Autor Thema: Sarkastische Kommentare  (Gelesen 41008 mal)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #75 am: November 12, 2025, 11:12:57 »
'Der Auslöser Migration' - deine platten Argumente verraten dich. Zuerst erzählst du was von Statistiken - die letztlich so auslegbar sind wie heilige Bücher - und Internetgefahr per Algorithmenerziehung, was ja für mich so gar nix mit Migration zu tun hat, nur um dann so eine nicht weiter erklärte inhaltliche Ohrfeige auszuteilen.

Klar, es gibt Kriminelle unter den Migranten. Nicht alle kommen, um sich zu integrieren. Nicht alle sind unserer Kultur wohlgesonnen.
Aber genau dasselbe haben wir selbst ja auch - siehe Identitäre, Reichsbürger, Neonazis, erzlinke Terroristen usw!

Was macht uns also im Grunde rein menschlich besser als Menschen, die von woanders geflüchtet sind? Nur der Umstand, dass wir zuerst hier waren? Frühestens zur Völkerwanderungszeit waren unsere Vorfahren selbst die Migranten! 'Der Auslöser Migration' - wenn ich so einen grob verallgemeinernden Schwachsinn schon höre! Wenn es einen Auslöser gibt, dann die verblödeten Prügelproleten und agitativen Hetzer der Völkelnden, Rassisten und herzlos Kulturbesorgten, die in allem nur einen Feind sehen können, was nicht in Tracht, Matrosenanzug oder zünftigen Lederhosen daherkommt. (War das jetzt auch derb verallgemeinernd? Siehste, wie sich das anfühlt?)

Kriminelle in den Knast - egal von woher sie stammen, hier oder in der alten Heimat, ist mir wurscht. Okay. Hetzer und Extremisten ausweisen oder verurteilen. Okay. Aber zum x-ten Mal: Grobe Verallgemeinerungen wie 'der Auslöser Migration', der an allem schuld sein soll, was nicht so recht läuft, sind höchst unzulässig und verdammenswert!

Wenn etwas unsere Länder gründlich versaut, denn 'der Auslöser Idiotie'!


AgitaToren

So aufgeregt umflattern laute Worte
den Lauscher in der Menge, er versteht
den Furor nicht, den jener Redner sät
von geifernder, ereiferlicher Sorte.

Die Masse wogt, es heben viele Hände
sich zum verbal verordneten Beschluss,
dass nackter Zorn die Dinge ändern muss,
und nur Gewalt erzwingt die große Wende!

Der Lauscher schweigt, was sollte er auch sagen,
ein aufgeputschter Mob regiert das Feld,
begreift an Welt allein, was ihm gefällt
und will in Angst und Ärger um sich schlagen.

So sterben Herzbesonnenheit und Güte
in brausendem, ja donnerndem Applaus.
Ein Menschenhasser gibt Parolen aus
entsprechend seinem schwelenden Gemüte.

Du, Leser, glaubst, dies wäre überwunden
und käme hierzulande nicht mehr vor?
Der Mensch ist niemals klüger als zuvor,
und ewig Schuldige sind rasch gefunden!
« Letzte Änderung: November 12, 2025, 11:46:58 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #76 am: Dezember 26, 2025, 17:34:47 »
Hey Erich,
Platte Argumente und Reichsbürgernähe?
Ich empfehle dringend einen Neurologen aufzusuchen.
Vielleicht weiß er Rat.
 Trotzallem wünsche ich dir
ein frohes Weihnachtsfest.
Beislgrüße

Avatar Fire & Ash

Auch der dritte Teil von Avatar kommt nicht an den ersten heran. Dennoch - es ist wieder eine perfekt inszenierte Bilderflut in 3D Qualität. Camerons Werk richtet sich vor allem an die Zielgruppe der jüngeren Zuschauer.

Sam Worthington und Zoe Saldana schützen wieder ihre Familie vor dem Bösewicht Stephen Lang.
 Dabei bedient sich James Cameron schon bekannter Stilmittel - wie die Geschichte der bösen Menschheit, die wie im Wilden Westen den unberührten Kontinent ausbeutet  und die Ureinwohner abschlachtet, Jagd auf Büffel, in Avatar intelligente Meeressäuger macht.
Neu diesmal, eine Horde Ureinwohner, die weiß bemalt, an die Outlaws aus Mad Max erinnern und von der brillanten Oona Chaplin angeführt werden. Die Abtrünnigen werden in CIA Manier wie bei Al Kaida mit modernem Kriegsgerät ausgestattet und danach kann das Geballere eindrucksvoll in Szene gesetzt werden.

Dazwischen darf ein Menschenjunge als Luftatmer die solidarische Hilfe der N'avi behindertengerecht erleben und die Tocher zur Ober-Schamanin reifen.

Im Finale Furioso kommt die Mutter Erde Eywa zur Hilfe und setzt dem mörderischen Treiben des Homo Sapiens ein Ende mit Hilfe von solidarischem Getier und Wurzelwerk. Das war's eigentlich und der Rieseneimer Popcorn plus XXL Cola sind Geschichte. Puh....geschafft.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #77 am: Dezember 27, 2025, 11:00:32 »
Hi Hans!

Was Avatar betrifft, stimme ich vollinhaltlich zu: Jdesmal desselbe Süppchen, neu aufgekocht mit ein paar neuen optischen Zutaten - nix wirklich aufregend Neues. Warum auch ein funktionierendes Schema ändern, so lange es Kohle bringt? Interessant wäre gewesen, die Avatar-Technik mit jedem Film in einer anderen alien-zivilisierten Welt anzuwenden, mit neuen Wesen, anderen Problemen, und vielleicht nicht jedes Mal mit den Menschen als Problemfaktor Nummer eins! Das wird langsam lästig - man fühlt sich als solcher langsam wie galaktischer Sondermüll! Das können wir auch besser, und nicht überall regieren der Raubtierkapitalismus oder totalitäre Systeme!

Zum Rest: Wenn ich davon rede, dass es in der deutschsprachigen Gesellschaft ebensolche destruktiven Elemente gibt wie unter den Migranten, und dass man diese ebensowenig wie uns pauschalisieren darf, dann unterstelle ich dir mitnichten Reichsbürgernähe. Liest du meine Kommentare überhaupt wirklich, oder überfliegst du sie nur?

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #78 am: Dezember 27, 2025, 15:27:30 »
Schwamm drüber Erich, wir haben unterschiedliche
Perspektiven und das ist nicht weiter schlimm.
Ich wünsche dir alles Gute im neuen Jahr.
Beislgrüße
●●●●●

Wir sind orchestriert

Ein System aus Medienkonzernen - Springer, Bertelsmann, Burda und politisch besetzten Gremien  wie z. B. Rundfunkräte von ARD/ZDF) und Wirtschaftsinteressen Pharma, Rüstung, Digitalindustrie.
Was wir lesen, hören und sehen, ist das Ergebnis von wirtschaftlicher Abhängigkeit, politischer Steuerung und globaler Vernetzung. Und doch glauben viele, sie konsumierten „hochqualitative, faktenbasierte Berichterstattung“.
Doch diese „Fakten“ beruhen auf einem engmaschigen Netz sich gegenseitig bestätigender Quellen. Correctiv prüft, was der Spiegel schreibt. Der Spiegel beruft sich auf die New York Times. Die NYT wiederum stützt sich auf Think Tanks wie Atlantic Council oder RAND – alle orientiert an westlich-transatlantischer Linie.
Und das ist das eigentlich Fatale: Viele Leser glauben, sie seien informiert – dabei sind sie nur formatiert.

Wer Bandera kritisiert, gilt schnell als „Putin-Versteher“, „russischer Propagandist“ oder „Kreml-Narrativ-Verbreiter“.
Wer auf NS-Kontinuitäten in der Ukraine hinweist, gilt als prorussisch.
Wer auf Massenverhaftungen in Gaza hinweist, wird als Hamas-Versteher gebrandmarkt.
Diese Form der Zensur geschieht nicht durch Verbot – sondern durch Struktur.
Die wirkliche Meinungsvielfalt findet nur noch hier statt: bei unabhängigen Journalisten, auf freien Plattformen, bei alternativen Medien – wie NachDenkSeiten, Multipolar, Rubikon oder Overton.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #79 am: Dezember 29, 2025, 15:06:31 »
Ich komme heute auf Günter Grass zu sprechen und sein Gedicht von 2011 "Was gesagt werden muss", indem er die Waffenlieferungen an Israel anprangerte und den menschenunwürdigen Umgang mit den Palästinensern. Grass wurde daraufhin mit einem Einreiseverbot nach Israel belegt aber gerade diese Handhabung, die aktuell in der Presse ihre Sanktions-Empörung auslebt, ist es, die mich mit Respekt an diesen Mann erinnert, als es noch kein Hamas Terroranschlag und beispiellosen Genozid der Zionisten gab.

Günter Grass hat das alles vorausgesehen, was ihm einen Sturm der Entrüstung von Seiten der Staatsraisonierer einbrachte. Günter Grass, das weiß ich heute, war nicht nur Nobelpreisträger, er war auch ein mutiger Mann, um so mehr frage ich mich wie ein Land und seine Politik innerhalb von wenigen Jahren derart verblöden konnte.

"Was gesagt werden muss"
... (Schußteil)
Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.
Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Was_gesagt_werden_muss
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #80 am: Dezember 30, 2025, 08:44:22 »
Hi Hans!

Oh ja, sie schweigen nicht mehr in Europa. Demonstrationen für die Hamas, bei denen nach Ermordung aller Juden geschrien wird, und Demonstrationen für Israel, bei denen die Ausrottung aller Palästinenser gefordert wird, auf Plakaten und in skandierten Sprüchen. Radikalisierung aller Orten anastatt Konsens oder nennenswerter Gehirntätigkeit.
Die Israelfans berufen sich auf den unsäglichen Terrorakt der Hamas mit über 1200 Toten, sogar abgeschlachteten Kindern, und vielen Verschleppten, und die Hamasfans werden nicht müde, Israels derzeit ziemlich faschistische Regierung für die Gräuel in Gaza verantwortlich zu machen. Hüben wie drüben leiden die 'normalen' Menschen, die einfach nur leben wollen.

Warum demonstriert nie einer für die?

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #81 am: Dezember 31, 2025, 10:09:20 »
Hi Erich,
Wir werden es auch in dieser Generation nicht hinbekommen die Risse in der Gesellschaft zu kitten, dazu sind die Gräben zu tief und die Welten zu nah aneineindergerückt. Während sich Europa von seiner Vormachtstellung verabschiedet, bauen sich andere Machtverhältnisse auf und das verlogene Wertegequatsche interessiert die BRICS Staaten nicht die Bohne.

Da der Wahlkampf Trumps von jüdischem Kapital mitfinanziert wurde  bleibt die Nehmerrolle Netanjahus unangefochten und er kann mit seinen Ultras nach Belieben schalten und walten.

Die Solidarität unter den Muslimen gibt es nicht, wenn es um die Palästinenser geht - keiner will sie haben und ihre Nachbarn schauen zu wie sie verhungern.
Zur Causa Grass ...
Wie Horst Tappert hat er wohl geglaubt, dass dieses Kapitel seiner Nazi-Vergangenhrit nie ans Licht kommt. Trotzdem verdient jeder Mensch eine zweite Chance, zumal er selbst es war, wenn auch spät, der in seinen Memoiren sich dazu bekannt hat. Als 17 jähriger macht man so manchen Scheiß.
Beislgrüße




"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #82 am: Dezember 31, 2025, 12:45:00 »
Der Mensch braucht eben immer einen 'Bösen', den er für was auch immer verantwortlich machen kann, denn er selbst ist ja selbstredend immer der 'Gute'.

Die von sich aus wirklich Bösen erklären sich von selbst, indem sie offen lügen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, unterdrücken, ohne sich veramtworten zu müssen, oder missbrauchen und morden, ohne erwischt zu werden. Aber selbst die halten sich (sogar die Lust- und Komplexmörder oder Kontrollfreaks!) selbst meistens dennoch für arme Opfer, die die Welt nicht versteht.

Zitat eKy:

Es gibt so viele Universen, wie es Menschen gibt - und dann eben noch eins, das man ignorieren kann.
(Sofern's nicht ums Fressen oder Scheißen geht.)


LG, eKy
« Letzte Änderung: Dezember 31, 2025, 12:47:54 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #83 am: Januar 10, 2026, 11:01:36 »
Hi Erich,
Nicht zu vergessen, dass das Böse auch ein einträgliches Geschäft sein kann.
LG Hans
.
Die Ellbogengesellschaft

Vorbei mit der Mitmenschlichkeit und Anteilnahme. Selbst Haustiere bekommen mehr Aufmerksamkeit als unsere Mitmenschen. Der Verteilungskampf fordert immer mehr Opfer, die auf der Strecke bleiben.
In meiner Wahrnehmung ist der Grund dieser Verzerrung letztlich die Käuflichkeit der Menschen.

Die entartete Politik ist zum Büttel der Mächtigen geworden und hat konsequenterweise die öffentliche Meinung gekapert und berieselt täglich ab dem Slomka/Hayali Frühstücksfernsehen und Springerpresse dauerhaft mit konstruierten Feindbildern, dass selbst gebildete Freunde auf Knopfdruck antworten:-- das darf man dem Putin nicht durchgehen lassen.

Es ist die erschreckende Eindimensionalität, die mich verwundert und die Millionen im Würgegriff hat, bis hin zum selbst gewählten Erstickungstod.
Das Schlimme dabei ist,  dass es aus dieser Blase kein Entrinnen gibt und es nicht möglich ist gegenzusteuern. Die nächste Generation könnte diesem unwürdigen Schauspiel ein Ende bereitet, falls sie es überhaupt erleben wird. 

Und noch etwas zur besonderen Wahrnehmung ist mir aufgefallen. Gerade im künstlerischen Bereich - Darstellung und Musik habe ich die traurige Beobachtung gemacht, dass das Küstlerdasein in der Hauptsache auf Eigennutz ausgerichtet ist. Das heißt, die Künstler werben hauptsächlich für ihre Konzerte, Vernissagen, Buchvorstellungen oä. Kaum, dass sie gesellschaftliche Themen kommentieren und klar gibt es da eine Reihe Ausnahmen aber im großen Schnitt sind das entweder verängstigte, uninteressierte oder unwillige Zeitgenossen, was damit zusammenhängt, dass Kunst administrativ ist und man es sich mit dem Amtsleiter nicht verderben will.

Das setzt sich auch im Fernsehen so fort, bei dem was im Comedybereich auf die Zuschauer losgelassen wird, so als wäre die Zeit seit 2016 stehengeblieben.

Dafür gibt es den Begriff Kalfakter. Das ist einer, der selbst als Gefangener im Gefängnis sitzt und gemeinsame Sache mit den Aufsehern macht, für zweifelhafte Vergünstigungen.

Wir sind ein heruntergekommenes Drittweltland geworden, mit wehleidiger Anspruchshaltung.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #84 am: Januar 10, 2026, 16:07:36 »
Hi Hans!

Ich bin zum Glück schon auf der Zielgeraden meines Lebens - für mich geht es nur noch darum, möglichst lange Pension zu kriegen und die Medizin, die mich einzig noch am Leben erhält.

Politisch bin ich desillusioniert. ALLE Seiten manipulieren, drangsalieren, annektieren, links wie rechts, Sozis wie Kapitalisten, Militärs und Rebellen - ganz egal, wem du zuhörst, es sind immer 'die anderen' die Bösen. Der Rest kreicht irgendjemandem lieber in den Arsch, anstatt Position zu beziehen. Wie vorhersehbar. Und wer neutral bleiben will und vernünftig, der gilt als Defaitist oder schlimmstenfalls als Verräter für beide Seiten - so typisch.

Es scheint, als würden die politisierten Idioten überall die Vorherrschaft gewinnen - wie quengelnde Kinder, die man zu lange im Zimmer eingesperrt hat, und jetzt, wo sie endlich den Schlüssel gefunden haben, weil die Aufsicht versagt hat, laufen sie wutschäumend und erfolgstrunken Amok und zerdeppern die sauteure Innendeko, ehe sie ihren Erziehungsentrechtigten das Haus überm Kopf anzünden.

Autokraten überall, oft genug unter dem Deckmäntelchen aufrecht erhaltener Scheindemokratien - und niemand, der ihnen Einhalt gebieten kann, vor allem, wenn sie über Atomraketen verfügen. Aber selbst ohne solche reichen inkonsequente und zahnlose Wirtschaftssanktionen, die jederzeit unterlaufen werden können, weil nie alle wirklich mitmachen wollen (wie erwähnt: Reibach jederzeit vor Moral!), nie, um alle die unterdrückenden, Völkerrecht oder Bürgerrechte ignorierenden oder Krieg führenden A-löcher dieser Erde in ihre verdienten Schranken zu weisen.

Zu den Künstlern: Nur wenige sind so bekannt und arriviert, dass sie es sich leisten können, ins eigene Nest zu kacken, und selbst von denen tut das nur ein kleiner Prozentsatz. Viele Künstler (manche mögen sagen: die meisten) sind tatsächlich Egomanen mit überheblichem Geltungsdrang, oder mit einem weltalltiefen Minderwertigkeitskomplex, der beständige Selbstbestätigung durch Erfolge und Applaus braucht, um sich wertvoll fühlen zu können. Das weiß ich, denn ich als (leider zumeist verhinderter) Künstler litt als junger Mensch unter beiden Symptomen.

Viele Menschen sind kreativ und haben Ideen - aber die wenigsten beschließen, darob Künstler zu werden (oder sich gern als solche zu titulieren). Der Begriff an sich ist schon - wie der Name eben sagt - gekünstelt, künstlich: Ein Statusprädikat für Menschen, deren Ego nach Anbetung verlangt. Leider kennt unsere Gesellschaft keine Unterscheidung in der Nomenklatur zwischen 'echter', authentischer 'Kunst' und dem, was Klischee, Mainstream oder die neueste jugendliche Rebellenschiene dazu erklären wollen.
Auch in unserer Zeit von Happening und Beliebigkeitsgeschmiere gilt dennoch immer noch: Kunst kommt von 'können' - nämlich als Antwort auf die Frage: 'Kann' ich damit durchkommen?

Was die Comedy verdammen sollte, ist die Inhumanität an sich, nicht eine bestimmte politische Strömung, abgesehen von allem, was schon fanatisch verteten wird, egal ob von extrem links oder rechts. An ihrem Handeln sollt ihr sie erkennen, all die Trumps, Putins und Kims dieser Erde! Unterdrückung, Krieg oder Terror sind abartig und NIEMALS eine akzeptable Alternative, ebenso wie das Ignorieren von Völkerrecht und das Annektieren von Land, egal aus welchen vorgeschobenen Gründen. Wer die Bevölkerung nicht fragt, weder die eigene noch jene der zu erobernden Gebiete, ist kein Politiker, sondern ein gewissenloser Psychopath. Ende der Diskussion, welche Seite mehr im Recht sein mag.

Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #85 am: Januar 16, 2026, 15:05:34 »
Joh Erich, Kästner sagt ....
die Welt ist schlecht, sie bleibt es künftig
Ihr sollt nicht gut sein, sondern vernünftig
Beislgrüße
 ●●

Wenn Polizisten töten

Ohne Frage stehen auch Polizisten unter Stress und müssen sich Angriffen erwehren, die schon viele das Leben gekostet hat - das vorweg.

Aber - das große ABER entsteht dann, wenn wie in Minneapolis vermummte ICE Beamte, sich ihrer Straffreiheit gewiss, an unbewaffneten Unschuldigen vergreifen, zu Boden werfen, treten und wie im Falle Renée Good von einem ausgetickten Staatsschergen wie J. Ross durch das Autofenster erschossen werden. Was sind das für Menschen, deren aufgestaute Wut, hinter einer vermeintlichen Anonymität, sich so schändlich auslebt?

Wie viel wurde über diese ICE Behörde geschrieben und Vergleiche gezogen zur Stasi und Gestapo, so dass man annehmen könnte die USA befände sich auf bestem Wege in eine faschistische Diktatur, wie der bekannte Senator Bernie Sanders wiederholt angemahnt hat.

Die Rolle der Empörten steht uns nach Mauerschützen und Demo-Toten indes nicht zu und ich erinnere an das Jahr 1973, als der Polizist Karl Heinz Kurras bei einer Demonstration dem Studenten Benno Ohnesorge in den Hinterkopf schoss und ihn tödlich verletzte. Kurras wurde nie verurteilt, weil der Fall als Akt der Notwehr, nicht verfolgt wurde. Kurras starb 2015 mit 87 Jahren und besten Altersbezügen.

Dies ist nur ein exemplarischer Fall von vielen aber macht deutlich, was der Finger am Abzug bei hasserfüllten Menschen anrichten kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tung_von_Ren%C3%A9e_Good

https://www.deutschlandfunk.de/karl-heinz-kurras-der-todesschuetze-von-benno-ohnesorg-ist-100.html
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #86 am: Januar 16, 2026, 18:11:08 »
Hi Hans!

Ich gebe dir unumwunden recht.

Sogar wenn man die in den USA beständig vorhandene Angst vor Schusswaffenattacken oder vor der Verwendung von Autos als Waffe mit einberechnet, bleibt ein schaler Nachgeschmack. Der Film beweist es: Allzu rasch hat der Schütze losgeballert, ohne überhaupt sicher sein zu können, dass die Fahrerin überhaupt auf ihn zufahren wollte, um ihn per Wagen zu attackieren. Und nicht auf Reifen oder Motor - nein, sofort tödlich gezielt! Was für ein Haufen marodierender Rassisten-Arschlöcher! Wer sich zu dieser Pseudo-Nazi-Truppe freiwillig meldet, um in Amerika 'aufzuräumen', kann nur ein unsensibler Unhold sein, oder ein komplett verblendeter Vollidiot!

Das sind die Früchte von Trumps rechtsnationalistischer Politik: Völlige Diskreditierung jeglicher Glaubwürdigkeit, noch humane Ziele zu vertreten, der USA nach außen wie nach innen. Wer's dort jetzt noch nicht kapiert hat, worauf das hinausläuft, ob Grönlandannektierung oder interner Rassismus bis zum Bürgerkrieg, der muss wirklich der allerletze Hinterwäldler sein! Heil NSAWP (National Socialistic American Workers Party) - so werden sich die Reps wohl nach der 'Machtergreifung' umbenennen ...

Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #87 am: Januar 20, 2026, 11:46:32 »
Hey Eki,
Durchaus möglich, dass ICE auch hierzulande funktioniert.
Beislgrüße
●●●
Fortunste Son

Ich möchte an John Fogerty erinnern, der großen Anteil daran hat, dass ich früher einmal ein Freund der Amerikaner war. Natürlich gab es die bekannteren Songwriter der damaligen Friedensbewegung, wie Joan Baez, Bob Seeger oder Bob Dylan aber ich war von Fogerty's ... Fortunate Song ... begeistert, den er in Vietnam auf der Pritschenkante in 20 Minuten komponierte. Es war nicht nur der fette Sound seiner umgebauten Gibson Gitarre und seine Reibeisenstimme, es war der Text, in dem erbeklagte, dass er sich nicht vor dem Militär drücken konnte wie viele Senatoren Söhnchen und er nicht mit ... silver spoon in hand ... geboren wurde.

Übrigens auch Trump, Clinton, Bush und viele andere Präsidenten konnten sich vorm sogenannten "service" drücken, was sie aber keinesfalls daran hinderte ... mit boots on the ground ... andere Länder zu überfallen und auszubomben.

Der heute 80 jährige John Fogerty lässt mich an eine Generation denken, die sich kritisch äußern konnte und auch durfte, ohne dass maskierte ICE Schergen wahllos Menschen aus ihren Autos zerren und verprügeln. Wieviel diese faschistischen Machenschaften der dreckigen Trump Gefolgschaft künftig noch anrichten, darüber kann man nur entsetzt spekulieren.

John Fogerty aber und sein Stern auf dem Walk of Fame will ich in Erinnerung behalten, an das Land wie es einmal war.

"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #88 am: Januar 20, 2026, 13:18:52 »
Hi Hans!

die Machtstrukturen in diesem Land waren immer rechtslastig - man sehe nur, welche Regierungen sie seit jeher außenpolitisch unterstützt haben: Immer die rechtskonservativen!

Waffennarretei, biblische Gesetzesstrafen, versteckter oder offener Rassismus, Ku klux Klan, Amerikanische Nazis, strenggläubig intolerante Bibelnarren, brutale Bootcamps für straffällige Kinder, usw. - DAS ist das wahre Amerika.

Die Hippies und Konsorten waren eine Art Jugend- und Protestbewegung, die sich im braunen Sande der Konformisten verlaufen musste, und sie dienten den manipulativen Interessen des Staatenbundes als wohlfeile humane Fassade, um sich so in der Welt besser darzustellen, als sie jemals waren.

Dahinter lauerte immer nationalistisch-erzpatriotisches Machtgebaren, früher durch den Kalten Krieg gerechtfertigt, dann durch die Dringlichkeit, sich Ölreserven zu sichern, neuerdings nur noch durch die nackte Gier nach Einfluss und Geld.

Man sollte Trump beinahe dankbar sein, dass der in seiner tölpelhaften Angeberei dem System praktisch nur die Maske abgerissen hat. Ein Obama war natürlich um Längen besser als Präsident, aber auch er führte Kriege und ließ Widersacher ermorden - siehe Bin Ladin (Nicht, dass es dieses Glaubensmonster nicht 100%ig verdient hätte, so zu enden ...).

Frieden gilt für die USA für das eigene Land. Ein Umstand, dem Trump demnächst abhelfen dürfte ...



Natürlich gilt das vor allem für den militant gläubigen oder konservativen Bevölkerungsanteil und die politischen und wirtschaftlichen Eliten. Man darf nicht verallgemeinern: Die USA sind wie alle Länder auch mit jeder Menge Menschen bevölkert, die andere Ansichten pflegen, altruistisch denken und mit Mitgefühl handeln. Bedauerlicherweise liegt in der Natur ebendieses Umstands, dass diese Menschen praktisch nie an die Ruder der Macht gelangen.
« Letzte Änderung: Januar 20, 2026, 13:24:10 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #89 am: Januar 23, 2026, 09:04:49 »
Hi Erich,
Insofern bin ich Trump tatsächlich dankbar, dass er der USA von der Maske der Scheinheiligkeit befreit hat.
Beislgrüße
●●●●

Davos - die schweinegeile Party

Davos stand auf meinem Schlitten und als Kinder hatten wir einen Riesenspass damit.

Davos ist heute ein perverses Schreckgespenst, in malerischer Bergkulisse. Davos ist eine widerliche Ego-Party, wo Milliardäre ihren Reichtum  zur Schau stellen und in Showrooms vermehren. Dazwischen beten profilgeile Politiker ihre verächtliche Klaus Schwab Litanei herunter.

Und wenn der neue WEF Chef Larry Fink und CEO von Black Rock in seiner Davos Rede Kritik am Kapitalismus übt, klingt das so, als wäre ein Tiger über Nacht zum Vegetarier geworden.

Die arbeitende Bevölkerung, damit ist die von ihrer Hände Arbeit lebende gemeint, können davon längst nicht mehr leben und landen allzu oft in der Altersarmut. Diese Leute haben auf diesem Traumschiff nichts zu suchen und sind nur Füllmaterial für die Bezos und die Regulations-Abzocker. Hier noch ne App, da noch ne Verifizierung - kostenpflichtig natürlich und am Monatsende bleibt für den Handwerker nichts mehr übrig.

Aus der Kostenfalle kommt keiner mehr raus, auch nicht mit ner 60 Stunden Woche. Den Schwarz-Jüngern aus den profiling Seminaren, wie Lindner und Co ist das Schnuppe, wenn die Papierchen nur ordentlich Reibach abwerfen.

Von big Donald gab's dieses Jahr wie erwartet ordentlich vorn Latz aber in dieser Liga spielt das keine Rolle, denn diese Jungs sind gesettelt bis zum Abwinken.

Den Davos Schlitten kann man verbrennen, wenn er auf blöd macht, die Mischpoke in Davos aber nicht. Die müssen wir ertragen.

https://www.lobbycontrol.de/konzernmacht/weltwirtschaftsforum-in-davos-schnee-bmws-und-superreiche-119533/
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)