ja, ich weiß, dass du es so meintest, würdig sein, aber "Gewinne verdienen" hört sich selbstsam an, Anerkennung verdienen, Ehre, ok. Gewinne sagt man nicht.
Wie auch immer... mag im Österreichischen anders sein.
Also bei Ä...en habe ich mich noch nie geirrt...

. Solche Menschen sortiere ich einfach aus meinem Leben aus - Zeitverschwendung.
Du schreibst: " Dennoch, es tut jedes Mal weh, wenn man hinterher sagen muss: "Aber so bin ich doch gar nicht ...!" - deine Offenheit erstaunt mich, kamst du doch bisher eher als der Selbstbewusste daher, der seinen Prinzipien treu bleibt.
Mit Emotionen ist das so eine Sache. Sie spielen der Ratio einen Streich. Es ist unlogisch so zu empfinden. Warum sollte man enttäuscht sein über einen Menschen, der sich offensichtlich nicht die Mühe macht, nicht nur oberflächlich zu schauen und dennoch mit einem Urteil über einen herzufallen?. Man
muss ihnen nicht beweisen, wer man ist. Das müssen sie schon selber herausfinden.
Dazu kommt die Frage: Was bedeutet mir dieser Mensch? Ist er mir wichtig? Ist er es nicht, sollte mir auch sein Urteil unwichtig sein!
In solchen Fällen sollte man diesen Menschen einfach abhaken, aus seinem Leben und aus seinem Bewusstsein streichen. Es sei denn, er hätte tatsächlich "einen wunden Punkt getroffen"...
Es gibt nicht viele Menschen, deren Meinung mir im Leben wichtig war und ist, die: meiner Eltern, meines Mannes, meiner Tochter, meiner Freundin, die ich seit 50 Jahren habe und meines schwulen Freundes, den ich seit 40 Jahren habe. Den Rest höre ich mir an, manchmal denke ich drüber nach, aber für mein Leben oder mein Ego sind sie nicht relevant.Mein ieblingsspruch war immer: Dann kauf ich mir eben noch einen Boxer..."

"Das Leben gibt, das Leben nimmt", das hört sich aber sehr resigniert an. Hat dir jemand einen Nackenschlag verpasst? Was ist los mit dir, Erich Kykal?
Bestürzte Grüße von Agneta
PS.
Ich erzähl dir mal was: zur Beerdigung meiner Mutter habe ich beide Hunde mitgenommen. Sie liebte sie, besonders den Dackel, auch sie sollten sich von ihr verabschieden können. Sie hätte es mit einem Schmunzeln betrachtet.
Was meinst du wohl was da los war? Die gesamte Dorf- und Beerdigunggesellschaft von bornierten , spießigen Waldbewohnern, die mich schon vor langer Zeit für verrückt hielten, als ich nach Afrika ging, hat sich aufgekröppt. Dorfgespräch.
Die Hunde haben sich einwandfrei benommen, vorm Grab jaulte der Dackel auf und der Boxer legte seine Pfote tröstend auf ihn. Da ware alle still. Alle.
Heute noch kursiert diese Geschichte, nun aber bewundernd. Man muss seinen Weg gehen und zu sich selber stehen. Das ist der Punkt.