Autor Thema: Die Erschaffung des Mannes  (Gelesen 68 mal)

gummibaum

Die Erschaffung des Mannes
« am: M?RZ 25, 2026, 12:21:52 »
Gotta hatte viel erschaffen,
und zuletzt nach ihrem Bilde
eine Frau aus einem Affen.
Stark und einsam war Brunhilde.

Wo sie hinsah, waren Paare,
nur sie selber war alleine.
Traurig flocht sie ihre Haare,
nahm sie zwischen ihre Beine.

Gotta sah ihr Abbild leiden   
und entschied, der edlen Wilden     
ihren Schwanz vom Po zu schneiden   
und Brunheld daraus zu bilden. 

Als die Gute schlief, vollbrachte
Gotta ihren Plan behände, 
doch, weil sie zu früh erwachte,
blieb vom langen Schwanz ein Ende.

Dieses kann man noch entdecken,
wenn sich Männer Nacktsein trauen:     
Es hängt vorn, und sie verstecken
es am liebsten in den Frauen…
« Letzte Änderung: M?RZ 25, 2026, 12:49:10 von gummibaum »

Erich Kykal

Re: Die Erschaffung des Mannes
« Antwort #1 am: M?RZ 25, 2026, 19:06:24 »
Hi Gum!

Dass man aus einem patriarchalisch männlichen Gott einen weiblichen machen will, erhöht in meinen Augen keinesfalls die Glaubwürdigkeit des Konzeptes vom schöpferischen Überwesen an sich.

Der Gott einerr Person (oder einer Kultur) spiegelt immer deren Haltung zur eigenen Person/Gemeinschaft. Wer dazu tendiert, sich selbst allzu ernst und wichtig zu nehmen, projiziert dies auch auf sein Gottesbild - siehe alle Strenggläubigen, egal wie ihr jeweiliger Gott heißen mag. Dieselbe Haltung findet sich auch in fanatischen politischen Bewegungen, siehe Nazis usw. Geltungssucht, Kontrollwahn, tumber Hass auf erklärte Feindbilder unter fadenscheinigsten Argumenten und Fake Facts, Machtanspruch dominanter Macher und solcher, die es werden wollen oder solchen gerne folgen, um unter deren Ägide mehr zu bedeuten als ihr talentfreies, bildungsfernes Selbst ohne die Stütze äußerer Autorität. Aus demselben Grund tandieren alle Machtherrscher seit den Pharaonen dazu, sich zu lebenden Göttern zu stilisieren. Ernster und wichtiger kann man sich selbst wohl nicht mehr nehmen.

Eine 'Gotta' ist also für mich bloß ein weibliches Pendant derselben Denkungsart, die von Hybris und Elitendenken befeuert wird, selbst wenn ihr Erfinder sie eher als Gegenbild zur gängigen autoritäten Religiosität verstanden wissen möchte. Religiosität ist an sich für mich ein überkommenes Konzept gesellschaftlich legalisierter Entmündigung, das sich auf Bildungsferne, Schwäche und Dummheit jener Gewohnheitsbetenden stützt, die sich diesen Bären von klein auf haben aufschwatzen lassen. Eine von sogenannten 'Schäfern' sowie politischen Mächtigen ständig missbrauchte Krücke für die Bedürftigen.

Das geschlechtlich umgedreht humorig aufzuarbeiten und zu hinterfragen, mag vielleicht sogar das bessere Konzept sein als mein logisch argumentatives Hadern. Wie auch immer, ich kann, was diese Thematik betrifft, einfach nicht aus meiner Haut. Deshalb verzeih mir bitte meine schriftliche Zornesfalte an dieser Stelle ...


Nebenbei: Wenn du den Penis des Mannes als seinen Rest-'Schwanz' bezeichnest - bekommt das arme Steißbein dann keine Minderwertigkeitskomplexe? Oder womöglich gleich eine ausgewachsene Identitätskrise?  ;D ;D  ;)

LG, eKy

« Letzte Änderung: M?RZ 26, 2026, 20:45:22 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Die Erschaffung des Mannes
« Antwort #2 am: M?RZ 26, 2026, 13:26:57 »
Lieber Erich,

hab Dank für deine vielen ernsthaften Worte (fast wie ein Gott).
Über Gotta wusste ich nur, dass sie viel erschaffen, Mitleid und etwas Pech hatte.

Liebe Grüße
g

« Letzte Änderung: M?RZ 26, 2026, 13:33:03 von gummibaum »