Autor Thema: Gedichte Archiv Beisl 22  (Gelesen 66567 mal)

hans beislschmidt

Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« Antwort #105 am: Mai 27, 2026, 11:16:17 »
Danke für die Hinweise, Erich.
Spenderzorn ist völlig falsch. Gibt's kein Wert für Empfänger?
In Blut getränkt ist etwas breit aufgestellt.
Beislgrüße
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« Antwort #106 am: Mai 27, 2026, 16:50:20 »
Hi Erich,
Ja auch das begerhlich ist falsch.
Besser ist auf jeden Fall gefordert, dann ist auch das beordert schlüssig.
Werde ich alles gerne so übernehmen.
Vielen Dank.
LG Hans

Organbörse

Zur Armenspeisung wird beordert:
Wie schnell ist man dort Zielobjekt,
denn Lungen, Nieren sind gefordert,
und keiner fragt, wer wie verreckt.

Die Sniper liegen auf der Lauer
und knallen auch mal Kinder ab.
Der Medienzorn von kurzer Dauer
zeigt nur Entsetzen vor dem Grab.

Auch wenn die Opfer noch so leiden,
Export aus Gaza wird gebraucht!
Um vor dem Grab sie auszuweiden,
hat man ein Land in Blut getaucht.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« Antwort #107 am: Mai 28, 2026, 12:32:30 »


Freibad       

Die Bademeister sind verschwunden
das Wasser wurde abgelassen
Blut und Fäkalien beseitigt

Anzeigen gegen unbekannt
Notambulanzen überfüllt
Heute wegen Gestern geschlossen
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Gedichte Archiv Beisl 22
« Antwort #108 am: Juni 17, 2026, 16:32:28 »
Sie wollen Krieg     

Abgehalftert und im Aufsichtsrat.
Sie drohen, geifern, Schaum vorm Mund,
gleich einem schwarzen Höllenhund
und sind der Fluch der bösen Tat.

Sie peitschen uns in einen Krieg.
Dabei ist jedes Mittel recht,
es zählt bei Russland nur ein Sieg,
egal wer später dafür blecht.

Experten, Hetzer überall,
sitzen bräsig im TV- Gestühl,
kassieren ab bei Rheinmetall
und für die Opfer kein Gefühl.
.
Beislschmidt 26
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)