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Eulenspiegeleien / Re: Melania T.
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 13, 2026, 00:28:19 »
Lieber Erich,
eine interessante Ansprache der First Lady an ihren Gatten, die zeigt, dass er ihr egal und sie froh ist, wenn sie unbehelligt von ihm die eigenen Interessen verfolgen kann. Öffentlich schützen sich beide gegenseitig.
Die letzte Strophe deutet wohl ganz allgemein eine Identität von schwachem und starkem Mann an. Verzichtest du in der vierten Strophe absichtlich auf einen Reim?

Sehr gern gelesen.
LG g
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Windhauch der Sehnsucht
« Letzter Beitrag von Copper am Mai 11, 2026, 18:31:33 »
Hallo Gummibaum,

ein sehr schönes und tiefgründiges Sehnsuchtsgedicht mit schönen Szenen und Bildern.
Beim Lesen der 5. und 6 . Zeile hatte ich einen leichten Schweißgeruch in der Nase.
Ich habe Erichs Kommentar nicht zuvor gelesen. Also haben Erich und Ich bei diesen Zeilen das Gleiche empfunden.

Vielleicht könnten da die Arme abhelfen. Dass ich in Deine Arme..... Oder: dass ich durch Deine Arme.... Ohren Wangen usw.
Bei Achsel und Haare wird wohl jeder Leser vorerst etwas unappetitliches, oder auch unerotisches empfinden:)

Danke für diesen Gefühle Zauber und für das kurze Geruchsempfinden.

Viele Grüße, Copper
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Sprüche, Gedanken, Gescheites / JHWH
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 11, 2026, 10:38:37 »
JHWH

Mehr ist vom Gott des Alten Testaments namentlich nicht überliefert, da man dazumals ohne Vokale schrieb. Wie hieß er also wirklich?
Jahweh?
Jachweh?
Jauwech?
Jechwech?
Juhwieh?
Jahu-Wahu?
Jihau-Weihei?

Auf solch einer schlüpfrigen Basis ein Werk mit dem Anspruch allumfassender Gültigkeit aufzurichten, erscheint mir zumindest fragwürdig, vor allem angesichts der ausufernden Menschenschlächtereien nach Gottes Willen und in seinem Namen, selbst an Kindern, die sich irgendwie 'versündigt' hatten, von dem das AT ausgiebig Kunde gibt. (In einem Fall zB. durch das verbale Mobben eines schmutzstarrenden, verlausten und verlotterten 'Propheten': Der 'Herr' schickte auf dessen Klage hin einen wilden Bären, der die Kinder zur Freude des gekränkten Propheten allesamt zerfleischte – hmm, Lecker Göttchen!)
Na, wenigstens ereiferte man sich in der Bibel nie zu einem Bilderverbot und kastrierte damit heftigst so viele Ausdrucksmöglichkeiten menschlicher Kreativität.
Nicht, dass man die sattsam gläubig zu Seienden nicht ebenfalls mit drakonischen Geboten drangsaliert hätte, so wie es alle Systeme der selbsternannten Wahrhaftigkeit tun ...
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Eulenspiegeleien / Melania T.
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 09, 2026, 10:51:55 »
Dreierlei die Art von Frauen,
die ein 'starker Mann' benutzt:
Eine schüttelt sich vor Grauen,
fühlt sich unrettbar beschmutzt,

fügt sich aber seinem Drängen
aus Erpressung oder Angst:
'Aus gewissen äußren Zwängen
tue ich, was du verlangst.'

Eine andre fügt sich lüstern
der Parade seines Schwerts
mit vor Geilheit weiten Nüstern
mangels jedes Eigenwerts.

Ihr erniedrigendes Dienen
trägt sie einzig himmelwärts:
'Züchtige mit deinen Mienen
mich, Gebieter ohne Herz!'

Eine dritte lebt Fassade
streng nach außen, so wie er:
'Bin mir nicht für dich zu schade,
denn ich liebe Reichtum sehr.'

'Nutze alle schwachen Fotzen,
wie du magst. Mir ist's egal,
ob sie vor Verachtung kotzen,
aber tun, was man befahl.'

'Ob sie sich vor Geilheit winden
im ersehnten Übergriff,
weil ihr Vater, sie zu binden,
auf den Wert von Weibern pfiff.'

'Dräng nur brünstig dein Begehren
ihnen auf, so hab ich Ruh,
muss mich deiner nicht erwehren
und genieße, was ich tu.'

'Aber vor den Mikrophonen
ehre mich, als wär ich rein:
Es muss sich für beide lohnen,
Schild des anderen zu sein.'

Dreierlei die Art von Frauen,
die ein schwacher Mann benutzt,
um sein welkes Selbstvertrauen
aufzurichten, bis es trutzt.
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 08, 2026, 09:48:56 »
Ein paar 'Fleurs du Mal' von Kalckreuth hab ich mal gelesen, aber die waren eben einzigartig Kalckreuth, nicht wirklich Baudelaire. Leider kann ich kein Französisch. Da kann man wohl nix machen.

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 07, 2026, 12:18:10 »
Nein, Erich,
man hat bei Übersetzungen der Gedichte aus "Les Fleurs du Mal" nur die Wahl zwischen formaler (Kalckreuth) und inhaltlicher (Kemp) Nähe zum Original. Beides gleichzeitig geht nicht.

LG g
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 07, 2026, 11:03:33 »
Hi Gum!

Baudelaire kenne ich nicht - kann da eine deutsche Übersetzung überhaupt an das Original heranreichen?
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Das etwas andere Naturgedicht
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 07, 2026, 02:12:45 »
Lieber Erich,

ein guter Einfall: die Natur einmal nicht mit Worten, sondern indirekt zu loben, indem das unzureichende Vermögen der Worte und des Künstlers beklagt wird.

Sehr gern gelesen.
LG g
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 07, 2026, 01:03:37 »
Danke, lieber Erich.

"Schwung" ist besser, das übernehme ich gern (ich kam durch eine Art Afro-Look zum "Strauch").

Die Penis-Lesart ist/war durchaus möglich und für mich lustig; sie war aber nicht beabsichtigt.

Mit "Perlen" hat die Barockdichtung (Hoffmannswaldau, Góngora, Cervantes), die weißen Zähne der Frauen (die beim Lächeln zwischen den Lippen hervorblitzen) bezeichnet. Diese Idealisierung nutze ich und meine kein Lippenpiercing. Ich nehme jetzt "durch die" statt "aus den", aber es trifft auch nicht ganz.

Der wippende "Schritt" steht  für die Schritte der Frau, und ich verwende nun den Plural. Die "Wüste" meint Öde des Alltags/Einsamkeit des Mannes; und diesen führt beim Schauen jeder anmutige Schritt der Frau gefühlsmäßig eine "Leiter"sprosse einem befreienden (himmlischen) Glücksgefühl entgegen.

Ich foffe, es geht so.

Alles Liebe von g

P.s.: Kennst du von Baudelaire "An eine, die vorüberging"? Ist aber ganz anders.

 
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Die Lauschende und der Dichter
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 22:05:58 »
Ach, lang ist's her! Da mich derzeit die Muse nicht küssen will, lifte ich eben alte Versunkene aus meinem Fundus.
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