Autor Thema: Gesang des Gespenstleins  (Gelesen 1581 mal)

Martin Römer

  • Gast
Gesang des Gespenstleins
« am: M?RZ 09, 2020, 02:32:39 »
Du warst so hold und schautest keine Liebe reifen
und sankst als Tapferer in bittere Kanäle.
Entfliehe diesem elenden Zusammenkneifen
aus großer Pflicht und einer stillen Kinderseele.   

Ich flüsterte schon oft: der Leib spaziert von hinnen     
und dem erbleichten Ätherdom entwachsen Hände.       
In diesen Schlussakkorden gehe dich besinnen:
was tat sich je bei dir und hier im Grüngelände?

Wir können nun, mein Prinz, so manches überlegen.
Beschleichst du auch die Satyrwelt bei den Vendetten?
Was kommt dir wohl mit Nacht und eklem Sturm entgegen?
Mit wohleren Gefühlen bilden sich die Ketten.

Natürlich hast du jedes Tagesbrett verloren
und röchelst jahrelang in weißem Höllenfeuer.
Hinwieder wanderst du zum Schloß, du Tor der Toren.
Wardst du zum Spiel, so musst du Spieler werden heuer.

Fürwahr, das Leiern macht uns eine schlechte Mühe.
Dein strammer Gang durch jedes Fest war aberwitzig.
Der Park ist tot, nicht wahr? Du gleitest in der Frühe
und siehst im Angesicht der Eiferung mich schlitzig.






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https://www.youtube.com/watch?v=xgPFrDgNdP0     Feine Mystik / E-Class Road Passion

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