Unsre Welt
Wenn eines Tages sich ein Sturm ergibt,
der unsre Erde so sehr liebt;
Claudia und Frauke sich die Köpf‘ einschlagen,
sag, wen soll’n wir bloß um Beistand fragen?
Die Eine steht allein nun da,
wo zuvor noch großer Jubel war.
Doch heute brennen unsre Körper aus –
Funktionieren muss auch schon die kleinste Maus.
Anonyme ertrinken in der blauen Sucht,
dabei ist’s doch nur des Satans Zucht.
Man will es nicht und muss es doch –
Hier gibt’s nen Kuss vom Lebensjoch.
Trotz Beifall im Schatten der Ökonomen,
wird’s sich ohne Lebensraum kaum lohnen.
Wie gut, dass es die Petry gibt,
sie führt, da sie den Euphemismus liebt.
„Wir sehen weg, als wärn wir blind!“
schreit ein kluges Netzwerk-Kind,
bis dies doch sodann
das Bully-Kind nicht leiden kann.
So ritzt sich nun die Jugend heil
und die Zukunft stirbt in kurzer Weil.
Der Andre leert im Unterricht ein Magazin,
vergaß doch nur die gute alte Psychomedizin.
Die nächsten zwei, die reisen viel,
doch haben nur dies eine Ziel:
Angst und Schock und Massenmord –
Der Flüchtling hat Xenophobie für uns an Bord.
Ein spannendes Spektakel wird uns präsentiert,
wo die Menschheit gegen sich doch selbst verliert.
Bin mir nicht ganz sicher, ob mein Gedicht inhaltlich in diese Rubrik passt.