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Neues vom Wind / Re: Bitte verzeiht mir!
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 04, 2020, 21:58:52 »
Hi Jen!

Seltsam: Ich bin in der Hochrisikogruppe, aber mich hat das alles, soweit es die eigene Person betrifft, völlig kalt gelassen. Mein Leben ging eigentlich genauso weiter wie bisher schon die letzten 30 Jahre, und Isolation hat mir nie was ausgemacht. Nur die Gesichtsmaske beim Einkaufen ist lästig ... Andererseits hatte ich heuer dank Freistellung ab Mitte März die längsten Sommerferien meines Lebens!

Angst habe ich kaum - wenn es mich erwischt, dann ist es eben so. Voraussichtlich geht im September die Schule wieder "normal" weiter, und ich werde wieder unterrichten (müssen).

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Entscheidung
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 04, 2020, 21:52:48 »
Hi Jen!

Ach ja, tabuisierende Moral, kulturelle Prägung, soziale Regulative - welche Chance hat da die Aufrichtigkeit eines Gefühls?

Wir leiden, weil wir Menschen alles "besitzen" müssen, und das mit einer an Manie grenzenden Ausschließlichkeit - und einander können wir schon gar nicht teilen!

Selbstbestätigende Kontrollsucht und Verlustängste verhindern freies Denken und freie Gesellschaft. Wird noch lang dauern, bis wir wirklich verinnerlicht haben, dass wir keine exkludierenden Besitz- und Nutzungsansprüche aneinander haben sollten!

Sind wir keiner Liebe fähig, die nicht besitzen will?

Gern gelesen!  :)

LG, eKy
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Der Schrei des Schmetterlings / "Doña Quixote" in der Künstlerkolonie Berlin
« Letzter Beitrag von Seeräuber-Jenny am August 04, 2020, 20:13:37 »
Neulich war die Künstlerkolonie Berlin in unserem Friedrichshainer Autorenkreis zu Gast und nahm ein paar Gedichte auf Video auf. Hier mein Beitrag:

https://www.youtube.com/watch?v=9nh5qnjh0Bs&t=2s
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Zwischen Rosen und Romantik / Entscheidung
« Letzter Beitrag von Seeräuber-Jenny am August 04, 2020, 20:06:46 »
Unsere Herzen klopfen
im Takt.
Du hübsches Kind,
wie schön wir sind
ganz nackt.
Gelöst, erlöst,
ganz aufgelöst.

Ein Wermutstropfen:
deine Frau.
Du lebst mit ihr,
ich lebe hier,
und schau:
Du hast sie angelogen,
wir haben sie betrogen.

Heimliche Geliebte
will ich nicht sein.
Das brächte Streit
und großes Leid
und wär gemein
für sie, für dich
und auch für mich.
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Neues vom Wind / Bitte verzeiht mir!
« Letzter Beitrag von Seeräuber-Jenny am August 04, 2020, 20:04:46 »
Liebe Wiesenbewohner,

es tut mir leid, dass ich unserer Wiese so lange fern geblieben bin. Das Thema Corona hat mich doch sehr mitgenommen, und ich musste mich erst wieder aus der Schockstarre lösen.

Auf ein Neues! Ich freue mich auf euch.

Liebe Grüße
Seeräuber-Jenny
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Regensegen
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 04, 2020, 11:05:06 »
Wie rauscht der Regen, rauscht der Wind in Kronen,
benetzt die Welt ihr sommergrünes Kleid
aus Wolkenschatten, wo sie himmelweit
die Geste ihrer Niederkunft bewohnen.

Wie tiefer könnte mich der Tag belohnen
als mit dem Bilde dieser Regenzeit,
die hingegeben sich der Erde weiht,
als wollte sie Lebendiges betonen,

wo es im Feuchten wachsen mag und sprießen,
gedeihen einem neuen Erdentag,
den dankbar ob der Fülle wir genießen.

Ich will das Rauschen immerzu belauschen
und mich in allem, was noch kommen mag,
wie Wind und Regen mit dem Leben tauschen.
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Der Wert der Endlichkeit
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 04, 2020, 10:49:17 »
Die Zeit, darein der Sommer sich verschwendet,
verliert sich stetig ohne Wiederkehren
und ankert weiland nur im ungefähren
Erinnern, von Alltäglichkeit beendet.

Was machten wir, wenn wir ein Dauern fänden,
der Entropie enthoben, ihrem Drängen,
Getriebene in ihren Gang zu hängen
und Schicksal immer um- und umzuwenden?

In welchem Sommer würden wir verweilen,
der uns das Jubellied des Lebens sang?
Und könnten wir die Ewigkeit ertragen?

Wie Bücher enden nach den letzten Zeilen
verblassen wir, um einen Leser bang,
der wertvoll macht, was wir ihm weitersagen.
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Das Blöken der Lämmer / Re: Lustiger Bahnhof
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 04, 2020, 10:05:20 »
Hi Hans!

Stimmt, wir reden aneinander vorbei, so lang du nicht begreifst (oder begreifen willst), wovon ich eigentlich rede.

Mach ruhig deine Sozialkritik, prangere Missstände an, wo du sie diehst, dagegen habe ich ja nichts. Hatte ich nie. Nur, WIE du es tust.

Was ich eigentlich meine, habe ich nun mehrfach zu erklären versucht, aber es scheint an dir abzugleiten, so als gäbe es in deinem Gehirn gar nicht das nötige Areal, es überhaupt wahrzunehmen ...

Lassen wir's gut sein.

LG, eKy
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Das Blöken der Lämmer / Re: Lustiger Bahnhof
« Letzter Beitrag von hans beislschmidt am August 04, 2020, 08:58:52 »
Lieber Erich,
du kannst und willst nicht diskutieren, denn das würde die Auseinandersetzung, wie auch die Bewertung der Lebensumstände, in denen du dich bewegst bedeuten. Du bist offensichtlich zu bequem - welch Wunder bei dieser Komfortzone und spiegelst fortwährend dich lieber selber bei allem was du tust. Selbst in deinem Kommentarverhalten stolzierst du nur aufgespreizt vor deiner Spiegelwand auf und ab, ständig im Beobachtungsmodus deines Ichs verharrend.

Zitat
Mir ist scheißegal, was in Deutschland oder Österreich nicht stimmt. 

.... mir nicht - und wer in einer Art narzistischer Selbstreflexion sich außerhalb eines gemeinsamen Kontexts stellt, hat seine Selbstverantwortung längst an der Garderobe abgegeben und hat nicht die Reputation anderen Lebensentwürfe zu empfehlen, denn die sind nichts wert.

Deine aufgetürmten philosophischen Nippesschälchen, aus denen süße Likörchen geschlürft werden, könnten sich leicht als Schierlingsbecher entpuppen und ich hoffe für uns beide, dass wir das nicht mehr erleben müssen.

Eigentlich drehen wir uns im Kreis und der Gehalt der Diskussion nähert sich in Verwirrtheit denen mit Martin Römer. Verweile weiter in dem gemachten Bettchen mit konfuzianischen Polsterversen und ich bleibe weiter bei den Widrigkeiten des Lebens und berichte über die Bösen da draußen. Sag einfach Bescheid, wenn du über das wahre Leben diskutieren möchtest.
Gruß vom Hans
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Das Blöken der Lämmer / Re: Lustiger Bahnhof
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 03, 2020, 22:42:15 »
Lieber Hans!

Ich muss ein System, in dem ich lebe, nicht begriffen haben, um mich zu entscheiden, wie ICH mit meinen Mitmenschen umgehen will und wie ICH über sie schreiben möchte. Und bei mir schließt "Mitmenschen" fremde Ethnien mit ein.

Klar ist kein politisches System perfekt und wird es auch nie sein können, aber das mieseste System, das mir Menschenrechte und Freiheit der Rede garantiert, ist mir immer noch 100mal lieber als die Alternative ... - aber darum geht es hier gar nicht! Es geht nicht um Politik, nicht darum, wer was richtig macht oder falsch, und ob oder wie man sich engagieren sollte.

Was ich dir klarmachen wollte ist, WIE wir als Menschen, nur als Menschen miteinander umgehen sollten, wie wir übereinander reden sollten, ohne zynische Herabwürdigung, Verallgemeinerung oder antipathieschürende Gemeinplätze. Und wie antwortest du? Mit einem politischen Vortrag über alles, was deiner Ansicht nach nicht stimmt in diesem Land.

Ich kann es dir sagen: Du stimmst nicht. Du pöbelst gegen Minderheiten, Flüchtlinge, Berufs- oder Interessengruppen, gern auch mal inländische, denen du alles umhängst, was dir Angst macht: du suchst Schuldige, erklärst sie höchstselbst dazu, fällst das Urteil und rufst in deinen Anspielungen quasi alle dazu auf, es dir gleichzutun: Pauschalverdacht, Pauschalausgrenzung, Pauschalhass.

Mir ist scheißegal, was in Deutschland oder Österreich nicht stimmt. Egal, wie sehr ich mich aufrege, ich werde eh nix dran ändern, wie die Menschen sind. Aber ich kann bestimmen, wie ICH SELBST mit den Mensch umgehen will, wie ich selbst über sie urteile - und vor allem, wie ich über sie schreibe! Und darin versagst du in meinen Augen - mit all dem, was ich daran seit je kritisiere.

Ich merke durchaus, dass du dich (hier zumindest) seit unserem letzten Disput darüber bemühst, zumindest die offen rassistischen oder islamophoben Werke auszulassen. Ob aus Überzeugung, dass das falsch ist, oder weil du denkst, dass es eh nix bringt, oder weil du nur mich hier überzeugen willst, dass du "brav" geworden bist, vermag ich nicht zu sagen. Dennoch leckt immer wieder mal ein Aufblitzen verallgemeinernder Unterstellungen durch - daran solltest du wirklich arbeiten.

Du wirfst mir vor, das größere Bild nicht wahrzunehmen - und bist doch selbst so blind, wenn es um Menschlichkeit FÜR ALLE geht. Ich kann nur fragen: Was ist das "große Bild" wert, wenn wir im Kleinen des täglichen Umgangs miteinander so veragen? Wie lang wird das hehre Standbild aufrecht bleiben, wenn wir schon im Fundament wanken und es mit einem Mangel an Toleranz, Respekt und Nächstenliebe unterminieren?

Kann die einzige Antwort auf solche Kräfte sein, dass man genauso werden muss, um sie zu befehden?

LG, eKy
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