Autor Thema: Sarkastische Kommentare  (Gelesen 51000 mal)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #90 am: Februar 03, 2026, 17:02:53 »
Diemaskierten Killer von Mineapolispolis

Nach tödlichen Schüssen durch ICE- Beamte in Minneapolis, ist es zu einem weiteren Todesfall gekommen.

Der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti, wollte eine Frau schützen, die mit Tränengas attackiert wurde und wurde in der Folge von mehreren vermummten ICE Beamten zu Boden geworfen, getreten, geschlagen und erschossen.

Der Vorwurf der Gestapo Methoden erhärtet sich mehr und mehr und täglich berichten die Medien über eine völlig ausgetickte Spezialeinheit, die gegen das eigene Volk Krieg führt. Und nein, es sind längst keine Illegalen oder Straftäter mehr, es sind Unbescholtene wie der Krankenpfleger Pretti.

Die Einreisevisa können die USA sich künftig sparen, denn welcher Vernunftsmensch würde  in solch einen außer Kontrolle geratenen Polizeistaat in Urlaub fahren? Höchste Zeit für die paar anständigen Amerikaner sich aus diesem orangenen Albtraum zu lösen, falls das überhaupt noch möglich ist.
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"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #91 am: Februar 03, 2026, 17:05:03 »
Warum die ICE Einheit auch bei uns denkbar wäre

Was ist das eigentlich?
 ICE meint Immigration and Customs Enforcement - eine Bundesbehörde der Vereinigten Staaten und dem Department of Homeland Security (DHS) unterstellt.

Einwanderungspolizisten agieren nicht wie Beamte in einem Rechtsstaat, sondern wie paramilitärische Einheiten. In anderen Ländern spräche man von Milizen oder Todesschwadronen.

Durch ihre unproportionale Präsenz schaffen sie das Gefühl eines Belagerungszustandes mit Straßenkontrollen, brutalem Auftreten und martialischer Einschüchterung. Dass die Opfer ihrer Gewalt vom Staat anschließend zu Tätern stilisiert werden, ist die Vorgehensweise von autoritären Staaten.
Hausdurchsuchungen und gewaltsames Eindringen ohne gültigen richterlichen Durchsuchungsbefehl, Festnahmen sogar von Kindern, sind an der Tagesordnung. Gezielte Tötungen in Abschiebelagern, Erschießungen auf offener Straße, brachten Tausende auf die Straßen, die mit ICE GET OUT Plakaten demonstrierten. Der persönliche Rachefeldzug Trumps gegen demokratische Staaten, haben reihenweise Senatoren wie Bernie Sanders oder Tim Walz, mobilisiert, die öffentlich ein Amtsenthebungsverfahren fordern.
Was Stephen Miller zur Immunität der ICE Schwadronen sagte: - "niemand
kann Sie an der Ausübung Ihrer Pflichten hindern": lässt aufhorchen und Trump ist begeistert von seinen bad guys.

Der Vorschlag der AfD in Ludwigsburg, sich bei Abschiebungen am US-Modell ICE zu orientieren, stößt parteiübergreifend auf scharfe Kritik. Angesichts der Tatsache wie schnell diese paramilitärische Truppe entstanden ist, ist die Warnung durchaus angebracht, wenn die AfD die Regierungspartei stellen wird. Dann wäre jeder, der von seinem Äußeren auffällig ist in Gefahr willkürlich festgenommen zu werden. So stellt sich die AfD es sich vor, wenn sie davon spricht, "den Saustall auszumisten". Dann wird es schütter aussehen, wenn keine Pakete ausgeliefert werden, keine Taxis mehr fahren, Alten und Krankenhäuser dicht machen, Hörsäle leer bleiben und beim Kebabmann die Rollläden unten bleiben.
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P.s.was für eine Frechheit von Vanve und Rubio die ICE nach Italien zum persönlichen Schutz mitzunehmen, als ob es keine Polizei gäbe und nicht schon genug Schaden angerichtet wurde.
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https://www.spiegel.de/ausland/usa-ice-meldet-vier-tote-migranten-in-haft-binnen-weniger-tage-a-7aba42e0-9460-412e-9c02-6d437b65648c
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #92 am: April 10, 2026, 09:28:28 »
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr

Nachdem die USA eine Brücke im Iran zerstört haben, legt der Iran nun eine Liste von acht Brücken in vier Golfstaaten vor, mit dem Hinweis, dass diese Brücken als nächstes zerstört werden.

Wann werden die Golfstaaten endlich begreifen, dass es äußerst gefährlich sein kann Amerika zum Freund zu haben?
Gleiches gilt auch für Europa, (außer den mutigen Spaniern), die  nun mit lächerlichen Sparmaßnahmen versuchen sich über die offenkundige Urheberschaft ihrer Inflation und Benzinpreismisere selbst zu belügen, anstelle sich offen und ehrlich von diesem völkerrechtswidrigen Krieg zu distanzieren.

Sofortmaßnahmen
Und da genügt auch keine läppische Merz Formel "das ist nicht unser Krieg", sondern es sollte heißen, "Stop this war immediately Mr. President".

Den israelischen Drahtziehern im Hintergrund sollte ebenso ein Zeichen gesetzt werden, wie es Spanien getan hat:--- die sofortige Rückbeorderung des deutschen Botschafters.

Wer jetzt nicht erkennt, dass wir vor der größten Wirtschaftskrise überhaupt stehen und weiter einknickt vor dem Monopolispiel einer durchgeknallten Fönfrisur, der sollte wenigstens zurücktreten und Platz machen für jene, denen das Wohl des Volkes noch Berufsethos ist.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #93 am: April 10, 2026, 11:22:02 »
Hi Hans!

Iran ist ein Pausenhofrüpel, der, nachdem er eine Ohrfeige von einem Stärkeren gekriegt hat, auf dessen Kumpel losgeht und diese abwatscht, obwohl diese mit der ursprünglichen Klatsche gar nichts zu tun hatten - ein Feigling also, und ein Arschloch.

Warum reden alle nur über Trumps Irrsinn, und keiner über die religiös kaschierten Machtverbrecher, die seine Watschen diesmal abgekriegt haben? Ich würde sagen: So dämlich und unterirdisch Trump auch sein mag - da hat's wenigstens mal den Richtigen getroffen!

Ist Donalds Bödheit wirklich Grund genug, keine Allianz zu bilden, um die Mullahs endlich loszuwerden? Überraschung: Sie werden nicht damit aufhören, den Welthandel in Geiselhaft zu nehmen, wenn man sie einmal damit durchkommen lässt! Das ist nichts anderes als staatliche Piraterie!

Okay, ja, niemand hat altruistische Ziele da unten - es geht ums Öl, um Gewinne, um stabile Energieversorgung, Gerechtigkeit oder das Leiden eines fremden Volkes, das sich seine Unterdrücker und Schlächter einst sogar selbst eingeladen hat, schert niemanden wirklich. Aber das zumindest sollte ausreichen, um damit auch mal was Gutes zu tun! Auf die Gier der Menschen kann man sich wenigstens verlassen.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #94 am: April 23, 2026, 10:03:46 »
Hi Erich,
Wie du sicher schon bemerkt hast, bin ich kein Freund von Trump und meine Aversion geht sogar so weit, dass ich dem menschenverachtenden Mullah Regime die Daumen drücke, dass sie diesem Soziopathen die Grenzen zeigen und das im Namen aller, die von ihm diffamiert, bedroht und sanktioniert werden.
Beislgrüße
 :o ;D

Was erlauben sich Papst?

Wie man Trump kennt, bekommt auch Papst Leo XIV volle Breitseite vom Pausenhof-Bully mit Fönfrisur.

Er sei einfach schrecklich und habe keine Ahnung von Außenpolitik. Wie auch? - wird der Papst doch nur von ein paar alten Männern gewählt, hingegen Big Donald nicht nur von Millionen uneducated Hillbillies, sondern auch von god himself.

Wie sein Vorgänger Bush, der jahrelang rumgeirrt ist und auf den göttlichen Fingerzeig, die sogenannte Eingebung, gewartet hatte, kann auch nun Mister President auf diese Nahgotterfahrung verweisen und im aufrechten Glauben sagen ...
"God himself told me this morning while breakfast, it's time to nuke these bastards".

Was soll man dazu sagen? Das sind Worte, die selbst einen Caligula hätten verstummen lassen, von einem Vatikan-Männchen ganz abgesehen.

Nein, das ist der starke leader, den Welt gebraucht hat  .... "Who the fuck is this pope?"

●●●●

Was habt ihr erwartet?

-Vizepräsident Vance sagte er habe Teheran ein „letztes und bestes Angebot“ gemacht. Das klingt wie Autokauf bei Hassan:-- "was ist deine beste Preis?"

Ein Land, welches mitten in Verhandlungen anfängt den Gegner zu bombardieren, kann kaum auf Vertrauen und Entgegenkommen spekulieren.

Der Iran und USA haben ihre Grundsatzpositionen auf den Tisch gelegt und festgestellt, dass sich keine Einigung erzielen lässt. Die Friedensbotschaft ist nutzlos verraucht.

Die Straße von Hormus wird geschlossen bleiben, die Preise für Rohöl werden weiter steigen und das angeschlagene Amerika muss entscheiden, ob es seine Kriegshandlungen fortsetzt oder sich militärisch aus der Golfregion zurückzieht, was einer Niederlage gleich käme.

Das Mullah Regime indes zeigt sich weiter unbeeindruckt von Amerikas Drohgebärden und hat bewiesen, dass die Gesellschaft enger zusammenrückt, wenn Gefahr von außen droht.

Trumps Waterloo nimmt Formen an und ob er diese Zerreißprobe innenpolitisch überstehen wird, ist fraglich.
.
https://www.deutschlandfunk.de/delegationen-aus-teheran-und-den-usa-reisen-nach-gescheiterten-verhandlungen-ab-104.html
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #95 am: April 23, 2026, 11:14:27 »
Hi Hans!

Keiner kann Rüpel Trump so sehr hassen und verachten wie ich, das beweisen an die 2 Dutzend Schmähgedichte und ein weiteres Dutzend Schmähreden auf den unterirdischen orangenen Bastard, die ich hier schon publiziert habe.

Von einer zusammenrückenden Gesellschaft kann kaum die Rede sein im Iran. Wen man da immer lautstark Fahnen schwenken und Hasstiraden auf den Westen skandieren sieht, das sind die Angehörigen der Revolutionsgarden - indoktrinierte, gebrochene Burkaweibchen und glaubenswütig erzogene Söhne. Das unterdrückte und jüngst wieder abgeschlachtete Volk hat dort keine Stimme - oder man befiehlt ihm, welche es zu haben hat.

Nein, so peinlich und unberechenbar diese cholerische Bildungslücke als Ami-Präsident auch sein mag - die Mullahs regieren hundert mal schlimmer! Wenn ihr eigenes Volk nicht stark genug ist, sich ihrer zu entledigen, dann gehören sie wegerobert, genau wie es die Amis mit Hitler gemacht haben! Damals wusste man wenigstens noch, was das moralisch Richtige ist, und handelte danach.
Und nein, ich vergesse sicherlich nicht all die unschuldigen Opfer solcher Konflikte - aber die gehen auf die Rechnung der Gewaltherrscher, nicht auf die jener, die diese Monster abschaffen müssen, damit die Welt wieder ein besserer Ort werden kann.

Religion und menschliche Hybris, ob bei Trump oder den Mullahs - immer eine unsägliche Mischung!

LG, eKy

Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #96 am: Mai 26, 2026, 13:27:01 »
Der unzurechenbare Trump schadet dem Westen
und der Hegemon liegt in seinen letzten Zügen.
Wie wahr.
Beislgrüße

Der Ukrainekanzler

Wieder einmal wird er ausgebuht, dabei hatte er seine markige Rede so oft vor dem Spiegel geübt. Selbst am Kirchentag schlägt ihm  laut der verbale Unmut entgegen, weil er Lohn und Rentenkürzungen nicht mehr als alternativlos verkaufen kann, wenn er zeitgleich Milliarden Steuergelder in das korrupte Fass ohne Boden der Ukraine schaufelt.

Bei Merz haben die Wähler längst ihre Identität verloren, sind Verwaltungsnummern geworden, Humankapital in Fritzens Powerpoint Logik, die  Entlassungen als Transformation, Sozialabbau als Modernisierung bezeichnet und Burnout mit Resilienz verwechselt.
Es interessiert "Kanzler Gnadenlos" nicht, wenn Tomaten und Eier fliegen, Hauptsache er kann sich mit der Kiew-Junta fotogen in Szene setzen. Merzens Scheckbuchpolitk gehorcht den Rüstungsaktionären und BlackRock Managern, dafür darf er durch die Gegend fliegen und den dicken Maxe spielen und er wird es weiter tun, weil ganz Berlin an diesem dekadenten  Tropf hängt und irgendwas von Wertegemeinschaft faselt.

"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #97 am: Mai 27, 2026, 09:08:50 »
Hi Hans!

Und wieder eine eklatante Polarisierung in Richtung 'böse korrupte Ukraine'! Bist du ein Putinfan?

Meines Wissens hat DER nämlich diesen Krieg begonnen, und ER ist es auch, der sich in heilloser Korruption Milliardenbetrage auf ausländische Konten geschafft hat - man hält ihn mittlerweile für den Reichsten der Oligarchen.

Warem schimpfst du wie ein Rohrspatz, wenn Deutschland ein Land unterstützt, das ohne Vorwarnug angegriffen wurde und sich nur gegen eine verkappte Diktatur zur Wehr setzt, so gut es kann - und ohne das Geld aus dem Westen könnte es das nicht einmal. Was ist daran bitteschön so wutwürdig 'korrupt'!?

Und Merz mag ein unfähiger Stoffel sein - aber wenn er diesbezüglich Konsequenz und Farbe bekennt, indem er einen eindeutigen Verbündeten wider Putins neue Großmachtpläne unterstützt und ihn nicht feige wie eine zu heiße Kartoffel hinterrücks fallen lässt, sobald es wirtschaftlich eng wird, was exakt ist daran so verwerflich? Was wäre passiert, wenn die Amis kurz vor dem Rhein einfach ungekehrt wären mit dem Satz: 'So, ab jetzt wird es uns zu teuer, diesen Krieg zu finanzieren. Mach dann mal ohne uns und unser Geld weiter, tschüs ...'

Siehst du wieder mal nur einen kleinen Teil eines großen Bildes und beißt dich in sattsam bekannter Wutbürgermanier daran fest, indem du eifrig und unreflektiert AfD-Argumente skandierst, die Putin den Weg nach Zentraleuropa ebnen sollen - weil diese marodierenden Neofaschisten im mühsam zugeknöpften Politikergewand jederzeit den 'starken Mann' anbeten, selbst wenn er aus Russland kommt? Oder weil Putin sie längst heimlich besticht und finanziert?

So - jetzt hab ich auch mal haltlos und ohne Hinterfragen gängige 'böse' Thesen verbreitet, einfach mal so, lautstark und ach so uberzeugt! Wie fühlt sich das an? Wer von uns hat mehr recht - oder mehr Recht, sich so einseitig abfällig zu äußern?

Ich denke, ich, denn im Gegensatz zu dir versuche ich immer, die Demokratie zu unterstützen und zusammenzuhalten, die uns so viele Freiheiten ermöglicht, deren Selbstverständlichkeit wir zu würdigen verlernt haben, und deren Fehlen wir erst spüren würden, wenn sie uns abhanden gekommen wäre, eine Demokratie, die ich trotz der überall vermuteten Korruption erhalten will, anstattt das Kind mit dem Bade auszuschütten - denn im Gegensatz zu dir ist mir klar, um wieviel schlimmer die Alternative (siehe Russland, China oder zB Nordkorea, das seit viel längerer Zeit auf diesem Weg ist) sein würde.

Du hingegen polemisierst auf destruktive Weise und unterstützt damit die negativen, totalitären Kräfte, welche die Demokratie um jeden Preis diskreditiert und demontiert sehen wollen. So dumm, das nicht zu bemerken, kannst du doch nicht sein, oder? Die Alternative wäre - und das habe ich dir schon mindestens zweimal erklärt - dass du selbst ein wissender Teil dieser faschistoiden Agenda bist und deshalb alles dafür tust, um unser liberales System schlecht zu reden und aktiv zu untergraben. Was soll ich nun von dir halten?
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #98 am: Mai 27, 2026, 11:07:16 »
Hast du diesen unsinnigen Kommentar aus dem Standard, Erich?
Hier ein Brief am V Klitschko.
Beislgrüße
Zitat
   Ich habe das ausführliche Statement (ca. 7 Min.) des Bürgermeisters Klitschko in den 21:45-Uhr-Nachrichten des ZDF vom 31.03.2022 angeschaut und sehr genau hingehört. Zwischen den stereotypen Wiederholungsschleifen in Sachen „Wir brauchen noch das und das und das und noch mehr Waffen“ stach eine besonders befremdende Bemerkung hervor: „Wir Ukrainer sind friedlich und haben keinen Krieg begonnen.“

Wie bitte, Herr Bürgermeister? Sie und Ihre Kiewer Regierung sind friedlich und haben keinen Krieg begonnen? Wer hat denn bloß die demokratisch gewählte Regierung am 21. Februar 2014 mit Waffengewalt gestürzt? Wer hat damit die in der ukrainischen Verfassung vorgesehene erforderliche Stimmenmehrheit zur Änderung der Verfassungs- und Regierungsverhältnisse außer Kraft gesetzt? Welche bewaffneten Kräfte standen mit schussbereiten MG’s im Parlament und flankierten den Verfassungsbruch? Waren darunter nicht landesweit bekannte Neofaschisten, die Sie anschließend auszeichneten?

Gut, das alles ist noch kein Krieg – aber so beginnen Kriege.

Wer von Ihren „friedlichen Ukrainern“ hat anschließend den ethnischen Russen im Donbas, die sich dem Putsch nicht anschließen wollten, die Renten, die Sozialleistungen und den Strom gesperrt? Wer hat den Menschen dort ihre russische Sprache und Kulturvereine verbieten wollen?

Gut, auch dies ist noch kein Krieg – aber so beginnen Kriege.

Wer hat schließlich den Donbas mit Artillerie und aus der Luft beschossen und eine verwüstete Region und im Laufe von 8 (ACHT!!!) Kriegsjahren weit über 14.000 Tote hinterlassen? Wer hat 2 Millionen Ostukrainer zur Flucht nach Russland gezwungen, wo sie nach ununterbrochenen Kriegstagen, ununterbrochenen Kriegswochen, ununterbrochenen Kriegsmonaten und letztlich nach schier endlosen Kriegsjahren sichere Zuflucht, Arbeit, Sozial- und Rentenunterstützung fanden?

Doch, ganz sicher, Herr Bürgermeister, Sie als Meister im Verschwindenlassen von acht hässlichen Kriegsjahren: Sie haben einen Krieg begonnen!

Sie haben keinen Krieg außerhalb des ukrainischen Territoriums begonnen – ja, das stimmt: Nicht gegen Russland haben Sie Krieg geführt. Ihr unrühmliches Regime hat Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Donbas geführt: hart, unerbittlich, blutig – Tausende von Verletzten und Schwerverletzten. Sie haben eine Todesmaschine mit dem Ergebnis von weit über 14.000 Toten in Gang gesetzt. Es klingt wie Hohn auf die Opfer, wie Hohn für die zigtausend Hinterbliebenen, wenn ausgerechnet Sie scheinheilig und wider besseres Wissen sagen: „Wir Ukrainer sind friedlich und haben keinen Krieg begonnen.“

Als Sportler waren Sie mir einigermaßen sympathisch. Als Politiker sind Sie eine armselige Marionette der US-Instrukteure. 
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #99 am: Mai 27, 2026, 11:12:49 »

Die Ukraine in der EU?

Wie kann ein Land welches die eigene Bevölkerung bombardiert hat, deren Sprache, Kultur und Religion verboten hat, Mitglied in der EU werden?

Wie kann ein Land, welches faschistische Gruppierungen wie Asow unterhält, Söldner Batallione bezahlt, die vor Hakenkreuzfahnen posieren, deren Wohlstandskinder nicht in der Armee sind, sondern in Monaco Party feiern, deren korrupte Oligarchen die erbettelte Kriegskasse bestehlen und dessen Regierungsjunta sich nur über das Kriegsrecht an der Macht hält - ernsthaft als EU Kandidat gehandelt werden?

Was Kanzler Merz hier vorhat, grenzt an Amtsmissbrauch und Landesverrat. Kann denn niemand diesem  Mensch Einhalt gebieten?
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #100 am: Mai 27, 2026, 17:08:59 »
Kommentar aus den NACHDENKSEITEN
Die Ukraine hat die sterblichen Überreste des Nazi-Kollaborateurs Andrij Melnyk vergangene Woche in Luxemburg exhumiert und anschließend in die Ukraine überführt, wie Medien berichten. Melnyk wurde am Sonntag bei Kiew erneut beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen auch Präsident Selenskyj sowie weitere hohe ukrainische Vertreter teil.

Der Vorgang ist ein Skandal bzw. er wirft erneut ein Licht auf einen längst bekannten, aber weitgehend totgeschwiegenen Skandal: dass Teile der von Deutschland massiv unterstützten Regierung in Kiew ganz offen einen rechtsradikalen Kult pflegen. Sevim Dagdelen hat dazu gerade auf Facebook geschrieben:

„Während Bundeskanzler Merz Milliarden deutscher Steuergelder in die korrupte Ukraine transferiert und Kiew militärischen Beistand der EU in Aussicht stellt, holt das Selenskyj-Regime die sterblichen Überreste des Nazi-Kollaborateurs Andrij Melnyk samt Ehefrau heim. (…) ‚Nach Jahrzehnten in der Fremde kehrten sie nun auf ihren heimatlichen Boden zurück. Und heute werden sie empfangen von der ukrainischen Flagge und der Nationalhymne, vom ukrainischen Militär, von ukrainischen Kindern und vom gesamten ukrainischen Volk’, jubiliert das ukrainische Präsidialamt über den SS-Helfer.“ usw usw
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Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #101 am: Mai 28, 2026, 10:13:02 »
Hi Hans!

Bedauerlicherweise haben kriegerische Konflikte die Tendenz, das gesinnungsmäßig allerletzte Gesocks verstärkt nach oben zu spülen (Ostdeutschland und Österreich schaffen das auch so, ganz ohne Krieg). Wahrscheinlich muss Selenski jetzt gewisse Zugeständnisse machen, damit er die 'Gunst' der kämpfenden Rechten im eigenen Land nicht verliert, denn er braucht, was er kriegen kann, um gegen Russlands Angriffskrieg weiter bestehen zu können.
Egal, welche Idioten sich dort gerade 'hochdienen' - Fakt bleibt, dass Putin diesen Krieg begonnen hat, aus rein machtpolitischen und egoistisch angstgesteuerten Erwägungen, der alte Blöckedenker und Sovietspion. Dass sein eigenes Regime längst der Nazidiktatur eher gleicht als seiner beschworenen alten UdSSR, mag ihm klar sein oder nicht - für mich bleibt es Tatsache, dass er hier der Böse ist.

DEIN Problem ist, dass du alles tust, um die Schuld einzig und allein bei der Ukraine zu verorten, weil die für dich die einizg Bösen zu sein scheinen, warum auch immer.

Die Wahrheit ist, dass es Böse ÜBERALL gibt, und brutale Zeiten wie diese sie hochspülen und ermächtigen, hüben wie drüben. Und die Opfer leiden immer auf BEIDEN Seiten.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #102 am: Mai 28, 2026, 15:54:23 »
Hi Erich,
Das sehe ich anders. Putin traue ich zwar nicht
aber aus seiner Position hat er folgerichtig gehandelt.
Im Interview mit Tucker Carlson sagte er sinngemäß...
"Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind viele
Russen über Nacht im Ausland aufgewacht".

Die Ukraine ist seit 91 ein künstlicher Reißbrettstaat
und die im Osten wohnen Russen und keine Ukrainer.
Russland hat, wie es im russ. Gesetz auch steht, seine
Landsleute befreit.

Selensky ist ein Verbrecher und hält sich nur durch Kriegsrecht
an der Macht.
Egal wie lange der Krieg noch dauert, Russland wird ihn nicht verlieren.
Aber jedem seine Meinung.
LG Hans

By the way
Krieg kennt keine Gewinner. Wenn die Waffen
endlich schweigen, bleibt kein Jubel, sondern
 nur eine ohrenbetäubende Stille. Krieg ist kein
 Fußballspiel, bei dem man nach neunzig Minuten
die Seiten wechselt, den Staub abklopft und sich
die Hände reicht. Es gibt keine Revanche, keine
Pokale und keine feiernden Tribünen.Auf diesem
Spielfeld der Zerstörung verliert jede Seite. Was am
Ende bleibt, sind keine Punkte, sondern Kreuze.
Es bleiben Körper, die für immer gezeichnet sind
und Seelen, die nie wieder ganz werden. Jede Kugel,
 die trifft, reißt ein Loch in eine Familie, in eine Zukunft, in
 die Menschlichkeit selbst.Wer den Krieg wie ein Spiel
betrachtet, hat den Wert des Lebens nie verstanden.
Denn am Ende stehen sich keine Gegner gegenüber,
sondern Menschen, die weinen – um alles, was
unwiderruflich verloren ist.
« Letzte Änderung: Mai 28, 2026, 18:29:50 von hans beislschmidt »
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #103 am: Mai 28, 2026, 20:00:31 »
Die U-Nazis

Die Doppelmoral und Verlogenheit in der
deutschen Außenpolitik sind unerträglich!

Die Bundesregierung betont unermüdlich,
 dass die deutsche Unterstützung für die
#Ukraine auf der Verteidigung gemeinsamer
 europäischer Werte und unserer historischen
Verantwortung basiert.

Doch gerade erst hat der ukrainische Präsident
Wolodymyr #Selenskyj den Nazi-Kollaborateur
Andrij Melnyk offiziell als Nationalhelden geehrt.
Er war nachweislich an ethnischen Säuberungen
und Massakern an der polnischen Zivilbevölkerung
(z.B. in Wolhynien) beteiligt.

Wir fragen uns: Wie lassen sich die deutsche
 historische Verantwortung und die unumstößliche
 Ablehnung des Nationalsozialismus mit der
 bedingungslosen, milliardenschweren Unterstützung
einer Regierung vereinbaren, die NS-Kollaborateure
 staatlich ehrt?

Wann endlich konfrontieren #Merz und Co.
die Selenskyj-Regierung mit ihrer
Korruption, der Nord Stream-Sprengung
oder der Ehrung eines Nazi-Kollaborateurs?

BSW
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #104 am: Heute um 09:34:49 »
Jeffrey Sachs an Merz
Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz: Verhindern Sie offenen Krieg mit Russland!
 
Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, mit Russlands Präsident Putin unverzüglich Gespräche über Frieden in Europa zu beginnen. Der Brief im Wortlaut.
26. Mai 2026
 
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, habe ich an Deutschland appelliert, die Diplomatie gegenüber Russland zu suchen, anstatt den Krieg zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg. In dieser Situation tragen Sie, Herr Bundeskanzler, eine einzigartige Verantwortung. Kein anderer europäischer Staats- und Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – verfügt über das Gewicht Deutschlands oder hat die Macht, die Sie persönlich besitzen, diese Katastrophe zu verhindern. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?
Sie selbst forderten im Januar 2026 gemeinsam mit Premierminister Meloni und Präsident Macron die Wiederaufnahme der Beziehungen Europas zu Russland und bezeichneten Russland als „ein europäisches Land“. Dennoch haben Sie die Diplomatie nicht verfolgt. Angesichts der Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht, ist dies ein beispielloser Verzicht auf Ihre Führungsrolle. Haben Sie in Ihrer Zeit als Bundeskanzler auch nur einen einzigen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister jemals einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, so wie jene, die den Kalten Krieg beendeten? Soweit die öffentlichen Aufzeichnungen belegen, lautet die Antwort: Nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht etwa, weil die Dringlichkeit nicht erkannt worden wäre.
Die vergangenen Tage haben eine gefährliche Eskalation mit sich gebracht, die alle Europäer aufrütteln sollte. Beide Hauptstädte stehen nun unter anhaltendem Beschuss: Ukrainische Langstreckendrohnen haben tief in Moskau eingeschlagen, darunter auch zivile Ziele. Russische Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew haben sich massiv verstärkt. Ukrainische Drohnen sind in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und haben damit die unmittelbare Gefahr eines Zwischenfalls geweckt, der Europa direkt in den Krieg hineinziehen könnte. Ein entsetzlicher ukrainischer Angriff auf eine Jungenschule in Luhansk hat die letzten Reste der Zurückhaltung weiter untergraben. Am 25. Mai informierte Außenminister Sergej Lawrow auf Anweisung von Präsident Putin den US-Außenminister offiziell darüber, dass die russischen Streitkräfte nun „systematische und anhaltende Angriffe“ auf Einrichtungen und Entscheidungszentren in Kiew durchführen. Das russische Außenministerium riet den Vereinigten Staaten und anderen Ländern, „die Evakuierung ihres diplomatischen Personals und ihrer Staatsbürger aus der ukrainischen Hauptstadt sicherzustellen“. Diese Nachricht ist der Auftakt zu einer massiven Eskalation. Diplomatie ist dringender denn je.
Der Weg zur Verteidigung der Ukraine ist nicht die Fortsetzung des Gemetzels, sondern ein Frieden zu Bedingungen, die für alle Parteien akzeptabel sind. Stattdessen droht uns eine Eskalation mit noch mehr Toten, noch mehr Zerstörung und der realen Gefahr eines Krieges, der sich über die Ukraine hinaus ausweitet. Indem Sie immer mehr Waffen, immer größere Kriegskapazitäten und immer lautere Demonstrationen von „Entschlossenheit“ fordern und signalisieren, dass Deutschland sich auf einen Krieg vorbereitet, anstatt an dessen Beendigung zu arbeiten, haben Sie Berlin zum Beschleuniger statt zur Bremse eines europaweiten Krieges gemacht.
 
Deutschlands Verantwortung: Sechs Punkte
Deutschland trägt eine erhebliche Verantwortung für die gegenwärtige Situation. Bevor die deutsche Politik auf Frieden ausgerichtet werden kann, muss Deutschlands Vergangenheit ehrlich aufgearbeitet werden. Im Folgenden führe ich sechs schwerwiegende Versäumnisse der deutschen Außenpolitik gegenüber Russland seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 auf.
Erstens – der 2+4-Vertrag und die Osterweiterung der NATO
Am 12. September 1990 unterzeichnete Deutschland in Moskau den Vertrag über die endgültige Regelung der Angelegenheiten Deutschlands – den „2+4-Vertrag“ –, der die deutsche Wiedervereinigung vollendete. Dieser Vertrag kam zustande, weil Michail Gorbatschow von Hans-Dietrich Genscher, Helmut Kohl, James Baker und anderen westlichen Staats- und Regierungschefs die feierliche Zusicherung erhielt, dass die NATO nicht nach Osten expandieren würde. Die freigegebenen Akten – darunter die nun öffentlich zugänglichen Memoranden des National Security Archive der George Washington University – sind eindeutig: Diese Zusicherungen wurden gegeben und sollten sich, wie damals klar formuliert, über das Gebiet der ehemaligen DDR hinaus auf Osteuropa erstrecken. Sie wurden 1990 und 1991 bekräftigt. Der 2+4-Vertrag beschränkt die Stationierung von NATO-Truppen in der ehemaligen DDR und erinnert an die Grundsätze der Schlussakte von Helsinki, die betont, dass die Sicherheit keiner Nation auf Kosten der Sicherheit einer anderen gehen darf. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass die Sowjetunion westliche Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR ablehnte, aber NATO-Armeen in Warschau, Vilnius oder Kiew gleichgültig gegenüberstand? Natürlich nicht. Die NATO-Erweiterung wurde ausführlich erörtert, und Deutschland gab der sowjetischen Führung ausdrückliche Zusicherungen, die Erweiterung nach Osten zu verweigern – und brach diese später. Deutschland profitierte am meisten von diesen Zusicherungen, die die Gegenleistung für die deutsche Wiedervereinigung darstellten. Doch bereits 1993 begannen deutsche Politiker, diese Zusicherungen zu brechen.
Zweitens – Bundeskanzlerin Merkels eigene Aussage
In ihren Memoiren schreibt Angela Merkel mit bemerkenswerter Offenheit, dass sie zum Zeitpunkt des Bukarester Gipfels 2008 verstand, dass die Einladung der Ukraine und Georgiens in die NATO einer Kriegserklärung an Russland gleichkäme. Sie kannte Russlands rote Linie. Und dennoch gab sie dem amerikanischen Druck nach und akzeptierte die Kompromisserklärung, wonach die Ukraine und Georgien irgendwann NATO-Mitglieder „werden können“. Dieser eine Satz setzte die Katastrophen von 2014 und 2022 in Gang. Merkels spätere Offenheit ist ein Geschenk an ihre Nachfolger: Sie hat Ihnen klar und deutlich gesagt, was damals klar war. Deutschland sollte jetzt nicht so tun, als ob nicht.
Drittens – der Verrat am Abkommen vom 21. Februar 2014
Am 21. Februar 2014 vermittelte der damalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Kiew gemeinsam mit seinen polnischen und französischen Amtskollegen ein Abkommen zwischen Präsident Janukowitsch und der Opposition. Das Abkommen sah die Wiedereinführung der Verfassung von 2004, die Bildung einer nationalen Einheitsregierung und vorgezogene Präsidentschaftswahlen vor. Präsident Putin wurde konsultiert; das Abkommen wurde bestätigt. Es war ein bedeutender diplomatischer Erfolg in einer Situation heftiger Spannungen und offener Gewalt. Doch innerhalb von 24 Stunden wurde Janukowitsch durch einen gewaltsamen Putsch gestürzt. Deutschland bestand nicht auf dem Abkommen, das es gerade noch garantiert hatte. Stattdessen unterstützte Deutschland, dem Beispiel der USA folgend die neue Regierung, als ob es nie ein Abkommen gegeben hätte. Diese Entscheidung bestärkte Moskau in der Annahme, dass westlichen Unterschriften nicht zu trauen sei.
Viertens – Minsk II
Im Februar 2015 verhandelte Bundeskanzlerin Merkel persönlich das Minsker Abkommen II im Normandie-Format und sicherte in der am 12. Februar 2015 in Minsk verabschiedeten Unterstützungserklärung Deutschlands politische Unterstützung zu. Sieben Jahre lang wurde die zentrale politische Bestimmung – die Autonomie der Donbass-Regionen innerhalb einer souveränen Ukraine – von Kiew nicht umgesetzt. Deutschland übte keinen Druck auf Kiew aus, die von ihm selbst geforderte Autonomiebestimmung umzusetzen. Merkel räumte später ein, dass das Abkommen als Druckmittel genutzt worden war, um der Ukraine die Wiederbewaffnung zu ermöglichen. Präsident Hollande äußerte sich ähnlich. Die Garantie war also in Wirklichkeit keine Garantie. Sie war eine Strategie – wiederum auf Geheiß Washingtons. Wieder einmal lautete die Botschaft an Moskau: Westlichen Unterschriften kann man nicht trauen.
Fünftens – Nord Stream
Am 7. Februar 2022 verkündete Präsident Biden im East Room des Weißen Hauses – in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz: „Wenn Russland (in der Ukraine) einmarschiert, wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.“ Auf die Frage nach dem Wie antwortete er: „Ich verspreche Ihnen, wir werden dazu in der Lage sein.“ Sieben Monate später wurden die Pipelines durch einen Sabotageakt in der Ostsee zerstört. Die vorliegenden Beweise – investigative Recherchen in den USA und Deutschland, die Ermittlungen der deutschen Bundesanwaltschaft und öffentliche Aussagen ehemaliger Beamter – deuten überwältigend auf eine gemeinsame ukrainisch-amerikanische Operation hin. Die deutsche Bundesregierung wusste dies schon lange. Und dennoch hat Deutschland zugelassen, dass die öffentliche Schuld entgegen den eindeutigen Beweisen Russland zugeschoben wird, während ein Akt industrieller Sabotage gegen die deutsche Wirtschaft ungestraft und unbeantwortet blieb.
Sechstens – das Istanbul-Abkommen vom April 2022, das zum Greifen nah war
Nur wenige Wochen nach Russlands Invasion im Februar 2022 trafen sich russische und ukrainische Unterhändler in Istanbul, um die Bedingungen eines Friedensabkommens auszuhandeln: Neutralität der Ukraine außerhalb der NATO, multilaterale Sicherheitsgarantien, vereinbarte Truppenbegrenzungen und die schrittweise politische Lösung der Donbass- und Krim-Frage. Das Abkommen stand kurz vor der Unterzeichnung. Der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett, einer der Vermittler, bestätigte öffentlich, dass die Einigung kurz bevorstand und dass der Westen – insbesondere die Vereinigten Staaten und Großbritannien – versucht hatte, sie zu verhindern. Die Mission von Premierminister Boris Johnson nach Kiew im April 2022, um die Ukraine anzuweisen, das Abkommen nicht zu unterzeichnen, ist aktenkundig. Hunderttausende ukrainische und russische Menschenleben sowie die gesamte europäische Ordnung haben den Preis für diese US-amerikanisch-britische Intervention bezahlt. Deutschland hat dazu geschwiegen – obwohl Deutschland wie kein anderes europäisches Land die wirtschaftlichen Folgen zu tragen hatte.
Deutschlands wirtschaftliche Selbstzerstörung
Ihre oberste Priorität muss der Frieden sein. Die aktuellen Nachrichten aus Moskau verdeutlichen die Dringlichkeit der Lage. Doch parallel zur ersten Katastrophe bahnt sich eine zweite an: die vorsätzliche Zerstörung der deutschen Wirtschaft, wobei Berlin sowohl Urheber als auch Opfer ist.
Deutschlands Industrie basierte auf dem Handel mit Russland. Die Zerstörung von Nord Stream und der darauffolgende Abbruch der deutsch-russischen Handelsbeziehungen haben dazu geführt, dass Deutschland Erdgas aus den USA zu Preisen kauft, die um ein Vielfaches höher sind als die Preise des russischen Pipelinegases, welches es ersetzt. Dies ist industrieller Selbstmord. Deutschlands Chemieindustrie, Stahlindustrie, Glasindustrie, energieintensive Hersteller – das Fundament des Mittelstands – verlieren Tag für Tag an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Qualifizierte Arbeitsplätze verschwinden aus der deutschen Wirtschaft. Und der deutsche Steuerzahler und der deutsche Verbraucher transferieren nationales Vermögen in einem in der Nachkriegszeit Europas beispiellosen Ausmaß von Deutschland zu amerikanischen Gasproduzenten.
Darüber hinaus plant die Bundesregierung nun einen massiven Rüstungsausbau – Hunderte von Milliarden Euro im kommenden Jahrzehnt –, um sich für einen Krieg zu rüsten, der durch Diplomatie leicht hätte verhindert werden können. Dies ist eine eklatante Fehlallokation nationaler Ressourcen. Die zentrale Herausforderung für Deutschland in diesem Jahrzehnt ist die Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter. Jeder Euro, der für Panzer, Raketen und Artilleriegranaten ausgegeben wird, fehlt Deutschlands KI-Kapazitäten, seine Chipentwicklung und -fertigung, seine Energieinfrastruktur und die Hochgeschwindigkeits-Digitalnetze, die es benötigt, um eine führende Wirtschaftsmacht zu bleiben.
Die bittere Realität, Herr Bundeskanzler, ist: Mit diesen Waffen lässt sich jene Sicherheit nicht erkaufen, die durch Diplomatie zu einem Bruchteil der Kosten erreicht werden könnte. Und ohne die Investitionen in Digitalisierung und Energie, die durch diese Aufrüstung verdrängt werden, ist kein Wohlstand zu erzielen.
Mein Appell: Herr Bundeskanzler, mehr als jeder andere europäische Staats- und Regierungschef sind Sie gefragt, wenn es darum geht, ob Europa in einen allgemeinen Krieg abgleitet oder zu Verhandlungen und wirtschaftlicher Vernunft zurückkehrt. Es ist höchste Zeit zu handeln. Die aktuelle offizielle Botschaft Moskaus an Washington belegt dies eindeutig. Bitte nehmen Sie den Dialog mit Präsident Putin auf. Bitte entsenden Sie Ihren Außenminister nach Moskau oder laden Sie den russischen Außenminister nach Berlin ein. Bitte öffnen Sie die OSZE-Kanäle wieder, die Deutschland verkümmern ließ. Bitte fordern Sie Kiew auf, die Angriffe auf zivile Ziele einzustellen.
Vor allem aber: Sagen Sie der deutschen Öffentlichkeit die Wahrheit. Ein auf der Neutralität der Ukraine basierender Verhandlungsfrieden ist der realistische Weg aus der Katastrophe, und die Wiederherstellung normaler Wirtschaftsbeziehungen mit Russland ist der realistische Weg aus dem industriellen Niedergang Deutschlands.
Die Bedingungen eines akzeptablen Abkommens, das Deutschland vorschlagen könnte, sind klar: Die Kämpfe werden an einer Waffenstillstandslinie eingestellt. Alle Seiten verzichten auf jegliche zukünftige Gewaltanwendung in Grenzfragen. Die Ukraine stellt ihre Neutralität wieder her, die NATO verzichtet dauerhaft auf eine weitere Osterweiterung. Europa und Russland nehmen ihre Wirtschaftsbeziehungen wieder auf und beenden die Kriegstreiberei. Die OSZE wird wieder zum zentralen Forum für europäische Sicherheit, mit dem Grundsatz, dass europäische Sicherheit unteilbar ist und nicht auf militärischen Blöcken beruht, die Europa spalten. In einem solchen Szenario des Friedens kann Deutschland seine nationalen Ressourcen auf die Investitionen in Digitalisierung, KI, Halbleiter und Energie konzentrieren, die Deutschlands wirtschaftliche Zukunft erfordert.
Die Geschichte wird sich daran erinnern, was Sie in den kommenden Wochen tun und was Sie unterlassen. Dasselbe gilt für die deutsche Öffentlichkeit, die Völker Russlands, der Ukraine und ganz Europas. Es ist Zeit für Diplomatie, Herr Bundeskanzler. Sie haben die Wahl.
 
Hochachtungsvoll,
 
Jeffrey D. Sachs
Professor an der Columbia University
 
Quelle: »Berliner Zeitung« 27.05.2026
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)