Aus dem Fundus
Ich bin, was ich gewesen war,
ein Abbild meiner Jugendzeit,
die Farbe ging aus meinem Haar
als Laubblatt einer Ehrlichkeit.
Zu leben, dies ist sonderbar
und seltsam, wie sich alles tut
und fügt, denn wäre es mitnichten
normal, ja, wäre es dann gut?
Ich bin wie eine Trauerweide.
Ein Baum in Grün am Ufersaum.
Durch Zufall trag ich schöne Seide,
doch wag ich es, zu trauern kaum.
Dann kommt ein erster Mensch, sagt Namen
und sagt, ich müsse dies und das,
und spricht viel über Glück und Dramen,
die Götter aus zerbrochnen Glas.
Was manche über Liebe sagen
ist doch nichts anderes als ich;
ein Bäumlein, dessen Zweige ragen,
und blühten sie, dann nur für dich.
Es ist die stille Zärtlichkeit
des Sterns in einer Nacht, der sich
als Übermacht im Raum begreift
und reift und reift und reift.
Ich bin, was ich geworden bin,
und werde, was ich werden muss.