Um die Ohren
Wenn allzu große Gräben klaffen,
so zwischen Denken-Sagen-Tun.
Wenn Neider nur nach andern gaffen,
soll besser man im Menschsein ruhn.
Was immer diese Unwucht ist,
die alte Welt bleibt ungeschoren.
Jedoch, wer ständig Sprengstoff frisst,
dem fliegt alsbald sie um die Ohren.
Und wenn die Welt nicht Einsicht zeigt,
mahnt kluger Rat zum Einheitsbrei,
hält man das freche Maul und schweigt,
doch das geht mir am Arsch vorbei.
Beislschmidt 2026
Hi Hans!
Gut geschrieben. Was mich taktölich ein wenig gegen den Strich bürstet, ist der Kadenzenwechsel zwischen den Strophen, der mich aus dem Leserhythmus wirft.
S1 hat wmwm, S2 mwmw, S3 mmmm
Und in S1Z2 endet ein Satz unvollständig. Ein Komma dort würde das beheben.
Das Werk wäre ohne viel Aufwand anzugleichen:
Wenn allzu große Gräben klaffen,
so zwischen Denken-Sagen-Tun,
wenn Neider nur nach andern gaffen,
soll besser man im Menschsein ruhn.
Die alte Welt bleibt ungeschoren,
was immer diese Unwucht ist,
jedoch fliegt dem sie um die Ohren,
der ohne Pause Sprengstoff frisst.
Und will die Welt nicht Einsicht zeigen,
mahnt kluger Rat zum Einheitsbrei.
Man hält das freche Maul. Das Schweigen
geht mir geleckt am Arsch vorbei.
Um ehrlich zu sein, erschließt sich mir aus dem Text nicht, worauf du hier eigentlich hinauswillst und wovon genau du sprichst. Was du beklagst, bleibt unerwähnt und vage.
Dennoch gern gelesen!
LG, eKy