Hi Hans!
Ich bin zum Glück schon auf der Zielgeraden meines Lebens - für mich geht es nur noch darum, möglichst lange Pension zu kriegen und die Medizin, die mich einzig noch am Leben erhält.
Politisch bin ich desillusioniert. ALLE Seiten manipulieren, drangsalieren, annektieren, links wie rechts, Sozis wie Kapitalisten, Militärs und Rebellen - ganz egal, wem du zuhörst, es sind immer 'die anderen' die Bösen. Der Rest kreicht irgendjemandem lieber in den Arsch, anstatt Position zu beziehen. Wie vorhersehbar. Und wer neutral bleiben will und vernünftig, der gilt als Defaitist oder schlimmstenfalls als Verräter für beide Seiten - so typisch.
Es scheint, als würden die politisierten Idioten überall die Vorherrschaft gewinnen - wie quengelnde Kinder, die man zu lange im Zimmer eingesperrt hat, und jetzt, wo sie endlich den Schlüssel gefunden haben, weil die Aufsicht versagt hat, laufen sie wutschäumend und erfolgstrunken Amok und zerdeppern die sauteure Innendeko, ehe sie ihren Erziehungsentrechtigten das Haus überm Kopf anzünden.
Autokraten überall, oft genug unter dem Deckmäntelchen aufrecht erhaltener Scheindemokratien - und niemand, der ihnen Einhalt gebieten kann, vor allem, wenn sie über Atomraketen verfügen. Aber selbst ohne solche reichen inkonsequente und zahnlose Wirtschaftssanktionen, die jederzeit unterlaufen werden können, weil nie alle wirklich mitmachen wollen (wie erwähnt: Reibach jederzeit vor Moral!), nie, um alle die unterdrückenden, Völkerrecht oder Bürgerrechte ignorierenden oder Krieg führenden A-löcher dieser Erde in ihre verdienten Schranken zu weisen.
Zu den Künstlern: Nur wenige sind so bekannt und arriviert, dass sie es sich leisten können, ins eigene Nest zu kacken, und selbst von denen tut das nur ein kleiner Prozentsatz. Viele Künstler (manche mögen sagen: die meisten) sind tatsächlich Egomanen mit überheblichem Geltungsdrang, oder mit einem weltalltiefen Minderwertigkeitskomplex, der beständige Selbstbestätigung durch Erfolge und Applaus braucht, um sich wertvoll fühlen zu können. Das weiß ich, denn ich als (leider zumeist verhinderter) Künstler litt als junger Mensch unter beiden Symptomen.
Viele Menschen sind kreativ und haben Ideen - aber die wenigsten beschließen, darob Künstler zu werden (oder sich gern als solche zu titulieren). Der Begriff an sich ist schon - wie der Name eben sagt - gekünstelt, künstlich: Ein Statusprädikat für Menschen, deren Ego nach Anbetung verlangt. Leider kennt unsere Gesellschaft keine Unterscheidung in der Nomenklatur zwischen 'echter', authentischer 'Kunst' und dem, was Klischee, Mainstream oder die neueste jugendliche Rebellenschiene dazu erklären wollen.
Auch in unserer Zeit von Happening und Beliebigkeitsgeschmiere gilt dennoch immer noch: Kunst kommt von 'können' - nämlich als Antwort auf die Frage: 'Kann' ich damit durchkommen?
Was die Comedy verdammen sollte, ist die Inhumanität an sich, nicht eine bestimmte politische Strömung, abgesehen von allem, was schon fanatisch verteten wird, egal ob von extrem links oder rechts. An ihrem Handeln sollt ihr sie erkennen, all die Trumps, Putins und Kims dieser Erde! Unterdrückung, Krieg oder Terror sind abartig und NIEMALS eine akzeptable Alternative, ebenso wie das Ignorieren von Völkerrecht und das Annektieren von Land, egal aus welchen vorgeschobenen Gründen. Wer die Bevölkerung nicht fragt, weder die eigene noch jene der zu erobernden Gebiete, ist kein Politiker, sondern ein gewissenloser Psychopath. Ende der Diskussion, welche Seite mehr im Recht sein mag.