Hi AL!
Erst mal herzlichen Dank für den Zuspruch, wiewohl es ein sog. unkonventionelles Sonett ist - Puristen würden es nicht gern als solches bezeichnet wissen: Es gibt männliche Kadenzen, und das Reimschema der Quartette ist nicht umarmend.
Warum "Gemunkel"? nun, natürlich dachte ich - wie eben auch du - zuerst ans bekannte Gefunkel. Leider ist dieser Begriff dank romantischer Dichtung dermaßen abgegriffen und mittlerweile klischeehaft, dass ich ihn nicht verwenden wollte.
Eingangs sprach ich ja vom "Hauch" des Winterdunkels, da lag es nahe, im Bild zu bleiben und sozusagen auch das Sterngeflacker zu "vermunden", so als wäre ihr Geflacker eine Art Sprache und nicht Schwankungen atmosphärischer Dichte. So als "munkelten" sie sich dergestalt ständig etwas zu.
Zudem verorte ich "munkeln" nicht im gemeinsprachlichen Bereich. Es ist ein gutes gediegenes deutsches Wort.
Bei näherer Betrachtung könnte dieser Gedankenstrang schon zu weit ausholen, um noch allgemein verständlich zu sein. Bleiben wir also beim allenthalben verständlichen 'Gefunkel'.
Vielen Dank für deine Gedanken!

LG, eKy