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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Vogelflug
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 25, 2026, 20:18:23 »
Hi larin!

Danke für die erbaulichen Einblicke in dein reichhaltiges Familienleben. Da ich derlei nicht habe, finde ich es tröstlich zu lesen, dass andere diesbezüglich gesegnet sind.

Mit mittlerweile 62 bin ich ja nicht weit hinter dir, und (in meinem Falle) krankheitsbedingt ja auch schon pensioniert. Das mit den Wehwehcehn stimmt - und damit bin ich scheint's doppelt gesegnet.  ;) ::)

Meine besten Wünsche begleiten dich.

LG, eKy
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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Vogelflug
« Letzter Beitrag von a.c.larin am August 25, 2026, 19:37:41 »
Hi Erich,
es ist schön zu wissen, dass es Orte gibt, wo man immer willkommen ist. Das tut wirklich gut - danke!

Mit der Zeit und der Kraft ist das mittlerweile schon so eine Sache: 67 mittlerweile - und das herannahende(oder schon ein getretene Alter???) schickt seine Sendboten voraus!
Soll heißen: Man wird langsamer, man braucht für alles länger - und ganz spezielle," neue" Herausforderungen gibts auch: Kinder, die Haus bauen, ganz junge Enkelkinder, die die Oma brauchen, ein mittlerweile 92-jähriger Vater, dessen Versorgung mitgedacht werden muss. ( die eigenen Wehwehchen, die man dazwischen auch noch unterbringen muss) - um nur einige zu nennen.

Eine gewisse Erschöpfung macht sich breit - überhaupt nach diesem wahnwitzig heißen, trockenen Sommer...

Ich versuche, guter Dinge zu sein, bin aber in letzter Zeit eher müder Dinge.😅

Einige Änderungen hab ich übernommen, danke.

Der Ruhe hab ich nicht gepflegt - dazu war ich viel müde!
Ich war nur dankbar, dem Gedudel beim "Musikpavillon" entkommen zu sein. (Da musste man sich aber ein Stück von der Menschenmenge absentieren...)

Wind, Wellen, Vögel - für mich genug.

Liebe Grüße,
larin

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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Vogelflug
« Letzter Beitrag von a.c.larin am August 25, 2026, 19:15:27 »
Hi gum,
ich saß in  Borkum am Strand (ist schon ne Weile her)
und sah den Möwen zu , die im böigen Wind segelten.
Das hat Menschen wohl immer schon fasziniert.
Wir Erdgebundenen fühlen uns schwer und ersehnen die Leichtigkeit.

Aber das Leben IST schwer, immer und immer wieder.
Wahrscheinlich würde uns der Vogel, könnte er reden, auch von den Mühseligkeiten seines Lebens erzählen.

Schweres, das leicht  aussieht, ist Kunst - vielleicht aber auch Gnade, wer weiß?

Wie auch immer: Der schwebende Vogel  ist für mich ein tröstliches Bild!
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Blaue Blume am Wegesrand / Re: Lyrik von Erich Kykal
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 25, 2026, 14:36:56 »
Hi larin!

Schön gesagt. Wer weiß, ob es mich 2030 überhaupt noch gibt ... Ich soll diese Woche mein dritte Chemo beginnen, die Remission hat kein halbes Jahr gedauert.

Aber man soll ja optimistisch bleiben. Sollte ich vorher merken, dass das nix mehr wird, werde ich eben dann publizieren. Kann das Geld eh nicht mitnhemen, oder?

Wer immer mein Haus erbt, wird das ganze Zeug dann wahrscheinlich ohnehin zum Altparier schmeißen, anstatt sich die Mühe zu machen, es an Interessierte zu verschenken ...  ::) :'(

LG, eKy
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Verbrannte Erde / Re: Wer bin ich noch?
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 25, 2026, 14:30:21 »
Hi Gum!

Eine schöne Elegie auf die leidigen Folgen des Alterns. jetzt mal ohne Verdacht auf Alzheimer oder Demenz.

S2Z4 - hier sollte es wahrscheinlich 'wie auf dem Schlachtfeld' heißen?


Eine Folge des Ruhestandes, die auch ich verspüre: Das Leben und dessen zuvor angenommene Prioritäten und Wichtigkeiten im Rausch der täglichen Rituale und Getriebenheit relativiert sich vor der Stille der inneren Abgeklärtheit, die sich nicht mehr bewegen und nichts mehr bewegen muss.

Man kommt innerlich zur Ruhe, und viele verwechseln das mit innerer Leere und Motivationslosigkeit, weil sie es so sehr gewöhnt waren, dass sich ständig etwas regen und muss und Lärm machen. Aber weit gefehlt: Ich finde, man findet eher zum Kern seines Selbst, wenn all die äußeren störenden Einflüsse weg sind, die diese Einkehr und innrer Stille ständig verhindert haben.

Wir vergessen alle, und mehr als wir denken. Im Trubel der Berufstätigkeit mit all den ständig ablenkenden Einflüssen fällt uns das bloß nicht so auf.

Das LyrIch sieht als Fazit nur ein lapidares Warten auf das unvermeidliche Ende, so als wäre mit dem Vergessen gewisser Lebensdetails auch gleich der gesamte Sinn verloren. Dabei sollte es bedenken: Wenn es nicht krankheitshalber bedingt ist, dann gibt es einen triftigen Grund für unser Vergessen: Was uns entgleitet, war einfach nie wichtig genug für uns, um es uns dauerhaft zu merken, und wenn kein strukturierendes Berufsleben oder ständige bis sporadische Sozialkontakte uns ständig daran erinnern.  ;) 8)


Sehr gern gelesen (könnte inhaltlich glatt von mir sein!  :-\)!

LG, eKy
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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Vogelflug
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am August 25, 2026, 14:10:56 »
Sieh den Vogel da im Fluge:
Wie er durch die Lüfte schwebt,
auf den Winden Zug um Zuge
sich in Ferne Höhen hebt!

Hör ihn schreien, gellend rufen,
er ein Suchender wie du,
der du, sitzend auf den Stufen,
müd und dankbar bist für Ruh!

Spür den Atem seiner Sphären,
alle Sehnsucht, die ihn treibt,
leichthin gleitend über Schwerem
scheinbar kampflos Sieger bleibt!


Er wie du: Ihr seid nur Gäste
in dem Wandelspiel der Zeit!
Gib dich hin und mach das Beste!
Öffne dich dem Himmel weit!

Schenke deiner Seele Räume
über alle Wogen hin
wahre sie - erfülle Träume,
finde Heimat und auch Sinn!


Hallo, liebe larin!

Ich sage es jedes der seltenen Male, die du dieses Forum besuchst: Du fehlst hier! Schreib doch wieder öfter hier, mich zumindest würde das sehr freuen. Ich hoffe, es geht dir gut soweit.

Zum Gedicht:

Ein schöner, mitreißender, beinahe euphorischer Gesang auf die Freiheit des Vogelfluges, in den das Lyrich philosophisch all sein Suchendes hinein interpretiert!

Drei Klitzekleinigkeiten (Ich habe sie im Zitat fett markiert):

S2Z4 klingt etwas ungelenk formuliert. Alternative: 'müd und dankbar pflegst der Ruh.'

S3Z3 - Hier fehlt etwas, nämlich die grammatikalische Verbindung zu Z4. Alternative: 'wenn er gleitend über Schwerem // scheinbar leichthin Sieger bleibt.'

S4Z2 - 'In dem' wird normalerweise zu 'im' verbunden, daher wirkt es hier leicht seltsam und störend. Alternative (Mittels Absetzung per Komma, und statt 'Werg' kannst du gern ein anderes einsibliges Wort einfügen, wenn du magst): 'Er wie du: Ihr seid nur Gäste, // Werg im Wandelspiel der Zeit!'
Denkbar wäre hier natürlich auch eine Neufassung von Z2: 'im entrückten Spiel der Zeit!' (Mit vielen Möglichkeiten statt 'entrückten')


Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy
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Wo Enzian und Freiheit ist / Re: Vogelflug
« Letzter Beitrag von gummibaum am August 25, 2026, 12:51:31 »
Liebe larin,

die Identifikation der menschlichen Seele mit dem Vogel ist sehr schön, und der Aufruf dazu, sich vom Boden zu lösen und der Weite zu öffnen, gefällt mir.

Danke. Sehr gern gelesen.
LG g 
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Verbrannte Erde / Wer bin ich noch?
« Letzter Beitrag von gummibaum am August 25, 2026, 11:35:49 »
Wer bin ich noch, da wachsendes Vergessen
was ich erlebte, immer mehr verhüllt,
wie Nebel, der die Landschaft, die durchmessen
zurückbleibt, gleich mit weicher Watte füllt?

Was bleibt von Menschen noch, die mich bewegten,
wenn ihre Namen wie ein blindes Türschild sind,
wenn ich selbst jene, die sich zu mir legten,
wie auch dem Schlachtfeld nicht mehr wiederfind?

Es bleibt mir nur ein stummes Innehalten, 
um einzusehen, dass mich bald erreicht,
was meinen Wunsch, noch etwas festzuhalten,
für immer aus dem Buch des Lebens streicht …
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Wo Enzian und Freiheit ist / Vogelflug
« Letzter Beitrag von a.c.larin am August 25, 2026, 06:13:49 »
Sieh den Vogel da im Fluge:
Wie er durch die Lüfte schwebt,
auf den Winden Zug um Zuge
sich in Ferne Höhen hebt!

Hör ihn schreien, gellend rufen,
er ein Suchender wie du,
der du, sitzend auf den Stufen,
müd und dankbar bist für Ruh!

Spür den Atem seiner Sphären,
alle Sehnsucht, die ihn treibt,
wenn er gleitend über Schwerem
scheinbar leichthin Sieger bleibt!

Er wie du: Ihr seid nur Gäste,
Sand im Wandelspiel der Zeit!
Gib dich hin und mach das Beste!
Öffne dich dem Himmel weit!

Schenke deiner Seele Räume
über alle Wogen hin
wahre sie - erfülle Träume,
finde Heimat und auch Sinn!
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Blaue Blume am Wegesrand / Re: Lyrik von Erich Kykal
« Letzter Beitrag von a.c.larin am August 25, 2026, 05:59:00 »
Hi Erich,
tja - Lyrik findet ja mittlerweile -fast nur noch - " unter Ausschluss der Öffentlichkeit" statt ( und wird von Idealisten und/ oder Eigenbrötlern verzapft, die dafür Zeit/Lust/Geld haben)

Mainstream geht halt anders - ist laut, cool, hip, rasch konsumierbar, finanziell verwertbar.

Insoferne verkommt ja auch die Natur mehr und mehr zum Disneyland, für das sich keiner mehr anstrengen will....

Mit zunehmendem Alter ist das mit der Anstrengung allerdings sowieso Geschichte...😏

Was solls? Man atmet und lebt weiter.
Du hast 2030 anvisiert? Ein mutiger Plan!
Möge er gelingen!

LG , larin
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