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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Kleptokratie
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 13:01:37 »
Hi Gum!

vielen Dank für die lieben Worte. Ja, unser Furor wird nichts ändern an der Dummheit der Welt.

Man möchte sagen, die Unterdrückten hätten es nicht anders verdient - aber was ist mit ihren unschuldigen Kindern?

Traurige Grüße, eKy
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Verbrannte Erde / Re: Vor dem Waldrand
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 12:58:05 »
Hi Gum!

In S2Z1 gibt es ein 'eine' zuviel.


Eine der vielen schrecklichen Episoden aus der Nazizeit - leider kann man noch so viele davon in Erinnerung rufen, viele Idioten werden sogar noch dazu applaudieren (sofern sie straffrei damit durchkommen, was immer öfter der Fall zu sein scheint ..), der Rest winkt gleichgültig ab, abgestumpft nach allzu vielen solchen 'Mahnungen' in den letzten Dekaden - niemand möchte immer noch an das schlechte Gewissen eines ganzen Volkes erinnert werden.

so werden jene, die damals voller Verachtung mitgeprügelt und am Gashahn gedreht hätten, wieder stark und laut: Die nächste oder gar übernächste Generation der im gleichen herztoten Ungeist Erzogenen.

Ungern gelesen, allerdings des traurigen Unhalts wegen - deine Dichtkunst ist wie immer superb.


LG, eKy
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Verbrannte Erde / Re: Lumumba
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 12:50:58 »
Gi Gum!

Ein Stück unrühmlicher Geschichte (hat es je eine 'rühmliche' gegeben?) in Reimen. Was soll der Apostroph am Ende von S2?

LG, eKy
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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 12:48:47 »
Um die Ohren   

Wenn allzu große Gräben klaffen,
so zwischen Denken-Sagen-Tun.
Wenn Neider nur nach andern gaffen,
soll besser man im Menschsein ruhn.

Was immer diese Unwucht ist,
die alte Welt bleibt ungeschoren.
Jedoch, wer ständig Sprengstoff frisst,
dem fliegt alsbald sie um die Ohren.

Und wenn die Welt nicht Einsicht zeigt,
mahnt kluger Rat zum Einheitsbrei,
hält man das freche Maul und schweigt,
doch das geht mir am Arsch vorbei.

Beislschmidt 2026


Hi Hans!

Gut geschrieben. Was mich taktölich ein wenig gegen den Strich bürstet, ist der Kadenzenwechsel zwischen den Strophen, der mich aus dem Leserhythmus wirft.
S1 hat wmwm, S2 mwmw, S3 mmmm
Und in S1Z2 endet ein Satz unvollständig. Ein Komma dort würde das beheben.

Das Werk wäre ohne viel Aufwand anzugleichen:

Wenn allzu große Gräben klaffen,
so zwischen Denken-Sagen-Tun,
wenn Neider nur nach andern gaffen,
soll besser man im Menschsein ruhn.

Die alte Welt bleibt ungeschoren,
was immer diese Unwucht ist,
jedoch fliegt dem sie um die Ohren,
der ohne Pause Sprengstoff frisst.

Und will die Welt nicht Einsicht zeigen,
mahnt kluger Rat zum Einheitsbrei.
Man hält das freche Maul. Das Schweigen
geht mir geleckt am Arsch vorbei.



Um ehrlich zu sein, erschließt sich mir aus dem Text nicht, worauf du hier eigentlich hinauswillst und wovon genau du sprichst. Was du beklagst, bleibt unerwähnt und vage.

Dennoch gern gelesen!

LG, eKy
5
Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Goldglänzender Rosenkäfer
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 12:39:25 »
Hi Gum!

Ein schönes Argument für die Liebe und den Respekt für ALLES Leben, wie auch dessen gleichen Wert und Daseinsberechtigung, auch wenn es klein und für so manche schwer zu mögen ist. Ich fange und expediere rücksichtsvoll ebenfalls alles, was nicht Blut saugt.

In der letzten Zeile bin ich ein wenig über 'ich mich gern' gestolpert, was im Lesetakt mehr Zungenakrobatik erfordert als die Inversion, zudem wirkt das betonte 'mich' hier unnatürlich.
Besser vielleicht:

'wo ich gern mich mit dir sonn' ...'

(Auch der - eigentlich überflüssige - Akzent hinter 'sonn' ist hier der falsche, nämlich ein französischer - und in die falsche Richtung guckt er obendrein. Korrekt und schöner wäre der ', gleich neben 'enter', meist zusammen mit 'Raute'.)


Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy
6
Ach Natur Vergissmeinnicht / Goldglänzender Rosenkäfer
« Letzter Beitrag von gummibaum am Heute um 10:08:29 »
Welch ein schicker Glanz im Zimmer,
doch die Beine staubig soft,
wer hier krabbelt, schmuddelt immer.
denn ich putze nicht sehr oft.

Will dich gleich einmal erfrischen,
spritze Wasser auf Papier.
Stärk dich nun an meinen Tischen,
denn der Frühling fragt nach dir.

Vom Balkon aus darfst du starten,
spreiz die Flügel, flieg davon,
vielleicht sehn wir uns im Garten,
wo ich mich gern mit dir sonn‘…

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Im hohen Gras verweilen / Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« Letzter Beitrag von hans beislschmidt am Heute um 09:48:42 »
Um die Ohren   

Wenn allzu große Gräben klaffen,
so zwischen Denken-Sagen-Tun.
Wenn Neider nur nach andern gaffen,
soll besser man im Menschsein ruhn.

Was immer diese Unwucht ist,
die alte Welt bleibt ungeschoren.
Jedoch, wer ständig Sprengstoff frisst,
dem fliegt alsbald sie um die Ohren.

Und wenn die Welt nicht Einsicht zeigt,
mahnt kluger Rat zum Einheitsbrei,
hält man das freche Maul und schweigt,
doch das geht mir am Arsch vorbei.

Beislschmidt 2026
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Verbrannte Erde / Lumumba
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 19, 2026, 19:00:49 »
Der Weihnachtmarkt macht klingelnd hoch die Tür.
Kakao mit Amaretto trinken wir.
Lumumba heißt das braune Heißgetränk.
Und wessen ist der Name eingedenk?

Lumumba, ja, ich denk an einen Mord
und an Gérards, des Belgiers stolzes Wort,
dass er den „Neger“ ausgrub, diesen Bösen,
um ihn zersägt im Säurebad zu lösen.“

So starb des Kongos erster Präsident,
denn er war Belgien zu renitent,
weil er des freien Landes Bodenschätze
postkolonial bewahrte durch Gesetze…
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Kleptokratie
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 19, 2026, 12:46:58 »
Lieber Erich,

wieder ein wortstarkes Gedicht über die Selbstauslieferung der Menschen an die, die sie beherrschen und ausrauben: eine Folge leidiger Berchnung und Schwäche der Opfer.

Sehr gern gelesen.
Chapeau von g


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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Kleptokratie
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 17, 2026, 12:02:06 »
Warum sich Macht an Schwächeren bereichert?
Sie unterjocht, entmündigt und bestiehlt?
Das Abgemolkene im Ausland speichert,
derweil man noch entrechtet und befiehlt?

Da könntest du auch fragen, warum Wölfe
im Rudel kuschen vor dem Alphatier,
warum der Mittag immer kurz vor Zwölfe
beginnen muss, und warum alle wir

uns beugen vor korrupter Unterdrückung,
das Unrecht sehen, aber doch nie handeln,
solang wir selbst nicht leiden, die Erdrückung
nur andere betrifft, die sich nicht wandeln,

nicht biegsam werden unter harten Händen,
nicht kuschen können vor der neuen Wache,
nicht sich bereichern wollen am Verenden
von Wahrheit, Würde und gerechter Sache.

Warum wir uns an unsrer Pflicht vergehen?
Weil wir so sind und immer bleiben werden,
ob grade unten oder obenauf:

Berechnend. Schwach. Was wir an Gutem säen,
am Ende pissen wir dann doch darauf
und bleiben Ausgelieferte auf Erden.

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