Autor Thema: Trauerhaus  (Gelesen 1684 mal)

Aspasia

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Trauerhaus
« am: Juli 03, 2016, 09:14:50 »
Alle Freude ist gewichen.
Nichts versüßt den langen Tag,
auch die kurze Nacht vermag
Karten nicht mehr neu zu mischen.

Alle Hoffnung ist gestorben.
Niemand rudert sie im Kahn
an ein festes Land heran:
Sie war tot, noch eh geboren.

Doch die Treue ist geblieben
und harrt bis zum Ende aus,
atmet unhörbar durchs Haus,
ihr Geheimnis ist das Lieben.

02.07.2016

Aspasia

  • Gast
Re: Trauerhaus
« Antwort #1 am: Juli 03, 2016, 09:18:20 »
Ich nehme es vorweg: Die zweite Strophe ist nicht sauber gereimt. Aber das Bild ist mir wichtig.

Erich Kykal

Re: Trauerhaus
« Antwort #2 am: Juli 03, 2016, 10:45:42 »
Hi Aspasia!

Der Reim S1Z1,4 ist übrigens auch unrein.

Schönes Gedicht! Daher versuche ich die besagten Reime zu korrigieren, ohne das dir so wertvolle Bild zu verändern:


Wie die Freuden sich verwischen!
Nichts versüßt den langen Tag,
auch die kurze Nacht vermag
Karten nicht mehr neu zu mischen.

Alle Hoffnung ist vergoren.
Niemand rudert sie im Kahn
an ein festes Land heran:
Sie war tot, eh noch geboren.

Doch die Treue ist geblieben
und harrt bis zum Ende aus,
atmet unhörbar durchs Haus:
I
hr Geheimnis ist das Lieben.


In S2Z4 habe ich "eh noch" geschrieben, weil es in dieser Phrase nun mal so gehört und nicht anders.

"Kahn/heran" ist nur leicht unrein (langer/kurzer Vokal), das lasse ich mal.

In der vorletzten Zeile halte ich einen Doppelpunkt für klarer, auch ein Bindestrich wäre noch möglich.

Sehr gern gelesen! :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.