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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Was vom Leben übrigbleibt
« Letzter Beitrag von cyparis am Heute um 11:38:41 »
Lieber Erich -

"Ein Weniges herbeizusehnen,
noch unbenutzt von müden Sinnen,
die schmale Zeit daran zu dehnen -
was anders bleibt noch zu gewinnen,
wenn wir an späten Jahren lehnen,
bewusster spürend, dass sie enden?

Ein Weniges, belebensmüde
der nackten Hoffnung abgerungen,
der letzten Zuversicht, die prüde
sich bleiern spannt um welke Lungen,
aus denen jede Attitüde
entwich - wie jede Lust aus Lenden.

Ein Weniges, das herzentlegen
noch auftut, was die Jahre schlossen,
noch fühlen macht, was wie ein Segen
in klamme Seelen ward gegossen
aus zarten Bildern, die erregen -
ein Weniges … zu treuen Händen."



Was ich hervorgehoben habe (Fettdruck), sind betörende Stellen in einem wunderlich vertrauten Gedicht.
Aber trotz allem vermagst Du es in meinen Augen nicht, altersweise zu tönen.
Da ich Dich kennenlernen durfte, klingen die Verse beinahe wie Koketterie.
Aber Du selbst hast ja betont, daß ich Dich nicht  i m m e r hinter den Versen zu vermuten habe.

Ich habe mich sofort in das Gedicht verliebt.
Und ich habe es nicht nur dreimal gelesen!
Und sehe doch Dein Gesicht hinter den Versen auftauchen.

hab Dank und laß Dich grüßen
von
Cyparis





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Zwischen Rosen und Romantik / Madonnen-Mädchen
« Letzter Beitrag von wolfmozart am Heute um 09:47:31 »
Nachts im Traume zieht Dein Antlitz
Märchenhaft durch mein Gehirn
Schmerz hat seinen noblen Wohnsitz
Auf Deiner Madonnenstirn

Ängstlich schwirrt Dein scheues Lachen
Schüchtern in die Welt hinaus
Allzu ernste Daseins - Sachen
Ziehn vorbei an Deinem Haus

Oh Madonna, edles Wesen!
Lasse mich Dein Tröster sein
Laß mich an dem Schmerz genesen
Der Dich schmückt so schön und rein
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Sprüche, Gedanken, Gescheites / Re: Zeitsparkonto
« Letzter Beitrag von wolfmozart am Heute um 09:39:54 »
Hallo Copper,

ein gescheiter Spruch, und auch der Titel gefällt.

Lieben Gruß wolfmozart
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Die Magnolie
« Letzter Beitrag von gummibaum am Heute um 08:29:28 »
Schön geschrieben, liebe Agneta. Hier blühen sie gerade auch.

LG gummibaum
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Das Blöken der Lämmer / Warmer Apriltag
« Letzter Beitrag von gummibaum am Heute um 07:05:25 »
Die Sonne sprach: „Dein Spiel, April,
frustriert. - Ich bin dagegen.
Erst bettelst du, und wenn ich will,
dann treibst du`s mit dem Regen.“

Erhob sich, schied vom Wolkenhaus
und suchte blaue Wiesen.
Dort zog sie sich für alle aus,
die ihre Nacktheit priesen.

Ich fing ihr Licht. Sie war so schön
und konnte mich erhitzen.
Und nachts, nach ihrem Untergehn,
ließ es der Himmel blitzen…
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Das Blöken der Lämmer / Re: Beweis der allgemeinen R
« Letzter Beitrag von gummibaum am Heute um 07:04:22 »
Danke, lieber Erich. Was das Nachlesen angeht, ich hatte sie mal aus der Bibliothek mit heimgenommen, verstand aber wegen zu geringer Mathe-Kenntnisse kaum etwas.

LG gummibaum
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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Erkennen Sie die Melodie?
« Letzter Beitrag von gummibaum am Heute um 06:57:46 »
Das Gedicht ist wunderschön wie auch der Song. Danke dafür, lieber Fridolin.

LG gummibaum
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Im Gras wispert Hoffnung / Soll ich?
« Letzter Beitrag von Agneta am April 20, 2018, 09:43:53 »
Soll ich?

Soll ich verwahren,
was in Jahren
sich angesammelt hat?
In Kisten packen,
tragen vor mir her,
als wär es nur ein leeres Blatt?

Nein, voll geschrieben
ist ein jedes, mir geblieben
in Erinnerung -  Momente,
die es sacht umwehen.
Gehen will ich nur mit kleinem Koffer,
offerier mich nicht der Welt.

Will still bewahren,
nur im Sinn,
was in den Jahren
mich selbst zu der gemacht hat,
die ich heute bin.
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Mit Löwenzahn und Lebensfreude / Re: In der Wüste
« Letzter Beitrag von Agneta am April 20, 2018, 09:40:28 »
Gerne stimme ich Cyparis zu, lieber Fridolin, ein feinsinniges "Nonsensstückchen "mit Wortakrobatik.
gerne geschmunzelt von Agneta
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Die Magnolie
« Letzter Beitrag von Agneta am April 20, 2018, 09:37:23 »
Lieber Etich,

vielen Dank für deine eingehende Befassung mit dem Gedicht.
Deine Tipps habe ich gerne angenommen und im Werk korrigiert.
Das "veredelt" in Kommata hat eine bestimmten Grund, darauf sollen die Kommata hinweisen.
Veredelt durch die Pracht oder verdelt, einzeln stehend- was bedeutet, dass die Pflanze veredelt ist, also sich nicht mehr vermehren kann.
Das korrespondiert mit dem keuschen Samen und gibt dem Ganzen eine kafkaeske Pointe, die in krassem Widerspruch zu der einlullenden Schönheit steht. Dieses war die Intention dieses Sonettes.
 Ich habe ja immer gerne eine zweite Ebene, auf der das Ganze spielt, wenn ich Symbolgedichte schreibe.

lg von Agneta
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