Autor Thema: Sarkastische Kommentare  (Gelesen 64794 mal)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #135 am: August 14, 2026, 15:00:11 »
Rezension in einfacher Sprache

Frau von der Leyen ist die EU (europäische Union) Präsidentin. Sie sagt, dass Europa seinen Sozialstaat (Hilfe für die Armen im Land) abbauen müsse, um einen Kriegsstaat aufzubauen.
Sie sagt auch, dass die Antwort der Mächtigen darin besteht, sich auf einen dauerhaften Ausnahmezustand und sogar auf einen Kriegszustand einzustellen.

Aber bekannte Friedensforscher sagen, dass es ohne Frieden unmöglich sein wird die Klimakrise oder die wirtschaftliche Krise abzuwenden.
Auch der Widerstand bei jungen Menschen, die sich gegen eine Wehrpflicht aussprechen, ist deutlich geworden. Die Jungen wollen sich nicht an diesen Konflikten beteiligen.

Trotzdem ist Kriegsminister Pistorius der beliebteste Politiker in Deutschland.
Trotzdem wählen die meisten älteren Wähler die Kriegs-Parteien. Hat man denen ins Hirn geschissen?
●
Das Buch von Fabian Scheidler ist im Herder Verlag erschienen und wer lesen kann, kann es ruhig kaufen. Es kostet 22 Euro
.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154833&fbclid=IwdGRzaATo-KVjbGNrBOjx33Bkb2YFZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQMMzUwNjg1NTMxNzI4AAEe8ROvz1Fu65miCQtBFn3vCogxKLd5xGY3gGQ56Le_qRZ0SNT8xW96Q1QI6xI_aem_K6mBX1ny_TXVEFURMg1tXA
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #136 am: August 18, 2026, 14:27:53 »
Die westliche Siegesillusion
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Vielleicht sollten wir endlich aufhören, uns selbst etwas vorzumachen: Die größte Gefahr für die Ukraine könnte inzwischen nicht darin liegen, dass der Westen zu wenig Waffen liefert, sondern darin, dass er sich seit Jahren weigert, die Möglichkeit eines ukrainischen Nicht-Sieges überhaupt ernsthaft zu denken.

Seit Beginn des Krieges wird uns immer wieder die nächste Wende angekündigt. Erst sollten es die Sanktionen richten, dann die Panzer, dann die Artillerie, dann die Raketen und jetzt Drohnen und künstliche Intelligenz. Russland steht angeblich kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, die russische Armee blutet aus, Putin werde irgendwann keine andere Wahl haben, als sich zu ergeben oder zu Bedingungen des Westens zu verhandeln. Man muss sich diese Erzählung einmal nüchtern ansehen: Wir warten seit Jahren auf den großen Zusammenbruch Russlands – und erklären jedes neue Waffenpaket zum möglichen Durchbruch.

Vielleicht ist das keine Strategie mehr. Vielleicht ist es inzwischen eine Glaubensfrage.

Denn wenn man überzeugt ist, dass Russland kurz vor der Niederlage steht, wird jeder Ruf nach Verhandlungen plötzlich zum Problem. Warum mit dem Gegner reden, wenn er doch bald zusammenbrechen soll? Warum Kompromisse eingehen, wenn die nächste Waffe den Krieg entscheiden könnte? Also wird weitergeliefert, weitereskaliert und weitergewartet.

Nur: Was, wenn der große Zusammenbruch nicht kommt?

Genau diese Frage wird im Westen viel zu selten gestellt. Stattdessen wird die Wirklichkeit so lange zurechtgerückt, bis sie wieder zur eigenen Erzählung passt. Ein ukrainischer Angriff wird zum strategischen Erfolg, eine neue Technologie zur Wunderwaffe, ein russischer Rückschlag zum Zeichen des bevorstehenden Zusammenbruchs. Und wenn der Durchbruch wieder ausbleibt, braucht es eben noch mehr Waffen.

Denn während der Westen über den möglichen ukrainischen Sieg diskutiert, wird die Ukraine weiter zerstört.

Menschen sterben. Menschen verlassen das Land. Infrastruktur verschwindet. Die wirtschaftliche Basis schrumpft. Und mit jedem weiteren Kriegsjahr verändert sich die Ukraine. Das ist keine abstrakte Statistik. Das ist das Land, das wir angeblich verteidigen wollen.

Und jetzt kommt der eigentlich provokante Gedanke: Was wäre, wenn unsere Siegesillusion selbst dazu beiträgt, dass die Ukraine am Ende schlechter dasteht?

Denn wer einen Sieg erwartet, wartet. Wer wartet, verhandelt nicht. Wer nicht verhandelt, setzt auf den nächsten militärischen Durchbruch. Und wer diesen Durchbruch nicht bekommt, fordert die nächste Waffenlieferung.

So kann man einen Krieg sehr lange verlängern.

Natürlich hat Russland diesen Krieg begonnen. Daran gibt es nichts zu beschönigen. Aber die Feststellung, wer einen Krieg begonnen hat, beantwortet noch lange nicht die Frage, wie man ihn beendet. Und sie beantwortet schon gar nicht die Frage, ob jeder weitere Kriegstag automatisch im Interesse der Ukraine liegt.

Vielleicht ist genau das die westliche Siegesillusion: Nicht der Glaube, dass die Ukraine gewinnen kann. Sondern der Glaube, dass man nur lange genug auf diesen Sieg warten muss.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #137 am: August 26, 2026, 09:07:04 »
Die Fratze des Neo-Feudalismus

Die Fratze des Neo-Feudalismus: Freiheit für das Kapital, Festungshaft für den Bürger
Wir müssen aufhören, von einer „sozialen Marktwirtschaft“ zu stammeln. Das, was wir hier erleben, ist ein perverses Nullsummenspiel. Es passt hinten und vorne nicht mehr zusammen.

Auf der einen Seite thront ein entfesselter, globaler Neoliberalismus. Er ist wie ein metastasierender Tumor: Er kennt keine Grenzen, keine Moral, keine Heimat und erst recht keine Regeln. Er frisst alles, was ihm in den Weg kommt – von der Pflegekraft im Krankenhaus bis zur Gebärmutter einer Leihmutter. Für das große Geld ist die Welt flach, grenzenlos und völlig moralfrei. Ein einziger, gigantischer Spielplatz der Beliebigkeit.

Und auf der anderen Seite? Steht eine Bevölkerung, die unter einer Lawine von Regularien, Verboten und bürokratischem Kontrollwahn buchstäblich erstickt.

Wir erleben ein absurdes Paradoxon:
Der Staat hat die Kontrolle über die globalen Märkte komplett verloren – und kompensiert diese Ohnmacht, indem er seine eigenen Bürger im Inland umso brutaler schikaniert.

Weil der Staat die globalen Tech-Riesen nicht besteuern kann, jagt er eben den Handwerker wegen eines fehlenden Belegs. Weil er den globalen Menschenhandel im Gewand der Leihmutterschaft nicht stoppen kann (oder will), zwingt er die hiesige Mutter, für jede Kleinigkeit dreizehn Anträge in dreifacher Ausfertigung auszufüllen.

Die Kapitulation des Staates vor dem Geldbeutel
Das ist die totale Asymmetrie der Moderne:

Der normale Bürger lebt in einer lückenlos überwachten Festung. Jeder Schritt ist reglementiert, jede Abweichung wird sanktioniert. Uns wird vorgeschrieben, wie wir zu heizen, zu sprechen und zu leben haben. Wir werden erzogen, gegängelt und stranguliert.

Der globale Akteur lacht über diese Festungsmauern. Er fliegt einfach mit dem Helikopter drüber hinweg. Für ihn ist der Staat kein Gesetzgeber mehr, sondern nur noch ein lästiger Bittsteller oder – schlimmer noch – ein Dienstleister, der die Infrastruktur für seine Geschäfte bereitstellt.

Diese Schere ist sozialer Sprengstoff. Sie zerstört das grundlegende Versprechen der Demokratie: dass vor dem Gesetz alle gleich sind.

Wenn der eine wegen eines falsch ausgefüllten Formulars ruiniert wird, während der andere sich im Ausland legal ein Kind kauft und damit die Gesetze des eigenen Landes mit einem arroganten Lächeln aushebelt, dann ist das kein Rechtsstaat mehr. Dann ist das ein neofeudales Protektorat, in dem das Recht des Stärkeren – beziehungsweise des Reicheren – gilt.

Das bittere Fazit
Wir haben uns in eine Sackgasse manövriert. Wir strangulieren die Leistungsträger und die Schwachen im eigenen Land mit einem beispiellosen Regulierungswahn, während wir gleichzeitig vor der absoluten Gesetzlosigkeit des globalen Marktes kapitulieren.

Wir regulieren das Klein-Klein kaputt, weil wir zu feige sind, uns mit den großen Playern anzulegen.

Am Ende bleibt eine bittere Wahrheit: Eine Gesellschaft, die den Markt über die Menschenwürde stellt und gleichzeitig ihre Bürger wie unmündige Kinder behandelt, verliert beides – ihre Freiheit und ihre Seele. Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns diesen Irrsinn als „Fortschritt“ verkaufen zu lassen.
 Freiheit für das Kapital, Festungshaft für den Bürger
Wir müssen aufhören, von einer „sozialen Marktwirtschaft“ zu stammeln. Das, was wir hier erleben, ist ein perverses Nullsummenspiel. Es passt hinten und vorne nicht mehr zusammen.

Auf der einen Seite thront ein entfesselter, globaler Neoliberalismus. Er ist wie ein metastasierender Tumor: Er kennt keine Grenzen, keine Moral, keine Heimat und erst recht keine Regeln. Er frisst alles, was ihm in den Weg kommt – von der Pflegekraft im Krankenhaus bis zur Gebärmutter einer Leihmutter. Für das große Geld ist die Welt flach, grenzenlos und völlig moralfrei. Ein einziger, gigantischer Spielplatz der Beliebigkeit.

Und auf der anderen Seite? Steht eine Bevölkerung, die unter einer Lawine von Regularien, Verboten und bürokratischem Kontrollwahn buchstäblich erstickt.

Wir erleben ein absurdes Paradoxon:
Der Staat hat die Kontrolle über die globalen Märkte komplett verloren – und kompensiert diese Ohnmacht, indem er seine eigenen Bürger im Inland umso brutaler schikaniert.

Weil der Staat die globalen Tech-Riesen nicht besteuern kann, jagt er eben den Handwerker wegen eines fehlenden Belegs. Weil er den globalen Menschenhandel im Gewand der Leihmutterschaft nicht stoppen kann (oder will), zwingt er die hiesige Mutter, für jede Kleinigkeit dreizehn Anträge in dreifacher Ausfertigung auszufüllen.

Die Kapitulation des Staates vor dem Geldbeutel
Das ist die totale Asymmetrie der Moderne:

Der normale Bürger lebt in einer lückenlos überwachten Festung. Jeder Schritt ist reglementiert, jede Abweichung wird sanktioniert. Uns wird vorgeschrieben, wie wir zu heizen, zu sprechen und zu leben haben. Wir werden erzogen, gegängelt und stranguliert.

Der globale Akteur lacht über diese Festungsmauern. Er fliegt einfach mit dem Helikopter drüber hinweg. Für ihn ist der Staat kein Gesetzgeber mehr, sondern nur noch ein lästiger Bittsteller oder – schlimmer noch – ein Dienstleister, der die Infrastruktur für seine Geschäfte bereitstellt.

Diese Schere ist sozialer Sprengstoff. Sie zerstört das grundlegende Versprechen der Demokratie: dass vor dem Gesetz alle gleich sind.

Wenn der eine wegen eines falsch ausgefüllten Formulars ruiniert wird, während der andere sich im Ausland legal ein Kind kauft und damit die Gesetze des eigenen Landes mit einem arroganten Lächeln aushebelt, dann ist das kein Rechtsstaat mehr. Dann ist das ein neofeudales Protektorat, in dem das Recht des Stärkeren – beziehungsweise des Reicheren – gilt.

Das bittere Fazit
Wir haben uns in eine Sackgasse manövriert. Wir strangulieren die Leistungsträger und die Schwachen im eigenen Land mit einem beispiellosen Regulierungswahn, während wir gleichzeitig vor der absoluten Gesetzlosigkeit des globalen Marktes kapitulieren.

Wir regulieren das Klein-Klein kaputt, weil wir zu feige sind, uns mit den großen Playern anzulegen.

Am Ende bleibt eine bittere Wahrheit: Eine Gesellschaft, die den Markt über die Menschenwürde stellt und gleichzeitig ihre Bürger wie unmündige Kinder behandelt, verliert beides – ihre Freiheit und ihre Seele. Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns diesen Irrsinn als „Fortschritt“ verkaufen zu lassen.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #138 am: August 30, 2026, 08:36:03 »
Oder ist das Mord

Bei Sterbehilfe denken wir an unheilbar Kranke mit Schmerzen. Aber inzwischen geht es viel weiter. In den Niederlanden werden auch psychisch Kranke und Kinder schon auf Wunsch getötet. In Kanada bieten Ärzte sogar bei Hüftbruch Suizid an.
Alleingelassen von Kassen, die Pflegegrade und Hilfe verweigern.

#moralische_Grenzen
Suizid als Lösung fürs klamme Gesundheits-system.
Die Alten, die zur Belastung werden. Legales Töten auch ohne eigenen Wunsch.
Die Verschiebung von Werten in der Gesellschaft.

Kaum jemand aber denkt an Suizid vor dem Hintergrund der Gier von Familienangehörigen. Ich selbst war entsetzt über mancherlei Überlegungen der sogenannten Angehörigen. Wie schnell gerät so ein kranker, alter Mensch, vollgestopft mit Medikamenten in den Einfluß wohlmeinender Ratschläge.
Sobald es um Finanzierungslücken geht, ist kein Thema , kein menschliches Dasein sicher vor Einsparugen und Tod.

Mit Grinse Gesichtern lächeln Senioren in die Kamera und machen Werbung für selbstbestimmtes Sterben und Mitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. Als ginge es lediglich um den Spruch "der letzte macht das Licht aus". Alles ganz easy, fehlt nur noch das Belohnsystem wie bei den Treuepunkten bei Edeka.
Das Riesengeschäft mit dem humanen Tod hat zahlreiche Vereine und Portale entstehen lassen, wobei würdevoll und selbstbestimmt stets eine problemlose Form des Ablebens vorgaukeln. Ob assistiert, passiv oder "selbst ist der Mensch" - die Grauzone der Legalität verwischt sich mit Geschäftsgebaren und Anwendungsgebieten. Humania Hurra mit praktischen Planungs-Tips, damit nichts dem Zufall überlassen bleibt.

Was ist der #Hintergrund dieses Erfolgsmodells?

Neben Einsparungen im Gesundheitsbereich ist es vor allem eine philosophische Frage.
Wo früher das Feld Sterben von Kirche und Religion besetzt wurde, braucht der selbstbestimmte Atheist von heute die volle Kontrolle auch über den Tod hinaus, wobei es nicht mehr um die Frage geht -- was kommt danach, sondern wie geht das "hinüber", als wäre dies die ultimative Ratio des Phänomens des "Ablebens".

Will sagen: -- wenn es schon keinen Gott gibt, möchte "ICH" die Zügel bis zum Schluss in der Hand halten, mit dem Argument:-- "ich wurde ja auch nicht gefragt, wie ich auf die Welt gekommen bin, also muss ich diesen Fehler nicht noch mal machen".
Ist das verwerflich?

Für die Bestie Mensch scheint nichts unmöglich und die Grausamkeit bewegt sich zeitgleich mit dem Grad der Technologisierung. Eben diese sorgt für die Abkopplung der angeborenen Eigenschaften von Liebe und Barmherzigkeit. Das hat schon Schopenhauer erkannt und stellt es mit solchen Auswüchsen wie Elon Musk unter Beweis. Sie haben es bildlich gesehen satt NUR Mensch sein.


Dazu ein Gedicht von 2023

Liquidation

Bitte Oma schluck die Pille!
Man sagt danach geht es ganz flott.
Es ist doch unser aller Wille
und sicher der vom lieben Gott.

Dein Häuschen, das wir renoviert -
das neue Bad und Küchenschrank -
drauf haben wir doch spekuliert,
ansonsten schnappt sich das die Bank.

Nun schluck schon endlich dieses Ding
und mach am End bloß keinen Zoff -
wozu brauchst du noch diesen Ring?
Wer denkt das gibt es nicht? - Satire off.
« Letzte Änderung: August 30, 2026, 08:38:20 von hans beislschmidt »
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #139 am: Oktober 01, 2026, 14:29:54 »
Wenn nichts anderes mehr wichtig ist ...

Es gibt Menschen, die irgendwann mal beschlossen haben sich vorbehaltlos dem AfD Partei Verbot zu widmen und diesen Kampf ins Epizentrum ihres Lebens zu stellen.

Natürlich ist die AfD in Teilen rechtsextrem aber 10 Millionen Wähler ad hoc als Nazis und Auschwitz Förderer abzustrafen, halte ich für psychopathisch, vor allem  in der nervigen Beharrlichkeit einer fixen Idee täglich vor einem Weidel Armageddon zu warnen.

Es ist ja nicht nur dieser Panik HaPe, der kein Mikrofon oder Kamera auslässt, um vorm rechten Weltuntergang zu warnen, dem/denen aber Krieg, Alters / Kinderarmut und Bildungsnotstand völlig schnurz sind.

Am liebsten würden solche Hyperventilierer noch in unseren Köpfen rumspucken und gar Schiller - "Gewähren sie Gedankenfreiheit Sire" - als Teufelswerk geißeln.

Das geht mir entschieden zu weit, zeigt aber, dass bei immer mehr Leuten die Partitur verrutscht sein muss und der dissonante Orchestergraben zum überflogenen Kuckucksnest wurde.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #140 am: Oktober 01, 2026, 17:51:37 »
Dieses Argument weitergedacht:

Natürlich ist die AfD in Teilen (Echt? In Teilen nur? Warum distanzieren sie sich dann nicht vom 'Nazi-Teil und schließen ihn aus'??) rechtsextrem, aber - ...
Natürlich ist Trump ein rechtskonservatives, autokratisches, rassistisches Arschloch, aber - ...
Natürlich ist Erdogan ein krimineller, korrupter Familienclanführer, aber - ...
Natürlich ist Putin ein egomanischer Kriegstreiber und Massenmörder, aber - ...
Natürlich ist Kim ein soziopathischer, größenwahnsinniger Diktator, aber - ...

- ... aber warum ihnen nicht eine Chance geben, vor allem, wenn sie uns doch sooooooo treuherzig und aufrichtig versprechen, dass sie uns besser regieren als die zutiefst verachtenswerten korrupten Widerlinge der westlichen Demokratie, die sich als unzureichende Staatsform erwiesen hat - diese todesswürdigen, kaputten Sauschweine, die scheißelitären 'Wir-sind-was-Besseres-als-ihr-niederer-Plebs-Dreck-und-scheißen-auf-euch-und-eure-Bedürfnisse-Wichser, die uns jetzt regieren? Warum ihnen nicht die Chance geben, die sie eindeutig verdienen, weil sie sagen, dass sie ordentlich aufräumen werden - oder weil wir das in unserer grenzenlosen Wut auf die Demokraten-Versager soooo eindringlich hoffen! Sicher sind sie gar nicht so schlimm wie diese Egischweine in den anderen Parteien immer behaupten, die können doch eh nur lügen und betrügen. Ist doch so, oder? ODER!?




Hörst du dir eigentlich überhaupt noch selber zu?
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #141 am: Oktober 03, 2026, 14:30:04 »
Da ist er ja wieder.....
Hallo Erich, ;D
Wie in meinem Post angesprochen,
Geht es mir um Einzelpersonen, die
Über nichts anderes mehr referieren
Können und wollen. Darin liegt die tiefere
Tragik.
Ein paar Beispiele....
Da gibt es den Gerd, Redakteur beim SR
da gibt es den Marcel, Chansons und Kolumnist beim SR
Da gibt es den Bülent, Mitglied Stiftung Demokratie Saar

Nein, es sind nicht nur Hape Kerkeling, Grönemeyer, Campino,
Streter etc die den FCK/NZIS Button auf der Stirn tragen.
Es sind Leute, die ihren Gefälligkeits-Obulus ableisten
Bei einem Sender, Magazin, Zeitung, NGO, Kirche, was auch immer,
 Um sicher zu stellen, dass sie das nächste mal engagiert  werden
Und deshalb den Rest ihrer Individualität freiwillig abgeben.
Wenn Kerkeling nächster Bundespräsident wird,
Übersiedle ich nach Österreich.
LG Hans ;D >:( ;D >:(

●●●●●●

Welch ein Gegensatz
Die Offenbarung der Menschlichkeit von Willy Brandt machte Deutschland in einer Weise demütig und die Menschen hatten verstanden, dass nach dem Grauen des Krieges jetzt eine neue, andere Zeit kommen müsse.

Der Kniefall in Warschau, wie auch der Friedensnobelpreis war symbolisch und Ausdruck eines neuen Wertegefühls.

40 Jahre später hat der Wind sich völlig gedreht, wie auch die Deutschen mehrheitlich zum kolportierten Bedrohungsszenario stehen und den Kriegstreibern nicht in den Arm fallen.

Ein schnoddriger Kanzler wird nicht müde den russischen Angriff herbei zu reden, um endlich auch zum Felherrn des Sauerlandes aufzusteigen..

Die "to do Liste " von BlackRock Chef Larry Fink muss noch abgearbeitet werden. Es gibt noch Milliarden Vermögen in Deutschland und noch sind nicht alle Ukrainer tot.
Merz und seine Kriegsheerscharen predigen weiter die Ukraine würde „unsere Demokratie verteidigen“ – und erklärt ausgerechnet diesen von Korruption durchzogen Oligarchen Staat zum Bollwerk „unserer westlichen Werte“.
 
Danke auch Pistorius, Esken, Klingbeil SPD, Kiesewetter, Röttgen, Wadephul CDU, Hofreiter Grüne, Strack-Zimmermann FDP  > ihr habt unser Land in den Dreck gezogen.
« Letzte Änderung: Oktober 03, 2026, 14:38:34 von hans beislschmidt »
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #142 am: Oktober 03, 2026, 20:14:17 »
Sehr konstruktiv: Such dir immer die aus, die du am tiefsten hasst und verachtest, aus welchen persönlichen Gründen auch immer, egal ob nachprüfbar fundiert oder nicht (jede Menge Hörensagen und Unterstellung, m.E.), und häng ihnen die Schuld für einfach alles um! Plakativ polemisierend, ätzend, hassdurchglüht Verschwörungstheorien stapelnd, verallgemeinernd wutbürgerlich.

Selbst wenn deine Version der Wahrheit zufällig die Richtige sein sollte: Durch die ART, wie du sie vertrittst, nachgerade fanatisch geifernd und wütend, diskreditierst du sie zugleich auch schon, da hier im Netz einfach alles 'wahr' sein kann, allein als Schriftliches vorhanden, und die Leute eher auf Stil und Wortwahl achten denn auf echten, nachprüfbaren Wahrheitsgehalt (und seien wir ehrlich: wer macht sich heutzutage denn noch die Mühe, derlei tatsächlich nachzuprüfen?).

So wird Engagement zum Gezeter eines 'nützlichen Idioten'. Putin sagt Danke für die kostenlose Diskreditierung westlicher Demokratien und seines Kriegsgegners. Da haben seine desinformierenden Trolle ja gute Arbeit bei dir geleistet ... oder du bist selbst einer?
Du merkst: Alles wird hier im Netz wahr, es geht nur um die aktuelle Glaubwürdigkeit der jeweiligen Unterstellung. Alles findet seine Fans, jeder verrottete Gedankenzug Fans, die gerne mit aufspringen, wenn das Gefährt nur laut und lange genug tutet.

Trump hat diese Methode nachhaltig gesellschaftsfähig gemacht: Lüg wie gedruckt und bleib stur dabei, egal wer was wann und wie beweist. Irgendwann glauben dir genug Idioten, deren Feindbild du damit bedienst.  ;) >:D

« Letzte Änderung: Oktober 04, 2026, 09:38:17 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #143 am: Oktober 03, 2026, 21:42:36 »
German Diaries von Samuel Beckett.

Deutschland widert mich an?

Ich war erstaunt und habe mich in den Artikel verbissen aber je mehr ich in seine Wahrnehmung eingetaucht bin, um so mehr habe ich die Parallelen zwischen 1933 und 2026 verstanden.

Als Mensch, dem jede Form von Totalitarismus zuwider ist, spüre ich genau wie Beckett die Spaltung der Gesellschaft in einer unwiderruflichen Konsequenz.
Ich sehe drei Lager, die um die Vorherrschaft kämpfen:--

Da wäre die AfD, die dabei ist die Volksparteien an den Rand unsrer Gesellschaft zu drängen und die populistische Deutungshoheit anzuführen.

Des weiteren wären da die sogenannten Altparteien, die im Besitz der Medien den Bürgern ihre Art des Betreuten Denkens aufzwingen. Im Würgegriff der Oligarchie verfolgen sie einen riskanten Weg der Kriegssüchtigkeit, die uns geradezu in den dritten Weltkrieg führen könnte.

Nicht zuletzt die starke Linke, die (Beispiel Berlin), alle vom System Ausgeschlossenen und Multikultipropagandisten, hinter ihrem Dogma der Enteignungen vereinen konnte.

Diese drei kämpfen nun um den Wahlsonntag 2029 auf Biegen und Brechen, wobei keiner dem anderen Zugeständnisse machen will.

Wir hören zwar keine Marschmusik, hören keine Wehrmachtsstiefel, sehen noch keine Eingreiftruppen in Ledermänteln, aber die Sanktionen der Bürgerrechte, die Diffamierungen der Andersdenkenden lassen erahnen was uns bevorsteht.

Samuel Beckett würde wohl seinen Nobelpreis zurückgeben, sähe er das Nobel-Lügen und Laientheater von Obama bis Selensky.
.
https://rp-online.de/kultur/buch/buchtipp-tagebuch-von-samuel-beckett-ueber-seine-reise-durch-nazi-deutschland-v2_aid-155170529
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #144 am: Oktober 04, 2026, 10:27:49 »
Ach du mein desillusionierter Idealist!

Denkst du, die Welt wäre jemals anders gewesen? Der einzige Unterschied zu den Winkelzügen früherer Machtspiele ist, dass man heutzutage im Netz öffentlich darüber vor sich hinschreibt - wer hundert Verschwörungstheorien absondert, hat eine erhöhte Chance, auch mit der richtigen Version dabei zu sein, oder?

Es gab da diesen Film mit Mel Gibson in der Hauptrolle eines verschrobenen Verschwörungstheoretikers. Eine seiner hundert Ideen veranlasste jemanden, ihn ermorden lassen zu wollen, aber die Guten fanden ihn zuerst. Auf ihre Eröffnung, dass eine seiner Theorien nah genug an der Wahrheit war, um ihn beseitigen zu lassen, fragte er nur völlig baff und erstaunt: Welche?


Zu deiner 'Blöcketheorie':

Seit wann existiert im deutschsprachigen Raum denn wieder eine 'starke Linke'? Hab ich da was verpasst? Die Sozen waren doch seit Jahrzehnten weg von politischen Fenster, grade ein wenig gesünder noch als die FDP (die sich selbst überflüssig gemacht hat, weil keiner mehr gemäßigte, 'vernünftige' Rechtskonservative haben wollte ...).

Bei den Altparteien gebe ich dir recht: Fähnchen-nach-dem-Wind-Hänger und Karrieristen, die gerne das korrupte Lobby-System bedienen und der Rüstungsindustrie am liebsten minütlich einen blasen würden, so lange sie dabei selbst einen heimlichen Reibach machen. Kein Wunder, dass die Neonazis von der AfD soviel Zulauf haben: Wenn gewählte Vorbilder selbst das Bild der Demokratie diskreditieren, indem sie nur den Status quo erhalten wollen, der ihre Pfründe sichert, wenn sie sich jahrein, jahraus nur im Parlament (Quasselbude für Dampfplauderer) übereinander auskotzen, anstatt den festgefahrenen Karren Deutschland endlich gemeinschaftlich am gleichen Strang aus dem Dreck zu ziehen, dann suchen die Desillusionierten eben Zuflucht zu Extremen und hoffen, dass es 'eben vielleicht doch nicht so schlimm' werden könnte, bloß damit sich endlich irgendetwas wirklich bewegt!

Die AfD, dieses Sammelbecken rechter und noch rechterer Demagogen und Volksagitatoren, die verzweifelt versucht, sich ein einigermaßen menschenfreundlich geschminktes Antlitz zu verpassen, zeigt letztlich doch nur die verschmierte Fratze entmenschlichender Verachtung für alles, was in ihren Augen nicht 'deutsch' oder blond genug ist, um hier leben zu dürfen. Ihre pro-Putin-Polemik zeigt deutlich, welch machtaffinen Geistes sie sind. Dennoch Demokraten? Dass ich nicht lache!



Wie gesagt: Der einzige Unterschied zu früherer Politk, innerstaatlich oder auf der Weltbühne, ist, dass man heute mehr erfährt, wenn man interessiert ist. Nicht nur mehr - nein: Gleich ganz viel zuviel! Theorien und Halbwahrheiten, Manipulation in jede nur erdenkliche Richtung, vermischt mit ein paar Fakten, die man finden können muss, mit vielen Fake Facts, die zu anerkannten Wahrheiten aufsteigen, wenn man sie nur gut genug verkauft.
Ohne die erklärenden Regulative eines kritischen Journalismus, der nur den Lesern verpflichtet ist und klar macht, worauf zu achten wäre, blühen nur immer neue Verschwörungstheorien -- und was ist da dann überhaupt noch wahr?

Der Niedergang der 'Wahrheit' begann mit dem Erscheinen der politischen Zeitungen: Keine übergeorndete, neutrale Berichterstattung mehr, sondern eingefärbte Schönrederei in parteilichen Textorganen, möglichst unmerklich für den Leser aufbereitet. Es ist heute so, wie es immer war: Wer am überzeugendsten - und im Krieg vor allem als letzter! - lügt, definiert letztlich die geschichtliche Wahrheit, und jeder kann sich sein eigenes Bild dazu malen, aber nichts mehr daran ändern.
Es war immer so, aber dank des Internets erkennen wir alle heute mehr und mehr die Taktiken der Politik Machenden, die so alt sind wie die Menschheit, die sich einen Häuptling wählt. Trump ist zu danken, dass er so offen erkennbar und dumm lügt, dass selbst mehr und mehr seiner größten Fans den Kopf zu schütteln beginnen. Sie tun es alle ganz oben an der Macht, überall auf der Welt. Kein hehrer Altruismus, keine idealisierte Prämisse (außer in ihrem Blabla, um ihr Volk damit zu beruhigen und zu verdummen) - nur purer Wille zu Kontrolle und Macht.

Vielleicht kann diese Macht gar nichts anderes als eine Spielwiese der absoluten funktionalen Soziopathen sein, will sie sich selbst erhalten können, wenn so viele ähnlich Denkende und wenig Fühlende das Gleiche anstreben. Veilleicht kann der oberste Gockel auf dem Mist, der am lautesten krähen kann, nur dorthin gelangen, wenn er selbst völlig gewissenlos manipulativ, arrogant von sich selbst überzeugt und absolut empathielos ist.

Das demokratische System gibt diesem Machtwillen ein menschlich verträglicheres Kleid, indem es den 'Spielern' auf dieser Wiese zumindest ein paar humanverträgliche Regeln auferlegt, die nur unter Geheimhaltung umgangen werden können, was beträchtlichen Mehraufwand verursacht. Ohne diese Regulative oder deren volksgestütztes Funktionieren passiert das, was 33 in Deutschland passiert ist, oder in Putins Russland eher schleichend in den letzten beiden Dekaden: Macht, die frei tun kann, was immer sie will.

Macht korrumpiert nicht - es ist vielmehr so, dass nur die Korrupten und Korrumpierenden wirklich mit allen Mitteln danach streben. Darum sind sie bei diesem Spiel immer erfolgreicher als die moralisch Integren. Darum sieht es auf der Welt so aus, wie es eben aussieht, und selbst das alles zerfasernde Gebrabbel im Netz ändert nichts daran, weil gerade dort ein einigender Wille fehlt. Keiner, der alles regeln will, nur eben genug, um eine wirkmächtige gemeinschaftliche Richtung zu erzwingen. Da Logik und verbale Überzeugungsarbeit aber nie genug ausrichten, um Verblendete und alle die Selbst-gerne-recht-haben-Wollenden, die sich dort schriftlich auswringen, wirklich nachhaltig zu erreichen, wird das nie funktionieren. Im Chaos des WWW funktioniert letztlich nicht einmal so etwas aggressiv Manipulatives wie Politik! Gut so?



Also schreib nur weiter gilftelnd über das, was du für wahr hältst, wenn es so wichtig für dich ist - außer dir selbst einzureden, dass du richtig liegst, erfüllt es keine höhere Funktion. Nicht auf Dauer, dazu ist das pure überwältigende 'Angebot' des um Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit Heischenden überall um dich herun einfach zu gewaltig.
Ich mache dasselbe mit meinen Gedichten - nur ich habe eben immer von vornherein postuliert, dass ich es nur für mich tue. Ich habe mich nie der Illusion hingegeben, dass irgendeine 'Sendung' in diesem ozeanischen Massenmedium von tieferer Bedeutung wäre als eine beliebige andere. Die Klicksüchtigen sind die neue Oberflächlichkeit dieser 'brave new world' - mit der Begriffstiefe und der Aufmerksamkeitsspanne eines berauschten Schmetterlings ... (zusätzlich zu den fehlerhaften zerebralen Schnittstellen unseres prinzipiell subjektivierenden Primtengehirns)

« Letzte Änderung: Oktober 04, 2026, 10:39:34 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #145 am: Oktober 04, 2026, 14:05:49 »
Für die Klicksüchtigen (schöne Wortschöpfung)
Habe ich einen 83 jährigen ins Rampenlicht meiner
Follower gezerrt, für die es übrigens kein Zutun meinerseits
Gibt, die sich - man höre ganz freiwillig dazu
Entschlossen haben. Wahrscheinlich ähnlich destruktive
Schandmäuler, die das Feld nicht vollends den Schafschafe
Überlassen wollen. Und ja, vielleicht schafft das BSW ja doch
die 5% Hürde ... :P
●
Nur mit Gitarre und Gesang

hat der 83 jährige es abermals auf Platz eins geschafft. Kein Lagerfeuer ohne - "Über den Wolken", keine Friedensdemo ohne - "Meine Söhne" -, Reinhard Mey hat sich unauslöschlich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt, als einer der Größten, den die Deutsche Unterhaltungsmusik hervorgebracht hat.

Auch wenn ich, wie ich ehrlicherweise zugeben muss, immer fan von -- "Die Schlacht am kalten Büffet" war, konnte Reinhard Mey uns auch zu Tränen rühren, heute mehr denn jeh, denn für mich verkörpert er Hoffnung und Menschlichkeit gleichermaßen.

Ein Umstand, der mich nach wie vor glauben lässt, dass wir unser Land nicht den hardlinern Pistorius und seinen killing fields überlassen sollen. Respekt und Chapeau Reinhard.
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https://www.rnd.de/kultur/reinhard-mey-mit-83-jahren-zurueck-an-der-spitze-der-album-charts-FUM46LXH6RAWXKBWHGDZXLZZPA.html
« Letzte Änderung: Oktober 04, 2026, 14:07:41 von hans beislschmidt »
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #146 am: Oktober 05, 2026, 11:39:35 »
Muss Merz im Bombenhagel reisen?
Er wird sich noch einen Namen machen als "Ukraine-Kanzler", anders lässt sich seine Reise am Tag der deutschen Einheit nicht erklären.

"Bleib mi'm A**** daheim" hätte meine Oma gesagt und kümmere dich um deine eigenen Bürger. Aber nein, Fritze hat den Koffer voll mit Steuergeldern und reichlich "Backschisch" für die braunen Asows und Menschenjäger.

Ein völlig entgeisterter Kanzler, der gescheitert ist und nichts mehr zu verlieren hat, fängt an wild um sich zu schlagen.

Wie lange wollen konservative Unionsmitglieder diesem Hassadeur noch zusehen,  der Land und Partei wie ein lästiges Anhängsel behandelt, bevor BlackRock Chef neue Anweisungen erteilt.

Jeder Abgeordnete, der sich mit Rüstungs-Aktien zusätzlich bereichern will, sollte seinen Platz im Parlament räumen.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #147 am: Oktober 05, 2026, 12:00:44 »
 ;) Ist ein 'Hassadeur' ein hassender Hasadeur? Wäre ein interessanter Neologismus.  ;D
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #148 am: Oktober 06, 2026, 05:03:21 »
Hehe... klassischer Freudscher Fehler.
Passt wunderbar in die Zeit.

Ich bin etwas ramponiert und mein rechter
Fuß ist weg. Ich war in einem komischen,
halluzinogenem Zustand, wo ich nicht wusste
In welchem Daseinszustand ich mich befand.
Tot oder noch lebendig?
●
Hätte ich Galgenhumor, würde ich sagen: - besser e abbenes Been, wie jausenes Au.

Im Ernst, es waren keine schönen Wochen im Krankenhaus mit vier Operationen, knapp an einer Blutvergiftung vorbei.
Diabetes kommt langsam ungefragt zur Hintertür herein und tut anfangs gar nicht weh, beginnt aber im Verborgenen ein Werk der Zerstörung. Nehmt diese Krankheit nicht auf die leichte Schulter.

Was tun sprach Zeus? Nun erst mal Ruhe, dann Fäden ziehen - in vier/fünf Wochen. Dann folgt vier Wochen Reha mit einer schicken Prothese in pink und mint.

Im Januar werde ich vielleicht wieder eingeschränkt mobil sein, mein Auto umbauen lassen und wieder Moped fahren. Ihr glaubt das nicht?--- fuck, gimmi five.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #149 am: Oktober 06, 2026, 19:49:26 »
Hi Hans!

Danke für den persönlichen Einblick!

So teilst du in dieser Hinsicht Annes Schicksal, auch ihr wurde ja ein Bein abgenommen, sicher mehr davon als dir, wenn es bei dir 'nur' der Fuß war. Schlimm genug.

Auf jeden Fall Gute Besserung in jeglicher Hinsicht!

Du sagst, es kam schleichend. Hast du gar nichts bemerkt, bis der Fuß auf einmal 'tot' war? Der linke oder der rechte? Wie merkt man sowas eigentlich - oder sollte es tun?


Ich selbst bin ob meines Blutkrebses kraft- und motivationslos, vor allem jetzt wieder bei meiner dritten Tablettenchemo, die nur die Degeneration in Schach hält - eine Weile lang, so lang es eben funktioniert. Meine 'Remission' hat kein ganzes halbes Jahr gehalten  - mein Arzt hatte sich mehr erhofft (und meine Kasse sicherlich auch! Eine einzige Monatsdosis meines Dauermedikaments kostet bei 7000 Euro - und das ist schon billiger! Meine ersten Chemos (seit 2018) haben noch 10.000 Euro pro Monat gekostet!) Beschissene gierige Pharmakonzerne!

Zumindest hab ich noch alle Enden, auch wenn ich sie kaum mehr benutze (Couch-Potato exteme!) Auch die Libido leidet unter all der Chemie, und die extremen Rheumasymptome bei Fleischgenuss sind auch wieder da. Eindeutig eine Nebenwirkung ...


Ach, so hat eben jeder sein Päckchen zu tragen. Alt zu werden ist eben Scheiße ...  ::) :o :'(


Grüße unter Leidenden!

eKy



Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.