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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 07, 2026, 01:03:37 »
Danke, lieber Erich.

"Schwung" ist besser, das übernehme ich gern (ich kam durch eine Art Afro-Look zum "Strauch").

Die Penis-Lesart ist/war durchaus möglich und für mich lustig; sie war aber nicht beabsichtigt.

Mit "Perlen" hat die Barockdichtung (Hoffmannswaldau, Góngora, Cervantes), die weißen Zähne der Frauen (die beim Lächeln zwischen den Lippen hervorblitzen) bezeichnet. Diese Idealisierung nutze ich und meine kein Lippenpiercing. Ich nehme jetzt "durch die" statt "aus den", aber es trifft auch nicht ganz.

Der wippende "Schritt" steht  für die Schritte der Frau, und ich verwende nun den Plural. Die "Wüste" meint Öde des Alltags/Einsamkeit des Mannes; und diesen führt beim Schauen jeder anmutige Schritt der Frau gefühlsmäßig eine "Leiter"sprosse einem befreienden (himmlischen) Glücksgefühl entgegen.

Ich foffe, es geht so.

Alles Liebe von g

P.s.: Kennst du von Baudelaire "An eine, die vorüberging"? Ist aber ganz anders.

 
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Die Lauschende und der Dichter
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 22:05:58 »
Ach, lang ist's her! Da mich derzeit die Muse nicht küssen will, lifte ich eben alte Versunkene aus meinem Fundus.
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 21:36:06 »
Hi Gum!

Der Anblick eines begehrenswerten Wesens im Vorübergehen.

Peanuts:

S1Z1 - 'Strauch von Haaren' wirkt sprachlich nicht eben sonderlich sexy, eher ungepflegt. Das verdirbt das erwünschte 'Bild der Sehnsucht' in meinen Augen doch ein wenig. Wie wäre es mit 'ein Schwung von Haaren'?

S2Z1 - Könnte da 'auf den Lippen' gemeint sein?


Das Ganze verwirrt mich ob gewisser Hinweise. Das 'Wippen im Schritt' weist auf einen erigierten Penis hin. Obendrein möchte das LyrIch es 'saugen', was allzu wortwörtlich interpretierbar wäre. Wäre ein Busen gemeint, sollte es sowas wie 'Wippen beim Schreiten' heißen. Auch der 'Strauch von Haaren' erinnert frappant an Schambehaarung (Strauch = Busch), und der 'Glanz von Perlen' könnte auch Sperma beschreiben ...
Zuletzt verweist der Vergleich mit einer Leiter auf etwas Langes, in die Höhe Ragendes - noch eine Anspielung auf einen Phallus. Zu den Göttern käme man dann über den Orgasmus ...


Andererseits ist nichts so klar artikuliert, dass man es nicht auch ganz anders deuten könnte - ganz nach dem jeweiligen 'erotischen Background' des Lesers. Der Strauch von Haaren könnte auf dem Kopf sitzen, die Perlen könnten Lippenstift sein, und mit 'im Schritt' könnte ganz profan das Gehen gemeint gewesen sein, und das Wippen saugen die Augen des Betrachters wie die Freiheit, und nicht ein Mund.
Der Anblick der Schönheit einer Frau an sich könnte die erwähnte Gottesleiter sein.

Was stimmt nun? - Oder legt es der Dichter ganz bewusst darauf an, dass man sich das fragt, um die Austauschbarkeit, vor allem aber die moralische Gleichwertigkeit sexueller Prägungen so zu unterstreichen? Gibt es eine geschickt verborgene philsosphische Komponente, die den Leser fordern soll? - Oder ist es doch nur ein verbaler Softporno, leicht missverständlich in Sprache geronnen?

Wir warten gespannt auf die Antwort ...  ;) 8) >:D

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Begegnung im Vorbeigehen
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 06, 2026, 13:51:50 »
Schön, wie dich ein Schwung von Haaren
vor der Sonnenglut beschützt,
wie dein Hautton die Gefahren
meines Brandes unterstützt.

Glanz von Perlen durch die Lippen,
von Pupillen aus dem Aug, 
und in Schritten frohes Wippen,
das ich wie die Freiheit saug.

Bleib nicht stehen, schreite weiter,
und verhalt dich nicht bei mir,
in der Wüste eine Leiter
zu den Göttern bist du mir….   
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Windhauch der Sehnsucht
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 06, 2026, 10:58:38 »
Danke, lieber Erich.

Schlimme Verwechslung. Aber zum Glück klärte es sich dann.

Dir noch einen schönen Tag.

LG g
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Nicht in mich hinein
« Letzter Beitrag von gummibaum am Mai 06, 2026, 10:49:37 »
Danke, lieber Erich.

Ich glaube, es geht so. Das LD wird in S2/Z3 angesprochen/gewarnt: "Schon/sobald wenn wir in Gleichem...." Es ist zukünftig, nicht vergangen gemeint.

Dir alles Gute.
LG g
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Verbrannte Erde / Re: Gefühlsverlustig
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 10:44:01 »
Nein, hattest du nicht - du dachtest wirklich, ich sei eine Art begnadetes Genie. Was du vergaßest: Auch diese scheitern. An den Umständen, an der Zeit, an sich selbst.

Wenn dieses Forum dereinst mangels Kostendeckung abgeschaltet wird, wird nichts mehr von alledem hier bleiben - und kaum jemandem wird es auffallen oder ans Herz gehen. Klassische Wortkunst ist aus der Mode.
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Ach Natur Vergissmeinnicht / Re: Das etwas andere Naturgedicht
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 02:32:21 »
Detail am Rande: Hab seither noch jede Menge Naturgedichte geschrieben.  >:D 8)
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Nicht in mich hinein
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 02:17:28 »
Hi Gum!

Wie kann man sich setzen, ohne sich zu setzen? Okay, ja, deine Intention ist klar, aber ist das wirklich eine gute Phrase, die das transportiert?

Sollte es in S2Z1 nicht 'teilten' heißen?

Alternative dann für Z3,4:

'Unter Gesten, die verweilten, // wuchs ein 'Wir', das uns verbrennt.'


Schön das!  :)

LG, eKy
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Zwischen Rosen und Romantik / Re: Windhauch der Sehnsucht
« Letzter Beitrag von Erich Kykal am Mai 06, 2026, 02:09:15 »
Hi Gum!

In S2 wird es kurz missverständlich - man denkt momentan, in Z2 wären die Achselhaare gemeint, logische Stringenz nach der Lektüre von Z1 ... und das wirkt nicht sonderlich appetitlich ...  :-\ :o

Zum Glück löst sich dieser Fehlschluss später auf, wenn man erkennt, dass mit dem Haar zugleich das Haar der Frau sowie das Gras der Erde in der Metapher gemeint ist. Dennoch ein kurzer Grausel-Moment.  :P

Insgesamt: Ein schönes Bild, im Fleischlichen wie im Vergleich, in wohlgefällige Verse gesetzt. Sehr gern gelesen!

LG, eKy
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