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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Zwischen den Jahreszeiten
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 01:26:35 »
Hi Gum!

Schön, ich fühle es dir in Gedanken nach. Meiner Krankheit geschuldet war ich seit Jahren nicht mehr draußen, außer um einzukaufen oder Ärzte aufzusuchen - für mehr hätte ich auch gar nicht mehr die Energie.
Fürs Tippen reicht's noch, aber mehr als 100 Meter zu gehen grenzt für mich schon an Leistungssport. Tempus fugit.

Vielen Dank für das vollmundige Lob. Leider sind solche Gedichte über die Schönheit der Welt selten bei mir geworden - das meiste, was ich noch schreibe, blafft die religiösen oder politischen Idioten dieser Erde an. O tempora, o mores!

LG, eKy
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Verbrannte Erde / Re: Das Mahnmal
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 01:19:24 »
Hi Gum!

Geht es um den Weihnachts-Tsunami in Südostasien? Das letztlich glücklichere Schicksal einer Familie wurde dazu verfilmt, aber natürlich hatten nur wenige das Glück, allesamt zu überleben ...

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Wildes Ich
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Heute um 01:14:32 »
Hi Gum!

Ich sehe, auch du tanzt zuweilen mit deinem inneren Drachen. Vergiss nicht, ihn zu umarmen, damit er sich geliebt fühlt und kein Feuer speit ...

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Wildes Ich
« Letzter Beitrag von gummibaum am Februar 14, 2026, 18:26:23 »
Gib acht, dass ich mich nicht verliebe,
wenn du so lächelnd vor mir stehst,
wer weiß, was von dir übrigbliebe,
wenn du erst in mich übergehst.

Ich kann mich einfach nicht verstehen,
ich bin im Bann, ich atme schwer,
ich tauch in deiner Blicke Seen
und trinke deine Tiefe leer.

Gib acht, mich haben meine Triebe
in dieses Lächeln ganz verstrickt.
Ich bitte dich, erlös mich, liebe,
eh mich mein wildes Ich erstickt…   
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Zwischen den Jahreszeiten
« Letzter Beitrag von gummibaum am Februar 14, 2026, 01:16:50 »
Sehr poetisch, lieber Erich.

Schön, wie sich der Blick der Natur beim Fortgang des Winters klärt und weitet, wie ihre eingefroren Sinnesorgane erwachen und erste Eindrücke gewinnen und wie der Mensch diesen Prozess mitmacht. Das Gedicht erinnert an den Frühlingsspaziergang im Faust I. Toll das palindrome Reimschema, der lebendige Sprachfluss im ersten, der Natur gewidmeten Satz, der in zweite Strophe hinüberflutet. Auch die bildtragen Verben (schmecken, vergraben strecken), die darin an Adjektive heranreichen, sind klasse.

Mit Genuss gelesen.
Chapeau von gummibaum

p.s.: Ich war auch vom satten Grün und erdigen Geruch der Moose zwischen letzten Schneeresten im Wald gestern sehr angetan.
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Verbrannte Erde / Das Mahnmal
« Letzter Beitrag von gummibaum am Februar 14, 2026, 00:39:10 »
Still glänzt das Meer, an seinem Strand
drei Mädchen, die sich Burgen bauen
und froh auf eine Wasserwand
weit draußen vor der Küste schauen.

„Was macht das Meer da?“, spricht die eine.
Die nächste: „Uns den Burgenwall.
Es schleppt die schönsten Wassersteine.“
Die dritte: „Ja, mit dumpfem Schall.“

Jetzt zieht die Flut sich rasch zurück,
es scheint, sie eilt der Wand entgegen.
Die Mädchen folgen Stück für Stück,
als rufe sie ein ferner Segen.

Schon sieht man Schiffe auf der Woge
gekentert wie ein Spielzeugboot.
Touristen filmen es im Soge
des Staunens, das in ihnen loht.

Dann bricht der Bann, es gellt ein Schrei.
Die Eltern fahren auf, benommen.
„Mein Gott, wo sind denn unsre Drei!
Siehst du sie?“, fragt ihr Blick beklommen.

Die Burgen liegen da, verlassen,
die Schaufeln stecken bunt im Sand.
Und winzig vor den Wassermassen,
drei helle Körper, wohlbekannt.

Die Mutter ruft, der Vater rennt,
und während alle andern weichen,
kann er, den es wie Pfeilgift brennt,
sie endlich atemlos erreichen.

Er haucht ein „Schnell!“, und muss erleben,
dass sie ihm zögernd folgen nur
und dann zu ihren Burgen streben,
als zöge sie dorthin ein Schwur.

Die Mutter packt sie, schreit und treibt,
und über ihnen bricht die Welle
turmhoch, so dass nichts übrigbleibt. -
Ein Mahnmal steht heut an der Stelle…
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Die Drohne
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Februar 13, 2026, 11:56:08 »
Hi Gum!

Konservative Erziehung und Werte, Soldatenehre, Gehorsamspflicht, die Überzeugung, seinem Land dienen zu müssen, wie auch immer - es gibt viele Gründe, sich die Hände (und die Seele) schmutzig zu machen, ohne dass man zwangsläufig ein Idiot, ein Soziopath oder schlicht ein Arschloch sein müsste. Aber die gibt es leider auch in rauen Mengen ...  ::)

Die Pazifisten sterben scheint's aus, oder sie kriegen das Maul nicht mehr auf, weil nur noch die Mutigen sich das heutzutage noch trauen, vor allem in den Ländern, in denen bereits die Baseballschläger-Bullies mit den Springerstiefeln oder die neuen Autokraten am Ruder sitzen. Bei uns ist es eher noch Wohlstandsgleichgültigkeit oder der neugesellschaftliche Egoismus der sich selbst isolierenden 'Generation social media' auf der gnadenlosen Jagd nach selbstdefinierenden Klicks. Da bleibt keine Zeit mehr für breitenwirksam energisches moralisches Engagement ...

Wer baut noch den nötigen Staudamm, wenn die Welt den Bach runter geht?

LG, eKy
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Die Drohne
« Letzter Beitrag von gummibaum am Februar 12, 2026, 17:15:24 »
Lieber Erich,

ein Gedicht, dass zeigt, wie Krieg für den Aggressor zum Spiel geworden ist.
Vor Jahrhunderten schon machten Gewehre und Geschütze die Opfer anonym, aber es gab lange noch das Schlachtfeld mit den Gedärmen im Baum (Remarque: Im Westen nichts Neues). Selbst in einem nächtlichen Bomber musste der Pilot noch ums eigene Leben zittern. Damit macht die Drohne nun endgültig Schluss.
Und wer schon im Kinderzimmer Egoshooter gespielt hat, tut im Ernstfall später nichts anderes als einfach nur Pluspunkte sammeln. 

Sehr gern und mit Sorge gelesen.
LG g
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Zwischen den Jahreszeiten
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Februar 12, 2026, 10:54:20 »
Kurz vorm großen Atemschöpfen,
an des Frühlings vager Pforte
starrt Natur ins eisig Blaue,
kontert alles Ungenaue
ohne eines Dichters Worte
in den aufgetauten Köpfen

derer, die ins Weite schmecken
nach des Winters klammer Enge
in den tagesdunklen Stuben.
Jene, die ihr Sein vergruben,
werfen nun es ins Gemenge
Aller, die ihr Wesen strecken.
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Drum Ehrlichkeit und Edelweiß / Re: Die Drohne
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Februar 12, 2026, 00:59:24 »
Hi Cop!

Mit meinem Werk wollte ich natürlich nicht zum Ausdruck bringen, das 'persönliche' Gemetzel von Antike bis Schützengraben wäre irgendwie 'moralischer' oder gar edler! Der Krieg an sich ist ein barbarisches Unding - ich hatte gedacht, soviel wäre ohnehin klar.
Zum Glück weisen deine weiteren Zeilen darauf hin, dass du es schon richtig verstanden hast. Vielen Dank für den Zuspruch.

LG, eKy
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