um zu vergeben. Allerdings gestehe ich jedem zu, sich verändert zu haben, denn ich merke sehr bewusst, wie sehr ich selbst mich mit den Jahren immer wieder verändere.
Leider tun viele gerade das nicht ...

Das wollte ich mit obigen Zeilen zum Ausdruck bringen.

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Reimerei
« Letzter Beitrag von Sufnus am Januar 17, 2019, 19:28:01 »
Mein lieber gummipoetus laureatus!
Dieses Gedicht ist schlicht-weg genial. Es verdient in jeder Anthologie deutscher Liebeslyrik einen Platz - auf so engem Raum so viel sprachliche und bildliche Schönheit (das wunderbare, leider etwas aus dem Gebrauch gekommene Wort Anmut wäre hier wohl angebracht) zu versammeln ist schlicht-weg... achso... hatt ich schon... dann eben siehe oben!
Begeisterte Grüße!
S.
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Hebelgesetz
« Letzter Beitrag von Agneta am Januar 17, 2019, 19:21:17 »
durchaus eine Theorie,der ich etwas abgewinnen kann, lieber Gum.lG von Agneta
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Zeitlose Erinnerung
« Letzter Beitrag von Agneta am Januar 17, 2019, 19:18:43 »
ja, da magst du recht haben, lieber Erich. Wir alle mögen uns ändern, aber vielleicht nicht so sehr, wie man immer denkt. Der Grundcharakter bleibt, denke ich.
Lebenssituationen jedoch können Änderungen hervorrufen, positive, negative: Da braucht plötzlich jemand mehr Anerkennung und stellt sich ( tat er fürher nie) über andere.
Da muss jemand in die Elternpflege einsteigen und geht völlig darin auf ( während er vormals eher auf sich fixiert war).
Ein negatives und ein positives Beispiel also.

Das Umfeld jedoch muss diesen Weg auch mitgehen, was besonders bei negativer Veränderung schwierig sein kann.
Ernstes Thema also, das du hier angeschnitten hast.
LG von Agneta

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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Ganz "Eins"
« Letzter Beitrag von Sufnus am Januar 17, 2019, 19:17:34 »
Oh das freut mich aber, dass es Dir gefällt, liebe Agneta! Du hast diese Zeilen, das dahinter stehende Charakterbild, genau so gelesen, wie ich mir das vor meinem geistigen Auge vorgestellt habe... danke dafür!!! :)

... Martins Kommentar (vielen Dank fürs Knuddeln! :) ) überfordert mich hingegen noch etwas, so dass ich darauf getrennt eingehen... werden... muss.  ;)
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Ganz "Eins"
« Letzter Beitrag von Agneta am Januar 17, 2019, 19:12:33 »
ironisch, wortspielerisch die Klippen einer Beziehung ausgelotet zwischen dem Bedürfnis zur eigenen Persönlichkeit und traulichen Anpassung  Steckt alles drin: Mut, Dickkof, Angst..Witz und Selbstironie.Sehr gerne gelesen , lieber Sufnus. Gekonnt gemacht.
LG von Agneta
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Der Turm der Stille
« Letzter Beitrag von Sufnus am Januar 17, 2019, 18:37:58 »
Auch was aus dem Fundus der älteren Sachen... :)

Der Turm der Stille

Du lebst jetzt im Nest der Winde:
Verrufen und verschallt,
zeitloses Angebinde,
entwunden solider Gestalt.

Entbunden dem plumpen Bestehen:
Geist und reines Gebein,
kein Werden mehr und Vergehen,
kein Kreislauf aus Hiersein und Sein.

Und bleiben von Dir wird: Nichts
Bedeutenderes, als was ging,
erhoben im Zeichen des Lichts;

und was auch die Erde empfing,
siehe, kein Ding ist gering,
es wächst und gedeiht und dann brichts.
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Wo Enzian und Freiheit ist / Auf einen jung verstorbenen Dichter
« Letzter Beitrag von Sufnus am Januar 17, 2019, 18:32:41 »
Und noch was Älteres... :)

Auf einen jung verstorbenen Dichter

Dein Zeichen auf dem Weg zum Wort

entsagt dem zeitversehrten Laut

und pflanzt im leiseren Verreisen



sich durchs Vergessen weiter fort.

Und was dem Bleiben anvertraut,

wird sich als unzerstört erweisen



vorm nie gehörten Klang der Welt,

bis unsre Zeit den Atem hält

und still zu Geist zerfällt.
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Reimerei
« Letzter Beitrag von gummibaum am Januar 16, 2019, 23:47:17 »
Danke für dein Antwortgedicht, lieber Erich. An deiner Selbstsicht ist gewiss etwas dran. Aber hohl sind deine Lyrik, Prosa und Aufrichtigkeit wirklich nicht und die kommen aus deinem Inneren.

Gute Nacht und liebe Grüße
gummibaum 
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Reimerei
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Januar 16, 2019, 21:43:32 »
Hi Gum!

Ich weiß nicht, was mich träumen lässt,
ich sei ein dicker Baum,
gesund und rund und wurzelfest,
mit weitem Kronenraum.

Doch innen hohl und ohne Halt
erweist sich die Statur -
die ach so mächtige Gestalt
ist - ach! - Fassade nur ...


Das fiel mir spontan für mich selbst ein bei der Lektüre deiner schönen Zeilen! Schade - mich bringt niemand mehr zu neuer Knospung!  ;) ::)

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy
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